Schlagwort-Archive: Neuseeland

Unbezwingbar?

Südafrika im Halbfinale der Rugby-WM gegen den Favoriten Neuseeland – die All Blacks

(Autor: Johannes Woywodt)

Nach ihrer erfolgreichen Viertelfinalpartie gegen Wales (23:19) stehen die Springboks heute Nachmittag, am 24. Oktober 2015, vor ihrer bisher größten Herausforderung bei dieser Rugbyweltmeisterschaft. Im Semifinale wartet kein geringerer Gegner als der amtierende Weltmeister aus Neuseeland.

David Roberts

© Das Halbfinale der Rugby-WM 2015 zwischen Südafrika und dem Favoriten Neuseeland ist heute ab 16:45 Uhr (MESZ) live auf Eurosport zu sehen. (Quelle: flickr/ David Roberts)

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Im Ungewissen

Springboks bei Rugby-WM 2015: Zwischen politischer Ablehnung und sportlicher Schwäche

(Autor: Johannes Woywodt)

Das Objekt der Begierde ist 38 Zentimeter hoch, wiegt 4,5 Kilogramm, besteht aus vergoldetem Silber und hört auf den Spitznamen Bill. Gemeint ist der William-Webb-Ellis-Pokal, der alle vier Jahre an die weltbeste Rugbynationalmannschaft vergeben wird. Dieser lässt die Herzen der Spieler, Funktionäre und Fans schneller und höher schlagen. In England wird die 8. Rugby-Union-Weltmeisterschaft von heute an bis zum 31. Oktober ausgetragen – Südafrikas Auswahl ist auch dabei.

Martin Dobey

© Vom 18. September bis zum 31. Oktober 2015 findet zum nun achten Mal die Rugby-WM in England statt. Neuseeland verteidigt seit 2011 den begehrten William-Webb-Ellis-Pokal. Südafrikas Rugby-Auswahl – die Springboks – nehmen an diesem wichtigen Sportspektakel teil. (Quelle: flickr/ Martin Dobey)

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Jüdisch, schwul und YouTuber

Südafrikaner Troye Sivan startet mit Single „Happy Little Pill“ weltweit durch – auch in Deutschland

(Autor: Ghassan Abid)

Troye Sivan ist mit Abstand der erfolgreichste YouTuber aus Südafrika. Vor wenigen Monaten gelang dem in Australien lebenden Johannesburger der große Durchbruch, nachdem ihm ein Plattenvertrag angeboten wurde. Seither läuft sein Song „Happy Little Pill“ die Radiosender rauf und runter – auch in Deutschland. Doch wer ist der Newcomer, der in seinen YouTube-Videos ziemlich zerbrechlich und teilweise melancholisch wirkt? Die deutsche Presse hat ihn bislang weitgehend ignoriert.

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© Troye Sivan ist neunzehn Jahre alt und ein erfolgreicher Internetstar. Sein gleichnamiger YouTube-Kanal wurde bereits 128 Millionen Mal aufgerufen. Der Südafrikaner startet derzeit als Musiker durch. Mit seiner Single „Happy Little Pill“ gelang ihm im Sommer 2014 der internationale Durchbruch – auch in Deutschland. (Quelle: Instagram)

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Johannesburg ist unfreundlichste Stadt der Welt

Conde Nast-Reisemagazin stellt für Südafrikas größte Metropole verheerendes Zeugnis aus

(2010sdafrika-Redaktion)

Wenn man einer Umfrage des renommierten US-amerikanischen Conde Nast-Reisemagazins Glauben schenken mag, dann ist Johannesburg die unfreundlichste Stadt weltweit. Touristen haben internationale Reiseziele bewertet. Hingegen schafft es Kapstadt zur achtfreundlichsten Stadt auf dem Globus. Die Umfrage ist auf der Homepage von CNN veröffentlicht worden.

