Schlagwort-Archive: Milliarden

Forbes-Liste der 40 reichsten Afrikaner

Die zwölf reichsten Südafrikaner sind männlich, Akademiker, meist über 60, weiß und leben in Kapstadt

(Autor: Ghassan Abid)

Vor wenigen Tagen veröffentlichte das renommierte New Yorker Wirtschaftsmagazin Forbes eine aktualisierte Liste der 40 reichsten Afrikanern. Diese stammen mehrheitlich aus Südafrika, Nigeria und Ägypten. Insgesamt zwölf Unternehmer vom Kap schafften es gemessen am eigenen Geldvermögen ins Ranking. Die Summen sind an Werte bis zum Stand November 2012 angelehnt.

© Nicky Oppenheimer ist der reichste Südafrikaner und schaffte es mit einem Eigenkapitalvermögen von 6,4 Milliarden US-Dollar auf Platz 2 der Forbes-Liste zu den 40 reichsten Afrikanern. Der in Johannesburg lebende Oppenheimer verdient sein Geld mit dem Handel von Diamanten. (Quelle: flickr/ AWDC Pr and Com)

© Nicky Oppenheimer ist der reichste Südafrikaner und schaffte es mit einem Eigenkapitalvermögen von 6,4 Milliarden US-Dollar auf Platz 2 der Forbes-Liste der 40 reichsten Afrikaner. Der in Johannesburg lebende Oppenheimer verdient sein Geld mit dem Handel von Diamanten. (Quelle: flickr/ AWDC Pr and Com)

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Steuereinnahmen-Plus von 6 Milliarden Euro

Lediglich 4,5 der 13,7 Millionen registrierten Steuerzahler sind leistungsfähig und zahlen auch

(Autor: Ghassan Abid)

Das südafrikanische Finanzministerium und die ihr unterstehenden Finanzämter, letztere im „South African Revenue Service (SARS)“ zusammengefasst, vermeldeten in dieser Woche ein stolzes Steuerplus von 6 Milliarden Euro für das Jahr 2011. FinanzministerPravin Gordhan nahm für das zurückliegende Jahr demnach insgesamt rund 742,6 Milliarden Rand, also 66 Milliarden Euro, ein. Dies entspricht einem Zuwachs von 3,9 Milliarden Rand mehr, als in der Prognose vom Februar 2012 ursprünglich erwartet. Während in den Vorjahren die Steuern um jeweils 4 Prozent zulegten, wird der letzte Zuwachs mit 10 Prozent beziffert.

    © Die südafrikanische Finanzbehörde „South African Revenue Service (SARS)“ vermeldet für das Jahr 2011 ein Steuerplus von 6 Milliarden Euro. Vor allem bei der Einkommens- und Körperschaftssteuer konnten Zuwächse im jeweils zweistelligen Prozentbereich erzielt werden. Dennoch zeigt sich, dass die Mehrheit der knapp 2 Millionen Unternehmen und 13,7 Millionen registrierten Südafrikaner aufgrund fehlender Leistungsfähigkeit keine Steuern zahlt. (Quelle: TheBizSense)

© Die südafrikanische Finanzbehörde „South African Revenue Service (SARS)“ meldet für das Jahr 2011 ein Steuerplus von 6 Milliarden Euro. Vor allem bei der Einkommens- und Körperschaftssteuer konnten Zuwächse im jeweils zweistelligen Prozentbereich erzielt werden. Dennoch zeigt sich, dass die Mehrheit der knapp 2 Millionen Unternehmen und 13,7 Millionen registrierten Südafrikaner aufgrund fehlender Leistungsfähigkeit keine Steuern zahlt. (Quelle: TheBizSense)

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Energieversorgungsengpässe in Südafrika

Staatskonzern Eskom baut neue Kohleanlagen mit Unterstützung aus Deutschland

(Autor: Ghassan Abid)

Die junge Demokratie hat mit vielen Problemen zu kämpfen, unter anderem mit der jahrelangen Stromknappheit, die Anfang 2008 erstmals zu landesweiten Stromausfällen führte. Deshalb hat der staatliche Energiekonzern Eskom den Ausbau seiner Energiekapazitäten angekündigt und in den nächsten Jahren zusätzliche 22.000 MW in Aussicht gestellt. Bis 2026 sollen die MW-Kapazitäten im Lande auf 80.000 MW verdoppelt werden, zum Nachteil des Klimawandels.

Geplant sind die Kohlekraftwerke Medupi und Kusile in der nördlichen Provinz Limpopo. Laut Angaben von Eskom sollen beide Projekte jeweils bis zu 4.800 MW an Strom erzeugen und weltweit zu den größten Kraftwerken ihrer Art zählen. Beide Kraftwerke werden voraussichtlich umgerechnet 20 Mrd. Euro kosten, mit einer Beteiligung seitens die für Projektfinanzierungen im In- und Ausland zuständige deutsche KfW IPEX-Bank (allein 81,5 Mio. Euro für die Anlage Medupi). Auch deutsche Unternehmen, wie Hitachi Power Europe aus Duisburg, werden sich am Mammutprojekt beteiligen. Ferner hat Eskom die drei stillgelegten Kohlekraftwerke Camden, Grootvlei und Komati für eine erneute Inbetriebnahme vorgesehen. Insgesamt werden diese maximal 3.600 MW an Strom erzeugen können.

Die südafrikanische Regierung betreibt nach wie vor ein ehrgeiziges Stromerzeugungsmaximierungprogramm und setzt vor allem auf klassische Energieträger, zumal sich die gegenwärtige Strombedarfsdeckung zu 90 Prozent aus Kohle zusammensetzt. Jedoch ist spätestens seit Januar 2010, dem Beitritt Südafrikas zur Organisation für erneuerbare Energien (IRENA), ein kleiner Umschwenk in der nationalen Energiepolitik zu erkennen. Schon 2009 hat Eskom mit dem Bau von 50 Windrädern einen ersten Impuls gesetzt, der mit dem Bau des Wasserkraftwerkes Ingula in den Drakensbergen fortgesetzt wird.

Doch solange die milliardenschweren Kraftwerksbauten nicht abgeschlossen sind, müssen bis dato Unternehmen und Privathaushalte jederzeit mit Stromausfällen rechnen, insbesondere während der Fußball-WM 2010, wenn wie erwartet nach Angaben des Gastgebers etwa eine halbe Million Gäste anreisen sollten. Das anglo-australische Rohstoffunternehmen BHP Billiton hat bereits seine Investitionspläne in der gesamten Region bis auf weiteres auf Eis gelegt – begründet mit der Energieversorgungsunsicherheit der nächsten Jahre. Deshalb müssen schnelle Lösungen her – im Falle Südafrikas setzt man auf Kohle. Dabei sind CO2-Emisionen, die vor allem bei Kohlekraftwerken massiv ausgestoßen werden, nach dem Verständnis der südafrikanischen Regierung eher ein sekundärer Faktor bei der Schwerpunktsetzung in der nationalen Energiepolitik.

© Athlone Towers bei Kapstadt – Strom als Mangelware

Kapazitätsmaximierungspläne des Staatskonzerns Eskom: 

http://www.eskom.co.za/live/content.php?Item_ID=5981

KfW IPEX-Bank zum Kohlekraftwerk Medupi:

http://www.kfw.de/Applications/OpenIpexPM.jsp?oid=33280&lang=De