Schlagwort-Archive: Opfer

Mandela ist Präsident

Als Vater der Nation sich für die Versöhnung der Ethnien eingesetzt

(Autorin: Nadja Krupke)

– MANDELA-Spezial –

„Never, never and never again shall it be that this beautiful land will again experience the oppression of one by another and suffer the indignity of being the skunk of the world.Nelson Mandela

Nach seiner Wahl am 10. Mai 1994 stellte Nelson Mandela sich zum ersten Mal vor dem Volk und plädierte, dass Südafrika nie wieder unter den menschenunwürdigen Verhältnissen leiden solle, wie es in der Apartheid der Fall war. Er war der erste Präsident der Südafrika die Demokratie und den Frieden brachte und der den Menschen wieder Hoffnung schenkte. Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Eine Zukunft ohne Rassenhass und Rassentrennung. Eine Zukunft mit politischer, sozialer und wirtschaftlicher Gleichberechtigung.

© Nelson Mandela war der erste schwarze Präsident Südafrikas. Während seiner Amtszeit von 1994 bis 1999 setzte er sich für eine friedliche Transformation des Landes ein (Quelle: flickr/ Geoff's Trains)

© Nelson Mandela war der erste schwarze Präsident Südafrikas. Während seiner Amtszeit von 1994 bis 1999 setzte er sich für eine friedliche Transformation des Landes ein. (Quelle: flickr/ Geoff’s Trains)

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Das Lügenmärchen vom “White Genocide”

Weiße Südafrikaner werden angeblich gezielt ermordet, beruflich benachteiligt und sozial verdrängt

(Autoren: Ghassan Abid, 2010sdafrika-Redaktion)

Mit der Terminologie „White Genocide“ fühlen sich nicht wenige Südafrikaner weißer Hautfarbe verbunden. Die aus Schwarzen bestehende Mehrheitsgesellschaft würde die weiße Minderheit in der Regenbogennation gezielt ermorden, beruflich benachteiligen und sozial verdrängen. In etlichen Foren, bei Stammtischrunden oder auf Veranstaltungen wird – entweder direkt oder indirekt – auf die scheinbare unterlegene Situation der Weißen hingewiesen. Auch die heute marschierte „Red October-Bewegung“ spricht von der gezielten Auslöschung der Buren. Unterstützt wird sie von mehreren Promis. Doch der nachgesagten Diskriminierung widersprechen die offiziellen Statistiken – und der logische Menschenverstand.

© Weiße Südafrikaner werden von der schwarzen Mehrheitsgesellschaft gezielt attackiert, so die Haupthese der “White Genocide”-Anhänger. Gezielte Ermordung, berufliche Benachteiligung und soziale Verdrängung der Weißen seien zu beobachten. Doch die Realität widerlegt diesen Vorwurf, der auf rassentheoretische Ansätze angelehnt ist. (Quelle: flickr/ Scott Chacon)

© Weiße Südafrikaner werden von der schwarzen Mehrheitsgesellschaft zielgerichtet attackiert, so die Haupthese der “White Genocide”-Anhänger. Gezielte Ermordung, berufliche Benachteiligung und soziale Verdrängung der Weißen seien zu beobachten. Doch die Realität widerlegt diesen Vorwurf, der auf rassentheoretische Ansätze angelehnt ist. (Quelle: flickr/ Scott Chacon)

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Kapstädter bei Terroranschlag in Nairobi getötet

Südafrikanischer Stiftungsmitarbeiter James Thomas stirbt durch Kopfschuss

(2010sdafrika-Redaktion)

Der Terroranschlag somalischer Schabab-Milizen in der kenianischen Haupstadt Nairobi hat ein südafrikanisches Opfer gefordert. Im Westgate-Einkaufszentrum ist der Stiftungsmitarbeiter James Thomas per Kopfschuss getötet worden, heißt es aus dem Freundeskreis auf Anfrage von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“. Der Tod des beliebten Gemeindevorstehers der St. Peter’s Anglican-Kirche im Kapstädter Außenbezirk Mowbray löst ein Entsetzen bei vielen Kapstädtern aus.

