Schlagwort-Archive: Neger

Roberto Blanco, der „wunderbare Neger“!?

Das N-Wort dient der gezielten Abwertung von Menschen dunkler Hautfarbe und bleibt Tabu

(Autor: Ghassan Abid)

In der am 31. August ausgestrahlten ARD-Sendung „Hart aber Fair“ zum Thema „800.000 Flüchtlinge – schafft Deutschland das?“ hat Bayerns Innenminister Joachim Herrmann den Sänger Roberto Blanco mit einem Begriff in Zusammenhang gebracht, der im Kolonialismus, in der Sklaverei und Rassentrennung eine zentrale Rolle eingenommen hat. Die nun eingetretene öffentliche Entrüstung war zu erwarten – und ist absolut richtig und notwendig. Solche Entgleisungen dürfen sich nicht wiederholen.

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© Roberto Blanco als ein „wunderbarer Neger“!? So bezeichnete ihn Bayerns Innenminister Joachim Herrmann in der ARD-Sendung „Hart aber Fair“. Ghassan Abid, Chefredakteur von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ [im Bild mit Blanco zu sehen] kritisiert die generelle Benutzung des N-Wortes.

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South African Airways und der Nazi

Staatliche Fluglinie Südafrikas als einstiges Machtmittel des Rechtsextremisten Oswald Pirow

(Autoren: 2010sdafrika-Redaktion, Ghassan Abid)

Eine Leserin informierte die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ über ein dunkles Kapitel in der Entstehungsgeschichte der staatlichen Fluglinie Südafrikas. Daraufhin begannen die Recherchen. South African Airways (SAA) mit Sitz in der Stadt Kempton Park bedient gegenwärtig mit rund 60 Flugzeugen 42 Flugziele weltweit. Als Mitglied der „Star Alliance“ kooperiert SAA mit der deutschen Lufthansa. Was die Fluglinie aber gerne verschweigt ist die Tatsache, dass ein deutsch-südafrikanischer Nazi dieses Unternehmen gründete. In diesem Jahr feiert SAA ihr 80-jähriges Bestehen.

© Die Fluglinie "South African Airways (SAA)" wurde am 1. Februar 1934 durch den deutsch-südafrikanischen Rassisten und Nazi-Anhänger Oswald Pirow gegründet. Der damalige Verkehrs- und Justizminister Südafrikas stand im direkten Kontakt mit führenden NS-Größen, unter anderem mit Reichskanzler Adolf Hitler. SAA leugnet bisweilen dieses Kapitel zur eigenen Entstehungsgeschichte. (Quelle: Martha de Jong)

© Die Fluglinie „South African Airways (SAA)“ wurde am 1. Februar 1934 durch den deutsch-südafrikanischen Rassisten und Nazi-Anhänger Oswald Pirow gegründet. Der damalige Verkehrs- und Justizminister Südafrikas stand im direkten Kontakt mit führenden NS-Größen, unter anderem mit Reichskanzler Adolf Hitler. SAA leugnet bisweilen dieses Kapitel zur eigenen Entstehungsgeschichte. (Quelle: Martha de Jong)

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Engagement gegen Rassismus

Von Neo-Nazis in Deutschland zu Rassisten in Südafrika. Ein Weckruf zum Handeln

(Ein Exklusiv-Gastbeitrag von Schauspieler Björn Harras)

Redaktionelles Vorwort: Deutsche Rechtsextreme und südafrikanische Rassisten unterhalten enge Beziehungen zueinander. Mehrere Recherchen unserer Redaktion verdeutlichten die intensiven bilateralen Beziehungen. Björn Harras möchte mit diesem Gastbeitrag auf die Gefahr von Rechts hinweisen.

    © Schauspieler Björn Harras verfasste für "SÜDAFRIKA - Land der Kontraste" einen Gastbeitrag zum Engagement gegen Rassismus und Rechtsextremismus. Hintergrund sind deutsch-südafrikanische Verbindungen des politischen Extremismus. Der Berliner ist mit seiner einstigen Rolle als "Patrick" in der RTL-Soap "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" national bekannt worden. Zurzeit widmet sich Harras dem Theaterschauspiel. (Quelle: Gerlind Klemens)

© Schauspieler Björn Harras verfasste für „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ einen Gastbeitrag zum Engagement gegen Rassismus und Rechtsextremismus. Hintergrund sind deutsch-südafrikanische Verbindungen des politischen Extremismus. Der Berliner ist mit seiner einstigen Rolle als „Patrick“ in der RTL-Soap „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ national bekannt worden. Zurzeit widmet sich Harras dem Theaterschauspiel. (Quelle: Gerlind Klemens)

Eigentlich sollte ich einen Artikel über den Zusammenhang von Neo-Nazis in Deutschland und Rassisten in Südafrika schreiben. Allerdings war mir bis zu dem Zeitpunkt, als ich diese Anfrage bekam, ein solcher Zusammenhang völlig unbekannt. Nach vielen Recherchen und einigen schockierenden Momenten wurde mir klar, dass dieses Thema so komplex ist, dass ich keinesfalls in der Lage bin etwas Fundiertes dazu zu schreiben.

Viel zu schockierend sind die Zusammenhänge zwischen südafrikanischen Rassisten und deutschen Rechtsextremisten. Die Rechtsextremen ziehen mordend und plündernd durchs Land. Der Rassismus tritt alltäglich auf. Nicht erst seit der Aufdeckung des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU). Deshalb habe ich beschlossen etwas über die prinzipiellen Probleme von Rassismus zu schreiben.

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Exklusiv: Rechtsextremist Alexander Neidlein

Kampfeinsatz auf dem Balkan, illegaler Waffenbesitz in Südafrika und nun NPD-Vorsitzender

(Autoren: Ghassan Abid, 2010sdafrika-Redaktion)

Im März 1994 war die Ungewissheit über die Zukunft Südafrikas größer denn je. Die Demokratisierung nahm ihren holprigen Lauf – trotz Wahlboykottaufrufe, einer gescheiterten freiwilligen Entwaffnung und mehreren Morden durch Rechtsradikale. Nelson Mandela ist seit einigen Jahren frei und auf höchster politischer Ebene liefen die Vorbereitungen zum Übergang von einem weißen Minderheitsregime hin zu einer schwarzen Mehrheitsregierung. Doch nicht alle am Kap wollten den Untergang des Apartheidsstaates untätig hinnehmen. Drei Deutsche reisten in dieser Zeit nach Südafrika, um den Radikalen beizustehen.

© In der besinnlichen Stadt Crailsheim im baden-württembergischen Landkreis Schwäbisch Hall weilt unter den rund 32.000 Einwohnern der Rechtsextremist Alexander Neidlein, der in Südafrika militant für die Aufrechterhaltung der Apartheid eintrat und am 20. März 1994 wegen illegalen Waffenbesitzes verhaftet und im Anschluss verurteilt wurde. (Quelle: Wikimedia/ Mikmaq)

© In der besinnlichen Stadt Crailsheim im baden-württembergischen Landkreis Schwäbisch Hall weilt unter den rund 32.000 Einwohnern der Rechtsextremist Alexander Neidlein, der in Südafrika militant für die Aufrechterhaltung der Apartheid eintrat und am 20. März 1994 wegen illegalen Waffenbesitzes verhaftet und im Anschluss verurteilt wurde. (Quelle: Wikimedia/ Mikmaq)

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