Schlagwort-Archive: Sambia

Filmkritik: Mama Goema

Südafrika-Dokumentationsfestival in Berlin – 2. Veranstaltungsbericht

(Autor: Ghassan Abid)

„Mama Goema“ ist der Titel einer multinationalen Dokumentation. Die Filmschaffenden Calum MacNaughton aus Südafrika, Ángela Ramirez aus Kolumbien und Sara Gouveia aus Portugal widmeten sich 2011 der Musikszene Kapstadts. „Mama Goema“ wurde auf dem Berliner South African Documentary Festival im Agora Collective im Juli 2015 dem Publikum präsentiert und mit einem lauten sowie langen Applaus gewürdigt.

Mama Goema

© Auf dem diesjährigen South African Documentary Festival in Berlin ist die Dokumentation „Mama Goema“ gezeigt worden. Die Redaktion von “SÜDAFRIKA – Land der Kontraste” schaute sich diese an. (Quelle: Screenshot/ Mama Goema)

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Jugend forscht

Mit Mannschaftsgeist, sportlicher Leistung und Patriotismus startet Bafana Bafana in den Afrika-Cup

(Autor: Johannes Woywodt)

Dass Südafrikas Fußballnationaltrainer Ephraim „Shakes“ Mashaba die Fans und Medien mit seinen Entscheidungen zu überraschen vermag, ist nicht ungewöhnlich. Seine Neueste ist die Nominierung des 23 Spieler umfassenden Mannschaftskaders für den am heutigen Samstag beginnenden Afrika-Cup in Äquatorialguinea. Egal ob gerade in Südafrika oder in anderen fußballverrückten Ländern, über nichts lässt sich leidenschaftlicher diskutieren als über die Spielerauswahl vor einem großem Turnier. Ein in der Regel zweijährlich wiederkehrendes Schauspiel, das von den Medien meisterlich verwendet wird, um in den Lob- oder Abgesang auf die eigene Mannschaft einzusteigen.

Diski Media

© Am heutigen Samstag beginnt der Afrika-Cup 2015 in Äquatorialguinea. Südafrikas Fußballcoach Ephraim „Shakes“ Mashaba hat ein junges und vor allem unerfahrenes Team aufgestellt, das gegen starke Gegner wie Algerien, Ghana und dem Senegal antreten wird. Mit Spannung werden die Vorrundenspiele erwartet. Am 19. Januar geht es gegen die Wüstenfüchse los. (Quelle: flickr/ Diski Media)

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Vor großen Herausforderungen

Südafrika in der „Todesgruppe“ des Afrika-Cups 2015: Algerien, Ghana und Senegal sind die Gegner

(Autor: Johannes Woywodt)

Die südafrikanische Fußballnationalmannschaft wird bei der 30. Austragung des Afrika-Cups vom 17. Januar bis 8. Februar 2015 in Äquatorialguinea vor großen Herausforderungen stehen. In Gruppe C trifft das Team von Coach Ephraim „Shakes“ Mashaba auf die WM-Teilnehmer Algerien und Ghana, die schon der deutschen Fußballnationalmannschaft bei der diesjährigen Weltmeisterschaft in Brasilien größere Probleme bereitete.

Axel Bührmann

© Vom 17. Januar bis 8. Februar 2015 wird zum 30. Mal der Afrika-Cup in Äquatorialguinea ausgetragen. Südafrikas Nationalelf trifft in der „Todesgruppe“ – der Gruppe C – auf Algerien, Ghana und Senegal. (Quelle: flickr/ Axel Bührmann)

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Favoriten des Afrika Cups 2013

Die Elefanten, die Gewehrkugeln, die Adler, The Black Stars, die Wüstenfüchse oder Bafana Bafana?

(2010sdafrika-Redaktion)

– Afrika-Cup 2013-Spezial –

Heute hat der Weltfußballverband FIFA die Ranglisten aktualisiert, die als Parameter zum internationalen Vergleich von Nationalmannschaften herangezogen werden. Kurz vor Beginn des Afrika Cups 2013 erhalten diese Rankings eine besondere Bedeutung zur Einschätzung der diesjährigen Favoriten. Leicht ist die Beantwortung der Frage, wer nun der große Favorit bei der Meisterschaft 2013 in Südafrika ist, dennoch nicht.

