Schlagwort-Archive: Mail & Guardian

„Satiriker und Medien müssen zusammenhalten“

Südafrikas führender Karikaturist Jonathan „Zapiro“ Shapiro verurteilt Charlie Hebdo-Attentat in Frankreich

(Autor: Ghassan Abid)

Nachdem am gestrigen Mittwoch gezielt die Redaktion von Charlie Hebdo in der französischen Hauptstadt attackiert wurde, befindet sich die weltweite Öffentlichkeit im Schock. Zwölf Personen wurden getötet, darunter Charlie Hebdo-Chefredakteur Stéphane Charbonnier alias „Charb“. Nun meldet sich Südafrikas führender Karikaturist „Zapiro“ zu Wort. Er fordert in einem Interview den Zusammenhalt von Satirikern und Medien. Es müsse um die Pressefreiheit gekämpft werden.

UCT Alumni Events

© Südafrikas führender Karikaturist Jonathan „Zapiro“ Shapiro verurteilt das Charlie Hebdo-Attentat in der französischen Hauptstadt, bei dem zwölf Menschen ums Leben kamen. Er betont, dass es nun darauf ankomme, dass Satiriker und Medien zusammenhalten. Es müsse um die Pressefreiheit gekämpft werden. (Quelle: flickr/ UCT Alumni Events)

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Rockergewalt erreicht Südafrika

Mitglieder des Gypsy Joker MC attackieren Mitarbeiter einer Tankstelle. Medien schrecken auf

(Autor: Ghassan Abid)

Am Freitag, den 28. November 2014, ereignete sich in Witbank eine körperliche Auseinandersetzung, die aufgrund der Tatbeteiligten in die Geschichte Südafrikas eingehen wird. Mehrere Rocker des Gypsy Joker MC attackierten Beschäftigte einer Tankstelle. Der Tathergang wurde von einer Überwachungskamera eingefangen. Namhafte Medien berichteten über den Vorfall. Die Rockergewalt hat nun erstmals Südafrikas Öffentlichkeit erreicht.

Video

© Video-Sequenz zum Vorfall vom 28. November 2014: Mehrere Mitglieder des Rockerklubs Gypsy Joker MC attackieren Mitarbeiter einer Tankstelle im südafrikanischen Witbank. Nun ermittelt die Polizei. (Quelle: YouTube)

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Südafrika schlittert in neuen Politskandal

25-jährige Präsidententochter erhält 70.000 Euro-Spitzenjob beim Staat, trotz mangelnder Qualifikation

(Autoren: 2010sdafrika-Redaktion, Ghassan Abid)

Das internationale Image Südafrikas hat infolge unzähliger Korruptionsskandale stark gelitten. Die Nkandla-Affäre – der rechtswidrige Staatszuschuss des Privatdomizils von Präsident Jacob Zuma – ist den Bürgern der Republik im Gedächtnis haften geblieben. Da bahnt sich bereits ein neuer Politskandal an. Der „Mail & Guardian“ hat einen Nepotismusskandal auf höchster Ebene aufgedeckt. Doch das Präsidialamt verweigert wie in der Vergangenheit eine öffentliche Erklärung. Die politische Führung hat nichts dazugelernt.

thuthukile.zuma

© Thuthukile Zuma ist gerade einmal 25 Jahre alt und bereits als Spitzenbeamtin mit einem Jahresverdienst von 70.000 Euro im Telekommunikationsministerium untergebracht – ohne öffentliche Ausschreibung und bei mangelnder Qualifikation. Wäre sie nicht die Tochter von Präsident Jacob Zuma, hätte sie diesen Posten mit Sicherheit nicht bekommen – so die Presse. (Quelle: Privat)

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Internationale Pharmaindustrie am Pranger

Südafrikas Gesundheitsminister Motsoaledi beschuldigt westliche Konzerne eines „Genozids“

(Autor: Ghassan Abid)

Südafrika ist ein beliebter Absatzmarkt für die internationale Pharmaindustrie. Nicht nur deutsche Arzneimittelkonzerne wie die Darmstädter Merck KGaA und der Leverkusener Branchenriese Bayer sind am Kap präsent. Auch US-Konkurrenten wie Pfizer und Johnson & Johnson mischen kräftig mit. Nun ist allerdings eine kritische Debatte über ihr Handeln entfacht worden.

© Die westliche Pharmaindustrie in Südafrika muss sich auf harte Zeiten gefasst machen. Gesundheitsminister Aaron Motsoaledi warf den Konzernen einen "Genozid" an der Bevölkerung vor. Die teuren Medikamente seien nicht mehr hinnehmbar. Die Regierung bereitet zurzeit ein Gesetz vor, mit welchem günstigere Imitate – die sogenannten Generika – auf den Markt gebracht werden können. (Quelle: flickr/ UNAIDS)

© Die westliche Pharmaindustrie in Südafrika muss sich auf harte Zeiten gefasst machen. Gesundheitsminister Aaron Motsoaledi warf den Konzernen einen „Genozid“ an der Bevölkerung vor. Die teuren Medikamente seien nicht mehr hinnehmbar. Die Regierung bereitet zurzeit ein Gesetz vor, mit welchem günstigere Imitate – die sogenannten Generika – auf den Markt gebracht werden können. (Quelle: flickr/ UNAIDS)

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Parlament ohne Kontrollwillen

Nkandla-Affäre verdeutlicht Defizite des Parlamentarismus in Südafrika. Verwirrung statt Aufklärung

(2010sdafrika-Redaktion)

Cecil Valentine Burgess ist ANC-Politiker und leitet im südafrikanischen Parlament den Ausschuss zur Kontrolle der Nachrichtendienste, den „Joint Standing Committee on Intelligence (JSCI)“. Er verfügt über ähnliche Aufgaben wie Thomas Oppermann, dem Vorsitzenden des Parlamentarischen Kontrollgremiums (PKGr) im Deutschen Bundestag: Die Kontrolle der Nachrichtendienste einerseits und die Begleitung von Entwicklungen mit hoher sicherheitspolitischer Bedeutung andererseits. Allerdings unterscheidet sich Burgess von Oppermann in einem wesentlichen Punkt: Der Südafrikaner sieht sich als Regierungsvertreter und nicht als parlamentarische Kontrollinstanz.

