Schlagwort-Archive: Premierminister

Südafrika übt scharfe Kritik an Australien

Canberra debattiert über tausende Flüchtlingsvisa für weiße Farmer und verschärft Kap-Reisehinweise

(2010sdafrika-Redaktion)

Die diplomatischen Beziehungen zwischen Pretoria und Canberra unterliegen einer starken Belastung, nachdem Australien unmittelbar nach der geplanten Umverteilung von Landbesitz das Verhältnis zu Südafrika neu bewertet hat. Denn die ANC-Regierung erwägt die entschädigungsfreie Enteignung von Farmern, also die Umverteilung von Agrarflächen weißer Grundbesitzer zugunsten der schwarzen Bevölkerung. Australien hingegen bezieht Stellung für die Weißen und erzürnt somit die Verantwortlichen in Südafrika.

© Australiens Innenminister Peter Dutton zählt den zu größten Kritikern weltweit, wenn es um die geplante Landreform in Südafrika geht. Er plädiert dafür, dass die weißen Farmer Südafrikas aus humanitären Gründen den Schutz eines „zivilisierten Landes“ erhalten sollten. Ferner wurden die Reisehinweise verschärft. (Quelle: Facebook/ Peter Dutton)

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Sexwale for President?

Ex-Anti-Apartheidsaktivist und Multimillionär aus Südafrika möchte neuer FIFA-Präsident werden

(Autor: Johannes Woywodt)

Es wäre ein Novum in der Geschichte des internationalen Weltfußballverbands FIFA, wenn der Südafrikaner Tokyo Sexwale bei der anstehenden Präsidentenwahl am 26. Februar 2016 in das Amt des höchsten Funktionärs gewählt werden und somit den Schweizer Sepp Blatter ablösen würde. Ein Afrikaner als FIFA-Präsident – für den Tausendsassa Sexwale wäre der Wahlsieg ein persönlicher Karrieresprung.

 Hyundai South Africa

© Tokyo Sexwale, Ex-Premierminister der südafrikanischen Provinz Gauteng [im Bild links], möchte am 26. Februar 2016 neuer FIFA-Präsident werden. Allerdings fehlt dem Anti-Apartheidsaktivisten und gleichzeitigem Multimillionär die Unterstützung seitens des afrikanischen Kontinentalverbands CAF. (Quelle: flickr/ Hyundai South Africa)

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Wechsel an Botschaft Südafrikas in Berlin

Eher Politiker als Diplomat: Amtszeit von 70-jährigem Makhenkesi A. Stofile endet im Dezember 2015

(Autor: Ghassan Abid)

Makhenkesi A. Stofile ist bereits seit dem Jahr 2011 als Botschafter Südafrikas in Deutschland im Einsatz. Der ehemalige Premierminister der Ostkap-Provinz und spätere Sportminister gilt als eine engagierte, aufrichtige und direkte Person, die Missstände offen anspricht, auch wenn er somit für Verstimmung sorgen könnte. Kurz vor seinem 71. Geburtstag ist nun bekannt geworden, dass Stofile vom Außenministerium zurückgeholt wird.

South African Embassy

© Südafrikas amtierender Botschafter in Deutschland, der Theologe Makhenkesi A. Stofile [links im Bild], wird im Dezember 2015 ans Kap zurückkehren. In seiner rund 5-jährigen Amtszeit hat Stofile viel geleistet. Ghassan Abid, Chefredakteur von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ [rechts im Bild], erlebte eine interessante Persönlichkeit der klaren Worte. (Quelle: South African Embassy)

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Regierungschef Lesothos flüchtet nach Südafrika

Pretoria erwägt Einsatz seiner Armee in Maseru, sofern es tatsächlich zum Militärputsch gekommen ist

(2010sdafrika-Redaktion)

Die parlamentarische Monarchie Lesotho mit ihren 1,8 Millionen Einwohnern zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. Deshalb arbeiten und leben weitere 3,3 Millionen Basotho, das Volk des Bergstaates, in Südafrika. Die soziale Unzufriedenheit im Königreich ist groß. Nun musste Premierminister Motsoahae Thomas „Tom“ Thabane infolge eines angeblichen Militärputsches nach Südafrika flüchten. Jedoch dementiert sein Vize einen Machtwechsel.

