Schlagwort-Archive: Politik der Apartheid

Kap-Kolumne: Der Arzt, der mit dem Tod tanzte

Wird „Dr. Death” seine ärztliche Approbation verlieren oder behalten?

(Autor: Detlev Reichel ist der Kap-Kolumnist des Südafrika-Portals. Als Missionskind, Sozialist und einstiger Westberliner Anti-Apartheids-Aktivist berichtet er aus und zu Südafrika.)

Am 18. Dezember 2013 spricht der „Health Professions Council of South Africa (HPCSA)“ [Anmerkung der Redaktion: Vergleichbar mit Ärztekammer] sein Urteil über die Fortdauer der ärztlichen Zulassung des Wouter Basson. Der Kardiologe besitzt eine lukrative private Herzklinik in Kapstadt und KwaZulu-Natal. Basson (Jahrgang 1950) ist eine der finstersten Figuren des Apartheidregimes.

© Wouter Basson ist studierter Kardiologe. Der Mediziner ist der ärztlichen Ethik und somit dem Wohlergehen des Menschen verpflichtet. Der internationale Grundsatz „Primum non nocere“ verbietet das Beifügen eines Schadens am Menschen. Doch der Südafrikaner ist für viel Leid von Apartheidopfern verantwortlich und bis heute noch nicht zur Rechenschaft gezogen worden. Am 18. Dezember 2013 entscheidet die Ärztekammer HPCSA über die Fortdauer des "Dr. Death" als zugelassenen Arzt.

© Wouter Basson ist studierter Kardiologe. Der Mediziner ist der ärztlichen Ethik und somit dem Wohlergehen des Menschen verpflichtet. Der internationale Grundsatz „Primum non nocere“ verbietet das Beifügen eines Schadens am Menschen. Doch der Südafrikaner ist für viel Leid von Apartheidopfern verantwortlich und bis heute noch nicht zur Rechenschaft gezogen worden. Am 18. Dezember 2013 entscheidet die Ärztekammer HPCSA über die Fortdauer des „Dr. Death“ als zugelassenen Arzt.

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Südafrika überdenkt Beziehungen zu Israel

Außenministerin Nkoana-Mashabane macht nach Iran-Meeting Palästina-Unabhängigkeit zur Staatsräson

(2010sdafrika-Redaktion)

Am 31. Oktober 2013 tagte in Pretoria zum elften Mal die südafrikanisch-iranische Kommission. Herzlich empfing Außenministerin Maite Nkoana-Mashabane ihren Amtskollegen Mohammad Javad Zarif. Pretoria dankte Teheran für die einstige Unterstützung beim Sturz der Apartheid. Gleichzeitig bekräftigte Nkoana-Mashabane dem Iran die regionale Bedeutung für den Nahen Osten zuzusprechen. Die Kritik richtet sich an den Westen im Hinblick auf das Recht auf ein ziviles Atomprogramm. Neu ist hingegen, dass Israel aufgrund der Besatzung der Palästinenser nun unter diplomatischem Beschuss aus Südafrika gerät.

© Südafrikanische Minister meiden Israel und die Beziehungen zum jüdischen Staat werden heruntergefahren, wird Außenministerin Maite Nkoana-Mashabane auf einem Gewerkschaftstreffen vom iranischen Auslandsrundfunk PressTV zitiert. Die Palästina-Besatzung wurde als Begründung herangezogen. (flickr/ IISD Reporting Services)

© Südafrikanische Minister meiden Israel und die Beziehungen zum jüdischen Staat werden heruntergefahren, wird Außenministerin Maite Nkoana-Mashabane auf einem Gewerkschaftstreffen vom iranischen Auslandsrundfunk PressTV zitiert. Die Palästina-Besatzung wurde als Begründung herangezogen. (flickr/ IISD Reporting Services)

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