Schlagwort-Archive: Nigeria

Gemeinsame Ziele, eigene Wege

Bundeskanzlerin Merkel und Südafrikas Staatspräsident Zuma für stärkere Terrorismusbekämpfung

(2010sdafrika-Redaktion)

Am 10. November 2015 traf Südafrikas Präsident Jacob Zuma, begleitet von sieben Ministern, während seines ersten Deutschlandbesuchs auf Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundespräsident Joachim Gauck. Er folgte einer Einladung der 61-jährigen CDU-Politikerin. Ebenfalls nahm der Vorsitzende der Regierungspartei ANC an einer Veranstaltung der Subsahara Initiative der deutschen Wirtschaft (SAFRI) teil. Die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ hat sich den Staatsbesuch näher angeschaut. Der große Wurf war allerdings nicht dabei.

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© Südafrikas Präsident Jacob Zuma traf am 10. November 2015 während seines ersten Deutschlandbesuchs auf Bundeskanzlerin Angela Merkel. Viele Themen wurden angesprochen und gemeinsame Ziele sind erörtert worden. Allerdings mangelt es an konkreten Maßnahmen. (Quelle: flickr/ The Presidency of the Republic of South Africa)

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„Palästina-Frage muss gelöst werden“

Südafrika und Niederlande betonen politische Lösungen in Krisenstaaten zwecks Terrorismusbekämpfung

(2010sdafrika-Redaktion)

Beim Staatsbesuch des niederländischen Premierministers Mark Rutte in Südafrika ist die jüngste Terrorwelle des „Islamischen Staates“ gegen Frankreich umfangreich thematisiert worden. Rutte und dessen Gastgeber Jacob Zuma betonten, dass die Bekämpfung des internationalen Terrorismus ein geschlossenes Handeln der Vereinten Nationen bedürfe. Insofern sei die politische Lösung in Krisenstaaten hierfür unentbehrlich – namentlich die jahrzehntelange Krise in Palästina müsse angegangen werden.

Rutte und Zuma

© Südafrikas Präsident Jacob Zuma und der niederländische Premierminister Mark Rutte verurteilten in einer gemeinsamen Erklärung die Terrorakte gegen Frankreich. Wichtig sei nun, langwierige Krisen wie die Palästina-Frage nicht aus den Augen zu verlieren. (Quelle: flickr/ The Presidency of the Republic of South Africa)

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Kap-Kolumne: „NEIN!“ zu Rassismus

Südafrika sagt „NEIN!“ zu Ausländerfeindlichkeit und Gewalt gegen Migranten. Eine Fotoserie

(Autor: Detlev Reichel, Kap-Kolumnist des Südafrika-Portals)

Es begann am vergangenen Donnerstag mit dem Friedensmarsch in Durban, zu dem spontan tausende Menschen aus dem ganzen Land angereist waren. Es folgten Demonstrationen in Kapstadt, Johannesburg und Pretoria.

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© Im Verlauf der vergangenen Woche demonstrierten tausende Südafrikaner gegen die xenophoben Ausschreitungen in ihrem Land. Kap-Kolumnist Detlev Reichel beobachtete das Geschehen in Johannesburg.

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Malawi und Somalia evakuieren Bürger

Afrikanische Regierungen treffen Konsequenzen nach Gewaltwelle gegen Ausländer in Südafrika

(2010sdafrika-Redaktion)

Die xenophoben Ausschreitungen in KwaZulu-Natal, genauer gesagt in der Hafenstadt Durban, haben nun die ersten afrikanischen Regierungen dazu veranlasst, ernste Konsequenzen zu ziehen. Malawi und Somalia organisieren zurzeit die Evakuierung ihrer Landsleute aus Südafrika. Bis zum kommenden Wochenende sollen hunderte Bürger in ihre Heimat zurückkehren. Unterdessen versucht die südafrikanische Regierung die Lage in den Griff zu bekommen. Zu den getöteten Menschen wird nun auch ein 14-jähriges Kind gezählt, erklärte heute die Polizei.

