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Oxfam kritisiert deutsche Supermarktketten

Studie: Südafrikanische Weinanbau-Arbeiterinnen werden strukturell ausgebeutet und diskriminiert

(2010sdafrika-Redaktion)

Die am 10. Oktober 2017 veröffentlichte Oxfam-Studie in Zusammenarbeit mit der südafrikanischen Frauenorganisation „Women on Farms Project“ (WFP) hat es in sich. In dem 24-seitigen Dokument werden die Marktmacht deutscher Supermarktketten und die Arbeitsbedingungen von Frauen auf Traubenfarmen in Südafrika untersucht. Von März 2016 bis Februar 2017 wurden hierzu insgesamt 343 Landarbeiterinnen befragt. Die entsprechenden Ergebnisse sind schockierend. Denn es ist die Rede von Ausbeutung und Diskriminierung.

© Im Oktober 2017 veröffentlichte die NGO Oxfam in Kooperation mit WFP eine Studie über die Ausbeutung von südafrikanischen Farmarbeiterinnen durch die lokalen Weinproduzenten. Deutsche Lebensmittelriesen würden durch ihre Preispolitik eine Mitschuld an diesen Missständen tragen. (Quelle: flickr/ Jack Wickes)

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Afro-kubanisches Temperament in Berlin

Kubanische Tanzsensation „Ballet Revolución“ sorgt im Admiralspalast für feurige Stimmung

(Autor: Ghassan Abid)

Es ist nicht lange her, dass die in Mannheim ansässige Eventagentur „BB Promotion“ mit der Kuba-Tanzshow „Soy de Cuba“ ein gewaltiger Entertainment-Coup gelungen ist. Das deutsche Publikum zeigte sich begeistert und kriegte dem eigenen Anschein nach nicht genug von den Rhythmen Kubas wie dem Mambo, Salsa und Reggaeton. Nur wenige Monate später bietet die Agentur mit „Ballet Revolución“ zum erneuten Mal ein lateinamerikanisches Tanzspektakel an, das sich von „Soy de Cuba“ in mehrfacher Hinsicht unterscheidet.

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© Die Kuba-Tanzsensation „Ballet Revolución“ ist zurzeit in Berlin und im Anschluss in weiteren Städten in Deutschland und in Österreich zu sehen. Die Darbietung von klassischem Ballet, zeitgenössischem Ausdruckstanz und frechen Hip-Hop-Elementen begeistert das Publikum. (Quelle: Nilz Böhme)

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Berlinale-Doku „Coming of Age“

Vier Jugendliche aus dem Königreich Lesotho und ihre Lebensträume zwischen Tradition und Moderne

(Autoren: Serge Aka, Ghassan Abid)

„Coming of Age“ bezeichnet in der Entwicklungspsychologie das Heranwachsen eines Menschen, genauer gesagt den Übergang vom Kind zum Erwachsenen. In der gleichnamigen Doku unter der Regie von Teboho Edkins, die unter der Sektion Generation auf der Berlinale 2015 lief, sind vier Jugendliche aus Lesotho zu sehen. Der selbst im Königreich aufgewachsene Edkins begab sich ins Dorf Ha Sekake, um zwei Jahre lang die Teenager zu begleiten. Entstanden ist eine beeindruckende und 63 Minuten lange Dokumentation, die das Leben von ganz gewöhnlichen Jugendlichen aus dem südlichen Afrika und deren Träume beleuchtet. Das Publikum zeigte sich begeistert.

Coming of Age

© Der Regisseur Teboho Edkins begleitete zwei Jahre lang vier junge Menschen in Lesotho beim Erwachsenwerden. Entstanden ist eine beeindruckende und 63 Minuten lange Dokumentation, die der deutschen Öffentlichkeit einen Einblick in eine fremde Kultur gewährt. „Coming of Age“ fand große Aufmerksamkeit beim Publikum der Berlinale 2015. (Quelle: Screenshot/ Coming of Age)

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„Berlin und Johannesburg sind meine Heimat“

Im Interview mit Sängerin Cherilyn MacNeil der südafrikanischen Indie-Pop-Band „Dear Reader“

(Autoren: Serge Aka, Bartosz Marek, Ranem, Ghassan Abid)

Cherilyn MacNeil ist mit Abstand die erfolgreichste südafrikanische Sängerin in Deutschland der jüngeren Zeit. In vielen TV-, Radio- und Internetbeiträgen war entweder sie oder ihre Musik zu hören. Als Leadsängerin der südafrikanischen Indie-Pop-Band „Dear Reader“ schaffte sie es, die Herzen vieler Deutscher für sich zu erobern. Die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ traf die Frau aus dem Hause einer Musikerfamilie zum Interview, die Johannesburg und Berlin gleichermaßen als ihre Heimat empfindet.

© Cherilyn MacNeil ist Leadsängerin der südafrikanischen Indie-Pop-Band "Dear Reader". Seit drei Jahren lebt die gebürtige Johannesburgerin in Berlin. Im Interview mit "SÜDAFRIKA - Land der Kontraste" geht die Sängerin auf die Entwicklungen in ihrer Heimat, auf ihre Musik und auf ihr neues Leben in Deutschland ein.