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© Das US-Reisemagazin Conde Nast hat es mit dem „Readers‘ Choice Survey“ auf die Homepage von CNN geschafft. Demnach sei Johannesburg die unfreundlichste Stadt weltweit. Dafür schafft es Kapstadt unter die Top Ten der beliebtesten Reiseziele. (Quelle: flickr/ dorena-wm)

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Wissenschaftsstandort Südafrika

Forscher erhoffen sich Antworten auf die Entstehung des Universums und einen Kontakt zu Aliens

(Autor: Ghassan Abid)

In Großbritannien debattiert, in den Niederlanden beschlossen, für Südafrika sowie weitere Staaten des südlichen Afrikas entschieden und unter der Einbindung von Australien bzw. Neuseeland. So kann die komplizierte Entwicklung Ende Mai 2012 beschrieben werden, als die SKA Organisation dem Bau von weiteren Radioteleskop-Schüsseln in Südafrika und Australien zugestimmt hat.

© Die SKA Organisation hat sich beim SKA-Projekt schwerpunktmäßig für Südafrika entschieden. Geplant sind nun der Bau von 64 Antennen des Typs „MeerKat“ in der Halbwüste Karroo. (Quelle: Dr Nadeem Oozeer/ SKA South Africa)

© Die SKA Organisation hat sich beim SKA-Projekt schwerpunktmäßig für Südafrika entschieden. Geplant sind nun im Jahr 2016 der Bau von 64 Antennen des Typs „MeerKat“ in der Halbwüste Karroo. Nach Abschluss dieser ersten Phase folgen weitere solcher Antennen. (Quelle: Dr Nadeem Oozeer/ SKA South Africa)

Die Gesamtheit dieser Anlagen mit einer Fläche von einem Quadratkilometer wird als Square Kilometre Array (SKA) bezeichnet, welche zu 70 Prozent in Südafrika aufgebaut wird. In Südafrika selbst stehen bereits sieben Radioantennen des Typs „Kat-7“. Nun geht es um die Realisierung von 64 Antennen des Typs „MeerKat“ in der ersten Phase im Jahr 2016. Jede Einzelne ist so groß wie ein dreistöckiges Haus, die insgesamt aus tausenden Einzelantennen bestehen. Es heißt, so zumindest die Information der SKA Organisation, dass die Anlage50-mal empfindlicher und 10.000-mal schneller“ als bisherige Projekte dieser Art sein wird. Weitere Antennen folgen in der anschließenden zweiten und dritten Phase.

Die National Research Foundation, als unabhängige und regierungsnahe Fördergesellschaft Südafrikas, ist Mitglied der SKA-Organisation. Darüberhinaus befinden sich mit Dr. Phil Mjwara und Dr. Bernie Fanaroff zwei Südafrikaner im „Board of Directors“, dem obersten Entscheidungsgremium dieser zwischenstaatlichen Institution.

© Die SKA Organisation erhofft sich nicht nur weitere Anworten zur Entstehung des Universums, sondern auch Beweise für außerirdisches Leben. Sollten Signale aus dem Weltall empfangen werden, so deutet dies auf die Existenz von fremden Wesen. (Quelle: Dr Nadeem Oozeer/ SKA South Africa)

© Die SKA Organisation erhofft sich nicht nur weitere Anworten zur Entstehung des Universums, sondern auch Beweise für außerirdisches Leben. Sollten Signale aus dem Weltall empfangen werden, so deutet dies auf die Existenz von fremden Wesen hin. (Quelle: Dr Nadeem Oozeer/ SKA South Africa)

Die SKA-Planungen liefen bereits im Jahr 2005 an, welche 2016 mit den Baumaßnahmen umgesetzt werden sollen. Die komplette Inbetriebnahme der wissenschaftlichen Arbeiten ist jedoch erst 2024 vorgesehen. Dieses Forschungsprojekt wird rund 1,5 Milliarden Euro kosten, wobei zusätzliche Wartungskosten von rund 200 Millionen Euro pro Jahr auftreten könnten. Die genaue Höhe der Beteiligung Südafrikas ist bisweilen nicht bekannt.

In der Halbwüste Karroo ist der Bau dieser gigantischen Anlage vorgesehen. Die Wüste bietet sich aufgrund der geringen Frequenzstörungen und größtenteils unbebauten Fläche als optimales Terrain. Die Teleskopanlage soll noch tiefer ins Weltall blicken können. Die Forscher erhoffen sich neue Erkenntnisse über die Entstehung des Universums und weitere Antworten zum Urknall. Ebenso erhofft man sich, dies ist von der Presse weitgehend ausgeblendet worden, erste Hinweise zu einem möglichen Leben im Weltall – einen Kontakt zu Außerirdischen, heißt es im „Fact sheet for journalists“ der SKA-Organisation.

