Schlagwort-Archive: Rasse

#‎RhodesMustFall‬

Studenten der Universität Kapstadt wollen Rhodes-Statue abreißen lassen. Sie stünde für Rassismus

(2010sdafrika-Redaktion)

Zurzeit bestimmt ein Thema das Leben auf dem Campus der Universität Kapstadt (UCT), das längst die internationale Öffentlichkeit erreicht hat. Washington Post, Al Jazeera oder Spiegel Online berichteten über die Forderung der Studierendenschaft, die auf dem Gelände der UCT befindliche Statue zu Ehren des britischen Kolonialisten Cecil John Rhodes zu entfernen. Er stünde für den „institutionellen Rassismus“ und die „weiße Arroganz“ am Kap. Die Hochschule signalisiert, so ein Studentenvertreter zur Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“, ihre grundsätzliche Zustimmung.

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© Unter dem Hashtag #‎RhodesMustFall‬ mobilisieren Südafrikas Studenten für den Abriss der Rhodes-Statue auf dem Campus der Universität Kapstadt. Der britische Unternehmer Cecil John Rhodes stünde für Imperialismus, Rassismus und die weiße Arroganz am Kap, heißt es. Die Hochschule signalisiert, wie die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ erfahren hat, ihre grundsätzliche Zustimmung für die Forderung. (Quelle: Facebook/ UCT: Rhodes Must Fall)

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Weiße Südafrikaner wollen Flüchtlingsschutz

Ehepaar darf in Kanada Asylanträge stellen. Bundesgericht erkennt Verfolgung wegen der Rasse

(2010sdafrika-Redaktion)

Menschen, die aus begründeter Furcht vor Verfolgung wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, politischen Überzeugung oder Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe ins Ausland flüchten, genießen nach geltendem internationalen Recht einen Flüchtlingsstatus. Als Asylberechtigte stehen sie dann unter dem Schutz des Empfängerlandes. Doch trifft diese Sachlage auch auf Südafrika zu? Denn zwei Südafrikaner bejahen diesen Zustand in ihrer Heimat. Ein kanadisches Bundesgericht gibt ihnen Recht, Asylanträge zu stellen.

Arisha Singh

© Das südafrikanische Ehepaar Charl und Naira Nel behauptet, in der eigenen Heimat wegen ihrer weißen Hautfarbe verfolgt zu werden. Deshalb wollen sie als Flüchtlinge in Kanada anerkannt werden. Ein Bundesgericht hat entschieden, dass die Familie entsprechende Asylanträge stellen darf. Somit stuft die Justiz Kanadas die Republik im südlichen Afrika als unsicheren Staat für Weiße ein. Eine diplomatische Krise könnte folgen. (Quelle: flickr/ Arisha Singh)

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Mandela im Kampf gegen die Apartheid

Mit Gewalt die Gewalt bekämpfen. Der Widerstand und seine Folgen

(Autorin: Nadja Krupke)

– MANDELA-Spezial –

Nelson Mandelas jahrelanger Kampf gegen das autoritär-rassistische Regime der Apartheid war sein Leben. Sein Glaube an eine andere, an eine bessere Zukunft für Südafrika, resultierte in einer 27-jährigen Inhaftierung auf der Gefängnisinsel Robben Island vor der Küste Kapstadts. Trotzdem verlor Nelson Rolihlahla Mandela nie den Mut und die Hoffnung, dass Südafrika eines Tages ein Land der Gerechtigkeit, Chancengleichheit, Medien- und Pressefreiheit, Meinungsfreiheit und des Zusammenlebens unterschiedlicher Ethnien werden würde. Nicht nur er fand durch seine Vision Halt, sondern durch sie verlieh er seinen Anhängern und Befürwortern die nötige Kraft, unter den menschenunwürdigen Bedingungen der Apartheid zu leben.

© Nelson Mandela widmete sein Leben dem Kampf gegen das autoritär-rassistische Regime der Apartheid. Der Freiheitskämpfer verbüßte für seinen Widerstand ganze 27 Jahre im Gefängnis. (Quelle: flickr/ decafinata)

© Nelson Mandela widmete sein Leben dem Kampf gegen das autoritär-rassistische Regime der Apartheid. Der Freiheitskämpfer verbüßte für seinen Widerstand ganze 27 Jahre im Gefängnis. (Quelle: flickr/ decafinata)

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Historisches Ja-Wort im Zulu-Land

Erste traditionelle „Homo-Ehe“ in Südafrika geschlossen

(Autor: D. Tamino Böhm)

Südafrika ist eines der zwölf Staaten weltweit und der einzige afrikanische Staat, der gleichgeschlechtliche Ehen ausdrücklich erlaubt. Seit 2006 gibt es den Civil Union Act, der nach mehreren Schritten in den Jahren zuvor die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare garantiert. Seitdem nutzen viele Homosexuelle die Möglichkeit den Bund der Ehe einzugehen. Das ist, wie der internationale Vergleich zeigt, keine Selbstverständlichkeit. Noch weniger, wenn man sich die Geschichte des jungen Staates Südafrika genauer ansieht.

