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Der Glücksfall der begrenzten Präsidentschaft

Die Notwendigkeit des Artikels 88 der Verfassung Südafrikas für den Erhalt der Demokratie. Ein Kommentar

(Autor: Ghassan Abid)

Die Gefahr für die Demokratie in Südafrika ist so groß wie noch nie zuvor. Die einstigen Errungenschaften des ersten Staatspräsidenten scheinen in Vergessenheit geraten zu sein. Nelson Mandela trat für ethische Grundsätze wie Verantwortungsbewusstsein, Aussöhnung und Bescheidenheit ein. Millionen von Bürgern sehen genau dieses Erbe auf der Kippe. Denn Tausende demonstrieren seit dem „Mitternachtsmassaker“ für ein Ende von Korruption, Vetternwirtschaft und Missmanagement. Der am 4. Februar 1997 in Kraft getretenen Verfassung kommt hierbei eine Schlüsselrolle zu.

© Jacob Zuma würde nach dem Willen seiner Anhängerschaft für eine dritte Amtszeit kandidieren. Jedoch verhindert dies der Artikel 88 der Verfassung. Im Bild ist Zuma am Karfreitag im Ellis-Park-Stadium zu sehen. (Quelle: flickr/ The Presidency of South Africa)

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Die Lage am Kap ist ernst

„Mitternachtsmassaker“ bedroht wirtschaftliche Stabilität Südafrikas. Das Vertrauen ist weg

(2010sdafrika-Redaktion)

Zurzeit überschlagen sich die Ereignisse im politischen Südafrika. Erst der Austausch von neun Ministern  in einer Nacht-und-Nebelaktion – darunter der international geschätzte Finanzminister Pravin Gordhan –, dann der starke Rand-Währungsverfall und nun der öffentlich ausgetragene Machtkampf innerhalb der Regierungspartei ANC. Das Land steuert auf die nächste politische Krise zu. Ebenso schwächelt die Wirtschaft. Der jungen Republik im südlichen Afrika stehen harte Zeiten bevor.

© Südafrika stehen harte Zeiten bevor, nachdem Staatspräsident Jacob Zuma ein Drittel seiner Minister entlassen hatte. Darunter befand sich auch der renommierte Finanzminister Pravin Gordhan. Im Bild sind die am 31. März 2017 neu eingesetzten Minister mit Zuma zu sehen. (Quelle: flickr/ GovernmentZA)

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