Schlagwort-Archive: Radiosender

Düstere Prognosen und Unsicherheit

Südafrikas Medien beobachten 45. US-Präsidentschaft unter Donald Trump mit großer Sorge

(2010sdafrika-Redaktion)

Am 20. Januar 2017, am heutigen Freitag, wird der milliardenschwere Geschäftsmann Donald Trump zum 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika vereidigt. Als mächtigster Mann der Welt wird er dann zahlreiche Entscheidungen treffen, die die Staatengemeinschaft nachhaltig beeinflussen. Insbesondere die Medien in Südafrika beobachten mit großer Sorge die aktuellen Geschehnisse in Washington. In den Redaktionen stellt man sich die Frage, was nun auf das Land zukommen könne.

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© Donald Trump wird am 20. Januar 2017 zum 45. Präsidenten der USA vereidigt. Südafrikas Medien beobachten die aktuellen Entwicklungen in Washington mit großer Sorge. Düstere Prognosen und Unsicherheit prägen die gegenwärtige Berichterstattung. (Quelle: flickr/ Gage Skidmore)

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Verbannung von Rihanna, Beyoncé & Coldplay

90-Prozent-Quote bei staatlichen Radiosendern. Einheimische Songs zur Stärkung der eigenen Kultur

(2010sdafrika-Redaktion)

Die öffentlich-rechtlichen Radiosender spielen ab sofort fast nur noch Musik aus Südafrika. Mit der sogenannten 90-Prozent-Quote werden ausländische Songs wie von Rihanna, Beyoncé oder Coldplay nahezu komplett aus dem Sendeprogramm verbannt. Den Menschen am Kap sollen mit diesem Vorstoß die eigene Kultur und die unterschiedlichen lokalen Sprachen nähergebracht werden, hießt es von der staatlichen Rundfunkgruppe SABC.

Andrea Labate

© Chris Martin, Frontsänger der britischen Band „Coldplay“ [im Bild], wird ab sofort in Südafrika kaum mehr zu hören sein. Denn er wie alle anderen ausländischen Künstler werden im Rahmen der 90-Prozent-Quote aus dem staatlichen Rundfunk nahezu verbannt. (Quelle: flickr/ Andrea Labate)

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Jüdisch, schwul und YouTuber

Südafrikaner Troye Sivan startet mit Single „Happy Little Pill“ weltweit durch – auch in Deutschland

(Autor: Ghassan Abid)

Troye Sivan ist mit Abstand der erfolgreichste YouTuber aus Südafrika. Vor wenigen Monaten gelang dem in Australien lebenden Johannesburger der große Durchbruch, nachdem ihm ein Plattenvertrag angeboten wurde. Seither läuft sein Song „Happy Little Pill“ die Radiosender rauf und runter – auch in Deutschland. Doch wer ist der Newcomer, der in seinen YouTube-Videos ziemlich zerbrechlich und teilweise melancholisch wirkt? Die deutsche Presse hat ihn bislang weitgehend ignoriert.

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© Troye Sivan ist neunzehn Jahre alt und ein erfolgreicher Internetstar. Sein gleichnamiger YouTube-Kanal wurde bereits 128 Millionen Mal aufgerufen. Der Südafrikaner startet derzeit als Musiker durch. Mit seiner Single „Happy Little Pill“ gelang ihm im Sommer 2014 der internationale Durchbruch – auch in Deutschland. (Quelle: Instagram)

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Südafrika trauert um Madiba

Radio-Interview mit Ghassan Abid, Chefredakteur von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste

(2010sdafrika-Redaktion)

– MANDELA-Spezial –

Anlässlich der Trauerfeier am vergangenen Dienstag im Johannesburger Soccer City-Stadion ist Chefredakteur Ghassan Abid um ein kurzfristiges Interview gebeten worden. Er kommentierte für den Radiosender 105,5 Spreeradio aus Berlin-Brandenburg die Geschehnisse um den Abschied von Nelson Mandela. In diesem Zusammenhang wird auf die Mandela-Berichterstattung des Magazins afrikapost hingewiesen. Außerdem ist ein Dankeschön an den Regierenden Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, und an den ehemaligen deutschen Botschafter in Südafrika, Dieter W. Haller, zu richten, die die Arbeit dieses Online-Mediums mit Gastbeiträgen bereichert haben.

