Schlagwort-Archive: Rücktritt

Tausende bei Zuma-Must-Fall-Demos

In Pretoria, Johannesburg und Kapstadt wurde der Rücktritt von Präsident Jacob Zuma gefordert

(2010sdafrika-Redaktion)

Der heutige 16. Dezember ist in Südafrika ein gesetzlicher Feiertag. Als Tag der Versöhnung erinnert dieser an die einstigen Rivalitäten zwischen Weißen und Schwarzen bzw. an das Ende der Apartheid. Bewusst ist dieser wichtige Termin ausgewählt worden, um gegen Staatspräsident Jacob Zuma zu demonstrieren. Tausende Südafrikaner gingen auf die Straßen der Städte Pretoria, Johannesburg und Kapstadt, um seinen Rücktritt lautstark zu fordern.

ZumaMustFall

© Tausende Menschen kamen unter dem Slogan „Zuma Must Fall“ in Pretoria, Johannesburg und Kapstadt zusammen, um den Rücktritt von Staatspräsident Jacob Zuma zu fordern. Er sei korrupt, habgierig und handele nicht im Interesse der Bevölkerung Südafrikas, hieß es von den Demonstranten. (Quelle: James van der Hoven)

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Staatsrundfunk weiterhin in der Krise

SABC-CEO Lulama Mkhobo tritt nach nur zwei Jahren im Amt zurück. Chaos im Auckland Park hält an

(2010sdafrika-Redaktion)

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk Südafrikas, die „South African Broadcasting Corporation (SABC)”, muss sich wiederholt von einer führenden Mitarbeiterin trennen. Die oberste Chefin der Rundfunkgruppe, Lulama Mokhobo, erklärte kürzlich ihren Rücktritt. Medienbeobachter überrascht diese Meldung nicht. Denn die Sendergruppe mit Sitz im Auckland Park befindet sich schon seit Jahren unter anderem in einem Führungschaos.

© Die staatliche Rundfunkanstalt SABC befindet sich weiterhin im Führungschaos. Nun trat die oberste Chefin der Mediengruppe, Lulama Mkhobo, von ihrem Posten zurück. Medienbeobachter bewerten die SABC schon länger als einen Spielball der Regierungspartei ANC. (Quelle: flickr/ mngani)

© Die staatliche Rundfunkanstalt SABC befindet sich weiterhin im Führungschaos. Nun trat die oberste Chefin der Mediengruppe, Lulama Mkhobo, von ihrem Posten zurück. Medienbeobachter bewerten die SABC schon länger als einen Spielball der Regierungspartei ANC. (Quelle: flickr/ mngani)

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Schrei vor Unglück?

E-Commerce-Konzepte Zalando und Zando in der Existenzkrise. Investor „Rocket Internet“ gerät unter Druck

(Autor: Ghassan Abid)

Zalando ist in Deutschland als schriller E-Commerce-Anbieter im Bereich Textilien bekannt. Der 2008 gegründete Online-Händler zählt zu den führenden Modeversandhäusern. Mit einem Umsatz von 1,15 Milliarden Euro in 2012 erweist sich Zalando als interessantes Investitionsobjekt. Allerdings verbucht das Berliner Start-Up-Unternehmen auch nach 5-jährigem Bestehen weiterhin Verluste in Millionenhöhe; allein für das Jahr 2012 einen Verlust von knapp 80 Millionen Euro. Beim südafrikanischen Ableger Zando ist die Lage deutlich angespannter, heißt es aus interner Quelle vom Firmensitz in Kapstadt.

© Zalando und Zando sind beides E-Commerce-Unternehmenskonzepte aus dem Hause des Berliner Investors "Rocket Internet". Beide Unternehmen haben erhebliche Schwierigkeiten, sich auf Dauer zu halten. Der südafrikanische Schuhversandhändler Zando steckt in einer tiefen Krise, heißt es aus interner Quelle. Das deutsch-österreichische Zando-Managementduo Manuel Koser und Peter Allerstorfer musste bereits gehen. (Quelle: Pressebild Zando)

© Zalando und Zando sind beides E-Commerce-Unternehmenskonzepte aus dem Hause des Berliner Investors „Rocket Internet“. Beide Unternehmen haben erhebliche Schwierigkeiten, sich auf Dauer zu halten. Der südafrikanische Schuhversandhändler Zando steckt in einer tiefen Krise, heißt es aus interner Quelle. Das deutsch-österreichische Zando-Managementduo Manuel Koser und Peter Allerstorfer musste bereits gehen. (Quelle: Pressebild Zando)

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Der Aufstand der Ärmsten

Gewalttätige Ausschreitungen in Johannesburg. Polizei antwortet mit Gummigeschossen und Festnahmen

(2010sdafrika-Redaktion)

Am gestrigen Mittwoch entlud sich im Johannesburger Stadtgebiet die Verzweiflung von mehreren hundert Demonstranten in gewalttätige Ausschreitungen gegen eingetroffene Polizisten. Die Beamten mussten in Soweto mit Gummigeschossen und Tränengas gegen die Protestler vorgehen, nachdem diese wichtige Straßen blockiert hatten. Ein Helikopter der Polizei unterstützte die Kräfte. Mehrere Township-Bewohner sollen festgenommen worden sein.

