Schlagwort-Archive: Schweizer

Eine Reise in die Welt der Träume

„THE ONE Grand Show“ begeistert im ausverkauften Friedrichstadt-Palast in Berlin die Zuschauer

(Autor: Ghassan Abid)

Südafrika ist das Land der Träume, so zumindest die feste Überzeugung hunderttausender Touristen aus aller Welt. Wer jedoch nicht das nötige Kleingeld für eine Reise ans Kap der guten Hoffnung hat, dem bietet sich der Besuch der „THE ONE Grand Show“ im Berliner Friedrichstadt-Palast an. Im legendären Revuetheater an der Spree kann eine traumwandlerische Reise genommen werden, die in besonderer Weise poetischen Gesang, modische Ästhetik und darbietende Kunst miteinander verbindet. An diesem Ort entfaltet sich die künstlerische Kreativität in ihrer ganzen Pracht.

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© Der renommierte Friedrichstadt-Palast in Berlin begeistert zurzeit mit „THE ONE Grand Show“ die Zuschauer. Mit bis zu 100 Künstlerinnen und Künstler werden die Theatergäste auf eine Reise in die unbegrenzte Welt der Träume genommen. (Quelle: Sven Darmer)

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„RIDE FREE“ unter die Lupe genommen

Deutschsprachiges Rockerportal zwischen Einflussnahme und Informationsvermittlung

(2010sdafrika-Redaktion)

Wer sich über die Hells Angels informiert, nach Hintergrundfakten zu einzelnen Bandidos-Anhängern erkundigt oder über aktuelle Maßnahmen der Strafverfolgungsbehörden gegen die Rockergruppierungen recherchiert, der stößt immer wieder auf das Rockerportal „RIDE FREE“. Doch wer steckt hinter dieser Website und welche Ziele verfolgt das erfolgreiche Online-Medium.

© Das Rockerportal "RIDE FREE" ist das erfolgreichste Rocker-Medium im deutschsprachigen Raum. Die bei den Deutschen beliebte Webseite wird allerdings von der Schweiz aus betrieben.

© Das Rockerportal „RIDE FREE“ ist das erfolgreichste Rocker-Medium im deutschsprachigen Raum. Die bei den Deutschen beliebte Webseite wird allerdings von der Schweiz aus betrieben. (Quelle: Screenshot)

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Luxusware Wasser

Der fade Beigeschmack in südafrikanischen Nestlé-Wasserflaschen

(Autoren: Ghassan Abid, 2010sdafrika-Redaktion)

Wasser ist das kostbarste natürliche Gut des Menschen, der Grundbaustein des Lebens und gleichzeitig eine Luxusware. Die flüssige chemische Verbindung aus den Elementen Sauerstoff und Wasserstoff wird längst in Plastikflaschen abgefüllt und für die meisten Menschen in Südafrika für einen entsprechenden Preis zum Kauf angeboten. Viele können es sich nicht leisten. Etwa Bewohner der Townships. Und dies, obwohl Wasser längst von den Vereinten Nationen mit dem Sonderstatus „Menschenrecht“ versehen wurde. Einklagbar ist dieses Recht allerdings nicht. Ein Konzern steht besonders im öffentlichen Blickfeld.

© Der Schweizer Nahrungsmittelkonzern Nestlé unterhält in Südafrika 11 Standorte, darunter eine Wasserabfüllanlage in Doornkloof in der Provinz Gauteng. Die angebotenen Wasserflaschen können von der armen Bevölkerungsmehrheit nicht bezahlt werden, obwohl Wasser den Sonderstatus eines Menschenrechts zugesprochen bekommen hat. (Quelle: flickr/ Roving I)

© Der Schweizer Nahrungsmittelkonzern Nestlé unterhält in Südafrika 11 Standorte, darunter eine Wasserabfüllanlage in Doornkloof in der Provinz Gauteng. Die angebotenen Wasserflaschen können von der armen Bevölkerungsmehrheit nicht bezahlt werden, obwohl Wasser den Sonderstatus eines Menschenrechts zugesprochen bekommen hat. (Quelle: flickr/ Roving I)

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SPIEGEL-Chefredakteur Mascolo muss gehen

Georg Mascolo als Journalist mit großem Interesse für Südafrikas einstiges Nuklearprogramm

(Autor: Ghassan Abid)

