Schlagwort-Archive: Rotlicht

„Wir hatten Angst!“

Festivalgäste in Mannheim fühlten sich von rockerähnlichem Boxerklub „Osmanen“ eingeschüchtert

(2010sdafrika-Redaktion)

Es ist Sonntagabend, der 12. Juli 2015, als sich hunderte Menschen auf dem Neuer Messplatz in Mannheim-Neckarstadt befinden. Auf dem Orientfestival Mannheim genießen sie allerlei kulinarische Köstlichkeiten aus Anatolien. Allerdings wird die Idylle durch das martialische Auftreten des rockerähnlichen Boxerklubs „Osmanen“ erheblich gestört. Ein weiblicher Festivalgast schildert zumindest gegenüber der Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“, dass die Menschen eingeschüchtert gewesen sein sollen. „Wir hatten Angst!„, sagt sie. Die Festivalleitung dementiert dies. Ganz im Gegenteil – die Boxer werden gelobt. Sie waren höflich und friedlich.

Osmanen in Mannheim

© Rund siebzig Mitglieder des rockerähnlichen Boxerklubs „Osmanen“ hielten sich am gestrigen Sonntag auf dem Orientfestival Mannheim auf. Festivalgäste sollen vom martialischen Auftreten der Kampfsportler eingeschüchert gewesen sein. Die Festivalleitung dementiert dies vehement“. (Quelle: Privat)

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„Südafrikas Hells Angels sind eine Gefahr“

Im Interview mit André Schulz, Vorsitzender des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK)

(Autor: Ghassan Abid)

Andre Schulz

© André Schulz ist seit 2011 Vorsitzender des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK), dem gewerkschaftlichen Berufsverband der Kriminalpolizei in Deutschland. Im Interview mit der Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ warnt der beim LKA Hamburg tätige BDK-Vorsitzende vor den wachsenden Rockerstrukturen in Südafrika. Dafür bedarf es aber politischen Willen, um auch am Kap gegen Hells Angels und Red Devils vorzugehen. Denn Südafrikas Hells Angels sind ähnlich wie der deutsche Ableger eine Bedrohung für die Gesellschaft, so Schulz.

2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ Herrn André Schulz, Vorsitzender des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK) und Mitarbeiter beim LKA Hamburg im Bereich der wissenschaftlichen Analyse und Forschung. Die Bekämpfung der Rockerkriminalität hat sich zu einem Schwerpunktthema deutscher Behörden entwickelt. Wie wirksam sind Kuttenverbote, Klubschließungen und eine demonstrative Polizeipräsenz tatsächlich?

Antwort: All das sind erforderliche Bausteine bei der Bekämpfung der Rockerkriminalität. Kriminelle Rockergruppierungen spielen für die Polizei mehr und mehr eine Rolle. Im Jahr 2013 stand in Deutschland beinahe jedes achte Verfahren im Bereich der Organisierten Kriminalität (OK) im Zusammenhang mit Rockergruppierungen. Der BDK weist bereits seit Jahren auf die steigende Bedrohung für die Gesellschaft durch polizeirelevante Rockerclubs (sog. OMCG’s = outlaw motorcycle gangs), wie die Hells Angels, Bandidos oder Gremium MC, hin.

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Treffen der Rockerbosse „Neco“ und „Boki“

Kommentar zum Geheimbündnis zwischen türkischen Hells Angels und der Streetgang United Tribuns

(Autor: Ghassan Abid)

– Hells Angels-Spezial –

Neco & Boki

© Der United Tribuns-Boss „Boki“ [rechts im Bild] und der türkische Hells Angels-Präsident „Neco“ [links im Bild] trafen sich im Rahmen des Rockerbündnisses zwischen dem MC und der Streetgang an einem geheimen Ort. Neco braucht die United Tribuns, um den deutschen Altrockern die Grenzen aufzuzeigen. Der bosnische Ex-Boxer und der ehemalige türkische Zuhälter pflegen ein gutes Verhältnis zueinander, heißt es aus der Szene. (Quelle: Privat)

Das der Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ vorliegende Foto hätte nicht symbolträchtiger ausfallen können. Zu sehen sind der ehemalige bosnische Boxer und United Tribuns-Boss Almir Ćulum alias „Boki“ und der türkische Ex-Zuhälter und Präsident des Hells Angels MC Nomads Turkey Necati Arabaci alias „Neco“. Die Botschaft des Bildes ist unmissverständlich: Ihr, die deutschen Altrocker des Hells Angels MC, habt nicht mehr das Sagen. Zusätzlich soll auch der Staat angesprochen werden, wonach die MC-Szene nicht mehr zu stoppen ist. Die Verbreitung des Fotos ist mit Sicherheit kein Zufall, sondern das Ergebnis einer langen strategischen Überlegung.