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© Die xenophoben Ausschreitungen in Durban haben die Regierungen von Malawi und Somalia dazu veranlasst, ihre Bürger aus Südafrika zu evakuieren. Mittlerweile ist die Angst vor Fremdenhass auch auf Johannesburg übergeschwappt, nachdem es dort zu ersten Unruhen kam. Die Polizei versucht die Lage in den Griff zu bekommen. (Quelle: flickr/ SdotCruz)

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Der privatisierte Krieg

Südafrikas Söldnertruppen zwischen afrikanischen Bürgerkriegen und internationalen Krisenherden

(Autor: Ghassan Abid)

Vor einigen Jahren traf ich in Johannesburg eine Frau, die mit einem etwa 40-jährigen Marokkaner verheiratet war. Im Gespräch stellte sich heraus, dass sie hin und wieder auf ihren Mann verzichten müsse. Er befinde sich regelmäßig im Ausland, sagte sie. Dafür verdiene er aber gutes Geld. Beim Nachhaken verriet sie, dass ihr Ehemann ein Söldner war und sich zum damaligen Zeitpunkt im Einsatz im Irak befand. Er war Mitarbeiter einer südafrikanischen Sicherheitsfirma. Ein aktueller Fall aus Nigeria bringt nun die Kriegsteilnahme von südafrikanischen Sicherheitsfirmen zurück ins öffentliche Bewusstsein. Tausende Bürger werden im Ausland vermutet.

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© Leon Lotz war ein Elite-Polizist des Apartheidsregimes, der in den 80er Jahren die Befreiungsbewegung SWAPO in Südwestafrika – dem heutigen Namibia – bekämpfte. Kürzlich starb der als Söldner engagierte Südafrikaner im Kampf gegen Boko Haram in Nigeria. Lotz ist einer von tausenden Ex-Sicherheitskräften Südafrikas, die im Ausland im Sicherheitssektor ihr Geld verdienen. (Quelle: Privat)

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Filmfestival „Afrikamera“ ein voller Erfolg

Kairo, Timbuktu oder Johannesburg: Ein Kontinent zwischen Krisen und Chancen. Ein Veranstaltungsbericht

(Autor: Ghassan Abid)

Rund 2.500 Zuschauer, darunter der ehemalige Bundespräsident Horst Köhler und seine Gattin, folgten vom 11. bis 16. November dem afrikanischen Kino, welches sich unter dem Namen „Afrikamera“ als feste Institution in der Berliner Kunstszene etablieren konnte. Mit Produktionen vom Norden bis hin zum Süden und vom Westen bis zum Osten Afrikas, stand Afrikamera für ein abwechslungsreiches und informatives Filmprogramm. Längst ist dieses Afrika-Filmfestival eine Veranstaltung für Jedermann und ein Things To Do Event in der Bundeshauptstadt.

Afrikamera

© Das afrikanische Filmfestival „Afrikamera“ lockte in diesem Jahr rund 2.500 Kinobesucher an. Produktionen aus den verschiedensten Winkeln Afrikas sind dem Berliner Publikum präsentiert worden. Das öffentliche Interesse am afrikanischen Kino war sehr groß. Denn das Kino Arsenal als Veranstaltungsort war überfüllt und die einzelnen Vorstellungen komplett ausgebucht [siehe Bild].

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Ein Rivaldo für Bafana Bafana

Fußballtrainer Ephraim „Shakes“ Mashaba setzt auf junge Spieler wie Rivaldo Coetzee – mit Erfolg

(Autor: Johannes Woywodt)

Er wollte bereits alles hinschmeißen und den Trainer bitten, ihn nicht aufzustellen. Die Nacht zuvor hatte er nicht schlafen können, so groß war seine Aufregung. Dazu die nicht verschwinden wollende Nervosität. Was würde passieren, wenn er einen schweren Fehler macht – bei seinem Länderspieldebüt. Ausgerechnet auch noch auswärts im Hexenkessel von Pointe Noire mit seiner bekannten aufgeladenen Stimmung. Überhaupt, was hatte sich Coach Ephraim „Shakes“ Mashaba dabei gedacht, ihn gleich in die Startelf zu befördern. Ihn, Rivaldo Coetzee aus Kakamas aus dem Northern Cape, 17 Jahre alt und Verteidiger von Ajax Cape Town.

Bafana Bafana

© Bafana Bafana erlebt durch Fußballtrainer Ephraim „Shakes“ Mashaba einen Wandel. Die Mannschaft überzeugt in den Qualifikationsspielen für den Afrika-Cup 2015. Allerdings möchte Mashaba keinen kurzfristigen Erfolg, sondern eine nachhaltige Entwicklung mit dem Ziel sich für die WM 2018 in Russland zu qualifizieren. Dabei setzt er auch auf junge Spieler. (Quelle: Chris Kirchhoff/ MediaClubSouthAfrica.com)

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