© Der aus Kapstadt stammende Stiftungsmitarbeiter James Thomas hielt sich aus beruflichen Gründen in Nairobi auf. Er wurde beim Terroranschlag durch somalische Schabab-Milizen im Westgate-Einkaufszentrum im kenianischen Nairobi per Kopfschuss getötet. Kapstadt ist geschockt. (Quelle: Privat)

© Der aus Kapstadt stammende Stiftungsmitarbeiter James Thomas hielt sich aus beruflichen Gründen in Nairobi auf. Er wurde beim Terroranschlag durch somalische Schabab-Milizen im Westgate-Einkaufszentrum im kenianischen Nairobi per Kopfschuss getötet. Kapstadt ist geschockt. (Quelle: Privat)

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„Versöhnung ist ein nie endender Prozess“

Im Interview mit Antjie Krog, Schriftstellerin und Journalistin

(Autor: Ghassan Abid)

© Antije Krog zählt zu den führenden Schriftstellern in Südafrika. Ihre literarischen Werke zur Aufarbeitung der Apartheid machten die in Kapstadt lebende Autorin international bekannt. Im Vorfeld ihres Auftritts auf dem "Internationalen Literaturfestival Berlin" stand Krog für ein Interview mit "SÜDAFRIKA - Land der Kontraste" zur Verfügung. (Quelle: Krzysztof Zielinski)

© Antije Krog zählt zu den führenden Schriftstellern in Südafrika. Ihre literarischen Werke zur Aufarbeitung der Apartheid machten die in Kapstadt lebende Autorin international bekannt. Im Vorfeld ihres Auftritts auf dem „Internationalen Literaturfestival Berlin“ stand Krog für ein Interview mit „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ zur Verfügung. (Quelle: Krzysztof Zielinski)

Deutsche Interview-Zusammenfassung:

Antjie Krog zählt zu den führenden Schriftstellern Südafrikas. Die in Kapstadt lebende Autorin ist international für ihre Analysen des Lebens in Südafrika bekannt. Sie beleuchtet nicht nur die Lebenswirklichkeit der weißen, sondern auch die der schwarzen Bevölkerung. In ihrem bislang populärsten Buch „Country of My Skull” befasste sie sich mit der Aufarbeitung der Apartheid im Rahmen der Wahrheits- und Versöhnungskommission. Sie hält fest, dass die Versöhnung ein nie endender Prozess ist.

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Pistorius-Mordprozess im März 2014

Oscar Pistorius bricht im Gerichtssaal in Tränen aus. Bei Verurteilung droht lebenslange Haft

(2010sdafrika-Redaktion)

Südafrikas bekanntester Sportler Oscar Pistorius musste sich heute in einem Gericht in Pretoria einfinden, um zu erfahren, dass im März 2014 das offizielle Strafverfahren (Hauptverfahren) gegen den „Blade Runner“ beginnen wird. Die Anklage lautet auf Mord. Dem Angeklagten droht bei einer Verurteilung die lebenslange Haft.

© Im März 2014 beginnt das Strafverfahren (Hauptverfahren) gegen den südafrikanischen Sportler Oscar Pistorius wegen Mordes an seiner Freundin Reeva Steenkamp. (Quelle: flickr/ Global Sports Forum)

© Im März 2014 beginnt das Strafverfahren (Hauptverfahren) gegen den südafrikanischen Sportler Oscar Pistorius wegen Mordes an seiner Freundin Reeva Steenkamp. (Quelle: flickr/ Global Sports Forum)

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Engagement gegen Rassismus

Von Neo-Nazis in Deutschland zu Rassisten in Südafrika. Ein Weckruf zum Handeln

(Ein Exklusiv-Gastbeitrag von Schauspieler Björn Harras)

Redaktionelles Vorwort: Deutsche Rechtsextreme und südafrikanische Rassisten unterhalten enge Beziehungen zueinander. Mehrere Recherchen unserer Redaktion verdeutlichten die intensiven bilateralen Beziehungen. Björn Harras möchte mit diesem Gastbeitrag auf die Gefahr von Rechts hinweisen.

