Schlagwort-Archive: management

Neuer Korruptionsskandal erschüttert Südafrika

Erhebliche Unregelmäßigkeiten beim staatlichen Postunternehmen SAPO. Regierung veranlasst Untersuchung 

(2010sdafrika-Redaktion)

Südafrika droht ein neuer Korruptionsskandal, der diesmal das Postunternehmen „South African Post Office (SAPO)“ in den Fokus nimmt. Präsident Jacob Zuma gab heute bekannt, dass die Anti-Korruptionsbehörde „Special Investigating Unit (SIU)“ den Auftrag bekommen hat, die Vorwürfe zu prüfen. Konkret geht es um schwerwiegende Unregelmäßigkeiten bei den Finanzen und um das Fehlverhalten von führenden Bediensteten.

© Dem Management des staatlichen Postunternehmens SAPO wird gegenwärtig vorgeworfen, schwerwiegende Unregelmäßigkeiten bei den Finanzen begangen zu haben. So sind unter anderem Rechnungen auf erfundene Postmitarbeiter ausgestellt worden. Ebenso lief die Personalauswahl dubios ab, heißt es. Das Präsidialamt hat nun eine Untersuchung in Auftrag gegeben.

© Dem Management des staatlichen Postunternehmens SAPO wird gegenwärtig vorgeworfen, schwerwiegende Unregelmäßigkeiten bei den Finanzen begangen zu haben. So sind unter anderem Rechnungen auf erfundene Postmitarbeiter ausgestellt worden. Ebenso lief die Personalauswahl dubios ab, heißt es. Das Präsidialamt hat nun eine Untersuchung in Auftrag gegeben.

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Automobilzulieferer schränkt Kap-Geschäft ein

ZF Friedrichshafen AG zieht sich teilweise zurück und fokussiert Expansion auf andere Regionen

(2010sdafrika-Redaktion)

Immer wieder ist in den Wirtschaftsnachrichten von der Expansion deutscher Unternehmen in Südafrika zu lesen. Doch ein Konzern folgt diesem Trend nicht. Die Meldung vom November 2013, wonach die ZF Friedrichshafen AG (ZF) ihre südafrikanische Tochterfirma „Auto Industrial Brake & Chassis Holding Johannesburg (AIBC)“ verkaufte, ist nach wie vor in Erinnerung geblieben. ZF ist ein weltweit führender Automobilzulieferkonzern in der Antriebstechnik und Fahrwerktechnik an 117 Standorten in 26 Ländern, mit einem Umsatz von 17 Milliarden Euro im Jahr 2013.

    © Die ZF Friedrichshafen AG überraschte Ende November 2013 mit ihrer Entscheidung, sich aus Südafrika teilweise zurückzuziehen. Vier Werke ihrer Johannesburger Tochterfirma AIBC wurden verkauft. Die aktuelle wirtschaftspolitische Lage am Kap sei nicht der Grund für den Verkauf gewesen, beantwortet ZF-Pressesprecher Torsten Fiddelke eine Anfrage der Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“. (Quelle: ZF)

© Die ZF Friedrichshafen AG überraschte Ende November 2013 mit ihrer Entscheidung, sich aus Südafrika teilweise zurückzuziehen. Vier Werke ihrer Johannesburger Tochterfirma AIBC wurden verkauft. Die aktuelle wirtschaftspolitische Lage am Kap sei nicht der Grund für den Verkauf gewesen, beantwortet ZF-Pressesprecher Torsten Fiddelke eine Anfrage der Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“. (Quelle: ZF)

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„Keine Angaben zum Drohnenverkauf“

Staatsunternehmen Denel verschleiert Millionengeschäft mit unbemannten Flugkörpern 

(Autoren: Ghassan Abid, 2010sdafrika-Redaktion)

Denel ist das führende Rüstungsunternehmen in Südafrika, das im Hauptbesitz der Regierung ist. Allerdings tut sich das Unternehmen damit schwer, Transparenz im Drohnenverkauf zu gewährleisten. Ein staatlicher Konzern, der die Öffentlichkeit  bei umstrittenen Geschäften bewusst  im Unklaren lässt. Die Frage, warum sich Denel so verschwiegen zeigt, begründet sich im Verhalten zweifelhafter Kunden, die südafrikanische Rüstungsgüter missbrauchen könnten. Doch zum Eklat kam es am Kap bislang nicht.

