Schlagwort-Archive: Migranten

Geldtransfers als Wirtschaftsmotor

Migranten transferieren weltweit hunderte Milliarden Euro. Südafrika nimmt eine Schlüsselrolle ein

(2010sdafrika-Redaktion)

Hunderte Milliarden Euro werden jedes Jahr von Migranten in ihre Heimatländer überwiesen. Die Weltbank ermittelte allein für das Jahr 2012, dass rund 406 Milliarden US-Dollar von den Industrienationen in die Entwicklungs- bzw. Schwellenländer geschickt wurden. Eine beachtliche Summe, die es als heiß diskutiertes Thema in die Wissenschaft, Finanzökonomie und staatliche Entwicklungszusammenarbeit geschafft hat. Dabei stützen Geldtransfers, im Englischen besser bekannt als „Remittances“, etliche Familien und sogar ganze Volkswirtschaften.

© Die Bedeutung der Geldtransfers von Migranten wurde von den Staats- und Regierungschefs der G8 und der Entwicklungszusammenarbeit erkannt. Milliarden US-Dollar fließen jährlich meist vom Norden in den Süden. Diese „Remittances“ stützen teilweise ganze Volkswirtschaften. (Quelle: flickr/ Tabrez Syed)

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Hells Angels feiern weiteren Triumph

Frank Hanebuth darf U-Haft in Spanien verlassen. Glückwünsche aus den USA und Südafrika

(2010sdafrika-Redaktion)

Der Hells Angels MC hat in jüngster Zeit eine regelrechte Triumph-Reihe an den Tag gelegt. Immer wieder fallen in Strafverfahren Freisprüche und Bewährungsstrafen gegen angeklagte Hells Angels, dann die Aufhebung des generellen Kuttenverbots durch den Bundesgerichtshof und nun die baldige Freilassung von Frank Hanebuth aus der Untersuchungshaft in Spanien. Selten waren die Rocker so erfolgreich wie es gegenwärtig der Fall ist. Amerikanische und südafrikanische Charter gratulierten bereits. Die staatliche Ermittlungsarbeit gegen den Rockerklub erleidet einen schweren Schaden.

Rocker

© Der Hells Angels MC feiert zurzeit einen Sieg nach dem anderen. Etliche Strafverfahren gegen angeklagte Rocker enden mit Freisprüchen und Bewährungsstrafen, das Kuttenverbot wurde vom Bundesgerichtshof gekippt und Frank Hanebuth kommt aus der U-Haft raus. Der Staat gerät unter Druck. (Quelle: Privat)

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Kap-Kolumne: Tshwane gegen Rassismus

We are Africa – Stop Xenophobia

(Autor: Detlev Reichel, Kap-Kolumnist des Südafrika-Portals)

Unter dem Motto „We are Africa – Stop Xenophobia“ nahmen am Freitag, den 24. April 2015, tausende Menschen in der Hauptstadt Tshwane/Pretoria an einer ANC-Kundgebung und Demo gegen Fremdenfeindlichkeit teil. Ein Aufgebot an prominenten Politikern, Kirchenführern, Künstlern und Intellektuellen unterstützten diese Aktionen mit ihrer Teilnahme.

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© Unter dem Motto „We are Africa – Stop Xenophobia“ nahmen am 24. April tausende Menschen in der Hauptstadt Tshwane/ Pretoria an der dortigen Demo teil. Kap-Kolumnist Detlev Reichel begleitete den Aufzug, an welchem sich mehrere Promis beteiligten.

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Kap-Kolumne: „NEIN!“ zu Rassismus

Südafrika sagt „NEIN!“ zu Ausländerfeindlichkeit und Gewalt gegen Migranten. Eine Fotoserie

(Autor: Detlev Reichel, Kap-Kolumnist des Südafrika-Portals)

Es begann am vergangenen Donnerstag mit dem Friedensmarsch in Durban, zu dem spontan tausende Menschen aus dem ganzen Land angereist waren. Es folgten Demonstrationen in Kapstadt, Johannesburg und Pretoria.

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© Im Verlauf der vergangenen Woche demonstrierten tausende Südafrikaner gegen die xenophoben Ausschreitungen in ihrem Land. Kap-Kolumnist Detlev Reichel beobachtete das Geschehen in Johannesburg.

