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Glückwunsch zur 6. Ehe, Mr. President

4 First Ladies stehen Jacob Zuma bei seinen Amtsgeschäften nun bei

(Autor: Ghassan Abid)

Am vergangenem Freitag heiratete der vierte Präsident Südafrikas, Jacob Zuma, zum nun sechsten Mal. Er nahm seine bisherige Verlobte Bongi Ngema zur Ehefrau. In der Heimatstadt des Präsidenten in Nkandla in der Provinz KwaZulu-Natal fand eine traditionelle Heiratszeremonie der Ethnie Zulus statt, welche als „umgcagco“ bezeichnet wird. Hierbei stellt die „ukugqumushela“, ein wettbewerbsähnlicher Tanz, den Höhepunkt dieses Ereignisses dar.

© Herzlichen Glückwunsch zur sechsten Ehe, Mister President. Der Präsident besitzt nun 4 Ehefrauen und ca. 20 Kinder. (Quelle: The Presidency of South Africa + GCIS)

© Herzlichen Glückwunsch zur sechsten Ehe, Mister President. Der Präsident besitzt nun 4 Ehefrauen und ca. 20 Kinder. (Quelle: The Presidency of South Africa + GCIS)

Am heutigen Tage ist auf Basis der „umabo“ vorgesehen, dass die Braut die Familie von Jacob Zuma mit Geschenken beglückt. Die bisherigen drei Ehefrauen des Präsidenten Sizakele Khumalo, Nompumelelo Ntuli and Thobeka Madiba nehmen ebenfalls an der kompletten Zeremonie teil. Zuma und Ngema sind bereits Eltern eines siebenjährigen Kindes mit dem Namen Sinqumo.

Jacob Zuma ist bekennender Zulu und Befürworter der Polygamie. Er stammt aus dem Distrikt uThungulu, welches inmitten des alten Königreichs Zululand liegt. Das Tanzen nimmt bei dieser Ethnie eine besondere Rolle ein. Die südafrikanische Botschaft in Berlin ließ am 12. Januar 2010 verlauten, dass Südafrika gleich drei First Ladies anzubieten hatte. Es ist zum Gewohnheitsrecht geworden, dass sich die First Ladies untereinander die Aufgaben aufteilen.

So engagiert sich Sizakele Khumalo bei Projekten der Landwirtschaft und Lebensmittelsicherheit, Thobeka Madiba im Gesundheitsbereich und Nompumelelo Ntuli in der Sozialarbeit. Die aktuellste Ehefrau ist bereits in administrative Angelegenheiten involviert, sodass sich nach Angaben der Presidency keine Verschiebung der Aufgabenverteilung ergeben dürfte. Nkosazana Clarice Dlamini-Zuma, die derzeitige Innenministerin Südafrikas, ließ sich 1998 von Zuma scheiden. Kate Zuma beging im Jahr 2000 Selbstmord. Insgesamt besitzt der Präsident ungefähr 20 Kinder.

Hinweis der Redaktion: Das südafrikanische Personenstandsrecht erlaubt entgegen der deutschen Agenturmeldungen keine Polygamie. Mehrehen sind im Zivilrecht Südafrikas eindeutig verboten. Alternativ kann die Vielweiberei im Rahmen traditioneller Zeremonien abgeschlossen werden.

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Polygamie als normalste Sache der Welt?

Mehrehen in Südafrika finden gesellschaftliche Akzeptanz dank des Präsidenten

(Autor: Ghassan Abid)

Während des Weltwirtschaftsforums in Davos dominierte ein Thema – die Vielweiberei. Der gegenwärtige Präsident Südafrikas, S.E. Jacob Gedleyihlekisa Zuma, hat nach Presseberichten zufolge nun sein 20. Kind gezeugt und am 4. Januar 2010 eine weitere Frau geheiratet. Der Präsident jedoch konterte die kritischen Anmerkungen aus dem Publikum mit dem Verweis, dass diese Liebespraxis seine kulturelle Identität sei und er alle Frauen gleich stark lieben würde.

© Nicht Ehefrau ist gefragt, sondern EhefrauEN

Seine Partei, der Afrikanische Nationalkongress (ANC), betonte in der Vergangenheit den persönlichen Charakter dieser Angelegenheit und bewertete das Stolzieren ihres Präsidenten von einer Hochzeit zur anderen als eine gesetzeskonforme Auslegung von traditionellen Wertvorstellungen. Fakt ist, dass nach nationalem Recht nur die Monogamie erlaubt ist. Es ist anzumerken, dass Jacob Zuma der Ethnie der Zulus angehört und die Vielweiberei dort als selbsverständlich und normal betrachtet wird. Auch in den Nachbarstaaten Südafrikas, etwa im Königreich Lesotho mit dem Volk der Basotho, wird die Mehrehe aktiv praktiziert. Allerdings werden Aspekte wie HIV/ AIDS, wovon mittlerweile über 5 Millionen Menschen allein in Südafrika betroffen sind, diesbezüglich bewusst oder unbewusst nicht zur Kenntnis genommen.

Die südafrikanische Botschaft in Berlin ließ am 12.01.2010 verlauten, dass Südafrika nicht nur eine First Lady anzubieten habe – wie es in den westlichen Staaten üblich ist – sondern gleich drei. Es ist zum Gewohnheitsrecht geworden, dass sich die First Ladies untereinander die Aufgaben aufteilen. So engagiert sich Sizakele Khumalo bei Projekten der Landwirtschaft und Lebensmittelsicherheit, Thobeka Madiba im Gesundheitsbereich und Nompumelelo Ntuli in der Sozialarbeit.

Die Bilanz zum privaten Werdegang Zumas: 5 Hochzeiten aber nur 3 Ehefrauen (eine Gattin verübte Suizid und eine andere Ehe wurde geschieden) und mit Bongi Ngema hat der Präsident ebenfalls eine Verlobte an seiner Seite.

.Südafrikanische Botschaft in Deutschland zur First Ladies-Praxis:

http://www.suedafrika.org/en/home/home-newsdetails/datum/2010/01/12/clarity-on-jacob-zumas-wives.html