Schlagwort-Archive: Redakteur

Auffällig unauffällig

Südafrikas Präsident Jacob Zuma beim G20-Gipfel in Hamburg: Händeschütteln und Lächeln

(Autor: Ghassan Abid)

Am 7./8. Juli 2017 trafen sich die Staat- und Regierungschefs der G20 in Hamburg. Während auf den Straßen der Hansestadt die immense Gewalt gegen Menschen, Geschäfte und Fahrzeuge für öffentliche Aufmerksamkeit im In- und Ausland sorgte, dominierten am Tagungsort selbst die politischen Debatten die Berichterstattung zum diesjährigen Forum der mächtigsten Staatsoberhäupter der Welt. Auch Südafrikas Staatspräsident Jacob Zuma reiste samt hochrangiger Delegation nach Deutschland an, blieb jedoch während seines Aufenthalts in Hamburg auffällig unauffällig.

© Anlässlich des G20-Gipfels in Hamburg traf sich Südafrikas Staatspräsident Jacob Zuma mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. Die Bundesregierung platzierte Afrika ins Programm der diesjährigen Präsidentschaft. Allerdings bleiben die Ergebnisse hinter den Erwartungen zurück. (Quelle: flickr/ The Presidency of South Africa)

Weiterlesen

„Tebartz-van Elst ist auf den SPIEGEL reingefallen“

Im Interview mit Paul Badde, Journalist und Mitherausgeber der Zeitschrift „VATICAN magazin“

(Autor: Ghassan Abid)

© Paul Badde ist Sachbuchautor, Journalist und Mitherausgeber der Zeitschrift „VATICAN magazin“. Er interviewte kürzlich den Limburger Bischof Tebartz-van Elst exklusiv in Rom. Der renommierte Redakteur mit Fokus auf die katholische Kirche übt scharfe Kritik an die deutsche Presse für die Berichterstattung über das Bistum Limburg und speziell an den SPIEGEL-Redakteur Peter Wensierski. Zudem hält Badde fest, dass Tebartz-van Elst zum Selbstmord aufgefordert worden ist.

© Paul Badde ist Sachbuchautor, Journalist und Mitherausgeber der Zeitschrift „VATICAN magazin“. Er interviewte kürzlich den Limburger Bischof Tebartz-van Elst exklusiv in Rom. Der renommierte Redakteur mit Fokus auf die katholische Kirche übt scharfe Kritik an die deutsche Presse für die Berichterstattung über das Bistum Limburg und speziell an den SPIEGEL-Redakteur Peter Wensierski. Zudem hält Badde fest, dass Tebartz-van Elst zum Selbstmord aufgefordert worden ist.

2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ Herrn Paul Badde – Sachbuchautor, Journalist und Mitherausgeber der Zeitschrift „VATICAN magazin“. Sie zählen unumstritten zu den bekanntesten deutschen Redakteuren mit Fokus auf die katholische Kirche. Wofür steht die heutige Kirche in Deutschland?

Antwort: Auch in Deutschland ist die katholische Kirche eine „römisch-katholische Kirche“. Das heißt, sie ist angebunden an die zwölf Apostel, von denen mindestens fünf ihr Grab in Rom gefunden haben – außer den „Apostelfürsten“ Petrus und Paulus – auch noch Bartholomäus, Judas Thaddäus und Simon.

Weiterlesen

Bundestagswahlkampf in der Südafrika-Presse

SPD-Bundeskanzlerkandidat Peer Steinbrück kaum ein Thema, dafür jedoch die Eurokritiker AfD

(2010sdafrika-Redaktion)

Am heutigen 22. September 2013 wählen rund 62 Millionen Bundesbürger zum 18. Mal die Mitglieder des Deutschen Bundestages. Um die Erst- und Zweitstimmen der Wähler buhlen die fünf etablierten Parteien CDU/ CSU, FDP, SPD, Bündnis 90/ Die Grünen und DIE LINKE. Meinungsforschungsinstitute gehen von einem knappen Rennen aus. Die Regierung unter Kanzlerin Angela Merkel (CDU) könnte abgewählt werden. Auch vom Kap aus schaut man ins politische Berlin. Allerdings entsteht eine verzerrte Wahrnehmung vom Parteiensystem Deutschlands, die auf Merkel und die AfD reduziert wird.

