Schlagwort-Archive: Schule

Chinesisch-Unterricht in Südafrika

500 Grund- und Mittelschulen werden Chinesisch als Fremdsprache in den nächsten 5 Jahren einführen

(2010sdafrika-Redaktion)

China und Südafrika gelten als enge Partner, die gemeinsame Interessen teilen. Immer wieder besuchen sich Mitglieder der Regierungen, Wirtschaftsvertreter und hohe politische Beamte gegenseitig. Zahlreiche Abkommen wurden geschlossen, darunter auch eines zum Ausbau des China-Unterrichts in Südafrika. Daraufhin wurde das Volksbildungsprogramm geändert, wonach in den nächsten 5 Jahren Chinesisch an 500 südafrikanischen Schulen angeboten wird.

Jonathan Kos-Read

© Die Volksrepublik China ist zurzeit bestrebt, die eigene Kultur und die Sprache in Südafrika zu vermitteln. Geplant ist, dass bis 2020 rund 500 südafrikanische Schulen die Fremdsprache Chinesisch einführen sollen. (Quelle: flickr/ Jonathan Kos-Read)

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Erste staatliche Autismus-Schule in Südafrika

Thulasizwe School in Soweto für Kinder mit neurologischen Entwicklungsstörungen

(Autor: Ghassan Abid)

Südafrika ist ein Land, dass durchaus über exzellente Schulen auf europäischen Niveau verfügt. Jedoch befinden sich diese meist in privater Hand. Die Inanspruchnahme entsprechender Bildungsangebote ist kostenintensiv. Die meisten Eltern verfügen nicht über das notwendige Einkommen. Sie müssen sich dafür in die meist im schlechten Zustand befindlichen Schulen des Staates begeben. Dabei werden individuelle Entwicklungsstörungen wie Autismus komplett ausgeblendet. In Soweto eröffnete kürzlich die erste staatliche Autismus-Schule.

Sonja

© Im Januar 2016 eröffnete in Soweto die Thulasizwe School for Autism, die erste staatliche Autismus-Schule des Landes. Bis dato deckten nur private Bildungseinrichtungen entsprechende kostenintensive Sonderbetreuungen ab. (Quelle: flickr/ Sonja)

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Schulen ohne Perspektive

Südafrikas Grundschulministerin bezeichnet Bildungssystem als „nationale Katastrophe“

(2010sdafrika-Redaktion)

Die südafrikanische Grundschulministerin Angie Motshekga musste sich vor Kurzem eingestehen, dass die öffentlichen Schulen des Landes im großen Stil kollabiert sind. Demnach bezeichnete die seit dem Jahr 2009 im Amt befindliche Ministerin den Zustand der Einrichtungen als eine „nationale Katastrophe„. Ebenso sprach sie in diesem Zusammenhang von einer „Krise„, zitierte sie die Zeitung „City Press“ auf einer internen Sitzung.

GovernmentZA

© Südafrikas Grundschulministerin Angie Motshekga bezeichnete den Zustand der Schulen als eine „nationale Katastrophe“. Ebenso sprach sie in diesem Zusammenhang von einer „Krise“. Die Lehrer stehen nun in der Kritik, für den Kollaps verantwortlich zu sein. (Quelle: flickr/ GovernmentZA)

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Lichtblick-Kolumne: Initiativen ausm Township

Die Phumelela Youth Development Organization (PYDO) im Nelson Mandela Township in Port Alfred

(Autorin: Melanie Akerboom berichtet in ihrer Kolumne über innovative Projekte aus den Townships. Gegenwärtig ist sie als Fotografin tätig. Im Vorfeld studierte sie Social Entrepreneurship in London, verbunden mit Arbeitseinsätzen in Südafrika.)

Nachdem ich letztes Mal über den Ilizwi Photo Club geschrieben habe, möchte ich diesmal die Phumelela Youth Development Organization (PYDO) vorstellen. PYDO kümmert sich um gefährdete und benachteiligte Kinder und Jugendliche, sowie Waisen, im Alter von 4-24 Jahren. Die gemeinnützige Organisation, die als Non-Profit-Organisation (NPO) registriert ist, ist im Nelson Mandela Township in Port Alfred aktiv.

© Die Phumelela Youth Development Organization (PYDO) ist im Nelson Mandela Township in Port Alfred aktiv. Die Non-Profit-Organisation kümmert sich um gefährdete und benachteiligte Kinder und Jugendliche. Lichtblick-Kolumnistin Melanie Akerboom schaute sich das Projekt vor Ort an.

© Die Phumelela Youth Development Organization (PYDO) ist im Nelson Mandela Township in Port Alfred aktiv. Die Non-Profit-Organisation kümmert sich um gefährdete und benachteiligte Kinder und Jugendliche. Lichtblick-Kolumnistin Melanie Akerboom schaute sich das Projekt vor Ort an.

