Schlagwort-Archive: Parlamentswahlen

Wahlkampf in Südafrika auf Hochtouren

Parlamentswahlen finden am 8. Mai statt. Regierungspartei ANC will Wählerschaft zurückgewinnen

(Autor: Ghassan Abid)

Südafrikas Staatspräsident Cyril Ramaphosa informierte im Rahmen seiner Rede zur Lage der Nation, dass die nächsten Parlamentswahlen am 8. Mai stattfinden werden. Die Wähler bestimmen an diesem Tag die Zusammensetzung des Unterhauses auf der Bundesebene, der National Assembly, und die Volksvertreter der neun Provinzversammlungen. Die Regierungspartei ANC wird zweifelsfrei erneut als Sieger hervorgehen. Fraglich ist lediglich, ob diese Stimmengewinne verzeichnen kann. Beim diesjährigen Wahlkampf geht es um die Glaubwürdigkeit der einstigen Mandela-Partei.

© Am 8. Mai 2019 finden zum nun sechsten Mal die nächsten Parlamentswahlen Südafrikas statt. Die Regierungspartei ANC unter der Führung von Staatspräsident Cyril Ramaphosa versucht, das verloren gegangene Vertrauen der Jugend zurückzugewinnen. (Quelle: flickr/ GovernmentZA)

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20 Jahre Demokratie in Südafrika

Freude und Ernüchterung am Freedom Day 2014: Eine Regenbogennation auf Abwegen?

(2010sdafrika-Redaktion)

Am heutigen Freedom Day feiert eine Nation das Ende der Apartheid und somit den Beginn von Freiheit und Demokratie in Südafrika. Vor genau zwanzig Jahren fanden die ersten freien Parlamentswahlen am Kap statt. Doch mittlerweile machen sich Freude und Ernüchterung breit. Die Republik im südlichen Afrika muss nun ohne ihre Ikone Nelson Mandela auskommen.

Ted Eytan

© Am heutigen Freedom Day zelebriert Südafrika zum zwanzigsten Mal die Demokratie und Freiheit am Kap. Allerdings waren noch nie so viele kritische Stimmen zu hören wie es gegenwärtig der Fall ist. Das Erbe Nelson Mandelas droht ins Leere zu laufen. (Quelle: flickr/ Ted Eytan)

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Aus Pretoria soll Tshwane werden

Afrikaaner protestieren gegen Namensänderungsplan des ANC. 160.000 Personen sind dagegen

(2010sdafrika-Redaktion)

In der Metropolengemeinde von Tshwane leben rund drei Millionen Menschen. Zwanzig Prozent der Bewohner sind weiße Bürger. Innerhalb dieser Metropolengemeinde liegt Pretoria, die gleichzeitig auch die Hauptstadt von Südafrika ist. Die meist gesprochene Sprache in Pretoria ist Afrikaans und rund 53 Prozent aller Stadtbewohner sind weiß – ein Rekordwert am Kap. Nun regt sich Protest gegen die geplante Namensänderung von Pretoria in Tshwane. Der ANC will in diesem Jahr noch den Bruch mit der Vergangenheit realisieren.

© Der Afrikanische Nationalkongress (ANC) erwägt in diesem Jahr noch, die Stadt Pretoria in Tshwane umzubenennen. Zu sehr sei der aktuelle Name mit der Apartheid belastet, so der Bürgermeister und ANC-Politiker Kgosientso Ramokgopa. Die Buren protestieren gegen dieses Vorhaben und drohen mit einer Klage.

© Der Afrikanische Nationalkongress (ANC) erwägt in diesem Jahr noch die Stadt Pretoria in Tshwane umzubenennen. Zu sehr sei der aktuelle Name mit der Apartheid belastet, so der Bürgermeister und ANC-Politiker Kgosientso Ramokgopa. Die Buren protestieren gegen dieses Vorhaben und drohen mit einer Klage.

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Südafrikas Metallgewerkschaft macht ernst

NUMSA fordert seine 330.000 Mitglieder auf, nicht den ANC zu wählen. Zuma solle zurücktreten

(Autor: Ghassan Abid)

NUMSA ist innerhalb des Gewerkschaftsdachverbands COSATU die größte Einzelgewerkschaft Südafrikas. Mit rund 330.000 Mitgliedern hat ihr Wort starkes Gewicht. Auf dem Sonderkongress Mitte Dezember 2013 in Boksburg wurde mit der Regierungspartei ANC zum ersten Mal abgerechnet. Die Gewerkschaftsführung forderte Präsident Jacob Zuma zum Rücktritt auf. Außerdem wurden die Mitglieder dazu aufgerufen, bei den diesjährigen Parlamentswahlen nicht den ANC zu wählen.

