Schlagwort-Archive: Menschenhandel

Komplizierte Einreisebestimmungen

Aufenthaltsrecht bremst Tourismusbranche in Südafrika. Tausende Reisende betroffen

(2010sdafrika-Redaktion)

Minderjährige, die nach oder aus Südafrika reisen, müssen neben ihrem Reisepass mehrere zusätzliche Dokumente mit sich führen, wie zum Beispiel eine Geburtsurkunde, eine Einverständniserklärung ihrer Eltern oder eines Vormunds, die bestätigen, dass das Kind Südafrika betreten bzw. verlassen darf. Mit diesem Text informiert Lufthansa seine Passagiere über die komplizierten Einreisebestimmungen Südafrikas. In der Praxis führt genau diese Regelung zu erheblichen Komplikationen, mit fatalen Folgen für die Wirtschaft.

© Südafrikas Einreisebestimmungen gelten als kompliziert, zu bürokratisch und kontraproduktiv. Bei der Einreise von Kindern greifen spezielle Vorschriften, die auf einem offiziellen vier-seitigen Merkblatt beschrieben werden. Damit soll nun Schluss sein. Denn der Tourismus leidet hierunter. (Quelle: flickr/ Bob Adams)

Weiterlesen

Werbeanzeigen

Lady Gaga mit Hells Angels-Shirt

US-Musikstar wirbt in New York für kriminelle Rockergruppierung. Ermittler sind entsetzt. Ein Skandal!

(Autor: Ghassan Abid)

Lady Gaga zählt unumstritten zu den ganz großen Musik-Stars weltweit. Alleine auf Facebook hat sie über 61 Millionen Likes. Dazu weitere 48,4 Millionen Follower auf Twitter. Ebenso genießt sie in Südafrika eine starke Popularität. Nicht zu vergessen die vielen jungen Frauen, die die italienischstämmige Pop-Musikerin als Vorbild nehmen und regelmäßig ihren Werdegang verfolgen. Nun jedoch dürfte ihr Image einen schweren Schaden erlitten haben. Ermittler sind über ihr Outfit in New York entsetzt.

Gail

© Am 23. Juni 2015 ist Lady Gaga in New York in einem Support-Shirt der Hells Angels gesehen worden. Der Schriftzug „Big Red Machine“ ist eindeutig dem Rockerklub zuzuordnen. Nun nutzen die Hells Angels in diesen Tagen die Fotos, um für sich massiv Werbung zu machen. Ermittler sind entsetzt. Immerhin habe sie eine Vorbildfunktion gegenüber Millionen von Menschen zu erfüllen. (Quelle: flickr/ Gail)

Weiterlesen

Neue Rockerbruderschaft in Südafrika

Exklusiv: Hells Angels, Red Devils und Crusaders MC schließen Bündnis mit globaler Symbolkraft

(2010sdafrika-Redaktion)

Südafrikas Rocker befinden sich seit dem gewalttätigen Zwischenfall durch Angehörige des Gypsy Joker MC vom 28. November 2014 unter Beobachtung, nachdem die Behörden wachgerüttelt wurden. Ein Insider berichtet der Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“, dass vor allem der Hells Angels MC immer öfters unerwarteten Besuch von der Polizei bekam. Rocker und ihre Motorräder wurden gezielt gefilmt. Nun ist bekannt geworden, dass ein bedeutendes Machtbündnis am Kap geschlossen wurde. Drei Bikerklubs treten nun als eine Bruderschaft auf. Erst zum Anfang 2014 schlossen sich in Deutschland die türkischen Hells Angels zuerst mit den United Tribuns und einige Monate später mit dem Abou-Chaker-Clan zusammen.