Animationsvideo zum SKA-Projekt

Australien, Kanada, China, Italien, die Niederlande, Neuseeland, Großbritannien und schließlich Südafrika gehören der SKA Organisation an. Deutschland wird sich erst seit der Eröffnung der „Deutsch-Südafrikanischen Jahres der Wissenschaft 2012/2013“ im April 2012 in der SKA Organisation mit finanziellen Zuschüssen beteiligen. Eine Vollmitgliedschaft steht zurzeit nicht zur Disposition. In Chile, in den USA und in den Niederlanden stehen bereits große Teleskopanlagen.

Kap-Kolumne: „Der Speer“ wurde begraben

Südafrika zwischen Himmel und Erde. Der irdische Streit entweicht den Sternen; zumindest vorerst.

(Autor: Detlev Reichel ist der Kap-Kolumnist des Südafrika-Portals. Als Missionskind, Sozialist und einstiger West-Berliner Anti-Apartheids-Aktivist berichtet er aus und zu Südafrika.)

Der Speer wurde begraben. Die Saga um das Gemälde „The Spear“ – Der Speer – des Künstlers Brett Murray hat vorerst ein versöhnliches Ende gefunden. Der ANC zieht seine Klage vor Gericht zurück, die Galerie hängt das Gemälde ab und die Zeitung City Press löscht das Bild von ihrer Website. Die Fragen jedoch, die dieser Streit aufgeworfen hat, stehen weiter im Raum.
Die Chefredakteurin der Zeitung City Press, Ferial Haffajee, schreibt in einer sehr persönlichen Kolumne: „Der Speer ist abgelegt, aus Fürsorge und Furcht.“ (The spear is down, out of care and fear.) Sie wolle zur Heilung in der Gesellschaft beitragen, meint Haffajee, die Hitze aus einer zunehmend überhitzten gesellschaftlichen Atmosphäre herausnehmen und ihre Redakteure sowie die Zeitungsverkäufer auf der Straße schützen wollte. Freilich schwirren zig Fotodateien davon im Internet herum. Aber darum geht es nicht.

Tausende Südafrikaner folgten dem ANC und demonstrierten gegen die Zeitung City Press. Diese Presseeinrichtung gab nach und der ANC zeigte, dass er weiterhin viel Macht am Kap genießt. Der Speer-Fall hat sich längst zu einem Paradebeispiel dafür etabliert, dass die Medien im Umgang mit dem ANC die Konsequenzen bedenken sollten.

Was zunächst als eine scharfe Debatte um Kunstfreiheit versus persönliche Rechte daherkam, wandelte sich innerhalb einer Woche zu einer teils bitteren Auseinandersetzung um die Gefühle einer ganzen Nation. Mehrere tausend Menschen demonstrierten am Dienstag – dem Aufruf des ANC und seiner Verbündeten folgend – in unmittelbarer Nähe zur Goodman Gallery in Johannesburg. „Hier geht es nicht um Zuma“, sagt ein Teilnehmer der Zeitung Mail&Guardian, „hier geht es um kulturelle Unterschiede. Brett Murray hat das Recht zu sagen, was er will. Aber er sollte sich im Klaren darüber sein, wen er beleidigt. Es ist vollkommen falsch einen Ältesten mit heraushängenden Genitalien zu porträtieren. Wie würden Sie empfinden, wenn man Ihren Vater so malt?“ Der Streit hat gezeigt, wie wund die Gesellschaft noch ist, nur achtzehn Jahre nach dem Ende einer 350-jährigen Geschichte kolonialer Herrschaft mit den letzten vierzig Jahren eines gnadenlos rassistischen Gewaltregimes namens Apartheid. Dies ist eine Seite der Medaille.