Chefredakteur Ghassan Abid im Interview mit 105,5 Spreeradio

Filmkritik „Orania – Der Film“

Eine Afrikaaner-Gemeinschaft, zwischen Selbstbestimmung und Ausgrenzung

(Autor: D. Tamino Böhm)

In Orania, einem 1.000 Einwohnerdorf in Südafrika, leben ausschließlich Buren, die sich selbst verwalten und versorgen. Sie streben einen Volksstaat nach dem Vorbild einiger Versuche aus den 1990er Jahren an. Im Juni dieses Jahres läuft die gleichnamige Dokumentation „Orania“ in den deutschen Kinos an, in der Regisseur Tobias Lindner versucht, die Stimmung im Dorf festzuhalten. „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ war bei der Deutschlandpremiere am 23. April im Filmtheater Friedrichshain dabei.

© Filmsequenz aus “Orania – Der Film”.

© Filmsequenz aus “Orania – Der Film”.

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Südafrikas Staatsrundfunk in der Krise

SABC zwischen Regierungsabhängigkeit und Machtkonflikten

 (Autor: Ghassan Abid)

Building a Common Future“ lautet die Vision der staatlichen Rundfunkgruppe Südafrikas. Der „South African Broadcasting Corporation (SABC)“ unterstehen gegenwärtig die drei Fernsehsender SABC 1, SABC 2 sowie SABC 3 und 18 Radiostationen. Zwei weitere TV-Stationen sind zurzeit in Planung – SABC 4 und SABC 5. Rund 55,7 Millionen Zuschauer und Zuhörer greifen jede Woche auf den öffentlichen Rundfunk zurück, heißt es auf der rundfunkeigenen Homepage. Allerdings befindet sich die SABC seit längerer Zeit in einer ernsten Krise.

© Im Johannesburger Vorort Auckland Park sitzt das Staatsfernsehen SABC. Der öffentliche Rundfunk ist bemüht, einen Ein-Milliarden Rand Kredit abzubezahlen. Doch gefährden Machtkämpfe im SABC-Management, die ANC-Einflussnahme in die Berichterstattung und fehlende Transparenz bezüglich der eigenen Rundfunkfinanzen diesen harten Sparkurs. (Quelle: flickr/ lemoncat1)

© Im Johannesburger Vorort Auckland Park sitzt das Staatsfernsehen SABC. Der öffentliche Rundfunk ist bemüht, einen Ein-Milliarden-Rand-Kredit (rund 83 Millionen Euro) abzubezahlen. Doch gefährden Machtkämpfe im SABC-Management, die ANC-Einflussnahme in die Berichterstattung und fehlende Transparenz bezüglich der eigenen Rundfunkfinanzen diesen harten Sparkurs. (Quelle: flickr/ lemoncat1)

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„Pädophilie ist keine Straftat“

Kardinal Wilfrid Fox Napier im Kreuzfeuer. Katholische Kirche in Südafrika distanziert sich

(Autor: Ghassan Abid)

Im Vorfeld der Wahl eines neuen Papstes im Vatikan trat ein Mann im englischsprachigen Raum besonders hervor. Wilfrid Fox Napier, der unstrittig einflussreichste Vertreter der Katholischen Kirche in Südafrika, verhielt sich in einem Interview mit dem US-Sender ABC eher zurückhaltend. Doch gegenüber „Vatican Insider“ bekräftigte der Erzbischof von Durban, ein bekennender Twitter-Nutzer, dass der Heilige Stuhl einen dynamischeren Papst bräuchte – also einen jüngeren Summus Pontifex zwischen 60 bis 67 Jahren, der bestenfalls aus Asien, Lateinamerika oder Afrika stammen solle.

© Gegenüber einem Radiosender der britischen Rundfunkgruppe BBC soll Südafrikas einflussreichster Kardinal Wilfrid Fox Napier gesagt haben, dass Pädophilie keine Straftat, sondern vielmehr eine Krankheit sei. Die Bischofskonferenz am Kap distanzierte sich umgehend vom Erzbischof von Durban. (Quelle: YouTube)

© Gegenüber einem Radiosender der britischen Rundfunkgruppe BBC soll Südafrikas einflussreichster Kardinal Wilfrid Fox Napier gesagt haben, dass Pädophilie keine Straftat, sondern vielmehr eine Krankheit sei. Die Bischofskonferenz am Kap distanzierte sich umgehend vom Erzbischof von Durban. (Quelle: YouTube)

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