© Das SEEKER II+ UAV Surveillance System, eine vom staatlichen Rüstungskonzern Denel produzierte Drohne, soll in den nächsten Jahren an zweifelhafte Regime - etwa an das autokratisch geführte Saudi-Arabien - stillschweigend verkauft werden. Offiziell will Denel dieses angestrebte Millionengeschäft weder bestätigen noch dementieren. (Quelle: Denel)

© Das SEEKER II+ UAV Surveillance System, eine vom staatlichen Rüstungskonzern Denel produzierte Drohne, soll in den nächsten Jahren an zweifelhafte Regime – etwa an das autokratisch geführte Saudi-Arabien – stillschweigend verkauft werden. Offiziell will Denel dieses angestrebte Millionengeschäft weder bestätigen noch dementieren. (Quelle: Denel)

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Südafrikas Staatsrundfunk in der Krise

SABC zwischen Regierungsabhängigkeit und Machtkonflikten

 (Autor: Ghassan Abid)

Building a Common Future“ lautet die Vision der staatlichen Rundfunkgruppe Südafrikas. Der „South African Broadcasting Corporation (SABC)“ unterstehen gegenwärtig die drei Fernsehsender SABC 1, SABC 2 sowie SABC 3 und 18 Radiostationen. Zwei weitere TV-Stationen sind zurzeit in Planung – SABC 4 und SABC 5. Rund 55,7 Millionen Zuschauer und Zuhörer greifen jede Woche auf den öffentlichen Rundfunk zurück, heißt es auf der rundfunkeigenen Homepage. Allerdings befindet sich die SABC seit längerer Zeit in einer ernsten Krise.

© Im Johannesburger Vorort Auckland Park sitzt das Staatsfernsehen SABC. Der öffentliche Rundfunk ist bemüht, einen Ein-Milliarden Rand Kredit abzubezahlen. Doch gefährden Machtkämpfe im SABC-Management, die ANC-Einflussnahme in die Berichterstattung und fehlende Transparenz bezüglich der eigenen Rundfunkfinanzen diesen harten Sparkurs. (Quelle: flickr/ lemoncat1)

© Im Johannesburger Vorort Auckland Park sitzt das Staatsfernsehen SABC. Der öffentliche Rundfunk ist bemüht, einen Ein-Milliarden-Rand-Kredit (rund 83 Millionen Euro) abzubezahlen. Doch gefährden Machtkämpfe im SABC-Management, die ANC-Einflussnahme in die Berichterstattung und fehlende Transparenz bezüglich der eigenen Rundfunkfinanzen diesen harten Sparkurs. (Quelle: flickr/ lemoncat1)

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Exklusiv-Story: Ein Minenarbeiter packt aus

„Es muss so schnell wie möglich eine Lösung gefunden werden“

(Autor/ Editor: Ghassan Abid)

Deutsche Interview-Zusammenfassung:

Akanyang Merementsi ist Minenarbeiter und Blogger aus der südafrikanischen Provinz North West. Er lebt in Rustenburg. Dem Ort, an welchem das “Massaker” gegen 34 Minenarbeiter begangen wurde. Er war bei den tragischen Ereignissen nicht dabei, kennt aber viele der Leute persönlich. Akanyang untermauert, dass die Arbeiter mehr Geld wollen. Hingegen fühlen sich viele Minenarbeiter nicht mehr durch die Minengewerkschaft NUM angemessen repräsentiert. Es wird vor Ort befürchtet, dass andere Minenarbeiter sich den Protesten in Marikana & Rustenburg anschließen könnten. Diese Solidaritätsbewegung befürwortete Julius Malema, der einstige ANC-Jugendliga-Präsident. Die unangenehme Situation der gegenwärtigen südafrikanischen Bergwerkindustrie erinnere an die 70/80er-Jahre. Einige Minenarbeiter sehen gar einen direkten Vergleich zwischem dem Marikana-Massaker 2012 und dem Sharpeville-Massaker von 1960. Akanyang beklagt, dass niemand die Verantwortung für die Geschehnisse tragen möchte. NUM und AMCU schieben sich gegenseitg die Schuld zu. Auch die Rolle der Polizei könne nicht abschließend bewertet werden. Offiziell hat die Polizeibehörde SAPS das Verhalten der Beamten als Selbstverteidigung deklariert. Die gegenwärtigen Untersuchungen – ausgehend von einer durch Präsident Zuma eingesetzten Kommission und die der polizeilichen Innenrevision „Independent Police Investigative Directorate (IPID)“ – werden den tragischen Vorfällen auf den Grund gehen. Mittlerweile streiken nicht nur die Minenarbeiter, sondern auch deren Ehefrauen und die Lokalgemeinschaften. Auf die Frage hin, ob er Vergeltungsangriffe der Minenarbeiter auf die Polizei befürchte, konnte Akanyang keine Einschätzung dessen abgeben. Der Interviewte betont, dass eine Lösung so schnell wie möglich her muss. Grundsätzliche Entlassungen des Bergbaukonzerns Lonmin würden die bestehende Situation nur verschlimmern. Der gegenwärtige Ruf des Managements lässt sich auf die reine Profitgier reduzieren; die hart arbeitenden Minenarbeiter finden umso weniger Beachtung. Minenarbeiter verdienen mit 4.000 Rand zu wenig, damit es zum Leben ausreicht. Dieser Verdienst soll jedoch nach dem Willen der Belegschaft auf 5.000 bis 12.000 Rand angehoben werden – also eine Verdreifachung. Dabei handelt sich um die Minenarbeiter in vielen Fällen um sogenannte „Rock Drill Operators“, also unter Tage hart ackernde Bohrer. Die Arbeit der in Rivalität zueinander stehenden Minengewerkschaften NUM und AMCU bezeichnet der Minenarbeiter als „chaotisch“. Mittlerweile verliert NUM zunehmend mehr Mitglieder an AMCU.

© Akanyang Merementsi ist ein Minenarbeiter aus Rustenburg, North West. Er erlebt die Entwicklungen im Bergbausektor Südafrikas jeden Tag aufs Neue. Er fordert eine schnellstmögliche Lösung des Problems. Vor allem die Entlohnung seiner Kollegen decke den Lebensunterhalt definitiv nicht.

© Akanyang Merementsi ist ein Minenarbeiter aus Rustenburg, North West. Er erlebt die Entwicklungen im Bergbausektor Südafrikas jeden Tag aufs Neue. Er fordert eine schnellstmögliche Lösung des Problems. Vor allem die Entlohnung seiner Kollegen decke den Lebensunterhalt definitiv nicht.

2010sdafrika-editorial staff: We would like to welcome on SÜDAFRIKA – Land der Kontraste – the German Gateway to South Africa – the Rustenburg miner Akanyang Merementsi. Dear Akanyang, as a miner you are following the current developments in your home province North West very closely. How could this escalation happen?

Answer: Workers want money and they might go to whatever extent at their exposal to go and get it. At least there were not any destruction to (public) properties by strikers.

The fact that they felt leaderless – after apparently abandoning NUM because it no longer cared about their needs – may have contributed to what we have since the strike started on Aug 10.

From media reports coming live that area as I am far from it – it is likely that this will take longer. There are fears that other mine workers around the area will join in in „solidarity“ as they were advised by expelled African National Congress Youth League President Julius Malema on 18 Aug.

But it is doubtful if they would given the many dead bodies they had witnessed themselves as a result. Some are also suggesting that what happened at Lonmin’s Marikana operations is like to be witnessed at other mining operations not only around the Rustenburg but country wide. But that remains to be seen.

