Schlagwort-Archive: Schüler

Chinesisch-Unterricht in Südafrika

500 Grund- und Mittelschulen werden Chinesisch als Fremdsprache in den nächsten 5 Jahren einführen

(2010sdafrika-Redaktion)

China und Südafrika gelten als enge Partner, die gemeinsame Interessen teilen. Immer wieder besuchen sich Mitglieder der Regierungen, Wirtschaftsvertreter und hohe politische Beamte gegenseitig. Zahlreiche Abkommen wurden geschlossen, darunter auch eines zum Ausbau des China-Unterrichts in Südafrika. Daraufhin wurde das Volksbildungsprogramm geändert, wonach in den nächsten 5 Jahren Chinesisch an 500 südafrikanischen Schulen angeboten wird.

Jonathan Kos-Read

© Die Volksrepublik China ist zurzeit bestrebt, die eigene Kultur und die Sprache in Südafrika zu vermitteln. Geplant ist, dass bis 2020 rund 500 südafrikanische Schulen die Fremdsprache Chinesisch einführen sollen. (Quelle: flickr/ Jonathan Kos-Read)

Weiterlesen

Schulen ohne Perspektive

Südafrikas Grundschulministerin bezeichnet Bildungssystem als „nationale Katastrophe“

(2010sdafrika-Redaktion)

Die südafrikanische Grundschulministerin Angie Motshekga musste sich vor Kurzem eingestehen, dass die öffentlichen Schulen des Landes im großen Stil kollabiert sind. Demnach bezeichnete die seit dem Jahr 2009 im Amt befindliche Ministerin den Zustand der Einrichtungen als eine „nationale Katastrophe„. Ebenso sprach sie in diesem Zusammenhang von einer „Krise„, zitierte sie die Zeitung „City Press“ auf einer internen Sitzung.

GovernmentZA

© Südafrikas Grundschulministerin Angie Motshekga bezeichnete den Zustand der Schulen als eine „nationale Katastrophe“. Ebenso sprach sie in diesem Zusammenhang von einer „Krise“. Die Lehrer stehen nun in der Kritik, für den Kollaps verantwortlich zu sein. (Quelle: flickr/ GovernmentZA)

Weiterlesen

„Es mangelt an qualifiziertem Schulpersonal“

Im Interview mit Bernadette Gräfin von Hardenberg, Bildungsforscherin zum Land Südafrika

(Autor: Ghassan Abid)

bernadeta sw-1

© Die Bildungsforscherin Bernadette Gräfin von Hardenberg befasst sich seit Jahren mit dem Bildungssystem in Südafrika. Sie hält fest, dass die Qualitätsunterschiede zwischen den Schulen gravierend sind. Es fehlt an guten Schulleitern und Lehrern. In der Konsequenz gehen viele junge Menschen von den Schulen ab, die weder richtig lesen noch schreiben können. Die Abgänger haben es dann auf dem Arbeitsmarkt schwer, eine entsprechende Anstellung zu bekommen.

2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ Frau Bernadette Gräfin von Hardenberg, Bildungsforscherin zu Südafrika. Wie kam Ihr Interesse für das Land überhaupt zustande?

Antwort: Für Afrika interessiere ich mich schon seit meiner Kindheit. Aufgewachsen in einem kleinen polnischen Dorf nahe der deutschen Grenze erschien mir Afrika immer wie ein großes faszinierendes Abenteuer. Später habe ich Afrika dann selber durch Reisen kennengelernt und meine Anziehung zu dem Kontinent hat sich verstärkt. Als sich dann vor ca. drei Jahren die Möglichkeit ergab nach Südafrika umzuziehen, habe ich diese Gelegenheit sofort ergriffen. Als Bildungswissenschaftlerin ist dieses Land für mich so interessant, weil das Bildungssystem eines der Hauptursachen für die wirtschaftlichen und sozialen Probleme des Landes ist. Es gibt kaum andere Bereiche, in denen man einen so wichtigen Beitrag zur weiteren Entwicklung Südafrikas leisten kann wie im Bildungsbereich.

Weiterlesen

Mandela ist und bleibt ein Vorbild

Trauer und Dankbarkeit an der Nelson-Mandela Schule in Berlin

(Ein Gastbeitrag von Schulleiter Christian Nitschke)

– MANDELA-Spezial –

© Christian Nitschke, Schulleiter der Nelson-Mandela Schule, verfasste für die Redaktion von "SÜDAFRIKA - Land der Kontraste" einen Gastbeitrag zum Tod Nelson Mandelas.

© Christian Nitschke, Schulleiter der Nelson-Mandela Schule, verfasste für die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ einen Gastbeitrag zum Tod Nelson Mandelas.

Der Tod Nelsons Mandelas kam nicht unerwartet. Dennoch zeigt die Resonanz, die sein Tod weltweit ausgelöst hat, wie wichtig seine Präsenz auch als 95-Jähriger nicht nur in Südafrika offenbar noch war. Wir erinnern uns an seine Worte, an seine Erfolge und die magische Wirkung, die von seinem bloßen Lächeln ausging. Und, uns wird einmal mehr bewusst, wie kostbar und einzigartig sein Vorbild für uns ist und bleibt.

