Schlagwort-Archive: Rockerclub

„Südafrikas Hells Angels sind eine Gefahr“

Im Interview mit André Schulz, Vorsitzender des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK)

(Autor: Ghassan Abid)

Andre Schulz

© André Schulz ist seit 2011 Vorsitzender des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK), dem gewerkschaftlichen Berufsverband der Kriminalpolizei in Deutschland. Im Interview mit der Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ warnt der beim LKA Hamburg tätige BDK-Vorsitzende vor den wachsenden Rockerstrukturen in Südafrika. Dafür bedarf es aber politischen Willen, um auch am Kap gegen Hells Angels und Red Devils vorzugehen. Denn Südafrikas Hells Angels sind ähnlich wie der deutsche Ableger eine Bedrohung für die Gesellschaft, so Schulz.

2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ Herrn André Schulz, Vorsitzender des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK) und Mitarbeiter beim LKA Hamburg im Bereich der wissenschaftlichen Analyse und Forschung. Die Bekämpfung der Rockerkriminalität hat sich zu einem Schwerpunktthema deutscher Behörden entwickelt. Wie wirksam sind Kuttenverbote, Klubschließungen und eine demonstrative Polizeipräsenz tatsächlich?

Antwort: All das sind erforderliche Bausteine bei der Bekämpfung der Rockerkriminalität. Kriminelle Rockergruppierungen spielen für die Polizei mehr und mehr eine Rolle. Im Jahr 2013 stand in Deutschland beinahe jedes achte Verfahren im Bereich der Organisierten Kriminalität (OK) im Zusammenhang mit Rockergruppierungen. Der BDK weist bereits seit Jahren auf die steigende Bedrohung für die Gesellschaft durch polizeirelevante Rockerclubs (sog. OMCG’s = outlaw motorcycle gangs), wie die Hells Angels, Bandidos oder Gremium MC, hin.

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„Die Hells Angels in Berlin sind verunsichert“

Im Interview mit Sebastian Laudan, LKA Berlin: 504 Verfahren und 36 Haftbefehle gegen Rocker in 2012

(Autor: Ghassan Abid)

© Das Landeskriminalamt (LKA) Berlin am Tempelhofer Damm ist in 8 Abteilungen unterteilt. Die Abteilung 4 ist zuständig für die Bearbeitung der Organisierten Kriminalität, der qualifizierten Banden-, Eigentums- und Gewaltkriminalität sowie der Rotlichtkriminalität im Land Berlin. Sebastian Laudan, Leitender Kriminaldirektor und Leiter dieser Abteilung, erläuterte im Interview mit "SÜDAFRIKA - Land der Kontraste" die Rockerlage und die bisherigen Erfolge der Strafverfolgungsbehörden. (Quelle: A.Savin/ Wikimedia)

© Das Landeskriminalamt (LKA) Berlin am Tempelhofer Damm ist in 8 Abteilungen unterteilt. Die Abteilung 4 ist zuständig für die Bearbeitung der Organisierten Kriminalität, der qualifizierten Banden-, Eigentums- und Gewaltkriminalität sowie der Rotlichtkriminalität im Land Berlin. Sebastian Laudan, Leitender Kriminaldirektor und Leiter dieser Abteilung, erläuterte im Interview mit „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ die Rockerlage und die bisherigen Erfolge der Strafverfolgungsbehörden. (Quelle: A.Savin/ Wikimedia)

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Deutsche Hells Angels-Geldwäsche in Südafrika

Exklusiv: Im Interview mit Ulrich Detrois alias „Bad Boy Uli“, Hells Angels-Aussteiger und Buchautor

(Autor: Ghassan Abid)

    © Ulrich Detrois war einer der einflussreichsten deutschen Hells Angels-Mitglieder. Unter dem Rockernamen „Bad Boy Uli“ schaffte er es zum De Facto-Präsidenten des Charters Kassel. Nach seinem Rausschmiss, verfasste der Ex-Höllenengel die beiden Bücher „Höllenritt: Ein deutscher Hells Angel packt aus“ und „Wir sehen uns in der Hölle“. Insiderwissen wurde öffentlich gemacht. Seither lebt der Kasseler an einem geheimen Ort, stets der Gefahr eines Mordanschlages ausgesetzt. "SÜDAFRIKA - Land der Kontraste" interviewte exklusiv den Hells Angels-Aussteiger, der weitere Interna zu den deutsch-südafrikanischen Beziehungen offenbarte. (Quelle: Ullstein Buchverlage)