    © Schauspieler Björn Harras verfasste für "SÜDAFRIKA - Land der Kontraste" einen Gastbeitrag zum Engagement gegen Rassismus und Rechtsextremismus. Hintergrund sind deutsch-südafrikanische Verbindungen des politischen Extremismus. Der Berliner ist mit seiner einstigen Rolle als "Patrick" in der RTL-Soap "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" national bekannt worden. Zurzeit widmet sich Harras dem Theaterschauspiel. (Quelle: Gerlind Klemens)

© Schauspieler Björn Harras verfasste für „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ einen Gastbeitrag zum Engagement gegen Rassismus und Rechtsextremismus. Hintergrund sind deutsch-südafrikanische Verbindungen des politischen Extremismus. Der Berliner ist mit seiner einstigen Rolle als „Patrick“ in der RTL-Soap „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ national bekannt worden. Zurzeit widmet sich Harras dem Theaterschauspiel. (Quelle: Gerlind Klemens)

Eigentlich sollte ich einen Artikel über den Zusammenhang von Neo-Nazis in Deutschland und Rassisten in Südafrika schreiben. Allerdings war mir bis zu dem Zeitpunkt, als ich diese Anfrage bekam, ein solcher Zusammenhang völlig unbekannt. Nach vielen Recherchen und einigen schockierenden Momenten wurde mir klar, dass dieses Thema so komplex ist, dass ich keinesfalls in der Lage bin etwas Fundiertes dazu zu schreiben.

Viel zu schockierend sind die Zusammenhänge zwischen südafrikanischen Rassisten und deutschen Rechtsextremisten. Die Rechtsextremen ziehen mordend und plündernd durchs Land. Der Rassismus tritt alltäglich auf. Nicht erst seit der Aufdeckung des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU). Deshalb habe ich beschlossen etwas über die prinzipiellen Probleme von Rassismus zu schreiben.

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Vergewaltigungsskandal in Südafrika

Mitarbeiterin beschuldigt Gewerkschaftsboss Zwelinzima Vavi eines sexuellen Übergriffs

(2010sdafrika-Redaktion)

Zwelinzima Vavi ist seit 1999 der mächtigste Gewerkschaftsfunktionär in Südafrika. Als Generalsekretär des Dachverbandes COSATU hat er sich wiederholt gegen die Regierung geäußert und die Arbeitnehmer zu Protesten mobilisiert. Sei es gegen die Einführung des Mautsystems für Pkw-Fahrer oder im Hinblick auf die Verurteilung der Gupta-Affäre. Dieser Antagonismus verschaffte dem 50-Jährigen viel öffentliches Gehör. Umso schockierender zeigt sich die Presse, dass der im südafrikanischen Hannover geborene Vavi nun der Vergewaltigung beschuldigt wird.

© Zwelinzima Vavi, Generalsekretär des Gewerkschaftsdachverbandes COSATU, ist der Vergewaltigung beschuldigt worden. Eine Mitarbeiterin wandte sich mit einem Brief an die Sunday Times. Vavi dementiert den Vorwurf. (Quelle: flickr/ Abayomi Azikiwe)

© Zwelinzima Vavi, Generalsekretär des Gewerkschaftsdachverbandes COSATU, ist der Vergewaltigung beschuldigt worden. Eine Mitarbeiterin wandte sich mit einem Brief an die Sunday Times. Vavi dementiert den Vorwurf. (Quelle: flickr/ Abayomi Azikiwe)

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