Mit dem Aufruf zum Boykott der Zeitung City Press sowie mit der Demonstration zur Galerie haben die ANC-Führung und ihre Verbündeten gewiss einen Nerv getroffen und ihre Muskeln spielen lassen. Sie müssen sich aber nun die Frage gefallen lassen, ob sie hier nicht auch die Gunst der Stunde nutzen, um politisch zu punkten – und dabei ziemlich heftig überziehen. Es ist daher gar nicht ausgemacht, ob der „Speerkampf“ am Ende dem ANC-Präsidenten Jacob Zuma zu seiner Wiederwahl im Dezember in Mangaung beim nationalen Parteitag des ANC verhelfen wird, wie dies so mancher Kommentator spekuliert. Mangaung ist noch ein paar Monate hin, in dieser Zeit fließt viel Wasser den Orange River hinunter.

Griff nach den Sternen

Während die Menschen also ihre Wunden lecken, kam die aufregende Nachricht vom größten internationalen wissenschaftlichen Projekt der nächsten Jahrzehnte gerade recht. Südafrika, und damit der Kontinent, erhielt den Löwenanteil (70 Prozent) des Baus der gigantischen Teleskopanlage SKA (Square Kilometre Array). Südafrika teilt sich dieses Projekt mit Australien und Neuseeland. Das SKA wird in der Halbwüste Karroo gebaut und soll, wenn fertiggestellt, weiter ins Weltall hineinsehen könne könne, als jedes bisherige Großteleskop. Die Wissenschaft erwartet damit neue Erkenntnisse über die Entstehung des Universums.

© Südafrika erhält mit einem Anteil von 70 Prozent den Zuschlag für das SKA-Forschungsprojekt. In der Halbwüste Karroo ist der Bau dieser gigantischen Anlage vorgesehen. Australien und Neuseeland beteiligen sich ebenfalls am Projekt. Die Teleskopanlage soll noch tiefer ins Weltall blicken können. Die Forscher erhoffen sich neue Erkenntnisse über die Entstehung des Universums. (Quelle: Dr Nadeem Oozeer/ SKA South Africa)

© Südafrika erhält mit einem Anteil von 70 Prozent den Zuschlag für das SKA-Forschungsprojekt. In der Halbwüste Karroo ist der Bau dieser gigantischen Anlage vorgesehen. Australien und Neuseeland beteiligen sich ebenfalls am Projekt. Die Teleskopanlage soll noch tiefer ins Weltall blicken können. Die Forscher erhoffen sich neue Erkenntnisse über die Entstehung des Universums. (Quelle: Dr Nadeem Oozeer/ SKA South Africa)

In den Weiten des Weltalls mag der „Streit um den Speer“ zu Winzigkeit schrumpfen. Die in diesem Streit aufgeworfenen und die Gesellschaft spaltendnen Probleme werden die Menschen hinieden in Südafrika noch sehr lange beschäftigen.

Cape Town is not South Africa

Südafrikas Tourismussektor als Hoffnung einer vielfältigen Nation

(Autorin: Susanne Zeckler)

Südafrika ist ein Land der Kontraste, wie es dem Titel dieses Webportals bereits zu entnehmen ist. Nicht nur in sozialen Dingen unterscheidet sich die südafrikanische Bevölkerung drastisch voneinander, sondern auch von ihrer jeweiligen Kultur, vom regionalen Erlebnisangebot und vom Klima ihres Wohnsitzes. Während im Südosten eher eine tropische Umwelt vorzufinden ist, erhält man in der Zentralregion einen Einblick in ein trockenes Wüstenklima. Das Western Cape mit Kapstadt entfaltet hingegen ein mediterranes Feeling und modernes Stadtbild, sodass diese City vor allem bei deutschen Anreisenden sehr beliebt ist. „Cape Town is not South Africa„, äußerte sich mal eine südafrikanische Beamtin uns gegenüber auf die Frage, was an Kapstadt so besonders sei. Die Stadt hat eine Menge anzubieten, jedoch muss diese lebendige Destination in einem gesonderten Artikel untergebracht werden. Mit über 20 Nationalparks und vielfältigen Lodges im ganzen Lande, erweist sich Südafrika auch als Reisetipp für Safari-Fans.