© Einige Minenarbeiter waren mit Messern und anderen Waffen ausgestattet. Die Polizei beharrt bisweilen auf ihr Selbstverteidigungsrecht. (Quelle: Akanyang Merementsi)

© Einige Minenarbeiter waren mit Messern und anderen Waffen ausgestattet. Die Polizei beharrt bisweilen auf ihr Selbstverteidigungsrecht. (Quelle: Akanyang Merementsi)

2010sdafrika-editorial staff: Some media are talking about a state of “civil war”. Are you sharing this view?

Answer: Some have called it a „massacre“ while others have, as you suggest, seen it as a „civil war“ not only between mine workers and their employers.

It is an unpleasant situation that was apparently last seen in the 70s and 80s – one situation many have since likened to the Sharpeville Massacre in 1960.

2010sdafrika-editorial staff: Who bears the blame for the situation?

Answer: There are finger pointing at the moment and no one seems to take responsibility for what happened especially among the unions as to what led to the strike in the first place.

Majority union at Lonmin, NUM, blames its rival, AMCU and the later denies its involvement in having made the strikers even angrier.

As for the shooting on Thursday, the police are yet to admit their actions were wrong. This as National Police Commission has repeatedly defended the police services‘ shooting at the strikers, saying their (police) lives were in danger and therefore they had acted in self-defence.

On Friday President Jacob Zuma announced a commission of inquiry which will try and get to bottom of what actually had transpired during the shooting. The Independent Police Investigative Directorate (IPID) is also said to have announced its own investigation that „will seek to establish if the police action was proportional to the threat posed by the miners“.

2010sdafrika-editorial staff: What is the mood among the miners?

Answer: Media reports quote many miners saying they will continue to strike until their demands are met. Even their wives and local community women had joined in in solidarity, accusing the mine of not treating strikers like human beings. According to a Mail & Guardian Online report, the miners said they will regroup and have a meeting again on Aug 20.

© Die Frauen der Minenarbeiter haben sich den Protesten angeschlossen. Unterdessen sicherte die Regierung den Witwen und Halbwaisen umfassende Unterstützung zu. (Quelle: flickr/ Pan-African News Wire)

© Die Frauen der Minenarbeiter haben sich den Protesten angeschlossen. Unterdessen sicherte die Regierung den Witwen und Halbwaisen umfassende Unterstützung zu. (Quelle: flickr/ Pan-African News Wire)

2010sdafrika-editorial staff: Are you expecting revenge on the cops?

Answer: That is difficult to say. They may want to revenge because, say, their colleagues were killed for nothing except that they only wanted their wage demands met. So I can’t say with certainty as couldn’t the police whether the remaining miner workers would revenge their colleagues deaths or not.

2010sdafrika-editorial staff: Do the miners of Lonmin fearing now a wave of mass layoffs?

Answer: There haven’t been any reports that there will be lay-off yet. I think what is important now is that a solution must be found as soon as possible, and if there are lay-off plans, those will be discussed at a later stage but now when over 50 people have just been shot at, with over 75 being wounded.

Any suggestions of lay-off now will not only be miscalculated but that it might escalate the situation to more than what had been seen in the mining industry. That would also reinforce the perception that the Lonmin management does not want to give salary increases because they are only looking at their profits and own pockets and not the hard working miners‘.

2010sdafrika-editorial staff: What is a mine worker earning on average per month in South Africa?

Answer: It will be difficult to give an average of generally what mine workers earn. Remember just early this year the same category of workers had embarked on a strike at Impala demanding a take home of about R9000.00 because they claimed their take home of about R4000.00 was not enough. Now Lonmin’s Rock Drill Operators also reportedly want their take home to be increased from R4000 or R5000 to R12000.

Besides, you cannot get an average of how much miners earn because their categories of work are not the same.

2010sdafrika-editorial staff: Are wage demands by 200 percent really justified?

Answer: Only they (Lonmin strikers) can say whether that is justified or not.

Importantly, no Lonmin/Impala or any other platinum mining company would operate without Rock Drill Operators – especially when we talk of production.

2010sdafrika-editorial staff: How do you evaluate the work of trade unions NUM and AMCU?

Answer: Their status are in shambles.

NUM is gradually losing membership to AMCU and the latter seems to be dominating – but without the bargaining power at Lonmin – and gradually taking over the mining industry.