    © In der politikwissenschaftlichen Demokratieforschung und im Staatsrecht gilt der Grundsatz, dass die Legislative die Exekutive kontrolliert. Das Parlament wacht über die Aktivitäten der Regierung und untersucht sämtliche Vorfälle, die entweder der Verfassung oder den Gesetzen zuwiderlaufen. Die Nkandla-Affäre verdeutlicht, dass der Parlamentarismus in Südafrika noch nicht ausgereift ist. Das Unterhaus in Kapstadt [im Bild] blendet den Vorwurf der Steuerfinanzierung des Privatanwesens von Präsident Jacob Zuma weitgehend aus. (Quelle: flickr/ Daniel Newcombe)

© In der politikwissenschaftlichen Demokratieforschung und im Staatsrecht gilt der Grundsatz, dass die Legislative die Exekutive kontrolliert. Das Parlament wacht über die Aktivitäten der Regierung und untersucht sämtliche Vorfälle, die entweder der Verfassung oder den Gesetzen zuwiderlaufen. Die Nkandla-Affäre verdeutlicht, dass der Parlamentarismus in Südafrika noch nicht ausgereift ist. Das Unterhaus in Kapstadt [im Bild] blendet den Vorwurf der Steuerfinanzierung des Privatanwesens von Präsident Jacob Zuma weitgehend aus. (Quelle: flickr/ Daniel Newcombe)

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Kap-Kolumne: Der Arzt, der mit dem Tod tanzte

Wird „Dr. Death” seine ärztliche Approbation verlieren oder behalten?

(Autor: Detlev Reichel ist der Kap-Kolumnist des Südafrika-Portals. Als Missionskind, Sozialist und einstiger Westberliner Anti-Apartheids-Aktivist berichtet er aus und zu Südafrika.)

Am 18. Dezember 2013 spricht der „Health Professions Council of South Africa (HPCSA)“ [Anmerkung der Redaktion: Vergleichbar mit Ärztekammer] sein Urteil über die Fortdauer der ärztlichen Zulassung des Wouter Basson. Der Kardiologe besitzt eine lukrative private Herzklinik in Kapstadt und KwaZulu-Natal. Basson (Jahrgang 1950) ist eine der finstersten Figuren des Apartheidregimes.

© Wouter Basson ist studierter Kardiologe. Der Mediziner ist der ärztlichen Ethik und somit dem Wohlergehen des Menschen verpflichtet. Der internationale Grundsatz „Primum non nocere“ verbietet das Beifügen eines Schadens am Menschen. Doch der Südafrikaner ist für viel Leid von Apartheidopfern verantwortlich und bis heute noch nicht zur Rechenschaft gezogen worden. Am 18. Dezember 2013 entscheidet die Ärztekammer HPCSA über die Fortdauer des "Dr. Death" als zugelassenen Arzt.

© Wouter Basson ist studierter Kardiologe. Der Mediziner ist der ärztlichen Ethik und somit dem Wohlergehen des Menschen verpflichtet. Der internationale Grundsatz „Primum non nocere“ verbietet das Beifügen eines Schadens am Menschen. Doch der Südafrikaner ist für viel Leid von Apartheidopfern verantwortlich und bis heute noch nicht zur Rechenschaft gezogen worden. Am 18. Dezember 2013 entscheidet die Ärztekammer HPCSA über die Fortdauer des „Dr. Death“ als zugelassenen Arzt.

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Südafrika ein Rückzugsgebiet von Terroristen?

Nairobi-Anschlag wirft Fragen über die Gefahr des islamistischen Extremismus am Kap auf

(2010sdafrika-Redaktion)

Blutig war der Terroranschlag im Westgate-Einkaufszentrum in der kenianischen Hauptstadt Nairobi, bei welchem rund 70 Menschen starben. Mittlerweile ist klar, dass auch westliche Bürger bei der Vorbereitung und eventuell bei der Durchführung des Anschlages involviert waren. Die Britin Samantha Lewthwaite – in der Presse auch als “Weiße Witwe“ bezeichnet – soll von Johannesburg aus bei der Terrororganisation mitgewirkt haben.

© Der Fall um die britische Bürgerin Samantha Lewthwaite, die die Identität einer südafrikanischen Frau für terroristische Zwecke missbraucht haben soll, wirft Fragen auf. Wie gelang der mutmaßlichen Terroristin die Erlangung amtlicher Dokumente und inwieweit ist Südafrika ein Rückzugsgebiet von islamistischen Extremisten.

© Der Fall um die britische Bürgerin Samantha Lewthwaite, die die Identität einer südafrikanischen Frau für terroristische Zwecke missbraucht haben soll, wirft Fragen auf. Wie gelang der mutmaßlichen Terroristin die Erlangung amtlicher Dokumente und inwieweit ist Südafrika ein Rückzugsgebiet von islamistischen Extremisten.

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