Schlagwort-Archive: Polizei

Sicherheitsdesaster in Südafrika

Gangster rauben Militärbasis in Kapstadt aus. Sturmgewehre der Armee wurden entwendet

(Autor: Ghassan Abid)

Am Karfreitag ereignete sich auf der Militärbasis des 9. Infanterie-Bataillons in Khayelitsha bei Kapstadt ein äußerst erschreckender Vorgang, der bei Polizei und Militär gleichermaßen für ein großes Entsetzen sorgte. Demnach sollen Unbekannte mehrere Sturmgewehre der südafrikanischen Armee unter Waffengewalt erbeutet haben. Sicherheitsexperten zeigten sich schockiert und fordern eine umfassende Aufklärung, wie es zu solch einem Desaster kommen konnte. Die zuständigen Stellen schweigen zum Tathergang.

© Am Karfreitag wurde eine Militärbasis bei Kapstadt ausgeraubt. Mehrere R4-Sturmgewehre samt Munition [im Bild] der südafrikanischen Armee wurden entwendet. Sicherheitsexperten fordern eine rasche Aufklärung und warnen die Bevölkerung vor einem Missbrauch der Schusswaffen. (Quelle: flickr/ US Army Africa)

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Millionen-Entschädigung für Marikana-Opfer

Regierung zahlt nach tödlichem Polizeieinsatz gegen Bergarbeiter rund 75 Millionen Euro

(2010sdafrika-Redaktion)

Die Ereignisse um den blutig niedergeschlagenen Bergarbeiter-Streik durch die südafrikanische Polizei in Marikana vor gut viereinhalb Jahren ist noch nicht vergessen. Zu groß war der öffentliche Aufschrei über das „Marikana-Massaker“, welches nach Ansicht zahlreicher Medien den Kontrollverlust der Regierung Südafrikas über die eigene Polizei verdeutlicht haben soll. Nun entschloss sich der Staat rund 1,1 Milliarden Rand – umgerechnet 75 Millionen Euro – als Entschädigung an die Opfer zu zahlen. Das Polizeiministerium gestand sich erhebliche Fehler ein.

© Am 16. August 2012 wurden 34 Bergarbeiter durch die Polizei in Marikana erschossen. Die Regierung Südafrikas hat nun rund viereinhalb Jahre später eine Millionen-Entschädigung an die Opfer der Demonstranten in Aussicht gestellt. So ein Vorgang dürfe sich nicht wiederholen, hieß es. (Quelle: flickr/ Daniel Arauz)

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Vorwurf des „Racial Profilings“ vom Tisch

Untersuchungen zur Bundespolizei-Kontrolle von Namibias Polizeichef Sebastian Ndeitunga abgeschlossen

(2010sdafrika-Redaktion)

Der Fall um die Polizeikontrolle des namibianischen Polizeichefs und gleichzeitigen INTERPOL-Vizepräsidenten Sebastian Ndeitunga am Flughafen Frankfurt/ Main vom 02.10.2016 hat hohe Wellen im politischen Berlin geschlagen. Denn der Namibianer fühlte sich von der Bundespolizei rassistisch behandelt. Der Vorwurf des „Racial Profilings“ stand im Raum. Nun sind die internen Untersuchungen abgeschlossen. Ein Fehlverhalten konnte nicht festgestellt werden, teilt das Auswärtige Amt auf eine Anfrage der Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ mit.

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© Die internen Untersuchungen zum Rassismus-Vorwurf des namibianischen Polizeichefs gegen die Bundepolizei am Flughafen Frankfurt/ Main sind abgeschlossen. Demnach konnte kein Fehlverhalten bei der Passkontrolle festgestellt werden, teilt das Auswärtige Amt auf Anfrage mit. (Quelle: flickr/ Metropolico)

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Bundespolizei gerät unter Druck

Exklusiv: Auswärtiges Amt schaltet sich nach Rassismusvorwurf von Namibias Polizeichef Ndeitunga ein

(Autoren: 2010sdafrika-Redaktion, Susanne Zeckler, Ghassan Abid)

Der Zwischenfall um den namibianischen Polizeichef Sebastian Ndeitunga am Flughafen Frankfurt am Main vom 2. Oktober 2016 zieht immer weitere Kreise. Nachdem zunehmend mehr Medien aus dem In- und Ausland über die von Ndeitunga angeprangerte Diskriminierung durch Bundespolizisten berichten, hat sich nach Informationen der Redaktion von “SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ nun auch das Auswärtige Amt eingeschaltet. Ferner ist aus Windhuk wiederholt die Forderung nach einer Entschuldigung zu hören.