© Die südafrikanische Presse schaut mit großem Interesse auf die Bundestagswahlen 2013. Allerdings unterscheidet sich die Berichterstattung der Kap-Journalisten im deutlichen Maße voneinander. Angela Merkel und die Eurokritiker AfD stehen im Mittelpunkt, die SPD und Peer Steinbrück dafür im redaktionellen Abseits. (Quelle: Bundestag/ Simone M. Neumann)

© Die südafrikanische Presse schaut mit großem Interesse auf die Bundestagswahlen 2013. Allerdings unterscheidet sich die Berichterstattung der Kap-Journalisten im deutlichen Maße voneinander. Angela Merkel und die Eurokritiker AfD stehen im Mittelpunkt, die SPD und Peer Steinbrück dafür im redaktionellen Abseits. (Quelle: Bundestag/ Simone M. Neumann)

Weiterlesen

12.000 Minenarbeiter entlassen

Minenarbeiter im „Kriegszustand“ gegen Bergwerkkonzerne. Die Wirtschaft in der Belastung.

(Autor: Ghassan Abid)

Die Meldung, die heute von Reuters an die Nachrichtenredaktionen weltweit verbreitet wurde, löste nicht bei wenigen Redakteuren ein Entsetzen aus. Anglo American Platinum (Amplats) verkündete gegenüber Journalisten des südafrikanischen Privatsenders eNCA die Entlassung von rund 12.000 Minenarbeitern in Rustenburg, die wochenlang ihre Arbeitsaufnahme verweigern und dies in einer Zeit, wo die derzeitige Lage mehr als angespannt ist.

    © Präsident Jacob Zuma besuchte im August 2012 die Minenarbeiter in Rustenburg. Er forderte eine schnelle Lösung und umfangreiche Untersuchung des Marikana-Massakers. Allerdings machte er keine konkreten Vorschläge, wie er die Probleme der Kumpels aus der Welt schaffen will. Der ANC steht infolge der Proteste von geschätzten 100.000 Minenarbeitern unter gewaltigem Druck. Die Kreditwürdigkeit von Banken, Telekommunikationskonzernen und Kommunen wurde durch die Ratingagentur Moody‘s bereits herabgestuft. Investoren aus dem Ausland können somit das Vertrauen in diese südafrikanischen Unternehmen verlieren. Den Unternehmen wird die Inanspruchnahme von frischem Geld somit erschwert. (Quelle: flickr/ The Presidency of the Republic of South Africa)

© Präsident Jacob Zuma besuchte im August 2012 die Minenarbeiter in Rustenburg. Er forderte eine schnelle Lösung und umfangreiche Untersuchung des Marikana-Massakers. Allerdings machte er keine konkreten Vorschläge, wie er die Probleme der Kumpels aus der Welt schaffen will. Der ANC steht infolge der Proteste von geschätzten 100.000 Minenarbeitern unter gewaltigem Druck. Die Kreditwürdigkeit von Banken, Telekommunikationskonzernen und Kommunen wurde durch die Ratingagentur Moody‘s bereits herabgestuft. Investoren aus dem Ausland können somit das Vertrauen in diese südafrikanischen Unternehmen verlieren. Den Unternehmen wird die Inanspruchnahme von frischem Geld somit erschwert. (Quelle: flickr/ The Presidency of the Republic of South Africa)

Auf der Homepage des an der Johannesburger Börse JSE notierten Minenkonzerns wird kurze Zeit später diese Ankündigung offiziell gemacht. In vier Platinminen ist so wenig Personal anwesend, sodass die Produktionsprozesse in diesen Industriebetrieben seit Wochen nicht aufrecht erhalten werden konnten. Beziffert wird die personelle Anwesenheit mit weniger als 20 Prozent. Anglo American Platinum geht aktuell von einem Verlust in Höhe von rund 700 Millionen Rand, umgerechnet knapp 61 Millionen Euro, aus. Allerdings bietet der Konzern allen Beschäftigten die Möglichkeit, innerhalb von drei Tagen gegen ihre Kündigung Widerspruch einzulegen.