© In Soweto musste die Polizei gegen einen gewaltsamen Protest von Township-Bewohnern vorgehen. Immer wieder protestieren die Ärmsten in den verschiedensten Städten Südafrikas für ein besseres Leben. (Quelle: flickr/ Darren O'Brien)

© In Soweto musste die Polizei gegen einen gewaltsamen Protest von Township-Bewohnern vorgehen. Immer wieder protestieren die Ärmsten in den verschiedensten Städten Südafrikas für ein besseres Leben. (Quelle: flickr/ Darren O’Brien)

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Südafrikas Staatsrundfunk in der Krise

SABC zwischen Regierungsabhängigkeit und Machtkonflikten

 (Autor: Ghassan Abid)

Building a Common Future“ lautet die Vision der staatlichen Rundfunkgruppe Südafrikas. Der „South African Broadcasting Corporation (SABC)“ unterstehen gegenwärtig die drei Fernsehsender SABC 1, SABC 2 sowie SABC 3 und 18 Radiostationen. Zwei weitere TV-Stationen sind zurzeit in Planung – SABC 4 und SABC 5. Rund 55,7 Millionen Zuschauer und Zuhörer greifen jede Woche auf den öffentlichen Rundfunk zurück, heißt es auf der rundfunkeigenen Homepage. Allerdings befindet sich die SABC seit längerer Zeit in einer ernsten Krise.

© Im Johannesburger Vorort Auckland Park sitzt das Staatsfernsehen SABC. Der öffentliche Rundfunk ist bemüht, einen Ein-Milliarden Rand Kredit abzubezahlen. Doch gefährden Machtkämpfe im SABC-Management, die ANC-Einflussnahme in die Berichterstattung und fehlende Transparenz bezüglich der eigenen Rundfunkfinanzen diesen harten Sparkurs. (Quelle: flickr/ lemoncat1)

© Im Johannesburger Vorort Auckland Park sitzt das Staatsfernsehen SABC. Der öffentliche Rundfunk ist bemüht, einen Ein-Milliarden-Rand-Kredit (rund 83 Millionen Euro) abzubezahlen. Doch gefährden Machtkämpfe im SABC-Management, die ANC-Einflussnahme in die Berichterstattung und fehlende Transparenz bezüglich der eigenen Rundfunkfinanzen diesen harten Sparkurs. (Quelle: flickr/ lemoncat1)

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Schavan in Südafrika

Promotionsaffäre überschattet Arbeitsbesuch der Bundesforschungsministerin

(Autor: Ghassan Abid)

Der Zeitpunkt hätte nicht ungünstiger liegen können. Vor Kurzem trifft die Bundesforschungsministerin Annette Schavan in Südafrika ein und schon wird in sämtlichen Medien – ob Spiegel, Zeit, taz, n-tv oder ZDF – hierzulande über ihren Rücktritt spekuliert. Die Oppositionsparteien im Deutschen Bundestag verstärken den Druck. Das Nachsehen haben die Beteiligten der deutsch-südafrikanischen Forschungskooperation.

© Die Aberkennung des Doktorgrades von Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) droht den fünftägigen Arbeitsbesuch in Südafrika zum Fiasko zu katapultieren. Die südafrikanische Presse nimmt die Ministerin am Kap ohnehin so gut wie nicht wahr. (Quelle: flickr/ Rob Vegas)

© Die Aberkennung des Doktorgrades von Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) droht den fünftägigen Arbeitsbesuch in Südafrika zum Fiasko zu katapultieren. Die südafrikanische Presse nimmt die Ministerin am Kap ohnehin so gut wie nicht wahr. (Quelle: flickr/ Rob Vegas)

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Investorenfreundliches Klima in Mangaung

Verstaatlichungspläne sind vom Tisch, doch dafür sollen neue Steuern für Konzerne kommen

(Autor: Ghassan Abid)

– ANC-Parteitag-Spezial –

Nachdem auf dem Parteitag des Afrikanischen Nationalkongresses in Mangaung über die ANC-Spitzenposten entschieden worden ist, steht nun die inhaltliche Debatte über politische Themen an. Schwerpunkt dürfte die Wirtschafts- und Industriepolitik Südafrikas sein. Die Debatte über wirtschaftliche Entwicklungen lässt einen Eindruck aufkommen: Investorenfreundlichkeit.

    © Südafrikas neuer Vizepräsident Cyril Ramaphosa war Gründer und Generalsekretär der Minengewerkschaft "National Union of Mineworkers (NUM)", wechselte jedoch nach dem Ende der Apartheid in die Bergbaubranche. Er gilt mittlerweile als wirtschaftsliberaler ANC-Politiker. Die Wirtschaft verbindet mit Ramaphosa, so derzeitige Analysen, eine Vertrauensrückgewinnung in die südafrikanische Regierung. Unterdessen deuten sich auf dem ANC-Parteitag in Mangaung investorenfreundliche Entscheidungen an. (Quelle: flickr/ Pan-African News Wire)

© Südafrikas neuer ANC-Vizepräsident Cyril Ramaphosa war Gründer und Generalsekretär der Minengewerkschaft „National Union of Mineworkers (NUM)“, wechselte jedoch nach dem Ende der Apartheid in die Bergbaubranche. Er gilt mittlerweile als wirtschaftsliberaler ANC-Politiker. Die Wirtschaft verbindet mit Ramaphosa, so derzeitige Analysen, eine Vertrauensrückgewinnung in die südafrikanische Regierung. Unterdessen deuten sich auf dem ANC-Parteitag in Mangaung investorenfreundliche Entscheidungen an. (Quelle: flickr/ Pan-African News Wire)

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