Schlagwort-Archive: Lonmin

Millionär wird nächster Präsident Südafrikas

2.440 von 4.700 Delegierten wählen Unternehmer Cyril Ramaphosa zum neuen ANC-Parteivorsitzenden

(2010sdafrika-Redaktion)

Die Delegierten des Afrikanischen Nationalkongresses haben mit absoluter Mehrheit auf dem 54. Bundesparteitag im Süden Johannesburgs für Cyril Ramaphosa als neuen Parteivorsitzenden gestimmt. Dieser setzte sich gegen seine Konkurrentin Nkosazana Dlamini-Zuma mit 2.440 zu 2.261 Stimmen knapp durch. Insofern wird der Wunschkandidat der Wirtschaft den ANC in den Wahlkampf der Parlamentswahlen 2019 führen. Der ANC-Vorsitzende übernimmt traditionell auch das Amt des Staatspräsidenten.

© Der millionenschwere Unternehmer Cyril Ramaphosa konnte sich gegen seine Konkurrentin Nkosazana Dlamini-Zuma knapp durchsetzen. Der Jurist war der Wunschkandidat der Wirtschaft. Ramaphosa hat sich die Bekämpfung der Korruption und Arbeitslosigkeit auf die Agenda gesetzt. (Quelle: flickr/ GovermentZA)

Weiterlesen

Advertisements

Machtkampf auf dem 54. ANC-Bundesparteitag

Ramaphosa oder Dlamini-Zuma –  wer wird Nachfolger von Südafrikas Staatspräsidenten Jacob Zuma?

(Autor: Ghassan Abid)

Der Artikel 88 der südafrikanischen Verfassung regelt die Begrenzung der Amtszeit des Staatspräsidenten auf insgesamt zwei Legislaturperioden. Eine dritte Verlängerung um weitere fünf Jahre ist somit verfassungsrechtlich ausgeschlossen. Auf dem aktuell stattfindenden 54. ANC-Bundesparteitag in Soweto, im Süden Johannesburg, ist der Machtkampf um den Nachfolger von Jacob Zuma längst ausgebrochen. Zwei ANC-Politiker gelten als enge Favoriten für die Nachfolge Zumas: Der amtierende Vizepräsident Cyril Ramaphosa die ehemalige AU-Vorsitzende Nkosazana Dlamini-Zuma. Eine Profilanalyse.

© Südafrikas Regierungspartei ANC steht vor der schwierigen Aufgabe, den Nachfolger von Jacob Zuma zu wählen. Sowohl Ramaphosa als auch Dlamini-Zuma haben ihre Stärken und Schwächen. Beide Politiker gelten als die aussichtsreichsten Kandidaten. Das Ergebnis der Wahl wird am morgigen Montag erwartet. (Quelle: ANC)

Weiterlesen

Millionen-Entschädigung für Marikana-Opfer

Regierung zahlt nach tödlichem Polizeieinsatz gegen Bergarbeiter rund 75 Millionen Euro

(2010sdafrika-Redaktion)

Die Ereignisse um den blutig niedergeschlagenen Bergarbeiter-Streik durch die südafrikanische Polizei in Marikana vor gut viereinhalb Jahren ist noch nicht vergessen. Zu groß war der öffentliche Aufschrei über das „Marikana-Massaker“, welches nach Ansicht zahlreicher Medien den Kontrollverlust der Regierung Südafrikas über die eigene Polizei verdeutlicht haben soll. Nun entschloss sich der Staat rund 1,1 Milliarden Rand – umgerechnet 75 Millionen Euro – als Entschädigung an die Opfer zu zahlen. Das Polizeiministerium gestand sich erhebliche Fehler ein.

© Am 16. August 2012 wurden 34 Bergarbeiter durch die Polizei in Marikana erschossen. Die Regierung Südafrikas hat nun rund viereinhalb Jahre später eine Millionen-Entschädigung an die Opfer der Demonstranten in Aussicht gestellt. So ein Vorgang dürfe sich nicht wiederholen, hieß es. (Quelle: flickr/ Daniel Arauz)

Weiterlesen

Filmkritik: Miners Shot Down

Südafrika-Dokumentationsfestival in Berlin – 3. Veranstaltungsbericht

(Autor: Johannes Woywodt)

Marikana ist eine kleine und unscheinbare Bergarbeiterstadt im Nordwesten Südafrikas. Hier, unter der trockenen und staubigen Erde, befindet sich die weltweit größte Abbau- und Förderstätte von Platin. Internationale Großunternehmen sind hier ansässig, um aus den Minen das begehrte Edelmetall zu fördern. Bis zu 25.000 Kumpel arbeiten hier unter Tage. Körperliche Schwerstarbeit bei heißen Temperaturen, die zugleich gesundheitsschädlich und gefährlich ist.

