Schlagwort-Archive: Mama Africa

In Gedenken an Miriam Makeba

Heute vor 4 Jahren erlitt Mama Africa einen tödlichen Herzinfarkt. Ihre Enkelin fordert Rechte ein

(Autor: Ghassan Abid)

Zenzile Makeba Qgwashu Nguvama Yiketheli Nxgowa Bantana Balomzi Xa Ufun Ubajabulisa Ubaphekeli Mbiza Yotshwala Sithi Xa Saku Qgiba Ukutja Sithathe Izitsha Sizi Khabe Singama Lawu Singama Qgwashu Singama Nqamla Nqgithi ist der vollständige Name von Miriam Makeba, der bekanntesten Sängerin Südafrikas aller Zeiten. Die Komplexität des Namens ist ein Abbild dessen, wie umfangreich und vielfältig das Leben von Makeba alias Mama Africa war. Vor vier Jahren, am 10. November 2008, verstarb die Musiklegende außerhalb Südafrikas. Die nationale sowie internationale Öffentlichkeit hält inne und gedenkt Makeba – so wie sie es wollte – mit Freude, Fröhlichkeit und der Musik.

© Miriam Makeba erlitt heute vor genau 4 Jahren auf einem Benefizkonzert für den von der italienischen Mafia auf die Todesliste gesetzten Schriftsteller Roberto Saviano einen Herzinfarkt. Einen Tag später, in den Morgenstunden des 10. Novembers 2008, starb Mama Africa im Krankenhaus. Makeba ist eine bemerkenswerte Frau, die einen hohen Preis für die Freiheit Südafrikas zahlen musste. Sie ist die erfolgreichste südafrikanische Musikerin aller Zeiten. (Quelle: flickr/ Dedica Festival)

© Miriam Makeba erlitt heute vor genau 4 Jahren auf einem Benefizkonzert für den von der italienischen Mafia auf die Todesliste gesetzten Schriftsteller Roberto Saviano einen Herzinfarkt. Einen Tag später, in den Morgenstunden des 10. Novembers 2008, starb Mama Africa im Krankenhaus. Makeba ist eine bemerkenswerte Frau, die einen hohen Preis für die Freiheit Südafrikas zahlen musste. Sie ist die erfolgreichste südafrikanische Musikerin aller Zeiten. (Quelle: flickr/ Dedica Festival)

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Berlinale 2011 – Kinematografie Südafrikas wieder dabei

Internationale Filmwelt blickt erneut auf Berlin

(Autoren: Doreen S., Ghassan Abid)

© Logo der Berlinale (Quelle: Wikimedia)

19.000 Fachbesucher aus 128 Ländern, darunter 4.000 Pressevertreter, werden die Internationalen Filmfestspiele Berlin (Berlinale) 2011 von heute an erwartungsgemäß erneut aufsuchen; wie 2010 bereits geschehen. Das 60. Filmfestival wird vom 10. Februar bis 20. Februar 2011 kinematografische Werke aus aller Welt zeigen, unter anderem aus Südafrika. Während im letzten Jahr im Grunde genommen nur ein Spielfilm („The Tunnel“ von  Jenna Bass/ 20 min/ 2009) und  Dokumentarfilm („Sunny Land“ von Aljoscha Weskott u. Marietta Kesting/ 87 min./ 2010) dem Publikum präsentiert wurden, wird die diesjährige Südafrika-Auswahl etwas größer ausfallen.

„History Uncut: Manenberg“ und „History Uncut: Crossroads“ sind zwei historische Kurzfilme unter der Regie von Brian Tilley und Laurence Dworkin, die die Kämpfe der 1980er Jahre zwischen der schwarzen Mehrheitsgesellschaft und dem Apartheidsregime ausführlich dokumentieren. Während Manenberg eine Widerstandskampagne in Kapstadt aus dem Jahr 1989 begleitet, richtet Crossroads seinen Fokus auf die Bürgerwehren der sog. „witdoeke“; von der Polizei unterstützte und mit Waffen versorgte Township-Einwohner zwecks Entfachung eines innerschwarzen Konflikts mit Anhängern des ANC unter Nelson Mandela. Die Verwendung von Archivmaterial des „Afrikavision“, welches teilweise noch nicht im TV veröffentlicht wurde, erweist sich als interessante Idee, deren Umsetzung erst beim Anschauen bewertet werden kann.

Weniger hochpolitisch geht es in der 91 min. langen deutsch-finnisch-südafrikanischen Doku-Produktion „Mama Africa“ von Mika Kaurismäki zu, die das Leben der bekanntesten Sängerin des Landes, Miriam Makeba, würdigt. Makeba, erst 2008 verstorben, setzte sich in ihrem Leben stets für Freiheit, gegen Rassismus und Armut ein. Der Kampf gegen die Apartheid, verfolgte die Musikerin von „Pata Pata“ vom Exil aus sehr ehrgeizig und mit voller Kraft.

„State of Violence“, ein 79 min. Spielfilm aus Frankreich und Südafrika, welcher vom Regisseur Khalo Matabane betreut wurde, ähnelt von der Aufmachung und Story her dem erfolgreichen Film „Tsotsi“ von Gavin Hood. Bobedi, ein wohlhabender 35-jähriger Chef eines Bergbauunternehmens, erlebt die pure Gewalt eines Einbrechers gegenüber seiner Ehefrau Joy, die im gemeinsamen Haus an den Folgen dieses Angriffs verstirbt. Bedacht auf Rache, begibt sich Bobedi auf der Jagd nach dem Mörder seiner Frau in das Township Alexandra; seiner Herkunft. Das Drama entwickelt sich im Verlaufe des Filmes zum knallharten Thriller. In „State of Violence“ spielen Top-Schauspieler wie Presley Chweneyagae, Fana Mokoena, Neo Ntlatleng, Lindi Matshikiza, Vusi Kunene, Harriet Manamela und Mary Twala mit. Das 31. Durban International Film Festival ist mit „State of Violence“ eröffnet worden und erweist sich in seiner kinematografischen Umsetung als  eindeutiger Favorit für die diesjährige Südafrika-Filmauswahl auf der Berlinale 2011.

© Filmposter von "State of Violence" - der Favorit

Bei „Street Kids United“, eine britisch-südafrikanische Produktion aus dem Jahr 2010, bewertet der Regisseur Tim Pritchard in 75 min. den Stellenwert von Fußball für Südafrikas Jugend. Auf jeden Fall wird die Berlinale 2011 mehr zu Südafrika anbieten können, als es 2010 noch der Fall war. Südafrikanische Dokumentationen bleiben der Schwerpunkt, doch mit „State of Violence“ kann Südafrika mit den ausländischen Konkurrenten durchaus mithalten.

Die 2010sdafrika-Redaktion wird das Südafrika-Angebot der Berlinale begleiten und freut sich auf diese Zusammenarbeit; Berichte folgen!


Berlinale 2011-Programm zu Südafrika:

http://www.berlinale.de/de/programm/berlinale_programm/programmsuche.php?screenings=efm_festival&page=1&order_by=1&section_id=0&cinema_id=0&country_id=144&date_id=0&time_id=0&filterSubmit=OK

2010sdafrika-Artikel zu Berlinale 2010:

https://2010sdafrika.wordpress.com/2010/02/08/berlinale-2010-mit-drei-sudafrika-produktionen/

2010sdafrika-Artikel zum Filmfestival „Johannesburg Spezial“:

https://2010sdafrika.wordpress.com/2010/06/07/filmfestival-in-potsdam/