Schlagwort-Archive: Literatur

Südafrika-Lyrik am Sonntag

Ingo Baumgartner mit seinem Gedicht „Miriam Makeba“

(Autor: Ingo Baumgartner)

© Baumgartners Südafrika-Gedicht: Miriam Makeba. (Quelle: flickr/ jankie)

© Baumgartners Südafrika-Gedicht: Miriam Makeba. (Quelle: flickr/ jankie)

Miriam Makeba

Deine Stimme, oh Zenzile,
Memphisklänge mit im Spiele,
deine Worte gegen Mächte,
gegen viele Hassgeflechte
missen unaussprechlich viele.
Deine Botschaft bleibt uns nah.
Danke, Mama Afrika!

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© Ingo Baumgartner

© Ingo Baumgartner

Ingo Baumgartner ist pensionierter Volksschuldirektor aus der Umgebung von Salzburg. Der Österreicher hat eine große Vorliebe für die Lyrik. Seine Erkundungsreisen durch Südafrika haben die Dichtung geprägt. An 23 Sonntagen wird jeweils ein Südafrika-Gedicht Baumgartners auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ veröffentlicht.

Südafrika-Lyrik am Sonntag

Ingo Baumgartner mit seinem Gedicht „Kartenlesen in Südafrika“

(Autor: Ingo Baumgartner)

© Baumgartners Südafrika-Gedicht: Kartenlesen in Südafrika. (Quelle: flickr/ Juliana Zipay)

© Baumgartners Südafrika-Gedicht: Kartenlesen in Südafrika. (Quelle: flickr/ Juliana Zipay)

Kartenlesen in Südafrika

Mbombela, Mlilwane,
Msikaba, Mbabane,
Mtwalume, Mkambati,
Mlawula, Nkomati,
Und als Drüberstreuer quasi
Nzhelele, Mkhomasi.

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© Ingo Baumgartner

© Ingo Baumgartner

Ingo Baumgartner ist pensionierter Volksschuldirektor aus der Umgebung von Salzburg. Der Österreicher hat eine große Vorliebe für die Lyrik. Seine Erkundungsreisen durch Südafrika haben die Dichtung geprägt. An 23 Sonntagen wird jeweils ein Südafrika-Gedicht Baumgartners auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ veröffentlicht.

Südafrika-Lyrik am Sonntag

Ingo Baumgartner mit seinem Gedicht „Im Tsitsikamma-Land“

(Autor: Ingo Baumgartner)

© Baumgartners Südafrika-Gedicht: Im Tsitsikamma-Land. (Quelle: Alexander Fiebrandt/ Wikimedia)

© Baumgartners Südafrika-Gedicht: Im Tsitsikamma-Land. (Quelle: Alexander Fiebrandt/ Wikimedia)

Im Tsitsikamma-Land

Die Garden Route, nun bist du angekommen,
sie führt dich, lässt dir keine Wahl,
in Gegenden, dem Bilderbuchbuch entnommen,
erschließt dir Ziele sonder Zahl.
Der Buckelwal schlägt wilde Purzelbäume,
Delphine springen hinterher.
Gefangen bist du, glaubst an frohe Träume,
denn Regenwald entsteigt dem Meer.
 –
Da nasses Riffkorallenabenteuer,
hier Blumenpracht am Straßenrand.
Das Farnblatt trägt ein kleines Ungeheuer,
du bist im Tsitsikamma-Land.

Wo Blüten aus dem Grün der Blätter tauchen,
verhalt’ner Regen dich benetzt
Mit Tropfen, die im Nu zu Luft verhauchen,
verweilst du bis der Tag sich setzt.

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© Ingo Baumgartner

© Ingo Baumgartner

Ingo Baumgartner ist pensionierter Volksschuldirektor aus der Umgebung von Salzburg. Der Österreicher hat eine große Vorliebe für die Lyrik. Seine Erkundungsreisen durch Südafrika haben die Dichtung geprägt. An 23 Sonntagen wird jeweils ein Südafrika-Gedicht Baumgartners auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ veröffentlicht.

Südafrika-Lyrik am Sonntag

Ingo Baumgartner mit seinem Gedicht „Schwarzfersenantilope“

(Autor: Ingo Baumgartner)

© Baumgartners Südafrika-Gedicht: Die Schwarzfersenantilope. (Quelle: flickr/ ben.haeringer)

© Baumgartners Südafrika-Gedicht: Die Schwarzfersenantilope. (Quelle: flickr/ ben.haeringer)

Die Schwarzfersenantilope

Erstarren lässt den Bock mein Nahen,
mie Lichter mustern mich nervös,
Obwohl sie oft schon Menschen sahen.
sie schätzen ein, ob gut, ob bös.

Die Leierform des Hörnerpaares
wirkt edel wie das ganze Tier.
Die Inseln schwarzen dichten Haares
sind Sichtsignale, Fersenzier.
 –
Als Brauenstrich verstärken Bänder
des Auges dunklen Brunnenschacht.
Ein Prunkstück der Savannenländer,
das öde Wildnis traumhaft macht.

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© Ingo Baumgartner

© Ingo Baumgartner

Ingo Baumgartner ist pensionierter Volksschuldirektor aus der Umgebung von Salzburg. Der Österreicher hat eine große Vorliebe für die Lyrik. Seine Erkundungsreisen durch Südafrika haben die Dichtung geprägt. An 23 Sonntagen wird jeweils ein Südafrika-Gedicht Baumgartners auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ veröffentlicht.

