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Dialog statt Militärintervention

Südafrikas Regierung fordert von UNO Achtung der “nationalen Souveränität Syriens“

(2010sdafrika-Redaktion)

    © Südafrikas Regierung ruft die Weltgemeinschaft dazu auf, die “nationale Souveränität Syriens“ zu achten. Gleichzeitig kritisiert die Zuma-Regierung den israelischen Angriff auf syrisches Territorium. Zuletzt besuchte eine hochrangige südafrikanische Delegation unter der Leitung des Vizepräsidenten Kgalema Motlanthe die Führung in Damaskus im Oktober 2010. (Quelle: flickr/ The Presidency of the Republic of South Africa)

© Südafrikas Regierung ruft die Weltgemeinschaft dazu auf, die “nationale Souveränität Syriens“ zu achten. Gleichzeitig kritisiert die Zuma-Regierung den israelischen Angriff auf syrisches Territorium. Zuletzt besuchte eine hochrangige südafrikanische Delegation unter der Leitung des Vizepräsidenten Kgalema Motlanthe die Führung in Damaskus im Oktober 2010. (Quelle: flickr/ The Presidency of the Republic of South Africa)

Die Worte sind klar und unmissverständlich formuliert. In einer Kabinettssitzung fordert die südafrikanische Regierung von der internationalen Gemeinschaft die Achtung der syrischen Souveränität. Die Bevölkerung solle ohne Einfluss von Außen selbst über ihre Zukunft entscheiden können, heißt es aus Pretoria.

Durch diese Formulierung wird auch der jüngste Angriff Israels auf syrisches Territorium kritisiert. Den Syrern müsse ermöglicht werden, miteinander zusammenzuarbeiten, um ihre Konflikte beilegen zu können. So zumindest lautet der außenpolitische Standpunkt Südafrikas.

Am vergangenen Mittwoch verabschiedete die UN-Generalversammlung eine Resolution, wonach die syrische Regierung für ihr Vorgehen verurteilt und darüber hinaus die Bedeutung von oppositionellen Koalitionsgesprächen befürwortet wurde. Südafrika enthielt sich bei der Abstimmung zur Resolution, während Russland und China gegen diese votierten. Südafrika war ähnlich wie Deutschland in den Jahren 2011 und 2012 nichtständiges Mitglied im UN-Sicherheitsrat.

Afrikabeauftragter der Bundeskanzlerin

„Südafrika ist traditionell ein wichtiger und guter Partner für Deutschland“

(Autor: Ghassan Abid)

© Günter Nooke ist der „Persönliche Afrikabeauftragte der Bundeskanzlerin im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Der CDU-Politiker gilt als Verfechter eines gleichberechtigten Dialogs zwischen Europa und Afrika. (Quelle: Tröger)

© Günter Nooke ist der „Persönliche Afrikabeauftragte der Bundeskanzlerin im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Der CDU-Politiker gilt als Verfechter eines gleichberechtigten Dialogs zwischen Europa und Afrika. (Quelle: Tröger)

2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ Herrn Günter Nooke, den „Persönlichen Afrikabeauftragten der Bundeskanzlerin im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)“. Sie üben ein Amt mit komplexem Namen und Aufgabenfeld aus. Die Beobachtung der politischen Lage in Afrika und der Aktivitäten Deutschlands dort zeichnen Ihre Arbeit aus. Wie hat sich die Lage der Menschenrechte in Afrika insgesamt entwickelt und in welchen Regionen lassen sich Fort- bzw. Rückschritte erkennen?

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