Weiterlesen

„Nicht nur Tebartz-van Elst bräuchte eine Auszeit“

Im Interview mit Bischof Michael Wüstenberg des südafrikanischen Bistums Aliwal

(Autor: Ghassan Abid)

© Michael Wüstenberg ist Bischof des südafrikanischen Bistums Aliwal. In der Hansestadt Hamburg ist er aufgewachsen. Später unterhielt er Kontakte nach Burkina Faso in Westafrika. In Südafrika engagiert er sich heute in vielfältiger Hinsicht in einer "Kirche der Armen unter den Armen". Die Berichterstattung zum Limburger Bischof Tebartz-van Elst hält er für wichtig und richtig, sofern Respekt und Menschenwürde geachtet werden. Zum Südafrika-Aufenthalt von Tebartz-van Elst wurde der Bischof durch das Online-Medium "SÜDAFRIKA - Land der Kontraste" auf die Probleme aufmerksam gemacht.

© Michael Wüstenberg ist Bischof des südafrikanischen Bistums Aliwal. In der Hansestadt Hamburg ist er aufgewachsen. Später unterhielt er Kontakte nach Burkina Faso in Westafrika. In Südafrika engagiert er sich heute in vielfältiger Hinsicht in einer „Kirche der Armen unter den Armen“. Die Berichterstattung zum Limburger Bischof Tebartz-van Elst hält er für wichtig und richtig, sofern Respekt und Menschenwürde geachtet werden. Zum Südafrika-Aufenthalt von Tebartz-van Elst wurde der Bischof durch das Online-Medium „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ auf die Probleme aufmerksam gemacht.

2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ Herrn Michael Wüstenberg, deutscher Bischof in Südafrika. Sie sind in Hamburg aufgewachsen und seit 1992 in Südafrika tätig. Wie kam es dazu, dass es Sie ans Kap verschlagen hatte?

Antwort: Ich bin ja noch immer etwa 1000 km vom Kap weg, eben im Ost-Kap. Verschlagen hat es mich nicht. Ich wollte in Afrika mehr über Inkulturation, aktive Beteiligung von Gemeindemitgliedern und Basisgemeinschaften lernen. Das hatte mich in Begegnungen mit Gemeinden vor allem in Burkina Faso fasziniert. Wenn etwas mich verschlagen hat, dann meine Unkenntnisse in Französisch. Ansonsten wäre Westafrika auch eine Wahl gewesen.

Weiterlesen

Schwangerschaft bei 9-jährigen Kindern

Schulministerium veröffentlicht schockierende Statistik zu südafrikanischen Schülern

(Autor: Ghassan Abid)

Ein südafrikanischer Journalist informierte die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ über die kürzliche Veröffentlichung einer Statistik des südafrikanischen Grundschulministeriums, die bislang kaum mediale Beachtung gefunden hat. Und dabei sind die Zahlen in den „Annual School Surveys“ für die Jahre 2009, 2010 und 2011 mehr als schockierend.

© Das südafrikanische Grundschulministerium veröffentlichte eine Studie mit hoher Brisanz. Demnach sind allein im Jahr 2009 genau 109 Fälle mit 9-jährigen Mädchen bekannt, die sich in einer Schwangerschaft befanden. Die Dunkelziffer dürfte weit höher liegen. (Quelle: flickr/ MUA)

© Das südafrikanische Grundschulministerium veröffentlichte eine Studie mit hoher Brisanz. Demnach sind allein im Jahr 2009 genau 109 Fälle mit 9-jährigen Mädchen bekannt, die sich in einer Schwangerschaft befanden. Die Dunkelziffer dürfte weit höher liegen. (Quelle: flickr/ MUA)

Weiterlesen

Durban International Film Festival

Spielfilm „Of Good Report“ als Kinderpornografie? Festival endet nach Behördenzensur im Eklat

(2010sdafrika-Redaktion)

Vom 18. bis 28. Juli 2013 fand zum 34. Mal das „Durban International Film Festival (DIFF)“ statt. An acht Orten konnte sich die südafrikanische Öffentlichkeit nationale und internationale Produktionen anschauen. Gefördert wurde das Festival unter anderem durch die Deutsche Botschaft Pretoria und das Goethe Institut in Johannesburg. Doch die Festivalleitung sorgte mit einem entscheidenden Film in ihrem Programm für einen Eklat. Die Regierung zeigte sich empört und die Filmbranche dafür missverstanden. Das DIFF könnte auf Dauer das Nachsehen haben, da es auf staatliche Gelder angewiesen ist.

© Der Spielfilm „Of Good Report“ [Sequenz im Bild] soll nach Angaben der Medienzulassungsbehörde „Film and Publication Board (FPB)“ kinderpornografische Szenen enthalten. Der Eröffnungsfilm des Durban International Film Festivals (DIFF) durfte nicht ausgestrahlt werden. Ein Eklat, der auf Dauer das Festival belasten könnte.

© Der Spielfilm „Of Good Report“ [Sequenz im Bild] soll nach Angaben der Medienzulassungsbehörde „Film and Publication Board (FPB)“ kinderpornografische Szenen enthalten. Der Eröffnungsfilm des Durban International Film Festivals (DIFF) durfte nicht ausgestrahlt werden. Ein Eklat, der auf Dauer das Festival belasten könnte.

Weiterlesen