© Die Favoriten des Afrika Cups 2013: Elfenbeinküste, Sambia, Mali, Ghana, Algerien und Südafrika. Jede Mannschaft hat ihre Stärken und Schwächen. Es bleibt spannend.

© Die Favoriten des Afrika Cups 2013: Elfenbeinküste, Sambia, Mali, Ghana, Algerien und Südafrika. Jede Mannschaft hat ihre Stärken und Schwächen. Es bleibt spannend.

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Orange AFCON 2013

Südafrikas Fußballtrainer Gordon Igesund sagt Scheitern von Bafana Bafana voraus

(Aut0ren: Ghassan Abid, 2010sdafrika-Redaktion)

– Afrika-Cup 2013-Spezial –

Die Fußballfans auf dem afrikanischen Kontinent erwarten mit großer Spannung den Afrika Cup 2013. Vom 19. Januar 2013 bis zum 10. Februar 2013 kämpfen 16 Mannschaften in vier Gruppen um den begehrten Pokal der 29. Afrika-Fußballmeisterschaft 2013. An den fünf Spielorten Johannesburg, Durban, Port Elizabeth, Rustenburg und Mbombela (ehemals Nelspruit) ist die Organisation zur Gestaltung von Fanbereichen abgeschlossen. Noch ist unklar, wie viele Gäste zum Fußball-Event am Kap anreisen werden und wie gut bzw. wie schlecht Südafrika abschneiden wird.

© Vom 19. Januar 2013 bis zum 10. Februar 2013 kämpfen 16 Mannschaften in vier Gruppen um den begehrten Pokal der 29. Afrika-Fußballmeisterschaft 2013 in Südafrika. Trainer Gordon Igesund sagt ein Scheitern von Bafana Bafana voraus. Realismus oder Pessimismus? (Quelle: flickr/ kimmiji2012)

© Vom 19. Januar 2013 bis zum 10. Februar 2013 kämpfen 16 Mannschaften in vier Gruppen um den begehrten Pokal der 29. Afrika-Fußballmeisterschaft 2013 in Südafrika. Trainer Gordon Igesund sagt ein Scheitern von Bafana Bafana voraus. Realismus oder Pessimismus? (Quelle: flickr/ kimmiji2012)

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Afrika Cup 2013 in Südafrika

Bafana Bafana stößt in Gruppe A auf Angola, Marokko und Kap Verde. Den Sieg von 1996 wiederholen.

(Autoren: Ghassan Abid, 2010sdafrika-Redaktion)

– Afrika-Cup 2013-Spezial –

Am 19. Januar 2013 wird in Johannesburg die Eröffnungspartie des „Orange Africa Cup of Nations, South Africa 2013“ – kurz: Orange AFCON – zwischen Südafrika und Kap Verde angepfiffen. Über 87.000 Zuschauer fiebern an diesem Tag im Soccer City-Stadion mit.

    © Vom 19. Januar bis 10. Februar 2013 wird Südafrika den Afrika Cup 2013 als Gastland austragen. 16 Mannschaften in vier Gruppen kämpfen um den begehrten Pokal. Südafrika trifft in Gruppe A auf Kap Verde, Marokko und Angola. Die "Todesgruppe D" wird als die schwerste und spielerisch beste Gruppe gewertet. Bereits 1996 traten am Kap die verschiedenen afrikanischen Fußballnationen gegeneinander an, in dessen Folge die Südafrikaner bislang einmalig mit einem 2:0 gegen Tunesien als Cup-Sieger hervorgingen. 2010 fand die erste afrikanische Fußball-WM ebenfalls in Südafrika statt. (Quelle: BrandSouthAfrica/ MediaClubSouthAfrica.com)

© Vom 19. Januar bis 10. Februar 2013 wird Südafrika den Afrika Cup 2013 als Gastland austragen. 16 Mannschaften in vier Gruppen kämpfen um den begehrten Pokal. Südafrika trifft in Gruppe A auf Kap Verde, Marokko und Angola. Die „Todesgruppe D“ wird als die schwerste und spielerisch beste Gruppe gewertet. Bereits 1996 traten am Kap die verschiedenen afrikanischen Fußballnationen gegeneinander an, in dessen Folge die Südafrikaner bislang einmalig mit einem 2:0 gegen Tunesien als Cup-Sieger hervorgingen. 2010 fand die erste afrikanische Fußball-WM ebenfalls in Südafrika statt. (Quelle: BrandSouthAfrica/ MediaClubSouthAfrica.com)

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Buchautorin Barbara Brühwiler im Interview

Johannesburg ist „unser neues Zuhause“

(Autor: Ghassan Abid)

© Buchautorin Barbara Brühwiler

2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen bei „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ die Schweizer Buchautorin Barbara Brühwiler. Frau Brühwiler, sie lebten in der Schweiz und wanderten schließlich 2006 aus beruflichen Gründen mit Ihrem Mann nach Johannesburg aus. Welchen Eindruck hatten Sie von Südafrika und speziell zu Johannesburg vor der Ausreise?

