Schlagwort-Archive: Naher Osten

Südafrikaner werden zu Dschihadisten

Dutzende Bürger kämpfen für IS-Terrormiliz im Irak und in Syrien. Sicherheitsbehörden bleiben passiv

(Autor: Ghassan Abid)

Der „Islamische Staat“, kurz IS, ist gegenwärtig die für Islamisten attraktivste Organisation auf dem Globus. Rund 15.000 Menschen aus dem Ausland, darunter 700 Deutsche, reisten nach UN-Angaben bislang in den Nahen Osten, um in den Kampf für eine angeblich „gute Sache“ zu ziehen. Dass dabei Menschenrechtsverletzungen, Straftaten und Unrecht geschehen, wird gerne übersehen bzw. verschwiegen. Nun ist bekannt geworden, dass sich auch dutzende Südafrikaner dem IS angeschlossen haben. Trotz der Brisanz bleiben die Sicherheitsbehörden auffällig gelassen. Die Gefahr wird unterschätzt.

ISIS

© Dutzende Südafrikaner haben sich bereits dem „Islamischen Staat“ angeschlossen. Sie kämpfen für die islamistische Terrormiliz im Irak und in Syrien. Jedoch wirken die Behörden am Kap dem nicht entgegen. Das renommierte „Institute for Security Studies“ warnt vor einer Zunahme der Rekrutierungsaktivitäten islamistischer Gruppierungen in Südafrika. (Quelle: Sequenz aus Propaganda-Video)

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Filmfestival „Afrikamera“ ein voller Erfolg

Kairo, Timbuktu oder Johannesburg: Ein Kontinent zwischen Krisen und Chancen. Ein Veranstaltungsbericht

(Autor: Ghassan Abid)

Rund 2.500 Zuschauer, darunter der ehemalige Bundespräsident Horst Köhler und seine Gattin, folgten vom 11. bis 16. November dem afrikanischen Kino, welches sich unter dem Namen „Afrikamera“ als feste Institution in der Berliner Kunstszene etablieren konnte. Mit Produktionen vom Norden bis hin zum Süden und vom Westen bis zum Osten Afrikas, stand Afrikamera für ein abwechslungsreiches und informatives Filmprogramm. Längst ist dieses Afrika-Filmfestival eine Veranstaltung für Jedermann und ein Things To Do Event in der Bundeshauptstadt.

Afrikamera

© Das afrikanische Filmfestival „Afrikamera“ lockte in diesem Jahr rund 2.500 Kinobesucher an. Produktionen aus den verschiedensten Winkeln Afrikas sind dem Berliner Publikum präsentiert worden. Das öffentliche Interesse am afrikanischen Kino war sehr groß. Denn das Kino Arsenal als Veranstaltungsort war überfüllt und die einzelnen Vorstellungen komplett ausgebucht [siehe Bild].

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„Das ist skandalös.“

Peter Scholl-Latour und seine Kritik am Verschweigen der Farmermorde in Südafrika durch die Medien

(Autor: Ghassan Abid)

Der renommierte Journalist und Publizist Peter Scholl-Latour ist in Rhöndorf am Rhein im Alter von 90 Jahren gestorben. Den jüngeren TV-Zuschauern ist er für seine Analysen zum Nahen Osten in bleibender Erinnerung geblieben. Doch der ehemalige Afrika-Korrespondent äußerte sich in der Vergangenheit auch mehrfach zur „heiligen Kuh“, zum Verschweigen der Realität in Südafrika.

Preston Faide

© Peter Scholl-Latour starb im Alter von 90 Jahren. Zu Lebzeiten kritisierte er den Umgang der deutschen Medien mit den Farmermorden in Südafrika. Die Presse habe die Realität ausgeblendet, so der Publizist und Journalist. (Quelle: flickr/ Preston Faide)

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Ex-Geheimdienstminister greift Israel scharf an

„Israels Handeln ist kriminell und verstößt gegen Menschenrechte und Völkerrecht“, so Ronnie Kasrils

(2010sdafrika-Redaktion)

Zunehmend mehr Politiker, Intellektuelle und Prominente in Südafrika äußern sich kritisch zum israelischen Vorgehen in Gaza. Der Ton wird spürbar aggressiver, nachdem rund eine Viertelmillion Menschen in Kapstadt für ein dauerhaftes Ende der Militäroffensive und gleichzeitig für die Unabhängigkeit Palästinas demonstriert hatten. Nun meldet sich der ehemalige Geheimdienstminister Ronnie Kasrils zu Wort. Er übt scharfe Kritik am jüdischen Staat. Längst ist die jüdische Gemeinde am Kap zerstritten.

