Schlagwort-Archive: öffentliche Kritik

Im parlamentarischen Kreuzverhör

Südafrikas Präsident Jacob Zuma bekräftigt seine Unschuld in der Nkandla-Affäre und weicht aus

(Autor: Ghassan Abid)

In den letzten Wochen ist Präsident Jacob Zuma infolge der Enthüllungen um die als Geheimsache eingestufte Steuerfinanzierung seines Privatanwesens in Nkandla mit anfänglich rund 203 Millionen Rand (umgerechnet knapp 18,7 Millionen Euro) unter Druck geraten. Zivilgesellschaftliche Akteure und allen voran die Medienhäuser kritisierten, dass das öffentliche Bezuschussen eines Privatgrundstücks einer Selbstbereicherung gleichkäme. Demnach sollen 95 Prozent der geplanten Summe durch den Steuerzahler abgedeckt werden, während die restlichen 5 Prozent durch Zuma selbst getragen werden. Mittlerweile ist die Rede von 250 Millionen Rand. Begründet wurde dieser Zuschuss mit „notwendigen Sicherheitsmaßnahmen“. Die National Assembly of South Africa, das Unterhaus mit Sitz in Kapstadt, bediente sich zum anstehenden Jahresende dieses Skandals und nahm Präsident Zuma ins Kreuzverhör. Hitzig war die Diskussion und Parlamentspräsident Max Sisulu musste die Parlamentarier mehrfach zur Ordnung rufen.

    © In der Sitzung des südafrikanischen Unterhauses vom 15.11.2012 bestimmte die Nkandla-Affäre des Präsidenten Jacob Zuma die Tagesordnung. Rund zwei Stunden lang musste sich Zuma den kritischen Fragen der Oppositionsparteien stellen. Zuma erklärt, dass erst alle Fakten bekannt sein müssten, um die Angelegenheit abschließend klären können. Die Abgeordneten mussten während der Sitzung mehrfach durch Parlamentspräsident Max Sisulu zur Ordnung gerufen werden. (Quelle: flickr/ The Presidency of the Republic of South Africa)

© In der Sitzung des südafrikanischen Unterhauses vom 15.11.2012 bestimmte die Nkandla-Affäre des Präsidenten Jacob Zuma die Tagesordnung. Rund zwei Stunden lang musste sich Zuma den kritischen Fragen der Oppositionsparteien stellen. Zuma erklärt, dass erst alle Fakten bekannt sein müssten, um die Angelegenheit abschließend klären können. Die Abgeordneten mussten während der Sitzung mehrfach durch Parlamentspräsident Max Sisulu zur Ordnung gerufen werden. (Quelle: flickr/ The Presidency of the Republic of South Africa)

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Zumas zweifelhafter Pressesprecher

Mac Maharaj, der kontroverse Medienmann des Präsidenten, der keinen Prozess fürchten muss

(Autor: Ghassan Abid)

Er hat graue Haare, trägt regelmäßig ein graues Jackett und schaut – je nach  Situation – ziemlich streng oder äußerst freundlich. Der 1935 in KwaZulu-Natal geborene Mac Maharaj, ein indischstämmiger und dem ANC nahestehender Politiker, ist der offizielle Pressesprecher von Südafrikas Präsidenten Jacob Zuma. Wenn die Medien Zuma kritisieren, wie aktuell in der Nkandla-Affäre, dann springt Maharaj wie ein Schutzschild vor den Präsidenten, um die öffentliche Kritik möglichst nachhaltig abzufedern.

© Sathyandranath Ragunanan "Mac" Maharaj ist seit dem 6. Juli 2011 der Pressesprecher von Südafrikas Präsidenten Jacob Zuma. Er gilt in ANC-Kreisen als hoch angesehene Persönlichkeit aus dem Umfeld Nelson Mandelas. Allerdings haftet an ihm der Ruf eines möglichen korrupten Politikers. Bislang wurde keine Anklage gegen Maharaj erhoben - die Medien verstehen diesen Umstand nicht, nachdem die investigativen Zeitungen “Sunday Times”, “City Press” und “Mail and Guardian” äußerst belastende Informationen über den einstigen Freiheitskämpfer gesammelt und veröffentlicht haben. (Quelle: flickr/ Alles Trade Editoria)

© Sathyandranath Ragunanan „Mac“ Maharaj ist seit dem 6. Juli 2011 der Pressesprecher von Südafrikas Präsidenten Jacob Zuma. Er gilt in ANC-Kreisen als hoch angesehene Persönlichkeit aus dem Umfeld Nelson Mandelas. Allerdings haftet an ihm der Ruf eines möglichen korrupten Politikers. Bislang wurde keine Anklage gegen Maharaj erhoben – die Medien verstehen diesen Umstand nicht, nachdem die investigativen Zeitungen “Sunday Times”, “City Press” und “Mail and Guardian” äußerst belastende Informationen über den einstigen Freiheitskämpfer gesammelt und veröffentlicht haben. (Quelle: flickr/ Alles Trade Editoria)

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