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Kap-Kolumne: Nur ein Märchen?

Von Marketing-Gold und anderen Gaukeleien: Die Präsidentenaudienz des Willi Karl Balthasar Breuer

(Autor: Detlev Reichel ist der Kap-Kolumnist des Südafrika-Portals. Als Missionskind, Sozialist und einstiger Westberliner Anti-Apartheids-Aktivist berichtet er aus und zu Südafrika.)

Diesmal geht es hier zu wie im Märchen von Hans Christian Andersen: Des Kaisers neue Kleider. Es war einmal ein Unternehmer, der unternahm etwas. So schaffte er es, beispielsweise, eine Audienz im höchsten Amt eines großen Landes an des Südspitze Afrikas zu ergattern. Also, unser Unternehmer erzählte da dem Präsidenten, er wolle das Land mit dem besten Abfallmanagement beglücken. Und ich sage euch, Abfall gab es reichlich in diesem Land. Seine Firma, so der Unternehmer, handele zudem mit Gold und habe sogar Zugang zum Goldschatz des Vatikan.

© Dem Deutschen Willi Karl Balthasar Breuer werden nach Recherchen von City Press-Journalisten dubiose Geschäftspraktiken vorgeworfen, die dem Betrug zuzuordnen seien. Außerdem soll sich Breuer jahrelang bereits ohne gültigen Pass und ohne Visum in Südafrika aufhalten. Ein Gaukler, der beim höchsten Mann im Staat einen persönlichen Termin erhielt.

© Dem Deutschen Willi Karl Balthasar Breuer werden nach Recherchen von City Press-Journalisten dubiose Geschäftspraktiken vorgeworfen, die dem Betrug zuzuordnen seien. Außerdem soll sich Breuer jahrelang bereits ohne gültigen Pass und ohne Visum in Südafrika aufhalten. Ein Gaukler, der beim höchsten Mann im Staat einen persönlichen Termin erhielt.

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NSU-Strafverfahren in München

Südafrikanische Medien wie SAPA, Sowetan und IOL News beobachten deutsche Neo-Nazi-Szene

(Autor: Ghassan Abid)

Update vom 15.04.2013: Heute hat das OLG München bekannt gegeben, den Prozess gegen die mutmaßlichen NSU-Mitglieder auf den 6. Mai zu verschieben. In einer vorherigen Version dieses Artikels war noch die Rede vom Prozessbeginn am 17. April 2013. Der Artikel ist angepasst worden.

© Beate Zschäpe steht im Mittelpunkt der Strafermittlungen gegen den Nationalsozialistischen Untergrund (NSU). Als einzige Überlebende des sogenannten NSU-Trios wird sie sich mit anderen mutmaßlichen Unterstützern für den Mord an zehn Bürgern verantworten. Zschäpe soll nach Erkenntnissen Thüringer Sicherheitsbehörden die Flucht des NSU-Trios nach Südafrika mit ihrer ablehnenden Position verhindert haben. (Quelle: Fahndungsplakat BKA)

© Beate Zschäpe steht im Mittelpunkt der Strafermittlungen gegen den Nationalsozialistischen Untergrund (NSU). Als einzige Überlebende des sogenannten NSU-Trios wird sie sich mit anderen mutmaßlichen Unterstützern für den Mord an zehn Bürgern verantworten. Zschäpe soll nach Erkenntnissen Thüringer Sicherheitsbehörden die Flucht des NSU-Trios nach Südafrika mit ihrer ablehnenden Position verhindert haben. (Quelle: Fahndungsplakat BKA)

Am 6. Mai 2013 beginnt das Strafverfahren gegen Beate Zschäpe und vier weitere Personen wegen Verdachts der Bildung einer terroristischen Vereinigung. Mit der NSU-Strafsache vor dem Oberlandesgericht München, die bis zum 16. Januar 2014 andauern wird, steht die Arbeit des 6. Strafsenats des Gerichts unter der Beobachtung der nationalen und internationalen Presse. Auch einzelne südafrikanische Medien schauen – größtenteils zurückhaltend – auf die Geschehnisse um die „German Neo-Nazis“.

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