Schlagwort-Archive: Mmusi Maimane

Nach der Wahl ist vor der Wahl

ANC gewinnt Parlamentswahlen in Südafrika mit 57,5 %. Historisch schlechtestes Ergebnis

(2010sdafrika-Redaktion)

Der Afrikanische Nationalkongress (ANC) ist die älteste Befreiungsbewegung Afrikas und stellt seit dem Ende der Apartheid im Jahr 1994 die Regierung in Pretoria. Ebenso regiert der ANC in acht von neun Provinzen. Südafrika ohne den ANC ist undenkbar, zumal diese Organisation mit Nelson Mandela in Verbindung gebracht wird. Bei den Parlamentswahlen Südafrikas hat sich wie erwartet gezeigt, dass der ANC die stärkste politische Kraft geblieben ist. Gleichzeitig bröckelt die Zustimmung durch die Wählerschaft weiter.

© Der ANC hat die Parlamentswahlen 2019 wie erwartet gewonnen, allerdings erhebliche Stimmenverluste zugunsten der Oppositionsparteien in Kauf nehmen müssen. Mit 57,5 Prozent ist es das historisch schlechteste Wahlergebnis. (Quelle: flickr/ GovernmentZA)

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Politikverdrossenheit der Jugend

6 Millionen Wahlberechtigte unter 30 Jahren mieden Registrierung an Parlamentswahlen Südafrikas

(2010sdafrika-Redaktion)

Die Parlamentswahlen 2019 dominieren als Dauerthema die Berichterstattung in Südafrika. TV, Radio und Online-Medien spekulieren über den finalen Ausgang der sechsten Wahlen für die Nationalversammlung und die neun Provinzparlamente. Die Wahlkommission IEC veröffentlicht auf ihrer Webseite im Live-Modus die Auszählergebnisse der einzelnen Wahlstationen und lässt erkennen, dass der ANC nicht so stark abschneidet wie vor 5 Jahren. Auffallend ist die diesjährige Politikverdrossenheit unter den jungen Menschen.

© Die sechsten Parlamentswahlen Südafrikas vom 8. Mai 2019 sind geprägt vom Fernbleiben der Jugend. Sechs Millionen junge Wahlberechtigte unter 30 Jahren mieden die Registrierung an den Wahlen. (Quelle: flickr/ United Nations Photo)

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Wählen nach Hautfarbe

Südafrikas größte Oppositionspartei DA versucht die Dominanz des ANC zu brechen – ohne Erfolg

(2010sdafrika-Redaktion)

Der „Democratic Alliance“ (DA) wurde immer wieder angelastet, sie sei neoliberal, eine Partei für die Weißen und unzureichend an den Problemen der schwarzen Mehrheitsgesellschaft interessiert. Zwar konnte die wichtigste Oppositionspartei bei den vorangegangenen Wahlen an Stimmen zulegen und die Regierungsverantwortung in der Provinz Western Cape halten. Ebenso gelang es ihr, dem ANC traditionelle Hochburgen wie Johannesburg, Pretoria und Port Elizabeth bei den Kommunalwahlen 2016 streitig machen. Jedoch blieb der große politische Erfolg auf der nationalen Ebene bislang aus.

© Südafrikas wichtigste Oppositionspartei – die „Democratic Alliance“ (DA) – versucht seit Jahren, die schwarze Mehrheitsgesellschaft zu erreichen. Mit Mmusi Maimane erhielt die DA einen Schwarzen an ihrer Spitze. Dennoch blieb der große Erfolg bisweilen aus. (Quelle: Facebook/ DA)

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„Die Anleger sollten keine Angst haben“

Bundespräsident Steinmeier reiste mit Delegation nach Südafrika und wünscht Neuanfang mit Pretoria

(2010sdafrika-Redaktion)

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier stattete vom 18. bis 21. November 2018 einen Arbeitsbesuch in Südafrika ab. Begleitet wurde das Staatsoberhaupt von einer Wirtschaftsdelegation und von in Deutschland lebenden südafrikanischen Künstlern. Im Vorfeld der Reise lobte der ehemalige Außenminister die Anstrengungen von Südafrikas Staatspräsidenten Cyril Ramaphosa im Hinblick auf die Bekämpfung der Korruption im Land.

© Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hielt sich im November 2018 anlässlich eines Arbeitsbesuchs in Südafrika auf. Beim Gespräch mit Staatspräsident Ramaphosa untermauerte Steinmeier die Kooperation mit Pretoria im Rahmen eines „Neuanfangs“ ausbauen zu wollen. (flickr/ The Presidency of the Republic of South Africa)

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„Alle lieben Yassie“

Exklusiv: Wie ein Hells-Angels-Supporter Kontakte zu politischen Parteien in Südafrika pflegt

(2010sdafrika-Redaktion)

Alle lieben Yassie“, hört man in der südafrikanischen Rockerszene wiederholt. Sämtliche Rocker scheinen den arabischstämmigen Mann zu kennen. Sie bezeichnen den begeisterten Motorrad-Fan als freundlich, hilfsbereit und loyal. Ein Insider am Kap informiert nun die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“, dass der besagte „Yassie“ lediglich der Rockername von Yasien M. ist. Dieser ist nämlich kein gewöhnlicher Biker, sondern vielmehr ein bekennender Hells-Angels-Supporter mit Verbindungen zur Politik.

Yassie and Pieter P

© Yasien M. alias „Yassie“ ist ein bekennender Supporter des Hells Angels MC South Africa. Der arabischstämmige Rocker [rechts im Bild] ist auf dem Foto mit Pieter P. [Mitte] zu sehen, dem Vizepräsidenten des am Kap einflussreichen Hells-Angels-Charters in Johannesburg. (Quelle: Privat)

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Kap-Kolumne: Junger Pastor wird DA-Parteichef

Kann Mmusi Maimane die Hoffnungen der „Democratic Alliance“ einlösen?

(Autor: Detlev Reichel, Kap-Kolumnist des Südafrika-Portals)

Alle (Medien-)Welt spricht von Mmusi Aloysia Maimane. Der junge Pastor aus Soweto ist auf dem jüngsten Parteitag der liberalen Partei „Democratic Alliance“ (DA) mit nahezu 90 Prozent der Stimmen als neuer Parteichef gewählt worden. Helen Zille, Parteichefin seit 2007, war nicht mehr angetreten und ermöglichte so Maimanes Wahl. Damit ist erstmals in der Geschichte der Liberalen in Südafrika ein Schwarzer der Parteichef.

 Nigel Sibanda

© Mmusi Maimane ist an die Spitze der Democratic Alliance (DA) aufgerückt. Als erster schwarzer Parteivorsitzender in der DA-Geschichte zielt die Partei auf stärkere Stimmengewinne bei der schwarzen Mehrheitsbevölkerung ab. (Quelle: flickr/ Nigel Sibanda)

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Steinmeiers Arbeitsbesuch in Südafrika

Achte Deutsch-Südafrikanische Binationale Kommission rutscht in die Bedeutungslosigkeit ab

(2010sdafrika-Redaktion)

Freundschaft ist eine Tür zwischen zwei Menschen. Sie kann manchmal knarren, sie kann klemmen, aber sie ist nie verschlossen.“, hielt der spanische Schriftsteller Baltasar Gracián fest. Mit diesem Zitat kann der kürzliche Arbeitsbesuch des deutschen Außenministers Frank-Walter Steinmeier in Südafrika beschrieben werden. Denn längst ist klar, dass die Regierung in Pretoria neue Freundschaften pflegt und diese der Zusammenarbeit mit Deutschland vorzieht.

Photothek/Grabowsky

© Der kürzliche Südafrika-Arbeitsbesuch des Bundesaußenministers Frank-Walter Steinmeier verlief ernüchternd ab. Denn bedeutende Beschlüsse in den deutsch-südafrikanischen Beziehungen gab es keine. Längst hat sich Pretoria auf Moskau und Peking ausgerichtet. (Quelle: Photothek/Grabowsky)

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