Schlagwort-Archive: Pick’n’Pay

Kap-Kolumne: Sieg einer Puppe

Gerichtserfolg für Bauchredner Conrad Koch und sein Alter Ego Chester Missing

(Autor: Detlev Reichel ist der Kap-Kolumnist des Südafrika-Portals. Als Missionskind, Sozialist und einstiger Westberliner Anti-Apartheids-Aktivist berichtet er aus und zu Südafrika.)

Südafrikas bekannteste und populärste Handpuppe wehrt sich erfolgreich vor Gericht gegen einen Maulkorberlass. Am vergangenen Donnerstag wies ein Gericht die Klage auf Unterlassung gegen Chester Missing zurück. Die Kosten des Verfahrens trägt der Kläger, der Sänger Steve Hofmeyr.

Dies ist kein Theaterstück.

Chester Missing

© Der Afrikaans-Sänger Steve Hofmeyr [rechts im Bild] klagte gegen die Handpuppe Chester Missing [links im Bild] auf Unterlassung. Der Bauchredner Conrad Koch habe ihn mit seiner Puppe als Rassist verunglimpft, so der Musiker. Doch das Gericht folgte der Ansicht Hofmeyrs nicht und wies dessen Klage zurück. (Quelle: Twitter/ Chester Missing)

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Kap-Kolumne: Koloniale Rückstände

Wenn Rückstände der Apartheid im neuen Südafrika fortbestehen – zu Lasten der Arbeiter

(Autor: Detlev Reichel ist der Kap-Kolumnist des Südafrika-Portals. Als Missionskind, Sozialist und einstiger Westberliner Anti-Apartheids-Aktivist berichtet er aus und zu Südafrika.)

Früh morgens auf dem Parkplatz vor dem Pick’n’Pay-Supermarkt in Thabazimbi: Hunderte Männer und Frauen warten und hoffen auf Arbeit. Malocher für die Melonenernte, zum Ausheben eines Grabens, zum Rasenmähen oder Heckenschneiden, für Handlangerdienste aller Art – Farmer, Bauunternehmer, private Hausbesitzer bedienen sich auf diesem Menschen-Markt. Alltag, auch im neuen Südafrika.

    © Die Beschäftigten mehrerer Wirtschaftszweige in Südafrika fordern mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen. Die Weingutarbeiter von De Doorns zum Beispiel fordern nicht nur 150 Rand pro Tag, sondern auch die Einführung der gesetzlichen 40-Stunden-Woche, die Abschaffung der Kinderarbeit unter 18 Jahre, bezahlten Mutterschaftsurlaub sowie einen Jahresurlaub von 21 Tagen. (Quelle: Swartland Wine Routes/ MediaClubSouthAfrica.com)

© Die Beschäftigten mehrerer Wirtschaftszweige in Südafrika fordern mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen. Die Weingutarbeiter von De Doorns zum Beispiel fordern nicht nur 150 Rand pro Tag, sondern auch die Einführung der gesetzlichen 40-Stunden-Woche, die Abschaffung der Kinderarbeit unter 18 Jahre, bezahlten Mutterschaftsurlaub sowie einen Jahresurlaub von 21 Tagen. (Quelle: Swartland Wine Routes/ MediaClubSouthAfrica.com)

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