© Ulrich Detrois war einer der einflussreichsten deutschen Hells Angels-Mitglieder. Unter dem Rockernamen „Bad Boy Uli“ schaffte er es zum De Facto-Präsidenten des Charters Kassel. Nach seinem Rausschmiss, verfasste der Ex-Höllenengel die beiden Bücher „Höllenritt: Ein deutscher Hells Angel packt aus“ und „Wir sehen uns in der Hölle“. Insiderwissen wurde öffentlich gemacht. Seither lebt der Kasseler an einem geheimen Ort, stets der Gefahr eines Mordanschlages ausgesetzt. „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ interviewte exklusiv den Hells Angels-Aussteiger, der weitere Interna zu den deutsch-südafrikanischen Beziehungen offenbarte. (Quelle: Ullstein Buchverlage)

2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ den ehemaligen Vizepräsidenten der Hells Angels in Kassel und heutigen Buchautoren Ulrich Detrois alias „Bad Boy Uli“. Wie kamen Sie in den 90er-Jahren zu den Rockern und wie erlebten Sie diese Zeit?

Antwort: In den 90ern habe ich mit einigen anderen Zuhältern zuerst den Motorradclub BONES gegründet. Dieser war ein national tätiger Motorradclub, der hauptsächlich im Rotlicht tätig war. Da ich schon seit meinem 14. Lebensjahr Motorrad und auch Motorradrennen gefahren bin, lag es für mich auf der Hand, meine berufliche Expansion im Rotlichtmilieu mit dem Motorradfahren zu verbinden und die Kontakte des MC entsprechend zu nutzen.

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Kapstädter Hells Angels-Boss ausgeliefert

Exklusiv: Südafrikanische Behörden entsprechen nach 7 Jahren einem Rechtshilfeersuchen Russlands

(2010sdafrika-Redaktion)

Updates vom 18./19.03.2013: Das Foto ist ersetzt worden. Zudem ist die Redaktion über Dritte darüber informiert worden, dass Alexander Bely kein führendes Hells Angels-Mitglied in Kapstadt gewesen sein soll, sondern für zwei bis drei Monate mit den Rockern im Charter West Rand in Verbindung stand. Bedingt durch sein Verhalten soll der Russe dann im Rahmen eines „Out in Bad Standing“ von den Hells Angels verbannt worden sein. Unsere Quelle in Kapstadt betont ungeachtet dieser Informationen den Einfluss von Alexander Bely auf die Hells Angels im Charter Cape Town

Die Organisierte Kriminalität kennt keine territorialen Grenzen. So überrascht es nicht, dass ein in der Rockerszene bekannter Drogenschmuggler durch die südafrikanischen Behörden verhaftet und an Russland ausgeliefert wurde. Die Presse am Kap berichtete zu diesem Fall bislang nicht. In internationalen Ermittlerkreisen hingegen dürfte dieser Coup unstrittig auf ein großes Echo gestoßen sein. Der Festgenommene ist nämlich gefährlich, einflussreich und unberechenbar.

© EXKLUSIV-Bild: Der Russe Alexander Bely war bis zu seiner Auslieferung an das Innenministerium Russlands ein bekanntes Hells Angels-Mitglied aus Kapstadt. Seit 2005 übernahm er die federführende Rolle im Drogenschmuggel von Südafrika nach Russland. Sieben Jahre lebte er in Kapstadt, bis die südafrikanischen Behörden einem Rechtshilfeersuchen aus Moskau entsprachen. Bely galt als feste Größe im Organisierten Verbrechen am Kap. (Quelle: Ermittlerkreise)

© EXKLUSIV-Bild: Der Russe Alexander Bely war bis zu seiner Auslieferung an das Innenministerium Russlands ein bekanntes Hells Angels-Mitglied aus Kapstadt. Seit 2005 übernahm er die federführende Rolle im Drogenschmuggel von Südafrika nach Russland. Sieben Jahre lebte er in Kapstadt, bis die südafrikanischen Behörden einem Rechtshilfeersuchen aus Moskau entsprachen. Bely galt als feste Größe im Organisierten Verbrechen am Kap. (Quelle: Ermittlerkreise)

In der zweiten Februarhälfte 2013 soll Alexander Bely im Rahmen eines Rechtshilfeersuchens des russischen Innenministeriums ausgeliefert worden sein. Bely wird vorgeworfen, von 2003 bis 2005 Drogen im Wert von 1,2 Millionen US-Dollar nach Sankt Petersburg als Bestimmungsort geschmuggelt zu haben. Er soll mit weiteren Personen, meist Russen, große Drogenmengen in südafrikanische Badesalz-Lieferungen versteckt und im Anschluss in Richtung Heimat verschickt haben. Im Gegenzug sind größere Geldsummen auf die südafrikanischen Konten Belys und weiterer Gefolgsleute überwiesen worden.

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