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„Südafrikas Hells Angels sind eine Gefahr“

Im Interview mit André Schulz, Vorsitzender des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK)

(Autor: Ghassan Abid)

Andre Schulz

© André Schulz ist seit 2011 Vorsitzender des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK), dem gewerkschaftlichen Berufsverband der Kriminalpolizei in Deutschland. Im Interview mit der Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ warnt der beim LKA Hamburg tätige BDK-Vorsitzende vor den wachsenden Rockerstrukturen in Südafrika. Dafür bedarf es aber politischen Willen, um auch am Kap gegen Hells Angels und Red Devils vorzugehen. Denn Südafrikas Hells Angels sind ähnlich wie der deutsche Ableger eine Bedrohung für die Gesellschaft, so Schulz.

2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ Herrn André Schulz, Vorsitzender des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK) und Mitarbeiter beim LKA Hamburg im Bereich der wissenschaftlichen Analyse und Forschung. Die Bekämpfung der Rockerkriminalität hat sich zu einem Schwerpunktthema deutscher Behörden entwickelt. Wie wirksam sind Kuttenverbote, Klubschließungen und eine demonstrative Polizeipräsenz tatsächlich?

Antwort: All das sind erforderliche Bausteine bei der Bekämpfung der Rockerkriminalität. Kriminelle Rockergruppierungen spielen für die Polizei mehr und mehr eine Rolle. Im Jahr 2013 stand in Deutschland beinahe jedes achte Verfahren im Bereich der Organisierten Kriminalität (OK) im Zusammenhang mit Rockergruppierungen. Der BDK weist bereits seit Jahren auf die steigende Bedrohung für die Gesellschaft durch polizeirelevante Rockerclubs (sog. OMCG’s = outlaw motorcycle gangs), wie die Hells Angels, Bandidos oder Gremium MC, hin.

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„Dennis W. und Tahir Özbek waren Freunde“

Spurensuche im Wedding: Der mutmaßliche Hells Angels-Tippgeber und seine Kontakte zur Unterwelt

(2010sdafrika-Redaktion)

– Hells Angels-Spezial –

Es ist ein frischer Juni-Tag im Bezirksteil Wedding, dem Arbeiterviertel mit einem hohen Migrantenanteil im Norden Berlins. In der Müllerstraße sind dutzende Internet-Cafés, Shisha-Bars und Döner-Läden zu finden. Die türkische und arabische Sprache hört man hier im Kiez ganz selbstverständlich. Unter der multikulturellen Menschenmenge befindet sich auch Dennis W., der mutmaßliche Tippgeber der Hells Angels.

Dennis W.

© Dennis W. [im Bild] war genauso wie Kadir Padir Mitglied der Bandidos. Beide saßen im Jahr 2008 auf der Anklagebank des Schöffengerichts in Berlin-Moabit. Sechs Jahre später nimmt Dennis W. eine bedeutende Rolle im Berliner Rockerverfahren gegen zehn Höllenengel ein. Er soll den Tipp zum Aufenthaltsort seines ehemaligen Freundes an die Hells Angels gegeben haben. (Quelle: Privat)

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Berlins Rocker und ihre Anziehungskraft

Enttäuschte, identitätssuchende und anerkennungsbedürftige Migranten* beim Hells Angels MC

(2010sdafrika-Redaktion)

– Hells Angels-Spezial –

Die Berliner Hells Angels mit einen Personenpotenzial von rund 450 Anhängern genießen in den von Migranten und Ausländern bewohnten Kiezen – in Reinickendorf, im Wedding und in Neukölln – bei etlichen jungen Menschen ein hohes Ansehen. In Cafés, Fitnessstudios und Händlergeschäften treffen Rocker und Jugendliche regelmäßig aufeinander. „Die Rocker geben uns ein gutes Gefühl“, bekräftigt ein Deutsch-Türke seine Sympathie zum Klub. Ebenso hat der Red Devils MC, eine Supportergruppierung der Höllengel, den Anteil seiner ausländischen Mitglieder erhöht, so eine Information aus dem Rockermilieu.

HA

© Der Hells Angels MC (HAMC) Berlin ist zurzeit in drei Charter organisiert. Der Supporterclub der Höllenengel, der Red Devils MC, unterhält dafür sieben Charter allein in der Hauptstadt. Beide Gruppierungen ziehen junge Menschen mit Migrationshintergrund an. Kadir Padir [rechts im Bild] und Ibrahim K. [links in Bild] führten die türkischstämmigen Rocker an. Beide öffneten den HAMC für Migranten. (Quelle: Privat)

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