Schlagwort-Archive: Regierung

Südafrikanischer Minister stirbt bei Autounfall

Regierung geschockt über Todesfall von Collins Chabane. Lkw-Fahrer verursacht Unfall bei Wendemanöver

(2010sdafrika-Redaktion)

Collins Chabane, Südafrikas Minister für den Öffentlichen Dienst, hätte am 15. April gemeinsam mit der Familie seinen 55. Geburtstag gefeiert. Der in der Limpopo-Provinz geborene ANC-Politiker genoss im politischen Südafrika einen guten Ruf. Sein Engagement galt einem verbesserten Öffentlichen Dienst, der zum Wohle des Volkes zu arbeiten habe. Nun starb Chabane gegen 1 Uhr morgens (Ortszeit) infolge eines schweren Autounfalls in seiner Heimatprovinz. Die öffentliche Anteilnahme ist groß.

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© Collins Chabane, Südafrikas Minister für den Öffentlichen Dienst, starb am 15. März gegen 1 Uhr morgens auf der Autobahn N1 unweit der Stadt Polokwane im Alter von 54 Jahren. Infolge des Wendemanövers eines Lastkraftwagens rasten der Politiker und zwei seiner Bodyguards in den Schwerlaster hinein. (Quelle: flickr/ The Presidency of the Republic of South Africa)

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Steinmeiers Arbeitsbesuch in Südafrika

Achte Deutsch-Südafrikanische Binationale Kommission rutscht in die Bedeutungslosigkeit ab

(2010sdafrika-Redaktion)

Freundschaft ist eine Tür zwischen zwei Menschen. Sie kann manchmal knarren, sie kann klemmen, aber sie ist nie verschlossen.“, hielt der spanische Schriftsteller Baltasar Gracián fest. Mit diesem Zitat kann der kürzliche Arbeitsbesuch des deutschen Außenministers Frank-Walter Steinmeier in Südafrika beschrieben werden. Denn längst ist klar, dass die Regierung in Pretoria neue Freundschaften pflegt und diese der Zusammenarbeit mit Deutschland vorzieht.

Photothek/Grabowsky

© Der kürzliche Südafrika-Arbeitsbesuch des Bundesaußenministers Frank-Walter Steinmeier verlief ernüchternd ab. Denn bedeutende Beschlüsse in den deutsch-südafrikanischen Beziehungen gab es keine. Längst hat sich Pretoria auf Moskau und Peking ausgerichtet. (Quelle: Photothek/Grabowsky)

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Bundesaußenminister Steinmeier in Südafrika

Gespräche mit Regierung, Opposition und Zivilgesellschaft stehen auf dem Programm

(2010sdafrika-Redaktion)

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier befindet sich bis einschließlich 21. November in Südafrika, um in erster Linie an der Deutsch-Südafrikanischen Binationalen Kommission teilzunehmen – einem alle zwei Jahre tagenden Gremium zur Förderung der bilateralen Beziehungen zwischen Berlin und Pretoria. Begleitet wird der Außenamts-Chef von einer Wirtschaftsdelegation.

Medienmagazin pro

© Vom 19. bis 21. November befindet sich Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier in Südafrika, um unter anderem an der Deutsch-Südafrikanischen Binationalen Kommission teilzunehmen. Ebenso stehen Gespräche mit der Opposition und Zivilgesellschaft auf dem Programm. (Quelle: flickr/ Medienmagazin pro)

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Südafrika debattiert über Israel-Sanktionen

Eine Viertelmillion Pro-Palästina-Demonstranten in Kapstadt setzen Regierung unter Handlungsdruck

(2010sdafrika-Redaktion)

Am gestrigen Samstag demonstrierten nach Angaben der Veranstalter rund eine Viertelmillion Kapstädter für ein Ende der Offensive Israels in Gaza und gleichzeitig für die Unabhängigkeit Palästinas. Andere Quellen gehen von 100.000 bzw. 200.000 Demonstranten aus. Jedoch spielt für den gegenwärtigen Handlungsdruck der Regierung in Pretoria die Anzahl der Demo-Teilnehmer keine Rolle. Denn die Öffentlichkeit erwartet eine Reaktion von Präsident Jacob Zuma gegen Israel. Lange wird sich Zuma dem Appell seines Volkes nicht entziehen können.

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© Am 9. August demonstrierten nach Angaben der Veranstalter rund eine Viertelmillion Pro-Palästina-Demonstranten in Kapstadt. Präsident Jacob Zuma wird zum Handeln gegen den jüdischen Staat aufgefordert. Neben diplomatischen sollen auch wirtschaftliche Maßnahmen gegen Israel verhängt werden. (Quelle: Privat)

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Boykott-Aufrufe gegen Kette mit Israel-Waren

Woolworths-Unternehmen zeigt sich von Protest unbeeindruckt und betont politische Unabhängigkeit

(2010sdafrika-Redaktion)

Unter dem Produkt-Code 20003951 sind in der südafrikanischen Einzelhandelskette Woolworths sechs Tomaten für 17,99 Rand erhältlich. Das Gemüse wird aus Israel importiert. Dagegen formiert sich nun seit Tagen ein immer lauter werdender Protest. Sollte Woolworths weiterhin Produkte aus Israel verkaufen, so müssten Südafrikas Verbraucher das Unternehmen boykottieren, heißt es wiederholt im Netz.