© Victoria & Alfred Waterfront-Stadtgebiet von Kapstadt

Den Tourismussektor gab es schon vor dem ersten Weltkrieg und auch während der Apartheid. Doch als 1994 die Demokratisierung des Landes offiziell ihren Gang nahm, sprang der Tourismus sprunghaft an. Waren es 1994 nur 3,9 Millionen Personen an ausländischen Gästen, kletterte diese Zahl im letzten Jahr auf über 9,9 Millionen an. Vor allem US-Amerikaner und Europäer suchen das südlichste Land Afrikas auf, aber zunehmend auch Gäste aus Lateinamerika und Asien. Mit etwa einer Viertelmillion an deutschen Touristen, gehört diese Nationalität zu einer der größten Besuchergruppen. Die sehr gastfreundlichen Einreisebestimmungen für EU-Bürger, indem man bei der Ankunft am Airport eine dreimonatige Besuchsgenehmigung (visitor´s permit) erhält, stimulieren diesen Trend.

Der Tourismus ist nach wie vor eine der am schnellsten wachsenden Branchen des Landes, in welchem rund 7 Prozent der Erwerbstätigen des Landes (etwa 1,3 Millionen Bürger) unmittelbar und mittelbar beschäftigt sind. Der Tourismus steuert am BIP des Landes einen Anteil von rund 8 Prozent bei. Speziell zur Fußball-WM 2010 ist festzuhalten, dass rund eine halbe Million Besucher aus Übersee erwartet wurden, jedoch allerhöchtens nur 250.000 Gäste nach Südafrika kamen. Begründet wird das Verfehlen dieser Erwartungshaltung unter anderem mit den überteuerten Preisen für Flug sowie Unterkunft.

Insgesamt unterhält das Kapland, wie es gerne von deutschen Touristen bezeichnet wird, acht Welterbestätten, die alle nach dem Ende der Apartheid in die Liste der UNESCO aufgenommen wurden. 1999 wurde das Feuchtgebiet iSimangaliso-Wetland-Park, mit den größten Krokodil- und Flusspferdbeständen Südafrikas, zum Weltnaturerbe erklärt. Hingegen wurde die Gefängnisinsel Robben Island vor Kapstadt zum Weltkulturerbe, in welchem Nelson Mandela den Großteil seiner 27-jährigen Haftzeit abgesessen hatte. Ebenfalls 1999 erhielten die Fundstätten fossiler Hominiden (also Menschenaffen)  den Status des Weltkulturerbes, welche 2005 um weitere Fundorte ausgedehnt wurde. 2000 sind die Drakensberge bei Lesotho bisweilen einmalig in Südafrika zum Weltnatur- und zugleich Weltkulturerbe deklariert worden. 2003 folgte der  Mapungubwe-Hügel mit seinen archäologischen Fundstätten, 2004 das Naturschutzgebiet Cape Floral, 2005 der Meteoritenkrater Vredefort als größte Einschlagsstelle weltweit sowie 2007 die von Ureinwohnern der Nama bewohnte Landschaft Richtersveld bei Namibia.

© UNESCO-Weltkulturerbe Robben Island

Es wird einem schnell ersichtlich, dass Südafrika sehr vielfältig ist und genau aus diesem Grund zu einem der beliebtesten Reiseziele der Welt hinzugezählt werden kann. Paradoxerweise gehört diese Nation auch zu den kriminellsten Ländern auf dem Globus, wo Mord- und Vergewaltigungsrate die Lebensqualität der Südafrikaner erheblich einschränken. Immer mehr vor allem weiße Bürger kehren ihrer Heimat den Rücken zu und emigrieren nach Australien, Neuseeland oder in das Vereinigte Königreich. Dieses Phänomen, in Fachkreisen als „brain drain“ bezeichnet, wird mit traurigen Rekorden bei HIV/AIDS und ungleichen sozialen Lebenslagen ergänzt. Demnach kann Südafrika als das Land aufgefasst werden, in welchem das Paradies in gleicher Augenhöhe zum absoluten Elend auftritt.

Offizielle Tourismusseite „SouthAfrica.info“ zur Branche:

http://www.southafrica.info/overview/deutsch/tourismus.htm

UNESCO-Welterbestätten in Südafrika:

http://www.unesco.org/new/en/unesco/worldwide/unesco-regions/africa/south-africa/

WELT ONLINE-Artikel zum Tourismussektor Südafrikas:

http://www.welt.de/reise/article8387933/Jetzt-peilt-Suedafrika-Tourismus-Rekorde-an.html

Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes zu Südafrika:

http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Laenderinformationen/Suedafrika/Sicherheitshinweise.html#t4