Antwort: Vor unserer Auswanderung kannten mein Mann und ich Südafrika von Reisen und von Besuchen bei Freunden. Deshalb hatten wir auch schon einen Eindruck davon, wie es sich in diesem Land lebt. Johannesburg aber, unser heutiges Zuhause, kannten wir überhaupt nicht. Wir sind zwar jeweils über den dortigen Flughafen eingereist, haben dann aber gleich einen Mietwagen geholt und sind schnurstracks zu unserer Wunschdestination gefahren, zum Beispiel Sun City oder zum Krüger Park. Johannesburg hatte eigentlich keine Attraktion, die wir unbedingt besuchen wollten, und schien uns auch sehr gefährlich – nach all’ den Geschichten, die man so hörte…

2010sdafrika-Redaktion: Inwieweit konnte sich dieser Eindruck während Ihres Aufenthaltes in Johannesburg verändern?

Antwort: Nachdem Johannesburg seit einigen Jahren mein Zuhause ist, kenne ich es natürlich besser. Die Stadt bietet dem Einwohner extrem viel, finde ich. Wir wohnen wunderschön im Grünen, aber auch sehr ländlich, mein Mann sieht auf seinem Arbeitsweg regelmässig Zebras, Gnus und Giraffen (durch den Zaun vom Lion Park, einem Wildreservat – aber das Klischee ist doch schön, nicht?), und Konzerte von Weltstars wie Elton John, Céline Dion, aber auch Theateraufführungen sind nur 15-20 Autominuten von uns entfernt. Dazu kommt der südafrikanische Lebensstil, beim dem man viel im Freien ist, mit viel Sport und Essen und Kochen auf der Terrasse und immer wieder einmal einem Sprung in den Pool. Johannesburg rühmt sich, eins der besten Klimas auf der Welt zu haben, und da ist wohl was dran. Durchschnittlich scheint hier die Sonne mehr als 8 Stunden pro Tag, und während 8 Monaten im Jahr können wir mit kurzen Ärmeln durch den Tag gehen.

Als Touristendestination finde ich Johannesburg aber immer noch nicht erstklassig. Obwohl ich die Stadt liebe, finde ich, dass es in Südafrika lohnendere Ziele gibt für ausländische Besucher. Vor der Kriminalität in Johannesburg habe ich immer noch Respekt, denn Freunde von mir haben schon bewaffnete Einbrüche, Überfälle im Auto und ähnliches erlebt. Ich selber und meine Familie, wir waren nie in irgendeiner Art bedroht. Wir schützen uns, indem wir in einem gesicherten Dorf wohnen (man nennt das hier „Estate“, ich habe es in meinem Buch ausführlicher beschrieben), das Auto von innen verschliessen, Handtaschen nicht sichtbar im Auto mitführen, und ähnliche Massnahmen befolgen. Die meisten Südafrikaner sind sehr nett, aber man weiss halt nie, welches die schwarzen Schafe sind.

2010sdafrika-Redaktion: Die Fußball-WM 2010 ist nun einige Monate her. Wie bewerten Sie abschließend das größte interkulturelle Spektakel im Hinblick auf die Verständigung von weißhäutigen und dunkelhäutigen Südafrikanern? Konnte mit der WM dem Nation-Building Rechnung getragen werden und falls ja, wie lange wird dieser Effekt Ihrer Meinung nach anhalten?