HAMC South Africa (4)

© Drei Rockerklubs schließen in Südafrika ein Machtbündnis mit internationaler Symbolkraft. Hells Angels, Red Devils und Crusaders MC treten nun als eine Gemeinschaft auf. Die Rocker am Kap werden zunehmend mächtiger, begünstigt durch die ausbleibende Ermittlungsarbeit der Behörden. (Quelle: Privat)

Weiterlesen

„Südafrikas Hells Angels sind eine Gefahr“

Im Interview mit André Schulz, Vorsitzender des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK)

(Autor: Ghassan Abid)

Andre Schulz

© André Schulz ist seit 2011 Vorsitzender des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK), dem gewerkschaftlichen Berufsverband der Kriminalpolizei in Deutschland. Im Interview mit der Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ warnt der beim LKA Hamburg tätige BDK-Vorsitzende vor den wachsenden Rockerstrukturen in Südafrika. Dafür bedarf es aber politischen Willen, um auch am Kap gegen Hells Angels und Red Devils vorzugehen. Denn Südafrikas Hells Angels sind ähnlich wie der deutsche Ableger eine Bedrohung für die Gesellschaft, so Schulz.

2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ Herrn André Schulz, Vorsitzender des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK) und Mitarbeiter beim LKA Hamburg im Bereich der wissenschaftlichen Analyse und Forschung. Die Bekämpfung der Rockerkriminalität hat sich zu einem Schwerpunktthema deutscher Behörden entwickelt. Wie wirksam sind Kuttenverbote, Klubschließungen und eine demonstrative Polizeipräsenz tatsächlich?

Antwort: All das sind erforderliche Bausteine bei der Bekämpfung der Rockerkriminalität. Kriminelle Rockergruppierungen spielen für die Polizei mehr und mehr eine Rolle. Im Jahr 2013 stand in Deutschland beinahe jedes achte Verfahren im Bereich der Organisierten Kriminalität (OK) im Zusammenhang mit Rockergruppierungen. Der BDK weist bereits seit Jahren auf die steigende Bedrohung für die Gesellschaft durch polizeirelevante Rockerclubs (sog. OMCG’s = outlaw motorcycle gangs), wie die Hells Angels, Bandidos oder Gremium MC, hin.

Weiterlesen

Rocker planen Namibia-Expansion

Exklusiv: Hells Angels MC und Supporter-Club Red Devils werden in Südafrika immer mächtiger

(2010sdafrika-Redaktion)

Der Hells Angels MC in Südafrika ist so stark aufgestellt wie noch nie zuvor. Während in Deutschland die ersten Charters des Rockerklubs bereits schließen mussten bzw. verboten wurden, wachsen die Rocker am Kap unvermindert fort und nehmen, wie exklusiv erfahren, nun auch das Nachbarland Namibia ins Visier. Denn dort soll demnächst das erste Hells Angels Charter im Land überhaupt entstehen. Erschreckender ist die Tatsache, dass diese Entwicklung  weder den Staat noch die Presse im südlichen Afrika interessiert.

© Der Hells Angels MC und dessen Supporter-Club Red Devils werden in Südafrika zunehmend mächtiger und sind bald womöglich unkontrollierbar. Nun planen die Höllenengel die Expansion nach Namibia, wie die Redaktion von "SÜDAFRIKA - Land der Kontraste" von einem Insider exklusiv erfahren hat. (Quelle: flickr/ Daniel Hartwig)

© Der Hells Angels MC und dessen Supporter-Club Red Devils werden in Südafrika zunehmend mächtiger und sind bald womöglich unkontrollierbar. Nun planen die Höllenengel die Expansion nach Namibia, wie die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ von einem Insider exklusiv erfahren hat. (Quelle: flickr/ Daniel Hartwig)

Weiterlesen

Afrikabeauftragter der Bundeskanzlerin

„Südafrika ist traditionell ein wichtiger und guter Partner für Deutschland“

(Autor: Ghassan Abid)

© Günter Nooke ist der „Persönliche Afrikabeauftragte der Bundeskanzlerin im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Der CDU-Politiker gilt als Verfechter eines gleichberechtigten Dialogs zwischen Europa und Afrika. (Quelle: Tröger)