GovernmentZA

© Lesothos Regierungschef, der Premierminister Motsoahae Thomas „Tom“ Thabane [im Bild links], ist infolge eines angeblichen Militärputsches nach Südafrika geflüchtet. Das Außenministerium in Pretoria behält sich einen Einmarsch im Nachbarland vor, sollte es tatsächlich zu einer militärischen Machtübernahme gekommen sein. (Quelle: flickr/ GovernmentZA)

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Südafrika verurteilt Israels Offensive in Gaza

Israelische Gewalt gegen wehrlose Zivilisten erinnert an „Gräueltaten von Nazi-Deutschland“

(2010sdafrika-Redaktion)

Als drei junge Israelis entführt und später tot aufgefunden wurden, zeigte die südafrikanische Regierung Verständnis für den jüdischen Staat. Doch nachdem Premierminister Benjamin Netanjahu sich für eine Offensive in Gaza entschlossen hatte, ist die Stimmung am Kap gänzlich gekippt. Innerhalb der Regierungspartei ANC und des Außenministeriums wird die Kritik am Gewaltverhalten Israels immer lauter. Die palästinensischen Zivilisten müssen beschützt werden, so die Forderung aus Pretoria.

Jessie Duarte

© Jessie Duarte, die stellvertretende Generalsekretärin der ANC-Regierungspartei, verglich die Offensive Israels in Gaza mit den „Gräueltaten von Nazi-Deutschland“. Auch das Außenministerium in Pretoria wird mit der Kritik am jüdischen Staat zunehmend lauter. (Quelle: flickr/ GovernmentZA)

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„Ich habe Mazibuko erschaffen“

Demokratischer Allianz droht ernster Imageverlust. Helen Zille wirft der Presse gezielte Fehlinformation vor

(2010sdafrika-Redaktion)

Journalisten sind immer wieder den Vorwürfen ausgesetzt, sie hätten ihre Arbeit nicht sauber gemacht, falsch recherchiert oder Tatsachen verzerrt dargestellt. Insbesondere Politiker pflegen in vielen Fällen ein angespanntes Verhältnis zur Presse. Jan-Jan Joubert – eigentlich ein Redakteur der Afrikaaner-Zeitung Beeld – verfasste für die Sunday Times einen Artikel, der die DA-Vorsitzende Helen Zille in Bedrängnis bringt. Das gute Wahlergebnis ist in Vergessenheit geraten. Stattdessen droht der DA ein ernster Imageverlust.

GovernmentZA

© Der Rückzug der DA-Fraktionschefin Lindiwe Mazibuko [im Bild] droht sich zu einem ernsten Imageverlust für Helen Zille zu entwickeln. Die DA-Vorsitzende soll laut der Sunday Times in einer internen Parteisitzung das schwarze Aushängeschild der weißen Oppositionspartei massiv diffamiert haben. Zille weist die Vorwürfe von sich. Vielmehr verfolge die Presse eine gezielte Verbreitung von Fehlinformationen, so die Premierministerin des Westkaps. (Quelle: flickr/ GovernmentZA)

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Lindiwe Mazibuko wirft das Handtuch

DA-Fraktionschefin zieht sich wegen großen Differenzen zu Südafrikas Gleichstellungspolitik zurück

(Autor: Ghassan Abid)

Am gestrigen Sonntag verkündete die bisherige Fraktionschefin der Demokratischen Allianz, Lindiwe Mazibuko, dass sie ihr Parlamentsmandat niederlegt und sich stattdessen für ein Studium an die Harvard Universität in den USA begibt. Jedoch ist aus gut informierten Kreisen der Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ bekannt, dass sich Mazibuko aus Frust zurückzieht. Streitthema ist die Position der DA zur bisherigen Gleichstellungspolitik. Mit Helen Zille soll sie sich im Streit befinden.

The Democratic Alliance

© Lindiwe Mazibuko [im Bild ganz rechts] hat bekannt gegeben, sich aus der Politik zurückzuziehen. Das schwarze Aushängeschild der weißen Oppositionspartei DA will sich weiterentwickeln. Doch laut internen Quellen gilt Mazibuko als frustriert. Sie soll zudem im Streit mit Helen Zille sein. (Quelle: flickr/ The Democratic Alliance)

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