PhotoStephanie

© Die südafrikanische Einzelhandelskette Woolworths steht verstärkt unter öffentlichem Druck, nachdem sich das Unternehmen geweigert hat, Güter aus Israel aus dem Sortiment zu nehmen. (Quelle: PhotoStephanie)

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Eklat im Parlament, Einigung im Bergbau

EFF-Vorsitzender Julius Malema des Saales verwiesen, weil er den ANC als Mörder bezeichnete

(Autor: Ghassan Abid)

Nachdem Südafrikas Präsident Jacob Zuma seine Rede zur Lage der Nation hielt, die Probleme richtig erkannte, aber kaum Lösungsansätze aufzeigte, fand eine diesbezügliche Aussprache im Parlament statt. Zwei Politiker machten von sich aufmerksam. Der Oppositionspolitiker Julius Malema beschimpfte die Regierung und die Wohnungsbauministerin Lindiwe Sisulu dafür die Opposition.

GovernmentZA

© Julius Malema sorgte mit seinem Statement, wonach der ANC für den Tod von 34 Menschen in Marikana verantwortlich sei, für einen Eklat im Parlament. Der EFF-Vorsitzende wurde des Saales verwiesen. (Quelle: GovernmentZA)

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Nackte Frau unter Haien

Tierschützer in Kapstadt fordern von Südafrika und Australien ein sofortiges Verbot von Fangnetzen

(Autor: Ghassan Abid)

Lesley Rochat ist am Kap als leidenschaftliche Hai-Aktivistin bekannt, die mit anderen Weggefährten dafür eintritt, dass die Politik das Auslegen von Fangnetzen im Meer verbieten solle. Aktuell richtet sich ihr Protest gegen die Regierungen von Südafrika und Australien. Mit einer spektakulären Aktion versuchen die Tierschutzaktivisten in den Fokus der Medien zu rücken.

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© Die Kapstädter Tierschutzaktivistin Lesley Rochat setzt sich mit ihrer NGO “Shark Warrior” für den Artenschutz von Haien ein. Mit einer spektakulären Aktion fordert sie von den Regierungen von Südafrika und Australien das Auslegen von Fangnetzen zu verbieten. (Quelle: Shark Warrior)

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Steuerabkommen Liechtenstein und Südafrika

Bankgeheimnis und Anonymität der Kunden werden außer Kraft gesetzt. Steuerhinterzieher geraten ins Visier

(2010sdafrika-Redaktion)

Das Fürstentum Liechtenstein hat zur Überraschung der Öffentlichkeit die Grundlage für die grenzüberschreitende Amtshilfe in Steuersachen mit der Republik Südafrika geschaffen. Nach der Genehmigung des „Tax Information Exchange Agreement (TIEA)“ durch die Regierung in Vaduz ist nun die Annahme des Abkommens in beiden Staaten notwendig, wovon klar ausgegangen werden kann. Steuerhinterzieher geraten somit ins Visier.

Wisi Greter

© Die Regierung des Fürstentums Liechtenstein hat ein Steuerabkommen mit der Republik Südafrika auf den Weg gebracht. Mit dem „Tax Information Exchange Agreement (TIEA)“ werden Steuersünder ins Visier genommen. Hingegen sieht das Bundesfinanzministerium in Berlin keine Notwendigkeit eines ähnlichen Abkommens mit Pretoria. (Quelle: flickr/ Wisi Greter)

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Nigeria ist Afrikas neue Wirtschaftsmacht

Südafrika rutscht aufgrund einer statistischen Neuberechnung auf 2. Platz ab. Pretoria gratuliert Abuja 

(2010sdafrika-Redaktion)

Der deutsche Automobilmanager und einstige Vorstandsvorsitzende der Volkswagen AG, Carl Hahn, wusste wovon er sprach, als er sagte, dass Statistiken mit Vorsicht zu genießen und mit Verstand einzusetzen sind. Diese Sichtweise lässt sich analog auch auf Afrika anwenden. Denn das Statistikamt im nigerianischen Abuja hatte es seit 1990 versäumt, die Wirtschaftsdaten an das tatsächliche Wirtschaftsleben anzupassen. Genaue Zahlen zum BIP liegen bisweilen nicht vor. Dafür hingegen eine bedeutende Hochschätzung.

