Schlagwort-Archive: Pretoria

Scientology baut Präsenz in Südafrika aus

Umstrittene US-Sekte eröffnet vor 1.500 Gästen weitere Kirche im Norden Johannesburgs

(2010sdafrika-Redaktion)

Die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ beobachtet seit dem Jahr 2013 die Aktivitäten der Scientology-Kirche in Südafrika, welche von den deutschen Sicherheitsbehörden als verfassungsfeindliche Organisation eingestuft wird. Kurz vor Weihnachten im vergangenen Jahr, am 23. Dezember, eröffneten die Scientologen auf einer Fläche von 70.000 Square-Foot (ca. 6.500 Quadratmeter) eine weitere Niederlassung in Johannesburg North. Rund 1.500 Gäste sollen die Neueröffnung zelebriert haben. Während in Deutschland der Einfluss abnimmt, schreitet die Expansion in Südafrika kontinuierlich voran.

© Die Scientology-Organisation eröffnete am 23. Dezember 2017 ihre nun neunte Niederlassung in Südafrika. Mehr als 1.500 Besucher sollen nach Angaben der US-Sekte in den Norden Johannesburg erschienen sein. Nach wie vor wird Scientology am Kap nicht als Gefahr wahrgenommen. (Quelle: Scientology South Africa)

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Heuchelei auf dem 54. ANC-Bundesparteitag

Zuma fordert Bekämpfung der Korruption in Südafrikas Wirtschaft und nennt Staat als Vorbild

(2010sdafrika-Redaktion)

Südafrikas Staatspräsident Jacob Zuma hat am gestrigen Tag auf dem 54. ANC-Bundesparteitag gegenüber den Delegierten am Tagungsort Nasrec im Süden Johannesburgs in seiner Eröffnungsrede erklärt, dass die Korruption im privaten Wirtschaftssektor mit derselben Härte verurteilt und verfolgt werden solle, wie es bereits im öffentlichen Dienst der Fall sei. Mit ungewöhnlich scharfen Worten hat er die Unternehmen im südlichen Afrika unter Beschuss genommen. Doch bei genau dieser politischen Forderung zeigt sich, dass Zuma ein Heuchler ist, der den von ihm verursachten Missstand im Präsidialamt schlichtweg ignoriert und die Schuld den Konzernen zuschiebt.

© Staatspräsident Jacob Zuma hat auf dem 54. ANC-Bundesparteitag in ungewöhnlich scharfen Worten die Wirtschaft für Korruption und Einflussnahme kritisiert. Dabei ignoriert der gleichzeitige ANC-Vorsitzende, dass er selbst diesen Missstand begünstigt hat. (Quelle: flickr/ The Presidency of the Republic of South Africa)

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Kap-Kolumne: Quo vadis ANC?

Die 54. Nationale Konferenz des African National Congress: Zwischen Patronage und Rivalität

(Autor: Detlev Reichel, Kap-Kolumnist des Südafrika-Portals)

Am Wochenende beginnt die 54. Nationale Konferenz (Parteitag) des African National Congress (ANC) in Südafrika. In den NASREC-Messehallen bei Soweto werden über 4.700 Delegierte die neue Führung der Organisation wählen. Erstmalig in der 105-jährigen Geschichte des ANC stellen sich sieben Kandidatinnen und Kandidaten für das ANC-Präsidentenamt zur Wahl.

© Wer tritt die Nachfolge von Jacob Zuma als Staatspräsidenten Südafrikas an – Nkosazana Dlamini-Zuma [im Bild zweite Person von links]. Cyril Ramaphosa [rechts außen] oder ein anderer Kandidat? 4.700 Delegierte werden hierfür in Soweto zusammenkommen. (Quelle: flickr/ GovermentZA)

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Entdecken und Einkaufen

INDLU AFRICA steht für zeitgenössisches Design aus dem Süden Afrikas

(Ein Gastbeitrag von Simone Thörner)

Moderne und afrikanische Tradition verschmelzen miteinander sowie die unterschiedlichsten Materialien. Alle Produkte eignen sich für den täglichen Gebrauch und wurden von mir liebevoll ausgesucht. Mir ist es wichtig, dass sie in Handarbeit unter fairen Bedingungen hergestellt werden. Es gibt keine Massenware und Alles ist „Made in Africa“. Durch unsere zahlreichen Reisen in den Süden Afrikas kenne ich viele Hersteller und Designer persönlich.