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Rocker planen Namibia-Expansion

Exklusiv: Hells Angels MC und Supporter-Club Red Devils werden in Südafrika immer mächtiger

(2010sdafrika-Redaktion)

Der Hells Angels MC in Südafrika ist so stark aufgestellt wie noch nie zuvor. Während in Deutschland die ersten Charters des Rockerklubs bereits schließen mussten bzw. verboten wurden, wachsen die Rocker am Kap unvermindert fort und nehmen, wie exklusiv erfahren, nun auch das Nachbarland Namibia ins Visier. Denn dort soll demnächst das erste Hells Angels Charter im Land überhaupt entstehen. Erschreckender ist die Tatsache, dass diese Entwicklung  weder den Staat noch die Presse im südlichen Afrika interessiert.

© Der Hells Angels MC und dessen Supporter-Club Red Devils werden in Südafrika zunehmend mächtiger und sind bald womöglich unkontrollierbar. Nun planen die Höllenengel die Expansion nach Namibia, wie die Redaktion von "SÜDAFRIKA - Land der Kontraste" von einem Insider exklusiv erfahren hat. (Quelle: flickr/ Daniel Hartwig)

© Der Hells Angels MC und dessen Supporter-Club Red Devils werden in Südafrika zunehmend mächtiger und sind bald womöglich unkontrollierbar. Nun planen die Höllenengel die Expansion nach Namibia, wie die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ von einem Insider exklusiv erfahren hat. (Quelle: flickr/ Daniel Hartwig)

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Deutsche Hells Angels-Geldwäsche in Südafrika

Exklusiv: Im Interview mit Ulrich Detrois alias „Bad Boy Uli“, Hells Angels-Aussteiger und Buchautor

(Autor: Ghassan Abid)

    © Ulrich Detrois war einer der einflussreichsten deutschen Hells Angels-Mitglieder. Unter dem Rockernamen „Bad Boy Uli“ schaffte er es zum De Facto-Präsidenten des Charters Kassel. Nach seinem Rausschmiss, verfasste der Ex-Höllenengel die beiden Bücher „Höllenritt: Ein deutscher Hells Angel packt aus“ und „Wir sehen uns in der Hölle“. Insiderwissen wurde öffentlich gemacht. Seither lebt der Kasseler an einem geheimen Ort, stets der Gefahr eines Mordanschlages ausgesetzt. "SÜDAFRIKA - Land der Kontraste" interviewte exklusiv den Hells Angels-Aussteiger, der weitere Interna zu den deutsch-südafrikanischen Beziehungen offenbarte. (Quelle: Ullstein Buchverlage)

© Ulrich Detrois war einer der einflussreichsten deutschen Hells Angels-Mitglieder. Unter dem Rockernamen „Bad Boy Uli“ schaffte er es zum De Facto-Präsidenten des Charters Kassel. Nach seinem Rausschmiss, verfasste der Ex-Höllenengel die beiden Bücher „Höllenritt: Ein deutscher Hells Angel packt aus“ und „Wir sehen uns in der Hölle“. Insiderwissen wurde öffentlich gemacht. Seither lebt der Kasseler an einem geheimen Ort, stets der Gefahr eines Mordanschlages ausgesetzt. „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ interviewte exklusiv den Hells Angels-Aussteiger, der weitere Interna zu den deutsch-südafrikanischen Beziehungen offenbarte. (Quelle: Ullstein Buchverlage)

2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ den ehemaligen Vizepräsidenten der Hells Angels in Kassel und heutigen Buchautoren Ulrich Detrois alias „Bad Boy Uli“. Wie kamen Sie in den 90er-Jahren zu den Rockern und wie erlebten Sie diese Zeit?

Antwort: In den 90ern habe ich mit einigen anderen Zuhältern zuerst den Motorradclub BONES gegründet. Dieser war ein national tätiger Motorradclub, der hauptsächlich im Rotlicht tätig war. Da ich schon seit meinem 14. Lebensjahr Motorrad und auch Motorradrennen gefahren bin, lag es für mich auf der Hand, meine berufliche Expansion im Rotlichtmilieu mit dem Motorradfahren zu verbinden und die Kontakte des MC entsprechend zu nutzen.

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