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Berlin dankt Nelson Mandela

Ein Gastbeitrag von Klaus Wowereit, Regierender Bürgermeister von Berlin: Südafrika hielt den Atem an“

(Ein Exklusiv-Artikel des Politikers Klaus Wowereit)

– MANDELA-Spezial –

© Klaus Wowereit, Regierender Bürgermeister von Berlin, verfasste für die Redaktion von “SÜDAFRIKA – Land der Kontraste” einen Exklusiv-Gastbeitrag zum Tod Nelson Mandelas. (Quelle: Senatskanzlei Berlin)

© Klaus Wowereit, Regierender Bürgermeister von Berlin, verfasste für die Redaktion von “SÜDAFRIKA – Land der Kontraste” einen Exklusiv-Gastbeitrag zum Tod Nelson Mandelas. (Quelle: Senatskanzlei Berlin)

Der feierliche Abschied von Nelson Mandela hat in den letzten Tagen eindrucksvoll bewiesen, welch große geschichtliche Gestalt es war, die uns verlassen hat. Staatsmänner und –frauen aus aller Welt, Bürgerinnen und Bürger des freien Südafrikas, Weggefährten, Freunde, ehemalige Gegner und viele hundert Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer an den Fernsehgeräten gedachten eines Vorbilds für Demokratie und Freiheit. Es war ein Tag, an dem Südafrika den Atem anhielt, aber auch ein Moment globaler Emotion.

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„Nicht nur Tebartz-van Elst bräuchte eine Auszeit“

Im Interview mit Bischof Michael Wüstenberg des südafrikanischen Bistums Aliwal

(Autor: Ghassan Abid)

© Michael Wüstenberg ist Bischof des südafrikanischen Bistums Aliwal. In der Hansestadt Hamburg ist er aufgewachsen. Später unterhielt er Kontakte nach Burkina Faso in Westafrika. In Südafrika engagiert er sich heute in vielfältiger Hinsicht in einer "Kirche der Armen unter den Armen". Die Berichterstattung zum Limburger Bischof Tebartz-van Elst hält er für wichtig und richtig, sofern Respekt und Menschenwürde geachtet werden. Zum Südafrika-Aufenthalt von Tebartz-van Elst wurde der Bischof durch das Online-Medium "SÜDAFRIKA - Land der Kontraste" auf die Probleme aufmerksam gemacht.

© Michael Wüstenberg ist Bischof des südafrikanischen Bistums Aliwal. In der Hansestadt Hamburg ist er aufgewachsen. Später unterhielt er Kontakte nach Burkina Faso in Westafrika. In Südafrika engagiert er sich heute in vielfältiger Hinsicht in einer „Kirche der Armen unter den Armen“. Die Berichterstattung zum Limburger Bischof Tebartz-van Elst hält er für wichtig und richtig, sofern Respekt und Menschenwürde geachtet werden. Zum Südafrika-Aufenthalt von Tebartz-van Elst wurde der Bischof durch das Online-Medium „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ auf die Probleme aufmerksam gemacht.

2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ Herrn Michael Wüstenberg, deutscher Bischof in Südafrika. Sie sind in Hamburg aufgewachsen und seit 1992 in Südafrika tätig. Wie kam es dazu, dass es Sie ans Kap verschlagen hatte?

Antwort: Ich bin ja noch immer etwa 1000 km vom Kap weg, eben im Ost-Kap. Verschlagen hat es mich nicht. Ich wollte in Afrika mehr über Inkulturation, aktive Beteiligung von Gemeindemitgliedern und Basisgemeinschaften lernen. Das hatte mich in Begegnungen mit Gemeinden vor allem in Burkina Faso fasziniert. Wenn etwas mich verschlagen hat, dann meine Unkenntnisse in Französisch. Ansonsten wäre Westafrika auch eine Wahl gewesen.

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Schwangerschaft bei 9-jährigen Kindern

Schulministerium veröffentlicht schockierende Statistik zu südafrikanischen Schülern

(Autor: Ghassan Abid)

Ein südafrikanischer Journalist informierte die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ über die kürzliche Veröffentlichung einer Statistik des südafrikanischen Grundschulministeriums, die bislang kaum mediale Beachtung gefunden hat. Und dabei sind die Zahlen in den „Annual School Surveys“ für die Jahre 2009, 2010 und 2011 mehr als schockierend.

© Das südafrikanische Grundschulministerium veröffentlichte eine Studie mit hoher Brisanz. Demnach sind allein im Jahr 2009 genau 109 Fälle mit 9-jährigen Mädchen bekannt, die sich in einer Schwangerschaft befanden. Die Dunkelziffer dürfte weit höher liegen. (Quelle: flickr/ MUA)

© Das südafrikanische Grundschulministerium veröffentlichte eine Studie mit hoher Brisanz. Demnach sind allein im Jahr 2009 genau 109 Fälle mit 9-jährigen Mädchen bekannt, die sich in einer Schwangerschaft befanden. Die Dunkelziffer dürfte weit höher liegen. (Quelle: flickr/ MUA)

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