© Die Metallgewerkschaft NUMSA rechnet mit der Regierungspartei ANC ab. Die Mitglieder sollen bei den diesjährigen Parlamentswahlen nicht mehr den ANC wählen. Zudem solle Präsident Jacob Zuma zurücktreten. NUMSA fühlt sich betrogen. (Quelle: NUMSA)

© Die Metallgewerkschaft NUMSA rechnet mit der Regierungspartei ANC ab. Die Mitglieder sollen bei den diesjährigen Parlamentswahlen nicht mehr den ANC wählen. Zudem solle Präsident Jacob Zuma zurücktreten. NUMSA fühlt sich betrogen. (Quelle: NUMSA)

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Neujahrsansprache 2014 von Zuma und Merkel

Präsident Zuma und Kanzlerin Merkel danken ihren Völkern für bisheriges Engagement

(2010sdafrika-Redaktion)

Südafrikas Präsident Jacob Zuma und die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hielten jeweils ihre Neujahrsansprache für 2014. Beide bewerteten mit Optimismus die Vergangenheit und schauten mit Zuversicht in die Zukunft ihrer Völker. Nur die Geschehnisse in beiden Staaten unterscheiden sich voneinander.

© Südafrikas Präsident Jacob Zuma (ANC) und die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hielten jeweils ihre Neujahrsansprache für 2014. Während Zuma sehr stark auf die Ideale von Nelson Mandela eingegangen ist, beschäftigte sich Merkel mit dem Gemeinschaftsgefühl der Deutschen. (Quelle: Screenshots)

© Südafrikas Präsident Jacob Zuma (ANC) und die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hielten jeweils ihre Neujahrsansprache für 2014. Während Zuma auf die Ideale von Nelson Mandela eingegangen ist, beschäftigte sich Merkel mit dem Gemeinschaftsgefühl der Deutschen. (Quelle: Screenshots)

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Mandela-Beerdigung in Qunu

Südafrika tut sich mit dem Abschied Madibas schwer. Eine Nation sucht nach einer neuen Stütze – vergeblich

(2010sdafrika-Redaktion)

– MANDELA-Spezial –

Der Leichnam von Nelson Mandela ist nun in Qunu in der Ostkap-Provinz unter Ausschluss der Presse beigesetzt worden. Im Vorfeld bewegte eine Rede von Ahmed Kathrada, ein Weggefährter und enger Freund Mandelas, die Trauergäste aus dem In- und Ausland. „Ich habe einen Bruder verloren“, sagte Kathrada, der den Tränen nahe war. Morgen wird eine Statue vor den Union Buildings, dem Präsidialamt Südafrikas, zu Ehren Mandelas enthüllt. Somit endet dann die offizielle Trauerwoche. Doch das Land tut sich mit dem Abschied ihres Vorbilds noch sichtlich schwer. Die Gesellschaft sucht nach einer neuen Stütze, die sie in der aktuellen Regierung vergeblich sucht.

    © Nelson Mandela ist nun in Qunu beigesetzt worden. Morgen endet mit der Enthüllung der Mandela-Statue vor den Union Buildings die offizielle Staatstrauer. Südafrika tut sich noch schwer, diesen Verlust zu akzeptieren. Die Nation sucht vergeblich nach einer neuen Stütze. (flickr/ The Presidency of the Republic of South Africa)

© Nelson Mandela ist nun in Qunu beigesetzt worden. Morgen endet mit der Enthüllung der Mandela-Statue vor den Union Buildings die offizielle Staatstrauer. Südafrika tut sich noch schwer, diesen Verlust zu akzeptieren. Die Nation sucht vergeblich nach einer neuen Stütze. (flickr/ The Presidency of the Republic of South Africa)

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Der Bettler neben dem Ferrari

Im Interview mit Jan-Philippe Schlüter, Korrespondent des ARD-Studios in Johannesburg

(Autor: Ghassan Abid)

© Jan-Philippe Schlüter ist seit dem 1. Juni 2013 der neue Hörfunkkorrespondent des ARD-Studios Südliches Afrika in Johannesburg. Er tritt die Nachfolge seines Kollegen Claus Stäcker an.

© Jan-Philippe Schlüter ist seit dem 1. Juni 2013 der neue Hörfunkkorrespondent des ARD-Studios Südliches Afrika in Johannesburg. Er tritt die Nachfolge seines Kollegen Claus Stäcker an.

2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ Herrn Jan-Philippe Schlüter, Hörfunkkorrespondent des ARD-Studios Südliches Afrika in Johannesburg. Wann waren Sie das erste Mal und aus welchem Grund in Südafrika?

Antwort: Meine erste Afrikareise war Anfang 2009. Ein sehr guter Freund von mir hat in Franschhoek bei Kapstadt geheiratet. Ich habe die Reise genutzt, um mir außerdem Johannesburg und den Kruger Park anzuschauen. Das Land hat mich sofort begeistert und in den Folgejahren war ich mit meiner Frau jedes Jahr mindestens einmal in Afrika.

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