Schlagwort-Archive: Motorrad

„Alle lieben Yassie“

Exklusiv: Wie ein Hells-Angels-Supporter Kontakte zu politischen Parteien in Südafrika pflegt

(2010sdafrika-Redaktion)

Alle lieben Yassie“, hört man in der südafrikanischen Rockerszene wiederholt. Sämtliche Rocker scheinen den arabischstämmigen Mann zu kennen. Sie bezeichnen den begeisterten Motorrad-Fan als freundlich, hilfsbereit und loyal. Ein Insider am Kap informiert nun die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“, dass der besagte „Yassie“ lediglich der Rockername von Yasien M. ist. Dieser ist nämlich kein gewöhnlicher Biker, sondern vielmehr ein bekennender Hells-Angels-Supporter mit Verbindungen zur Politik.

Yassie and Pieter P

© Yasien M. alias „Yassie“ ist ein bekennender Supporter des Hells Angels MC South Africa. Der arabischstämmige Rocker [rechts im Bild] ist auf dem Foto mit Pieter P. [Mitte] zu sehen, dem Vizepräsidenten des am Kap einflussreichen Hells-Angels-Charters in Johannesburg. (Quelle: Privat)

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Deutsche Hells Angels-Geldwäsche in Südafrika

Exklusiv: Im Interview mit Ulrich Detrois alias „Bad Boy Uli“, Hells Angels-Aussteiger und Buchautor

(Autor: Ghassan Abid)

    © Ulrich Detrois war einer der einflussreichsten deutschen Hells Angels-Mitglieder. Unter dem Rockernamen „Bad Boy Uli“ schaffte er es zum De Facto-Präsidenten des Charters Kassel. Nach seinem Rausschmiss, verfasste der Ex-Höllenengel die beiden Bücher „Höllenritt: Ein deutscher Hells Angel packt aus“ und „Wir sehen uns in der Hölle“. Insiderwissen wurde öffentlich gemacht. Seither lebt der Kasseler an einem geheimen Ort, stets der Gefahr eines Mordanschlages ausgesetzt. "SÜDAFRIKA - Land der Kontraste" interviewte exklusiv den Hells Angels-Aussteiger, der weitere Interna zu den deutsch-südafrikanischen Beziehungen offenbarte. (Quelle: Ullstein Buchverlage)

© Ulrich Detrois war einer der einflussreichsten deutschen Hells Angels-Mitglieder. Unter dem Rockernamen „Bad Boy Uli“ schaffte er es zum De Facto-Präsidenten des Charters Kassel. Nach seinem Rausschmiss, verfasste der Ex-Höllenengel die beiden Bücher „Höllenritt: Ein deutscher Hells Angel packt aus“ und „Wir sehen uns in der Hölle“. Insiderwissen wurde öffentlich gemacht. Seither lebt der Kasseler an einem geheimen Ort, stets der Gefahr eines Mordanschlages ausgesetzt. „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ interviewte exklusiv den Hells Angels-Aussteiger, der weitere Interna zu den deutsch-südafrikanischen Beziehungen offenbarte. (Quelle: Ullstein Buchverlage)

2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ den ehemaligen Vizepräsidenten der Hells Angels in Kassel und heutigen Buchautoren Ulrich Detrois alias „Bad Boy Uli“. Wie kamen Sie in den 90er-Jahren zu den Rockern und wie erlebten Sie diese Zeit?

Antwort: In den 90ern habe ich mit einigen anderen Zuhältern zuerst den Motorradclub BONES gegründet. Dieser war ein national tätiger Motorradclub, der hauptsächlich im Rotlicht tätig war. Da ich schon seit meinem 14. Lebensjahr Motorrad und auch Motorradrennen gefahren bin, lag es für mich auf der Hand, meine berufliche Expansion im Rotlichtmilieu mit dem Motorradfahren zu verbinden und die Kontakte des MC entsprechend zu nutzen.