2010sdafrika-editorial staff: Thank you very much for this interview. Hope the mining sector in South Africa will get ASAP a sufficient solution on this crisis.

From styling to singing

Lindiwe Suttle – singer, songwriter and model – in interview

(Autor/ Editor: Ghassan Abid)

Deutsche Interview-Zusammenfassung:

© Lindiwe Suttle, model and singer

Lindiwe Suttle ist eine US-amerikanische und südafrikanische Bürgerin, die einen äußerst bunten Werdegang vorzeigen kann. Die  Stylistin arbeitete anfänglich mit mehreren Superstars wie Beyoncé and Ciara zusammen. Ihre Arbeit war durchaus herausfordernd – sagt sie – da nicht viele VIPs ihre Person in punkto Make-up und Haare verändern woll(t)en. Denn Styling kann letztendlich als Kritik zum eigenen Stil aufgefasst werden. Und dennoch verspürte die Tochter einer südafrikanischen Mutter den Drang nach  kreativer Selbstverwirklichung. Sie arbeitete einige Jahre im US-Modemarketing, kündigte ihren Job und wanderte nach Kapstadt aus, wo sie den Modeeinkauf ausübte. Im Anschluss lebte sie im Rahmen einer Beziehung in Hamburg, welche zerbrach. Diesen Schmerz verarbeitete sie in Zusammenarbeit mit dem Produzenten Benni Dernhoff auf künstlerischer Weise – beginnend als Leadsängerin der Jazz-Hip-Hop-Band „The Collective Imagination“, dann mit Unterstützung des Düsseldorfer Rockmusikers Marius Müller-Westernhagen als Solokünstlerin.

Mittlerweile konnte sich Lindiwe Suttle – eine Powerfrau mit afrikanischen Werten und amerikanischer Prägung – als Sängerin, Songwriterin, Artistin und Model etablieren. Vor allem die Musik, welche sie seit 2007 professionell betreibt, bedeutet ihr sehr viel. Diese bezeichnet sie als „Kern für alles“. In bekannten Magazinen wie Elle, Vogue, Cosmopolitan oder GQ wurde Suttle abgebildet. Genauso warb sie für die Marke Frazer Parfum, worüber sie sehr glücklich ist. Lindiwe Suttle betont, dass sie eine große Bindung zu ihrer südafrikanischen Heimat hat. Dementsprechend kooperiert sie bewusst mit südafrikanischen Designern wie Lara Klawikowski, Kutloano Molokomme und Cleo Droomer. Auf diesem Wege trägt sie zur Internationalisierung der südafrikanischen Fashionszene bei. Auf die Frage hin, wie man die gesellschaftspolitischen Probleme Südafrikas angehen sollte, beantwortet die Sängerin diese mit einem Angebot an guter Bildung. Für 2012 steckt sich Lindiwe Suttle große Ziele, nämlich die weltweite Aufführung von mindestens 40 Shows zu ihrem Debütalbum Kamikaze Art.

Lindiwe Suttle’s „MAN MADE MOON“ (debut single)

2010sdafrika-editorial staff: We welcome on „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ – the German Gateway to South Africa – Ms. Lindiwe Suttle, model and singer. May you please inform the readers where you come from and where you are based at the moment?

Answer: I was born and raised in USA to a South African Mother and an American Father. I was raised with traditional African values in a very American surrounding. I lived a very different lifestyle than my American friends. My mother taught me the values she learned from her grandparents.

I have lived in Cape Town in South Africa for the past nine years. Cape Town is an important city to me and I consider it my home. It is dear to my heart because this is where I launched my music career, which is significant in my life.

2010sdafrika-editorial staff: You worked in the fashion industry with superstars like Beyoncé and Ciara. Which moment has changed your mind to switch over into self-expression? 

Answer: Being a stylist is a hard job. At the time many films were coming to Atlanta, my hometown. I was lucky singer Beyonce was the first big star I worked with, she was kind and humble to me even with all my beginner mistakes. I worked with other celebrities after her that were a little less forgiving.