Miners Shot Down

© Auf dem diesjährigen South African Documentary Festival in Berlin ist die Dokumentation „Miners Shot Down“ gezeigt worden. Die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ schaute sich diese an. (Quelle: Screenshot/ Miners Shot Down)

Weiterlesen

Südafrika-Festival als Publikumsmagnet

Podiumsdiskussionen, Konzerte und Filme lockten Berliner an. Doku und Spielfilm werfen wichtige Fragen auf

(2010sdafrika-Redaktion)

Die Veranstaltungsreihe „20 Jahre Demokratie in Südafrika“ vom 28. bis 31. August 2014, initiiert von der südafrikanischen Botschaft in Berlin, war ein voller Erfolg. Auf den verschiedenen Podiumsdiskussionen, Konzerten und Filmvorführungen war das Interesse des Berliner Publikums groß. Politische Bildung mit südafrikanischen Akademikern stand neben einem vielfältigen Kulturprogramm zur Verfügung. Höhepunkt des Festivals dürften zwei kritische Filme sein, die Fragen zur wirtschaftspolitischen und gesellschaftlichen Zukunft Südafrikas aufwerfen.

CJ Glynn

© Die Veranstaltungsreihe „20 Jahre Demokratie in Südafrika“ im Haus der Kulturen der Welt in Berlin war ein voller Erfolg. Besonders zwei Filme haben sich hervorgetan. Während in der Doku „Miners Shot Down“ Kritik an der Polit-Elite und Wirtschaft Südafrikas geäußert wurde, ging es im Spielfilm „Skoonheid (Beauty)“ um gesellschaftliche Probleme. (Quelle: flickr/ CJ Glynn)

Weiterlesen

Eklat im Parlament, Einigung im Bergbau

EFF-Vorsitzender Julius Malema des Saales verwiesen, weil er den ANC als Mörder bezeichnete

(Autor: Ghassan Abid)

Nachdem Südafrikas Präsident Jacob Zuma seine Rede zur Lage der Nation hielt, die Probleme richtig erkannte, aber kaum Lösungsansätze aufzeigte, fand eine diesbezügliche Aussprache im Parlament statt. Zwei Politiker machten von sich aufmerksam. Der Oppositionspolitiker Julius Malema beschimpfte die Regierung und die Wohnungsbauministerin Lindiwe Sisulu dafür die Opposition.

GovernmentZA

© Julius Malema sorgte mit seinem Statement, wonach der ANC für den Tod von 34 Menschen in Marikana verantwortlich sei, für einen Eklat im Parlament. Der EFF-Vorsitzende wurde des Saales verwiesen. (Quelle: GovernmentZA)

Weiterlesen

„Südafrikas Entwicklungen besorgniserregend“

Im Interview mit Claudia Bröll, Wirtschaftsjournalistin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung

(Autor: Ghassan Abid)

    © Claudia Bröll, Wirtschaftsjournalistin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (F.A.Z.) in Südafrika.

© Claudia Bröll, Wirtschaftsjournalistin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (F.A.Z.) in Südafrika.

2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ Frau Claudia Bröll, Wirtschaftsjournalistin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (F.A.Z.) in Südafrika. Seit 2008 berichten Sie aus Johannesburg und seit 2012 aus Kapstadt. Wie kamen Sie überhaupt ins südliche Afrika?

Antwort: Ich habe Südafrika zum ersten Mal 1996 während eines einjährigen Studienaufenthalts an der University of Cape Town kennengelernt und bin dem Land sowohl beruflich als auch privat treu geblieben. Heute bin ich mit einem Südafrikaner verheiratet, meine zweite Tochter kam in Johannesburg zur Welt und mittlerweile fiebere ich sogar mit, wenn die südafrikanische Rugby-Mannschaft irgendwo aufs Feld läuft.

Weiterlesen