© Günter Nooke ist der „Persönliche Afrikabeauftragte der Bundeskanzlerin im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Der CDU-Politiker gilt als Verfechter eines gleichberechtigten Dialogs zwischen Europa und Afrika. (Quelle: Tröger)

2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ Herrn Günter Nooke, den „Persönlichen Afrikabeauftragten der Bundeskanzlerin im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)“. Sie üben ein Amt mit komplexem Namen und Aufgabenfeld aus. Die Beobachtung der politischen Lage in Afrika und der Aktivitäten Deutschlands dort zeichnen Ihre Arbeit aus. Wie hat sich die Lage der Menschenrechte in Afrika insgesamt entwickelt und in welchen Regionen lassen sich Fort- bzw. Rückschritte erkennen?

Weiterlesen

Nationaler Protest

Gewerkschaft COSATU mobilisiert 100.000 Menschen: Abschaffung von Zeitarbeit und Pkw-Maut gefordert

(Autor: Ghassan Abid)

Der Dachverband der südafrikanischen Gewerkschaften, der Congress of South African Trade Unions (COSATU), hat den heutigen 7. März 2012 zum Massenprotesttag erklärt. 100.000 Südafrikaner aus Kapstadt, Johannesburg, George, Worcester, East London, Port Elizabeth, Polokwane, Bloemfontein und vielen anderen Städten schließen sich dieser nationalen Aktion an. Während der Afrikanische Nationalkongress (ANC) den Protest unterstützt, partizipiert ebenfalls Julius Malema und die ANC-Jugendliga öffentlichkeitswirksam in Johannesburg.

COSATU-Protest in Kapstadt in der Provinz Western Cape

In roter Kleidung, ganz nach der Farbe von COSATU, soll die Arbeit der Zeitarbeitsvermittler angeprangert werden. Denn diese vermitteln Arbeitskräfte – so heißt es seitens der Gewerkschaft – zu schlechten, unmenschlichen und sklavenähnlichen Bedingungen. Andere Stimmen sprechen in diesem Kontext auch von einem Menschenhandel. In Südafrika ist es ähnlich in Deutschland üblich, dass die Kontaktaufnahme mit Arbeitgebern über Zeitarbeitsfirmen erfolgt, die die Konditionen für ihr vermitteltes Klientel aushandeln. Dementsprechend sollen diese „Sklavenhändler“ abgeschafft werden.

Auch protestieren die Menschen gegen das E-Tolling-System, was vergleichbar ist mit einer Pkw-Maut. Bereits jetzt sind einige Straßen  nur gegen Zahlung  einer Gebühr befahrbar. Gewerkschafter lehnen die Abgabe für die Nutzung von öffentlichen Straßen strikt ab. Solange Armut in Südafrika besteht, erweist sich eine solche Gebühr als ungerecht, heißt es seitens der Interessensvertretung der Arbeiter.

COSATU verfolgt mit dem heutigen Protesttag zwei Ziele: Zum Einen will die Gewerkschaft auf die prekäre Arbeitssituation vieler südafrikanischer Arbeiter hinweisen. Fakt ist, dass sich die Lebensbedingungen mit der anhaltenden Inflation von Jahr zu Jahr verschlechtern. Zum Andern untermauern „die Roten“ ihre starke Rolle innerhalb der „Drei-Parteien-Allianz“ (Tripartite Alliance) zwischen ANC, COSATU und der Kommunistenpartei SACP.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

© COSATU-Protest in Burgersfort in der Provinz Limpopo (Quelle: Manyosi Gilbert  Kganyago)

Nach der Konfrontation des ANC mit seiner Jugendorganisation ANCYL, wird sich Jacob Zuma auf jeden Fall vor einem politischen Disput mit COSATU hüten. In zwei Jahren bereits sind die nächsten Nationalwahlen in Südafrika.

2010sdafrika-Interview mit Andreas Storm, Staatssekretär im BMAS:

https://2010sdafrika.wordpress.com/2011/05/23/bundesagentur-fur-arbeit-arbeitsvermittlungsmodell-fur-sudafrika/