GovernmentZA

© Südafrika ist nicht mehr die führende Wirtschaftsnation Afrikas. Gemessen am BIP ersetzt nun Nigeria aufgrund einer statistischen Neuberechnung das Kapland. Pretoria gratulierte Abuja für den Rollentausch. Im Bild sind Südafrikas Präsident Jacob Zuma und sein Amtskollege, der nigerianische Präsident Goodluck Jonathan, zu sehen. (Quelle: flickr/ GovernmentZA)

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Cannabis-Legalisierung in Südafrika gefordert

Parlamentarier Mario Oriani-Ambrosini reicht Gesetzentwurf zur medizinischen Behandlung ein

(Autor: Ghassan Abid)

Mario Oriani-Ambrosini sitzt für die Inkatha Freedom Party im südafrikanischen Parlament. Der Jurist wird von seinen Kollegen – fraktionsübergreifend – geschätzt. In letzter Zeit war vom Oppositionspolitiker wenig zu hören, da dieser an Lungenkrebs erkrankte. Er wird nur noch wenige Monate zu leben haben. Umso entschlossener ist er nun, zum wohl letzten Mal eine politische Intiative zu starten. Er fordert die Legalisierung von Cannabis zu medizinischen Zwecken. Die Regierung zeigt sich interessiert.

© Der an Lungenkrebs erkrankte Abgeordnete Mario Oriani-Ambrosini hat einen Gesetzentwurf eingebracht, der die Legalisierung von Cannabis zu medizinischen und ökonomischen Zwecken fordert. Bislang dürfen südafrikanische Ärzte Cannabis nicht verschreiben. In Deutschland hingegen ist die Hanfpflanze für medizinische Zwecke bereits zugelassen. (Quelle: flickr/ Manuel Martín Vicente)

© Der an Lungenkrebs erkrankte Abgeordnete Mario Oriani-Ambrosini hat einen Gesetzentwurf eingebracht, der die Legalisierung von Cannabis zu medizinischen und ökonomischen Zwecken fordert. Bislang dürfen südafrikanische Ärzte Cannabis nicht verschreiben. In Deutschland hingegen ist die Hanfpflanze für medizinische Zwecke bereits zugelassen. (Quelle: flickr/ Manuel Martín Vicente)

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Schlechte Kap-Wirtschaftsnachrichten dauern an

Südafrika könnte durch Nigeria als neue Wirtschaftsmacht Afrikas abgelöst werden, so tagesschau.de

(Autor: Ghassan Abid)

Das südlichste Land Afrikas befindet sich gegenwärtig im heißen Wahlkampf, der vor allem in den Medien ausgetragen wird. Journalisten sind sich ihrer Macht der Meinungsbeeinflussung bewusst und konzentrieren sich vor allem auf solche Themen, die bei der fünften Parlamentswahl im Post-Apartheids-Südafrika eine Bedeutung spielen. Die Wirtschaftslage nimmt aktuell eine Schlüsselrolle ein. Nun geht tagesschau.de von einer möglichen Verdrängung Südafrikas durch Nigeria als neue Wirtschaftsmacht Afrikas aus.

© tagesschau.de berichtete gestern über die Wirtschaftslage in Südafrika und warnt zugleich, dass Nigeria die neue führende Wirtschaftsmacht Afrikas werden könnte. Unrecht hat der zuständige Journalist Jan-Philippe Schlüter vom ARD-Hörfunkstudio Johannesburg mit dieser These nicht. (Quelle: Screenshot)

© tagesschau.de berichtete gestern über die Wirtschaftslage in Südafrika und warnt zugleich, dass Nigeria die neue führende Wirtschaftsmacht Afrikas werden könnte. Unrecht hat der zuständige Journalist Jan-Philippe Schlüter vom ARD-Hörfunkstudio Johannesburg mit dieser These nicht. (Quelle: Screenshot)

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Zentralbank versucht Währungsverfall zu stoppen

Rand im Sturzflug. Drohende Finanzkrise könnte neue soziale Unruhen in Südafrika schüren

(Autor: Ghassan Abid)

Die südafrikanische Währung ist seit Jahren im Sturzflug. Der Rand verliert zunehmend an Wert. Investitionen wurden bereits auf Eis gelegt, Kapital ist abgezogen worden und Arbeitsplätze fielen weg. Die kürzlich beschlossene Leitzinserhöhung der Zentralbank (SARB) konnte den Abwärtstrend bisher nicht stoppen. Die ersten Ökonomen und Wirtschaftsjournalisten fürchten eine Finanzkrise, die im Land zu neuen sozialen Unruhen führen könnte.

    © Der Sturzflug der südafrikanischen Rand-Währung hat die Zentralbank-Führung [im Bild] dazu veranlasst, den Leitzins anzuheben. Denn Südafrika droht eine Finanzkrise, die neue soziale Unruhen schüren könnte. Das Vertrauen der Investoren muss zurückgewonnen werden, so die Mehrheit der Südafrika-Experten. (Quelle: flickr/ SAReserveBank)

© Der Sturzflug der südafrikanischen Rand-Währung hat die Zentralbank-Führung [im Bild] dazu veranlasst, den Leitzins anzuheben. Denn Südafrika droht eine Finanzkrise, die neue soziale Unruhen schüren könnte. Das Vertrauen der Investoren muss zurückgewonnen werden, so die Mehrheit der Südafrika-Experten. (Quelle: flickr/ SAReserveBank)

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