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Mandela-Film in den deutschen Kinos

Madibas Leben beeindruckt, macht emotional und nachdenklich. Ein Mensch, der viel aufopfern musste

(2010sdafrika-Redaktion)

Am morgigen Donnerstag läuft in den deutschen Kinos der Film „Mandela: Der lange Weg zur Freiheit“ an. Am 5. Dezember vergangenen Jahres starb die Weltikone im Alter von 95 Jahren. Nun, rund zwei Monate später, kann das deutsche Publikum miterleben, welche individuellen Einschränkungen der berühmteste Südafrikaner bei seiner eigenen Freiheit ertragen musste, um diese einem gesamten Volk zugutekommen zu lassen.

© Ab dem 30. Januar 2014 ist der Mandela-Film in den deutschen Kinos zu sehen. Die britisch-südafrikanische Produktion geht auf mehrere Lebensabschnitte des Nationalhelden Südafrikas ein. (Quelle: Senator Film)

© Ab dem 30. Januar 2014 ist der Mandela-Film in den deutschen Kinos zu sehen. Die britisch-südafrikanische Produktion geht auf mehrere Lebensabschnitte des Nationalhelden Südafrikas ein. (Quelle: Senator Film)

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Desillusionierung ehemaliger ANC-Guerillas

Im Interview mit Ludger Schadomsky, Redaktionsleiter der Deutschen Welle

(Autor: Ghassan Abid)

    © Ludger Schadomsky ist Buchautor und Redaktionsleiter beim deutschen Auslandsrundfunk Deutsche Welle. Vor Kurzem hielt sich der Journalist zwecks Recherche für einen Artikel in Qunu auf, der Heimat von Nelson Mandela. (Quelle: DW)

© Ludger Schadomsky ist Buchautor und Redaktionsleiter beim deutschen Auslandsrundfunk Deutsche Welle. Vor Kurzem hielt sich der Journalist zwecks Recherche für einen Artikel in Qunu auf, der Heimat von Nelson Mandela. (Quelle: DW)

2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ den für die Deutsche Welle tätigen Journalisten und Afrika-Buchautoren Ludger Schadomsky. Sie studierten in Köln und schließlich in Kapstadt. Wie kam es dazu, dass sie den Weg nach Südafrika fanden?

Antwort: Während der Umwälzungen am Kap zu Beginn der 90er-Jahre studierte ich in Köln Afrikanistik und Politikwissenschaften. Klar war, dass ich mich intensiver und vor allem vor Ort mit dem „neuen Südafrika“ auseinandersetzen wollte. Also habe ich mich um ein DAAD-Stipendium zum Studium der Sprache Xhosa an der Universität Kapstadt (UCT) bemüht. So kam ich 1996 nach Südafrika und blieb bis 1998, schloss mein Studium an der UCT ab und begann parallel als Korrespondent für die Zeitungen „Afrika Post“ und „afrika süd“ zu berichten – eine faszinierende Zeit, zumal der Berichtsraum nicht nur Südafrika, sondern auch die Nachbarländer umfasste. Die Berichterstattung über die Aufarbeitung der Apartheidverbrechen in der sog. „Wahrheits- und Versöhnungskommission“(TRC) gehört bis heute, trotz vieler anschließender Reisen in afrikanische Krisengebiete, zum Aufwühlendsten überhaupt. Demgegenüber stand die Verabschiedung der modernsten Verfassung der Welt – ein Meilenstein für die junge Regenbogennation! 1998 bin ich schweren Herzens für ein Volontariat zur Deutschen Welle nach Deutschland zurückgegangen, wo ich heute als Redaktionsleiter tätig bin.

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Kap-Kolumne: Wenn der Schmerz zum Streit wird

Mit Mandela-Überresten das große Geschäft machen? Madiba-Clan im öffentlichen Streit und vor Gericht

(Autor: Detlev Reichel ist der Kap-Kolumnist des Südafrika-Portals. Als Missionskind, Sozialist und einstiger Westberliner Anti-Apartheids-Aktivist berichtet er aus und zu Südafrika.)

Dear Nelson Mandela. You have served our country so much, now it is our time to serve. You are my hero. Thank you so much for giving us happiness.

Diese Worte, so schreibt die Sonntagszeitung „City Press“, stehen auf der selbstgefertigten Karte einer Elfjährigen vor dem Wohnhaus des „Vaters der Nation“ im Johannesburger Vorort Houghton. Hier, wie vor dem Krankenhaus in Pretoria, häufen sich die Gegenstände aller Art – Karten, Blumen, Plakate, Bilder, Tücher – die dem schwer erkrankten Nelson Rolihlahla Mandela gewidmet sind. Insbesondere die Devotionalienwand am Krankenhaus ist inzwischen zu einem Anziehungspunkt für Touristen geworden.

© Innerhalb der Mandela-Familie ist ein offener Streit ausgebrochen. Nelson Mandelas Enkel, Mandla Mandela, hat 2011 drei Gräber der Familie exhumieren und die sterblichen Überreste nach Mvezo in eine neu angelegte Grabstätte verlegen lassen. Will Mandla Mandela mit den Überresten seiner Familienangehörigen Geld machen, fragt sich die Nation. (Quelle: flickr/ The Presidency of the Republic of South Africa)

© Innerhalb der Mandela-Familie ist ein offener Streit ausgebrochen. Nelson Mandelas Enkel, Mandla Mandela [im Bild rechts], hat 2011 drei Gräber exhumieren und die sterblichen Überreste nach Mvezo in eine neu angelegte Grabstätte verlegen lassen. Will Mandla Mandela mit den Überresten seiner Familienangehörigen Geld machen, fragt sich die Nation. (Quelle: flickr/ The Presidency of the Republic of South Africa)

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