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Hells Angels Jo´burg: „No place for kaffir“

Rechtsextremismus-Vorwürfe bei den Höllenengeln Johannesburgs

(2010sdafrika-Redaktion)

In der Vergangenheit berichtete „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ in einem Artikel über die deutsch-südafrikanischen Hells Angels-Beziehungen, wonach deutsche Rocker maßgeblich am Aufbau der Strukturen des südafrikanischen Ablegers beteiligt waren. Seither erreichten die 2010sdafrika-Redaktion zahlreiche Informationen zu und von den Hells Angels, wobei die Mehrheit der Anfragen auf den Wahrheitsgehalt hin nicht ausreichend verifiziert werden konnten.

© Screenshot zu den Hells Angels, Charter Johannesburg (Quelle: YouTube)

Neuerdings sind Vorwürfe aufgetaucht, dass das Charter der Hells Angels in Johannesburg einen Lebensmittelpunkt für jene Bürger darstellt, die mit dem neuen Südafrika des „African National Congress (ANC)“ überhaupt nicht einverstanden sind. Es geht konkret um das Verhältnis zur schwarzen Mehrheitsgesellschaft. Ein anonymer Hinweis an die 2010sdafrika-Redaktion verweist auf die hohe Affinität der Höllenengel Johannesburgs zu rechtsradikalem Gedankengut, zur Zustimmung mit dem einstigen Regime der Apartheid und zur ablehnenden Haltung gegenübern schwarzen Mitbürgern.

No place for kaffir“ findet als Grundlage für das Club-eigene Zusammenleben große Beachtung, heißt es dem anonymen Hinweis zufolge. „Kaffir“ ist einer auf die Beleidigung ausgerichteter Begriff aus dem Rassismusjargon und vergleichbar mit dem Wort „Nigger“. Insbesondere zum Zeitpunkt der Ermorderung des Führers der rechtsextremen „Afrikaner Weerstandsbeweging (AWB)“, Eugène Terre’Blanche, im April 2010, soll es innerhalb des Charters Jo´burg zu hitzigen Debatten mit teils volksverhetzerischen Aussagen gekommen sein. In einem am 29. März 2009 auf YouTube veröffentlichten Video der Hells Angels Jo´burg anlässlich des Poker Run´s, ist in den Sequenzen um 0:33min und 1:25min die bewusste Einblendung eines Hakenkreuzes zu sehen (siehe u.a. Video). In einer kürzeren Fassung von 2008 wiederholt sich die Hakenkreuz-Abbildung erneut. Hätten die Hells Angels in der größten Metropole Südafrikas Probleme mit rechtsradikalem Gedankengut, so wäre dieses Hakenkreuz gewiss nicht gefilmt worden.

Hells Angels des Charters Jo´burg mit rechtsextremer Affinität?

Einzelne Mitglieder der Hells Angels Jo´burg sind in der Vergangenheit mit Aktivitäten aufgefallen, die der Organisierten Kriminalität (OK) zugeordnet werden. Am 08. November 2002 wurden vier Höllenengel im Alter zwischen 30 – 45 Jahren verhaftet, denen der illegale Handel mit Drogen vorgeworfen wurde. Die südafrikanische Polizei SAPS stellte damals schon fest, dass die Hells Angels äußerst „kriminell“ im „transnationalen Kontext“  agieren, wie dies von der 2010sdafrika-Redaktion am 24. März 2010 vermutet wurde. Zum damaligen Zeitpunkt kooperierte die Polizei Südafrikas mit den Kollegen in Kanada, Australien und den Niederlanden.

Die Hells Angels Südafrikas haben auf die Vorwürfe der 2010sdafrika-Redaktion bisweilen nicht reagieren wollen. Solange die Höllenengel keine Stellungnahme in Erwägung ziehen wollen, bleiben die Vorwürfe bestehen.

news24.com berichtet über Verhaftung von Hells Angels-Mitgliedern in Johannesburg:

http://www.news24.com/SouthAfrica/News/Hells-Angels-members-arrested-20021109

2010sdafrika-Redaktion berichtet über die deutsch-südafrikanische Hells Angels-Bruderschaft:

https://2010sdafrika.wordpress.com/2010/03/24/deutsch-sudafrikanische-hells-angels-bruderschaft/