© INDLU AFRICA steht für zeitgenössisches Design aus dem Süden Afrikas. Über den Online-Shop von INDLU AFRICA sind hochwertige, innovative und einzigartige Produkte u.a. aus Südafrika zu erwerben. (Quelle: INDU AFRICA)

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Neuer deutscher Botschafter in Südafrika

Auswärtiges Amt schickt Pressesprecher Martin Schäfer erneut nach Pretoria

(Autor: Ghassan Abid)

Martin Schäfer ist der neue deutsche Botschafter in Südafrika, auch wenn dieser auf der Webseite des Auswärtigen Amts noch als Pressesprecher benannt wird. Denn der 1967 in Bremen geborene Jurist ist nach Informationen der Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ bereits in Pretoria eingetroffen, um ab sofort als höchster Repräsentant die Interessen der Bundesrepublik Deutschland in Südafrika, Lesotho und Swasiland zu vertreten. Er folgt somit Walter Lindner, der im Februar 2017 zum Staatssekretär im Auswärtigen Amt befördert wurde.

© Martin Schäfer ist der neue Botschafter Deutschlands in Südafrika. Der Jurist war von 2011 bis 2017 als stellvertretender und erster Pressesprecher des Auswärtigen Amts tätig. Er unterstand drei verschiedenen Ministern. (Quelle: YouTube/ Screenshot „Tilo Jung“)

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30.000 Visa-Anträge pro Jahr aus Südafrika

Deutsche Auslandsvertretungen in Pretoria und Kapstadt erreichen Auslastung bei Visa-Bearbeitung

(2010sdafrika-Redaktion)

Die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ ist darüber informiert worden, dass die Kapazitätsauslastung an den Visa-Stellen der deutschen Auslandsvertretungen in Südafrika mittlerweile erreicht sei. Mit dem bisherigen Personal an der Deutschen Botschaft Pretoria und am Generalkonsulat Kapstadt könne man die Anträge nicht zügig bearbeiten, heißt es. Tatsächlich hatte die Deutsche Botschaft vor Ort via Facebook das hohe Arbeitspensum bereits öffentlich bestätigt, jedoch den entsprechenden Eintrag wieder gelöscht.

© Nach Angaben des Auswärtigen Amtes werden jedes Jahr rund 30.000 Visa von den deutschen Visa-Stellen in Südafrika erteilt. Informellen Quellen zufolge haben die Visa-Stellen in Kapstadt und Pretoria ihre Auslastung bereits erreicht. Tatsächlich verzögert sich die Bearbeitung der Visa-Anträge. (Quelle: photothek/ Auswärtiges Amt)

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Leipziger-Flughafen für Südafrika-Logistik nutzen

Im Interview mit Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig über seinen Arbeitsbesuch am Kap

(Autor: Ghassan Abid)

Martin Dulig, Wirtschaftsminister und stellvertretender Ministerpräsident des Freistaates Sachsen, hielt sich im April 2017 zu einem Arbeitsbesuch in Südafrika auf. Begleitet wurde er von einer 26-köpfigen Delegation aus Politik- und Unternehmensvertretern. Dulig führte Gespräche in Johannesburg, Pretoria und Durban. Die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ sprach mit dem SPD-Politiker über die Ergebnisse seiner Reise. (©Foto: SMWA/Götz Schleser)

2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ den Wirtschaftsminister des Freistaates Sachsen, Herrn Martin Dulig. Sie hielten sich im April 2017 für rund 8 Tage in Mosambik und Südafrika auf. Welche Eindrücke haben Sie mitgenommen?

Antwort: Afrika ist ein aufregender Kontinent. Wobei wir uns ja nur einen ganz kleinen Ausschnitt ansehen konnten. Es ist ein Kontinent voller Widersprüche – mit großem Potential und Chancen, aber auch mit vielen Herausforderungen. Südafrika ist ein Land, welches politisch stabil und wirtschaftlich erfolgreich ist. Damit ist es für viele sächsische Unternehmen eine gute Ausgangsbasis für weitere Engagements auf dem afrikanischen Kontinent. In Mosambik stellte sich die Situation anders dar: Das Land hat für die Zukunft viele Chancen und Perspektiven. Aber politisch und finanziell ist es für viele Firmen derzeit nicht berechenbar. Dennoch lag mir die Reise nach Mosambik sehr am Herzen, da wir dort bereits über ein bestehendes Netzwerk verfügen, das es zu pflegen gilt. Aus DDR-Zeiten gibt es sehr enge Verbindungen, gerade im Bergbaubereich, da viele Mosambikaner im heutigen Freistaat studierten oder arbeiteten und die Kontakte bis heute bestehen.

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