Schlagwort-Archive: Modell

Transportflugzeug A400M

Airbus-Industriepartnerschaft mit der Republik Südafrika: Flugzeuge herstellen, aber keine bestellen

(2010sdafrika-Redaktion)

Der A400M ist der gesamte Stolz des europäischen Flugzeugherstellers Airbus. Entworfen wurde dieses Modell der EADS-Tochter für militärische Einsätze, insbesondere für Friedensmissionen auf dem afrikanischen Kontinent. Dementsprechend entschloss man sich im Airbus-Management im französischen Toulouse, der Republik Südafrika den Status eines vollwertigen Industriepartners zuzusprechen. Dieses Privileg wurde an die Bedingung geknüpft, dass die südafrikanische Armee den A400M bestellt. Allerdings kam es ganz anders als erwartet, zum Ärgernis der Europäer.

© Der A400M ist das Aushängeschild der EADS-Tochter Airbus. Das militärische Transportflugzeug wird unter anderem in Südafrika ko-produziert. Die Südafrikaner sollten acht Flugzeuge kaufen, um an der Produktion partizipieren zu können. Bedingt durch die verzögerte Lieferung stornierte Südafrika seine Bestellung, zum Ärgernis der Europäer. (Quelle: Airbus)

© Der A400M ist das Aushängeschild der EADS-Tochter Airbus. Das militärische Transportflugzeug wird unter anderem in Südafrika ko-produziert. Die Südafrikaner sollten acht Flugzeuge kaufen, um an der Produktion partizipieren zu können. Bedingt durch die verzögerte Lieferung stornierte Südafrika seine Bestellung, zum Ärgernis der Europäer. (Quelle: Airbus)

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Besänftigungsversuch der Automobilbauer

Handelsminister Rob Davies will nach BMW-Investitionsstopp den Branchen-Dominoeffekt verhindern

(2010sdafrika-Redaktion)

Als Dominoeffekt bezeichnet man eine Abfolge von Ereignissen, von denen jedes einzelne zugleich Ursache des folgenden ist und die alle auf ein einzelnes Anfangsereignis zurückgehen – heißt es auf Wikipedia. Genau diese Abfolge wird vom südafrikanischen Handelsministerium DTI befürchtet, nachdem BMW einen geplanten Ausbau seines Rosslyn-Werkes vorerst auf Eis gelegt hat. Rob Davies ist zurzeit bemüht, dass weitere Automobilbauer wie Renault oder Nissan dem Vorbild des Münchener Unternehmens nicht folgen und keine Konsequenzen aus dem Streik ziehen.

© Südafrikas Handelsminister Rob Davies versucht nach dem Investitionsstopp des Münchener Automobilbauers BMW einen branchenübergreifenden Dominoeffekt zu verhindern. Aus dem Automobilsektor sind wiederholt Stimmen zu hören, die infolge der wochenlangen Streiks ein Abwandern von Produktionsstätten nach Nigeria androhen. (Quelle: flickr/ GovernmentZA)

© Südafrikas Handelsminister Rob Davies versucht nach dem Investitionsstopp des Münchener Automobilbauers BMW einen branchenübergreifenden Dominoeffekt zu verhindern. Aus dem Automobilsektor sind wiederholt Stimmen zu hören, die infolge der wochenlangen Streiks ein Abwandern von Produktionsstätten nach Nigeria androhen. (Quelle: flickr/ GovernmentZA)

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Sturm „Wirtschaftskrise“ zieht langsam weiter

Automobilbauer Volkswagen startet von Südafrika aus wieder durch

(Autor: Ghassan Abid)

Der Wolfsburger Automobilhersteller Volkswagen AG blickt für das Jahr 2010 wieder optimistisch in die Zukunft. Das im südafrikanischen Werk Uitenhage produzierte Modell VW Polo V, nahe Port Elizabeth in der Eastern Cape Provinz, wird laut Presseberichten auch bald nach Europa exportiert. Vorgesehen waren für den Export im Jahr 2010 über 55.000 Fahrzeuge dieses Modells, welches jedoch nun infolge einer gesteigerten Nachfrage auf 71.500 Einheiten erhöht wurde. Insgesamt werden rund 113.700 Autos in Südafrika gebaut, fast doppelt so viele wie im Vorjahr.

Das besondere am neuen VW Polo ist der Umstand, dass dieses Modell in Südafrika als Polo Vivo umfunktioniert wird, um die lokale Nachfrage zu befriedigen. Laut Unternehmensangaben soll der Polo „schneller, sauberer und sicherer“ sein. Umweltfreundliche Motoren und ein Elektronisches Stabilisierungsprogramm inklusive Airbags für Fahrer und Beifahrer sollen diesen Vorgaben gerecht werden. Mittlerweile ist der Polo V zum „Auto des Jahres 2010“ ausgezeichnet worden.

© Im Werk Uitenhage produzierter VW Polo

International ist der nach eigenen Aussagen größte Automobilbauer Europas mit seinen 9 Marken Volkswagen, Audi, SEAT, Škoda, VW Nutzfahrzeuge, Bentley, Bugatti, Lamborghini sowie Scania gut aufgesellt und weltweit operierend. Im Jahre 2009 konnten weltweit über 6,3 Millionen Fahrzeuge verkauft werden, etwa 79.000 Einheiten mehr als im Vorjahr. In 15 Staaten Europas, in 3 Amerikas, in 2 Asiens und dem einem Werk in Uitenhage in Afrika, unterhält die VW AG 60 Fertigungsstätten und rund 370.000 Beschäftigte. Allein in Südafrika sind etwa 5.600 Mitarbeiter unmittelbar beschäftigt, sodass VW als einer der größten Arbeitgeber und zum größten deutschen Investor im Lande gezählt werden kann. Der geplante Bau eines weiteren Montagewerkes soll weitere 400 Arbeitsplätze schaffen und die WM die erhofften Gewinne einbringen.

Schon seit 1949 betreibt Volkswagen erste unternehmerische Aktivitäten im Kapland – zu Apartheidzeiten wohlgemerkt, welche seit 1966 unter dem Namen „Volkswagen of South Africa“ abgewickelt werden.

Konzern Volkswagen AG im Profil:

http://www.volkswagenag.com/vwag/vwcorp/content/de/the_group.html

Volkswagen zum Werk Uitenhage:

http://www.volkswagen.de/vwcms/master_public/virtualmaster/de3/unternehmen/mobilitaet_und_nachhaltigkeit/regionen/Afrika/0.html

VW Polo V als „Auto des Jahres 2010″:

http://www.caroftheyear.org/winner/Volkswagen/Polo/2010_41/coty