Ronnie Kasrils

© Der Ex-Geheimdienstminister Ronnie Kasrils bezeichnete das israelische Vorgehen in Gaza als kriminell, rechtswidrig und teuflisch. Unterdessen befindet sich auch die jüdische Gemeinde in Südafrika im Streit über die Bewertung der jüngsten Militäroperation des jüdischen Staates. (Quelle: Books LIVE)

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Israelis und Palästinenser brauchen den Dialog

Letzter Apartheidspräsident Frederik Willem de Klerk spricht sich für Dialog und Existenzrecht Israels aus

(2010sdafrika-Redaktion)

Südafrika hat mit den Folgen der Rassentrennung bisweilen zu kämpfen. Etliche Herausforderungen sind noch zu meistern. Doch zum Bürgerkrieg zwischen Weißen und Schwarzen am Kap ist es, wie es einige Beobachter vorhersagten, glücklicherweise nicht gekommen. Nelson Mandela widmete seine Präsidentschaft dem Dialog zwischen ehemaligen Unterdrückern und Unterdrückten. Nun plädiert Frederik Willem de Klerk für ähnliche Schritte im Nahen Osten. Dafür müssten bestimmte Bedingungen erfüllt werden.

Denise Miller

© Israelis und Palästinenser könnten nur dann friedlich miteinander leben, wenn sie bereit sind, in den Dialog zu treten. Beide Völker könnten von den Erfahrungen Südafrikas lernen, so Südafrikas Ex-Präsident Frederik Willem de Klerk. Die Araber müssten jedoch den Staat Israel anerkennen. (Quelle: flickr/ Denise Miller)

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Südafrika als Transitland für Drogenhandel

Internationaler Schmuggel mit Heroin und Kokain am Kap nimmt zu. BND verweigert Stellungnahme

(2010sdafrika-Redaktion)

Im Jahr 2011 starben rund 1.000 Menschen in Deutschland am Drogenkonsum, meist an einer Überdosis von Heroin. Die meisten Drogentoten waren Männer ab dem 30. Lebensjahr. Die Strafverfolgungsbehörden versuchen seit Jahren die Betäubungsmittelkriminalität zu bekämpfen, allerdings mit eher mäßigem Erfolg. Von einigen Medien ist die Drogenpolitik der Bundesregierung bereits für gescheitert erklärt worden. Der internationale Drogenhandel, die für die Akteure eine sehr lukrative Einnahmequelle darstellt, ist kaum zu bremsen. Dem Land Südafrika kommt hierbei eine Schlüsselrolle zu.

© Südafrika hat sich in der jüngsten Zeit zum beliebten Transitland für den internationalen Drogenhandel etabliert. Heroin und Kokain gelangen vom Kap aus nach Europa, unter anderem nach Deutschland. (Quelle: Zoll Online)

© Südafrika hat sich in der jüngsten Zeit zum beliebten Transitland für den internationalen Drogenhandel etabliert. Heroin und Kokain gelangen vom Kap aus nach Europa, unter anderem nach Deutschland. (Quelle: Zoll Online)

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Südafrika überdenkt Beziehungen zu Israel

Außenministerin Nkoana-Mashabane macht nach Iran-Meeting Palästina-Unabhängigkeit zur Staatsräson

(2010sdafrika-Redaktion)

Am 31. Oktober 2013 tagte in Pretoria zum elften Mal die südafrikanisch-iranische Kommission. Herzlich empfing Außenministerin Maite Nkoana-Mashabane ihren Amtskollegen Mohammad Javad Zarif. Pretoria dankte Teheran für die einstige Unterstützung beim Sturz der Apartheid. Gleichzeitig bekräftigte Nkoana-Mashabane dem Iran die regionale Bedeutung für den Nahen Osten zuzusprechen. Die Kritik richtet sich an den Westen im Hinblick auf das Recht auf ein ziviles Atomprogramm. Neu ist hingegen, dass Israel aufgrund der Besatzung der Palästinenser nun unter diplomatischem Beschuss aus Südafrika gerät.

© Südafrikanische Minister meiden Israel und die Beziehungen zum jüdischen Staat werden heruntergefahren, wird Außenministerin Maite Nkoana-Mashabane auf einem Gewerkschaftstreffen vom iranischen Auslandsrundfunk PressTV zitiert. Die Palästina-Besatzung wurde als Begründung herangezogen. (flickr/ IISD Reporting Services)

© Südafrikanische Minister meiden Israel und die Beziehungen zum jüdischen Staat werden heruntergefahren, wird Außenministerin Maite Nkoana-Mashabane auf einem Gewerkschaftstreffen vom iranischen Auslandsrundfunk PressTV zitiert. Die Palästina-Besatzung wurde als Begründung herangezogen. (flickr/ IISD Reporting Services)

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