Südafrika-Lyrik am Sonntag

Ingo Baumgartner mit seinem Gedicht „Das Nashorn“

(Autor: Ingo Baumgartner)

© Baumgartners Südafrika-Gedicht: Das Nashorn. (Quelle: flickr/ to.wi)

© Baumgartners Südafrika-Gedicht: Das Nashorn. (Quelle: flickr/ to.wi)

Das Nashorn

Der Tag schickt sich an, neues Licht einzubringen,
noch zögert die Nacht, ihre Nebel zu lichten.
Im Zweigwerk beginnt schon das Morgenbesingen,
ein Laut zwingt das Auge, sich buschwärts zu richten.

Weit hörbares Schnauben aus mächtigen Lungen,
von Tonnen belasteter Tritt derber Zehen,
sind lang vor dem Tier aus dem Dickicht gedrungen.
Nun lässt sich ein Wesen aus Urzeiten sehen.

Das doppelte Spitzhorn verrät seinen Träger,
ein Vogel hackt Maden aus ledrigen Falten.
Des Nashorns verlässlicher, reitender Pfleger
begleitet des Dickhäuters Tagesgestalten.

Das spielende Ohr hört selbst leiseste Töne,
Betrachter tun gut daran, Abstand zu setzen.
Die Größe erlaubt, aus der Ferne das Schöne
des mächtigen Wesens gebührend zu schätzen.

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© Ingo Baumgartner

© Ingo Baumgartner

Ingo Baumgartner ist pensionierter Volksschuldirektor aus der Umgebung von Salzburg. Der Österreicher hat eine große Vorliebe für die Lyrik. Seine Erkundungsreisen durch Südafrika haben die Dichtung geprägt. An 23 Sonntagen wird jeweils ein Südafrika-Gedicht Baumgartners auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ veröffentlicht.

Kap-Kolumne: Identitätssuche am Freedom Day

Schriftsteller François Loots zeigt im Roman „Rooi Jan Alleman“ ein Neues Südafrika auf

(Autor: Detlev Reichel ist der Kap-Kolumnist des Südafrika-Portals. Als Missionskind, Sozialist und einstiger Westberliner Anti-Apartheids-Aktivist berichtet er aus und zu Südafrika.)

Manchmal findet sich ein Kleinod in einem Buchladen – unter all den marktschreierisch angepriesenen Grishams, Pattersons und wie sie alle heißen. Neulich entdeckte ich einen afrikaansen Roman über das Leben des Bram Fischer. Das Buch ist tatsächlich eine Seltenheit in der neueren afrikaanssprachigen Literatur. Der Schriftsteller François Loots hat damit ein Thema aufgegriffen, über das unter den (weißen) Afrikanern oder Buren wenig Kenntnis vorhanden ist. Bram Fischer repräsentiert den Teil ihrer Geschichte, den das Apartheidregime dem historischen Reißwolf anvertrauen wollte.

© Der burischstämmige Schriftsteller François Loots [hier im Bild] skizziert in seinem Roman "Rooi Jan Alleman" am Beispiel des Rechtsanwalten Bram Fischer das Engagement einzelner weißer Südafrikaner, die sich unter der Entziehung ihrer eigenen Freiheit für die Rechte aller Südafrikaner einsetzten. (Quelle: flickr/ Books LIVE)

© Der burischstämmige Schriftsteller François Loots [hier im Bild] skizziert in seinem Roman „Rooi Jan Alleman“ am Beispiel des Rechtsanwalten Bram Fischer das Engagement einzelner weißer Südafrikaner, die sich unter der Entziehung ihrer eigenen Freiheit für die Rechte aller Südafrikaner einsetzten. (Quelle: flickr/ Books LIVE)

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Südafrika-Lyrik am Sonntag

Ingo Baumgartner mit seinem Gedicht „Kunsthandwerk“

(Autor: Ingo Baumgartner)

© Baumgartners Südafrika-Gedicht: Kunsthandwerk.

© Baumgartners Südafrika-Gedicht: Kunsthandwerk.

Kunsthandwerk

Xhosa, Venda, Tsonga, San,
Völker, in die Kunst verliebt.
Ihre Arbeit lacht dich an.
Lass dir zeigen, was es gibt.
Teppich, Tonkrug, Schnitzerei,
Bantukunst als Souvenir.
Kupfer, Messing, was es sei,
Alles dient gehob’ner Zier.
Korb aus Schilf- und Grasgeflecht,
Holzfigur im Farbenkleid,
Perlen zieren stilgerecht
Fetische der Fruchtbarkeit.
Lange steht man, zögert, wählt,
nimmt dann mehr als angedacht.
Keine Reue um das Geld,
Schönes wird nach Haus gebracht.

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© Ingo Baumgartner

© Ingo Baumgartner

Ingo Baumgartner ist pensionierter Volksschuldirektor aus der Umgebung von Salzburg. Der Österreicher hat eine große Vorliebe für die Lyrik. Seine Erkundungsreisen durch Südafrika haben die Dichtung geprägt. An 23 Sonntagen wird jeweils ein Südafrika-Gedicht Baumgartners auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ veröffentlicht.