The job of a stylist is challenging because everyone thinks they have great style. A makeup artist or hair stylist is seen to have a professional skill but style goes deeper it touches ones character. Not many people are open to changing their personal style like they would a hairstyle or wearing a different shade of lipstick.  Style suggestions are more personal, almost like a criticism to their character. In the end, I realized I excelled best at expressing my own personal style. I use fashion on stage in my theatrical shows, elaborately styled music videos and photo shoots. I love playing with fashion, it’s an expression of all my characters. The music is the core of everything and everything else is just extra to make it more visual.

2010sdafrika-editorial staff: You are known as model, especially in South Africa. Magazines like Elle, Vogue, Cosmopolitan or GQ have reported about you. What does the South African fashion style represent?

Answer: I have been lucky to model for brands like face of Frazer Parfum and I was the face of the Woolworths beauty campaign. I never took the job as a model serious till I was in front of the camera. I give respect to models, it’s a tough job knowing the right angels for your face.

There is an abundance of talent in South Africa. The challenge now is getting the designers international exposure. I have been a big supporter of local talent since I have lived here. I credit them for getting my into Vogue Italy and helping me win style awards like Glamour Magazine’s Women of the Year – Style Icon and the 2010 SA Style Award. I have a great relationship with many South African designers, Lara Klawikowski, Kutloano Molokomme, Cleo Droomer all create costumes for my shows.

© Lindiwe Suttle as part of the Frazer Parfum campaign „Ambassador for Nature“

2010sdafrika-editorial staff: Additionally to your model job, you are performing as singer. Isn´t it an unusually combination? How could you combine both professions?

Answer: I have been a singer, songwriter and performance artist since I began my music career in 2007. I started out in business and after my MBA I worked in the fashion industry in fashion marketing, merchandising and eventually styling celebrities. I moved out of the entertainment business and moved to SA wanting to focus on my own goals. I worked in fashion buying in Cape Town for a couple of years and I learned a lot about the retail but felt too restricted in the corporate environment. I quit my job and that was when I found music again.

2010sdafrika-editorial staff: We took notice, that are you in contact with Germans in artistic matters. Which impression do you have of Germany?

Answer: After I quit my corporate job I moved to Hamburg Germany for a relationship that eventually went bad. This relationship was a catalyst for me to starting writing lyrics all inspired by this love gone wrong. I worked in studio for the first time with Hamburg producer Benni Dernhoff. We created me first demo that I took to SA.  I auditioned as lead singer of The Collective Imagination, a jazz-hip-hop band and performed for one and half year with them. I launched my solo career end of 2009. I was discovered by German legend, Marius Mueller-Westernhagen and his wife Romney. They have been my big support in my music career. One year later, Marius connected me with Tim Renner and Motor Music, my management company. Motor Music introduced me to producer, Ivan Georgiev. Ivan and I worked on my debut album, Kamikaze Art all of 2011.

Lindiwe Suttle and the jazz-hip-hop band „The Collective Imagination“

2010sdafrika-editorial staff: South Africa is in German media mostly in context with negative headlines. Which are the biggest problems of this young democracy and what should politics and society do?

Answer: I think it is important to redesigning the current educational system to better prepare our youth for a prosperous future in the global market. I would love to  build a free skills training school in each community for all ages. There would be a variety of free classes offered like leadership classes for adults, arts for children, cooking, and sports. I think a good education is the first step to a better South Africa.

© Lindiwe Suttle: „My music comes from the heart and I feel it is the most open and honest I have been about the experiences in my life.“

2010sdafrika-editorial staff: Which dreams in private and professional view would you like to realize?

Answer: My biggest goal in my life is to stay healthy and happy without these two things nothing else can happen in your life. In music, I want to perform worldwide and tour my debut album, Kamikaze Art. My goal is perform at least 40 shows in 2012. I want  to take Kamikaze Art to audiences around the world and have them experience my live shows with me. My music comes from the heart and I feel it is the most open and honest I have been about the experiences in my life.

2010sdafrika-editorial staff: Lindiwe Suttle, model and singer, thank you very much for this interview.