Weiterlesen

Herzlichen Glückwünsch!

„SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ weit über 100.000 Mal angeklickt – DANKE!

(2010sdafrika-Redaktion)

Am 29. Januar 2010 gründete ein junger Mann aus Berlin ein Medium, welches den Namen „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ trägt. Sein Name ist Ghassan Abid, ein studierter Diplom-Politikwissenschaftler mit dem Forschungsschwerpunkt deutsch-südafrikanische Beziehungen. Er ärgerte sich darüber, dass die deutschsprachige Presse über das Land Südafrika äußerst einseitig berichtete,  große Medienhäuser die Agenturmeldungen meist unverändert übernahmen und viele soziopolitische Hintergründe überhaupt nicht erläutert wurden. Dies kann nicht der Anspruch für einen „guten Journalismus“ darstellen. Schließlich handelte er und rief dieses Projekt ins Leben.

© "SÜDAFRIKA - Land der Kontraste" sagt DANKE!

Seither hat sich „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ enorm gewandelt: Junge Redakteure aus Deutschland und Südafrika betreiben dieses Projekt, Persönlichkeiten der deutsch-südafrikanischen Beziehungen stellen sich den teils kritischen Fragen der 2010sdafrika-Redaktion, fünf Ressorts wurden um einen englischsprachigen Bereich ergänzt, mehrfach ist eine Sonderberichterstattung zu Tunesien aufgenommen worden und rund 220 Beiträge wurden mittlerweile veröffentlicht. Mehrere namhafte Presseinstitutionen aus TV, Radio, Print und Online kamen auf unsere Arbeit zurück. Mit einem Fotografen, Übersetzer und in Kürze – zwecks Korrekturlesen – einer Germanistin in spe wird dieses Team  in seiner redaktionellen Arbeit unterstützt. Außerdem erwiesen sich Wettbewerbe zum Mitmachen einer sehr großen Beliebtheit.

Die Resonanz an diesem gemeinnützigen Projekt der politischen Bildungsarbeit und des interkulturellen Austausches ist ungebrochen groß. Weit über 100.000 User klickten dieses Blog an – quasi die Bevölkerung einer gesamten Großstadt wie Hildesheim, Siegen oder Cottbus. Positive und auch negative Zuschriften erreich(t)en das Team von „SÜDAFRIKA – Land Kontraste“. Die eine Fraktion lobt dieses Engagement und fordert weitere Artikel. Der andere Teil der Leserschaft erachtet das Online-Projekt als störend, zu kritisch und wenig informativ. Letztere Fraktion macht eine Minderheit aus, welche wir ermutigen möchten, uns mit konstruktiven Anregungen zu bereichern. Bloße Kritik ohne Lösungsansätze stößt auch bei uns auf taube Ohren. 

Wie dem auch sei – viele Ideen schlummern noch in den Köpfen der Redakteure aus Deutschlad & Südafrika, deren Umsetzung eine organisatorisch-finanzielle Stabilität voraussetzt. Denn Recherchen erfordern Zeit, Geld und Geduld. Mit einem Informationsnetzwerk vor Ort ist nun die exklusive Bereitstellung von Bild- und Textmaterial möglich geworden. Trotzdem sind wir angehalten, an einer Ausweitung der formellen und informellen Kooperationen mit Behörden, Unternehmen, Künstlern, Journalisten, Bloggern, Usern und Bürgern hinzuwirken.

Wir danken jedem einzelnen unserer User für die Treue und würden uns weiterhin freuen, wenn das Interesse an „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ fortbesteht und eure Familienangehörigen & Freunde ebenfalls auf uns aufmerksam gemacht werden können. Vielen Dank!