Antwort: Für das Land die Gastgeberrolle bei der Fussball-WM ein grossartiges „Projekt“, das vom grössten Teil der Bevölkerung unterstützt und getragen wurde. Das fühlten die ausländischen Gäste auch, von denen ich nur begeisterte Stimmen hörte.
Im Kleinen, das heisst zwischen den einzelnen Menschen, ist es etwas anders. Vor und während der Fussball-WM fieberten die Südafrikaner im allgemeinen mit. Menschen aller Farben trugen das südafrikanische National-Trikot, schwenkten Fahnen und bliesen die Vuvuzela. Man lächelte sich zu oder wechselte auch einmal einen Satz, aber einen tieferen Kontakt ermöglichte diese besondere Situation meiner Erfahrung nicht. Die Trennung der verschiedenen Rassen ist weiterhin deutlich sichtbar, scheint mir. Sehe ich in einer Mall zum Beispiel Freundinnen beim Bummeln oder im Café, so sind sie fast immer derselben Hautfarbe.

© Cover des Buches ´Boerewors und Chardonnay – Ein Jahr in Südafrika´

2010sdafrika-Redaktion: 2009 veröffentlichten Sie das Buch „Boerewors und Chardonnay – Ein Jahr in Südafrika“, eine interessante Lektüre, die das Auswandern nach Südafrika thematisiert. Als Protagonisten im Buch beschreiben Sie das Paar Sandra und Lukas, die mit ihren beiden Kindern Tim und Max das Lebensglück in Johannesburg suchen. Warum wählten Sie Johannesburg, einer Stadt mit mehr Ermordeten als Verkehrstoten, und nicht das populäre Kapstadt, Durban oder Pretoria?

Antwort: Johannesburg ist ein faszinierender Ort zum Wohnen, es ist viel “afrikanischer“ als die anderen von Ihnen genannten Städte. Mit meinem Buch wollte ich auch ein paar Vorurteile abbauen, von wegen man kann sich hier nur im gepanzerten Fahrzeug bewegen und so. Ausserdem wohne ich selber in Johannesburg, da fiel es mir natürlich leicht, die Geschichte dort anzusiedeln.

2010sdafrika-Redaktion: Eine nicht unerhebliche Zahl von weißhäutigen Südafrikanern sucht seit Jahren den Weg ins Ausland und gleichzeitig die Flucht vor der labilen Sicherheitslage im Lande. Auch ist die gegenwärtige Presse- und Meinungsfreiheit mehr als fragil. Halten Sie es für grundsätzlich möglich, dass sich Sandra und Lukas in eventuell 10 Jahren ebenfalls diesem Abwanderungsprozess – dem „brain drain“ – anschließen könnten?

Antwort: Sandra und Lukas sind typische „expatriotes“, die für eine Firma in ein Land geschickt werden und dort eine gewisse Zeit leben. Das Ziel ist nicht, sich dort für immer anzusiedeln. Es wird sich aber zeigen, ob sie eventuell bereit sind, für immer zu bleiben – es gefällt ihnen ja durchaus sehr gut! Während es der südafrikanischen Wirtschaft sehr gut geht, stimmen die Entwicklungen in der regierungsbildenden Partei Südafrikas, dem ANC, ein bisschen nachdenklich. Viele Leute hier versuchen, einen zweiten Pass zu bekommen, damit sie das Land im Notfall verlassen können. Aber viele kommen auch zurück, weil es für sie doch das schönste Land der Welt ist. Und viele Ausländer leisten sich in Südafrika ein (Zweit-)Haus, weil das Land so wunderschön ist und der Lebensstil so viel Spass macht.

2010sdafrika-Redaktion: Welche persönlichen Träume möchten Sie gerne noch verwirklichen? Planen Sie ein weiteres Buch?

Antwort: Ich habe einen Vertrag für ein weiteres Buch; doch im Moment arbeite ich an ein paar anderen Projekten. Ich möchte sicher noch gerne mehr in Afrika reisen: Botswana, Namibia und vielleicht Sambia stehen auf meiner Wunschliste für die nächsten Jahre. Safari macht süchtig!

2010sdafrika-Redaktion: Wenn Sie einem Auswanderer das Land Südafrika in drei Schlagwörter beschreiben müssten, welche wären das dann?

Antwort: Tut mir leid, mit der Antwort auf diese Frage tue ich mich schwer. Es fällt mir zu viel ein…

2010sdafrika-Redaktion: Barbara Brühwiler, eine in Südafrika lebende Schweizer Buchautorin, vielen Dank für das Interview!

Gastbeitrag von Barbara Brühwiler für das Südafrika-Portal – „Leben in der “Stadt des Goldes”:

https://2010sdafrika.wordpress.com/2010/05/24/leben-in-der-stadt-des-goldes/

Website von Barbara Brühwiler:

www.ein-jahr-in-suedafrika.com