    © Letztes Wochenende kam es zu einem historischen Ereignis in KwaDukuza in der Region KwaZulu-Natal, als sich Tshepo Cameron Modisane und Thoba Calvin Sithol das Ja-Wort gaben. Nie zuvor hat es eine traditionelle gleichgeschlechtliche Hochzeit in Südafrika gegeben. (Quelle: YouTube/ eNCA)

© Letztes Wochenende kam es zu einem historischen Ereignis in KwaDukuza in der Region KwaZulu-Natal, als sich Tshepo Cameron Modisane und Thoba Calvin Sithol das Ja-Wort gaben. Nie zuvor hat es eine traditionelle gleichgeschlechtliche Hochzeit in Südafrika gegeben. (Quelle: YouTube/ eNCA)

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Exklusiv-Interview mit Südafrikas Botschafter

Makhenkesi A. Stofile über deutsch-südafrikanische Beziehungen, den Einfluss Chinas und Julius Malema

(Autoren: Ghassan Abid, Ranem, 2010sdafrika-Redaktion)

Vorwort: Das Interview mit dem südafrikanischen Botschafter in Deutschland, S.E. Herrn Makhenkesi Arnold Stofile, ergab sich relativ überraschend vor einigen Monaten am Rande einer politischen Veranstaltung in der Bundeshauptstadt. Auf schnellem Wege mussten ein Kameramann, die Erarbeitung von Interview-Fragen und weitere Dinge organisiert werden. Als Resultat dessen entstand aus der Spontanität heraus dieser Text- und Videobeitrag. Der Botschafter kannte die Fragen der Redaktion im Vorfeld des Interviews überhaupt nicht. Hierfür danken wir sehr!

THEMA: Deutsch-südafrikanische Beziehungen – eine gemeinsame Außenpolitik?

Hintergrund: Als Ergebnis der 7. Deutsch-Südafrikanischen Binationalen Kommission vom 7. und 8. Mai 2012 in Berlin, welche von Vizepräsident Kgalema Motlanthe und Bundesaußenminister Guido Westerwelle geleitet wurde, ist unter anderem die Etablierung einer neuen Fachkommission für Außen- und Sicherheitspolitik beschlossen worden. Ziel ist es, in außenpolitischen Fragestellungen eine gemeinsame Position beziehen zu können. Folglich lässt sich die Frage aufstellen, ob eine gemeinsame außenpolitische Agenda, getragen von Deutschland und Südafrika, überhaupt realistisch ist.

Zusammenfassende Antwort des Herrn Botschafters Stofile: Jedes Land hat eine eigene Auffassung von Außenpolitik. Außenpolitik kann nur erfolgreich und effektiv sein, wenn diese mit jenen Staaten gemeinsam diskutiert wird, die es auch betrifft. Um Missverständnisse in bestimmten politischen Feldern zu vermeiden, sollte ein enger Austausch und eine Kooperation in Erwägung gezogen werden. Außenpolitik ergibt sich aus der Souveränität eines jeden Staates.

THEMA: Chinesisch-südafrikanische Beziehungen

© Makhenkesi Arnold Stofile, Botschafter der Republik Südafrika in Deutschland, und Ghassan Abid, Geschäftsführender Chefredakteur von "SÜDAFRIKA - Land der Kontraste".

© S.E. Makhenkesi Arnold Stofile, Botschafter der Republik Südafrika in Deutschland, und Ghassan Abid, Geschäftsführender Chefredakteur von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“.

Hintergrund: China ist längst zum wichtigsten nationalen Handelspartner Südafrikas aufgestiegen. Auch in Militär, Wissenschaft, Politik und anderen Politikfeldern holen die Chinesen massiv auf. Der Westen droht seine Position am Kap zugunsten des Reiches der Mitte einzubüßen. Die Frage richtet sich demnach an die tatsächliche Bedeutung Chinas für Südafrikas Entwicklung.

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Dokumaterial zum ANC-Widerstand gegen die Apartheid

Zu empfehlen: WDR — Film von Judith Völker und Christel Fromm (2009)

– ANC-SPEZIAL: 100 JAHRE –

(2010sdafrika-Redaktion)

Kurz-Info zur Dokumentation: Südafrika, das Land zwischen Indischem Ozean und Atlantik, ist bis heute geprägt von extremen Kontrasten und oftmals schmerzhaften Widersprüchen. Die Geschichte des Landes ist eine Geschichte von Abenteurern und Entdeckern, von Kämpfen um Land und Macht. Und es ist eine Geschichte voller Sehnsucht nach einem besseren Leben – für Schwarze und Weiße.