© Cherilyn MacNeil ist Leadsängerin der südafrikanischen Indie-Pop-Band „Dear Reader“. Seit drei Jahren lebt die gebürtige Johannesburgerin in Berlin. Im Interview mit „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ geht die Sängerin auf die Entwicklungen in ihrer Heimat, auf ihre Musik und auf ihr neues Leben in Deutschland ein.

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Kanada-Filmfestival TIFF

Südafrikanischer Action-Thriller „iNUMBER NUMBER“ in Toronto als Favorit gehandelt

(2010sdafrika-Redaktion)

Am 5. September 2013 beginnt das renommierte „Toronto International Film Festival (TIFF)„, welches in der internationalen Filmbranche zu den wichtigsten Branchenveranstaltungen gezählt wird. Regisseure, Produzenten und Schauspieler aus aller Welt schauen mit großem Interesse nach Toronto, um die weltweite künstlerische Arbeit zu begutachten. TIFF-Auszeichnungen werden von nordamerikanischen Journalisten gerne mit denen des Festivals von Cannes gleichgestellt. Die südafrikanische Produktion „iNUMBER NUMBER“ wird bereits als Favorit gehandelt.

© Auf dem Toronto International Film Festival (TIFF) wird der südafrikanische Action-Thriller „iNUMBER NUMBER“ unter der Regie des Johannesburgers Donovan Marsh erstmals dem Publikum vorgeführt. Dieser Spielfilm zählt zu den Favoriten auf dem wichtigsten Filmfestival Kanadas.

© Auf dem Toronto International Film Festival (TIFF) wird der südafrikanische Action-Thriller „iNUMBER NUMBER“ unter der Regie des Johannesburgers Donovan Marsh erstmals dem Publikum vorgeführt. Dieser Spielfilm zählt zu den Favoriten auf dem wichtigsten Filmfestival Kanadas.

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Kap-Kolumne: Weltkapitale des Vogelstrauß

Am Krankenbett: Seuche und Kommerz bedrohen die Existenz des südafrikanischen Lifestyle-Tieres

(Autor: Detlev Reichel ist der Kap-Kolumnist des Südafrika-Portals. Als Missionskind, Sozialist und einstiger Westberliner Anti-Apartheids-Aktivist berichtet er aus und zu Südafrika.)

Der Vogelstrauß dürfte eines der außergewöhnlichsten Exemplare der Tierwelt sein. Er ist ein Vogel, der nicht fliegen kann, aber eine Geschwindigkeit von bis zu 70 km/h zu Lande hinlegt. Der größte lebende Vogel unseres Planeten hat schöne große runde Augen und einen Fußtritt, der einen Löwen töten kann. Bei über hundert Kilogramm Lebendgewicht und bis zu 2,4 Meter Größe kein Wunder. Und weil sie ein Vogel ist, legt Frau Strauß natürlich Eier. Deren dicke Schale ist für die daraus schlüpfenden Küken der erste beinharte Überlebenstest ihres Vogeldaseins. Diese Geburtsarbeit spricht nicht nur für die Stärke des Straußenschnabels, sondern zeigt auch den zähen Lebenswillen dieses Federviehs.

© Der Strauß in Südafrika ist längst zu einem beliebten Lifyestyle-Produkt geworden: Schuhe, Jacken, Koffer oder die Ostrich-Mahlzeit - alle basieren auf Substanzen des größten lebenden Vogels der Erde. Doch seine Existenz ist bedroht. (Quelle: flickr/ amorimur)

© Der Strauß in Südafrika ist längst zu einem beliebten Lifyestyle-Produkt geworden: Schuhe, Jacken, Koffer oder die Ostrich-Mahlzeit – alle basieren auf Substanzen des größten lebenden Vogels der Erde. Doch seine Existenz ist bedroht. (Quelle: flickr/ amorimur)

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Oscar-Nominierung für südafrikanischen Kurzfilm

In der Kategorie „Bester Kurzfilm“ ist die Westkap-Produktion „ASAD“ nominiert worden

(2010sdafrika-Redaktion)

Genau 17 Minuten und 20 Sekunden lang thematisiert der Kurzfilm „ASAD“ die Geschehnisse des verarmten und vom Bürgerkrieg gebeutelten Somalia. Im Mittelpunkt des Films steht ein somalischer Junge, der vor einer wichtigen Entscheidung steht: Entweder Fischer oder Pirat werden. Nun  hat die Oscar-Jury sich dafür entschieden, diesen in der Kategorie „Bester Kurzfilm“ zu nominieren.

© Der südafrikanische Kurzfilm "ASAD", der am Westkap gedreht wurde, ist für den Oscar 2013 in der Kategorie "Bester Kurzfilm" nominiert worden. Im Mittelpunkt des Films steht ein somalischer Junge, der vor einer wichtigen Entscheidung steht: Entweder Fischer oder Pirat werden. (Quelle: flickr/ naeemcallaway)

© Der südafrikanische Kurzfilm „ASAD“, der am Westkap gedreht wurde, ist für den Oscar 2013 in der Kategorie „Bester Kurzfilm“ nominiert worden. Im Mittelpunkt des Films steht ein somalischer Junge, der vor einer wichtigen Entscheidung steht: Entweder Fischer oder Pirat werden. (Quelle: flickr/ naeemcallaway)

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