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© Das Auswärtige Amt hat sich nach Informationen der Redaktion von “SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ nach dem Rassismusvorwurf von Namibias Polizeichef Sebastian Ndeitunga gegen die Bundespolizei eingeschaltet. Man erwarte eine Stellungnahme der Innenbehörden, heißt es vom Werderschen Markt. (Quelle: flickr/ IESM)

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Gewalttätige Studentenproteste in Südafrika

Studiengebühren sollen 2017 steigen: Tränengas und Rauchgranaten statt Vorlesungen und Lehrbücher

(2010sdafrika-Redaktion)

Seit Wochen tobt an den Universitäten Südafrikas ein erbitterter Kampf der Studierendenschaft gegen die geplante Verteuerung der universitären Bildung. Der Protest an der Witwatersrand-Universität in Johannesburg oder an der Universität Kapstadt reißt bisweilen nicht ab. Ganz im Gegenteil – Tränengas und Rauchgranaten sowie gewalttätige Übergriffe bestimmen den Alltag auf dem Campus. Die Regierung wirkt machtlos und versucht, mit dem Einsatz zahlreicher Polizeikräfte landesweit für Ruhe zu sorgen.

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© Der seit mehreren Wochen andauernde Protest der Studierendenschaft an Südafrikas Universitäten ist in puren Vandalismus umgeschlagen. Die Polizei geht mit aller Härte gegen die Unruhen vor. Die Studenten wollen eine Erhöhung der Studiengebühren um mindestens 8 Prozent im Jahr 2017 verhindern. (Quelle: Wits SRC)

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Eklat am Flughafen Frankfurt am Main

Namibias Polizeichef Sebastian Ndeitunga fühlt sich von der Bundespolizei diskriminiert

(Autorin: Susanne Zeckler)

Die Empörung im politischen Windhuk ist groß, nachdem Namibias Polizeichef – der General-Leutnant Sebastian Ndeitunga – nach eigenen Angaben das Gefühl der Diskriminierung am Flughafen Frankfurt am Main erleben musste. Demnach sollen Bundespolizisten den einflussreichen Namibianer nur aufgrund seiner schwarzen Hautfarbe kontrolliert haben. Dieser fordert nun eine Entschuldigung. Vor rund drei Jahren musste auch Südafrikas damalige Innenministerin Naledi Pandor ähnliche Erfahrungen machen – ebenfalls am Flughafen Frankfurt am Main.

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© Seit den 90er Jahren haftet am Flughafen Frankfurt (Main) der Ruf, wonach schwarze Flugpassagiere überproportional oft von den dortigen Bundespolizisten kontrolliert werden – darunter auch hochrangige Persönlichkeiten. Zuerst traf es 2013 die damalige südafrikanische Innenministerin Naledi Pandor und nun Namibias Polizeichef Sebastian Ndeitunga. Windhuk fordert eine Entschuldigung. (Quelle: Namibian Police Force)

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Die unterschätzte Gefahr

Wie Südafrikas Regierung den islamistischen Terrorismus am Kap seit Jahren verharmlost

(2010sdafrika-Redaktion)

Als zum Auftakt der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 die US-Regierung vor einer erhöhten Anschlagsgefahr gegen die eigenen Bürger in Südafrika warnte, reagierte die Regierung in Pretoria reflexartig empört. Der damalige Polizeiminister Nathi Mthethwa dementierte entsprechende „Fehlmeldungen“ aus Washington. Alles sei in Ordnung, hieß es. Zehn Jahre später wiederholt sich das Ereignis, obwohl die Terrorgefährdung durch gewaltbereite Islamisten seither enorm zugenommen hat. Bisweilen verharmlost die südafrikanische Politik die Gefahr durch den islamistischen Terrorismus.

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© Im Juli 2016 wurden im Rahmen einer Anti-Terror-Razzia in Johannesburg insgesamt vier Terrorverdächtige festgenommen, die mehrere Anschläge gegen US-Einrichtungen und Amerikaner am Kap geplant haben sollen. Die Brüder Brandon-Lee Thulsie und Tony-Lee Thulsie [im Bild] sollen sich der ISIS-Miliz angeschlossen haben. (Quelle: Facebook)

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