© SPIEGEL-Chefredakteur Georg Mascolo ist am heutigen Dienstag vom SPIEGEL-Verlag mit sofortiger Wirkung von seinem Posten abberufen worden. Der Journalist befasste sich in der Vergangenheit mehrfach mit der Nuklearpolitik Südafrikas und der Mitwirkung deutscher Ingenieure bei der Nuklearisierung geächteter Regime. (Quelle: flickr/ news_aktuell_gmbh)

© SPIEGEL-Chefredakteur Georg Mascolo ist am heutigen Dienstag vom SPIEGEL-Verlag mit sofortiger Wirkung von seinem Posten abberufen worden. Der Journalist befasste sich in der Vergangenheit mehrfach mit der Nuklearpolitik Südafrikas und der Mitwirkung deutscher Ingenieure bei der Nuklearisierung geächteter Regime. (Quelle: flickr/ news_aktuell_gmbh)

Nun hat der SPIEGEL-Verlag einen Bericht des Hamburger Abendblatts vom vergangenen Freitag offiziell bestätigt. In einem heute veröffentlichten Beitrag auf SPIEGEL ONLINE wurde in eigener Sache darüber informiert, dass Georg Mascolo und Mathias Müller von Blumencron als SPIEGEL-Chefredakteure abberufen worden sind. Vorausgegangen war ein Streit mit der Verlagsspitze über die strategische Ausrichtung des Medienhauses. Wenige Journalisten wissen noch, dass der abgesägte Deutsch-Italiener sich sehr für die Politik in Südafrika interessierte.

Gemeinsam mit den SPIEGEL-Kollegen Jürgen Dahlkamp und Holger Stark recherchierte Mascolo mehrfach zum Nuklearprogramm im Südafrika der Apartheid. Das Trio widmete seine Aufmerksamkeit den Personen in Deutschland, die dem Regime in Pretoria zum Aufstieg in den Klub der Atommächte verhalfen.

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Exklusiv: BND-Operationsgebiet Südafrika

Erfolgreiche Ermittlungsarbeit deutscher Agenten zur Abwehr der Entwicklung von Atomwaffen

(Autoren: Ghassan Abid, 2010sdafrika-Redaktion)

Der Bundesnachrichtendienst (BND) im bayerischen Pullach im Isartal ist als Auslandsgeheimdienst für die Bundesregierung weltweit aktiv, vor allem in Nordafrika und im Nahen Osten. Weniger bekannt ist die Tatsache, dass der BND weitaus stärker auch in bzw. von Südafrika aus agiert, als gemeinhin angenommen wird. „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ wurde über eine verdeckte und mittlerweile abgeschlossene Operation informiert, die darauf abzielte, die Förderung der Entwicklung von Atomwaffen zu bekämpfen.

    © Der Bundesnachrichtendienstes (BND) hat als Auslandsgeheimdienst Deutschlands durch seine Ermittlungs- und Observationsarbeit maßgeblich an der Festnahme eines deutschen Unternehmers mitgewirkt, der am Nuklearprogramm Libyens beteiligt war. Südafrika nahm in diesem Zusammenhang als Beschaffungs- und Ausbildungsland bei der Entwicklung von Gasultrazentrifugen eine zentrale Rolle ein. (Quelle: Bundesnachrichtendienst)

© Der Bundesnachrichtendienst (BND) hat als Auslandsgeheimdienst Deutschlands durch seine Ermittlungs- und Observationsarbeit maßgeblich an der Festnahme eines deutschen Unternehmers mitgewirkt, der am Nuklearprogramm Libyens beteiligt war. Südafrika nahm in diesem Zusammenhang eine zentrale Rolle als Beschaffungs- und Ausbildungsland für die Entwicklung von Gasultrazentrifugen ein. (Quelle: Bundesnachrichtendienst)

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Waar is die nuwe Heidi?

Afrikaaner im Heidi-Fieber: Schlagerstar Kurt Darren und  Magazin Huisgenoot starten Aufruf.

(Autoren: Ghassan Abid, 2010sdafrika-Redaktion)

Zeitungen und Magazine starten des Öfteren einen Aufruf. Passend zum gerade in München stattfindenden Oktoberfest entschied sich das bei den Afrikaanern – den Buren – beliebte Magazin Huisgenoot einen durchaus ungewöhnlichen Wettbewerb ins Leben zu rufen.

© Heidi, ein Waisenkind, wird von ihrer Tante zum Großvater, dem Alm-Öhi, in die Schweizer Alpen geschickt. Alm-Öhi hat anfänglich sichtlich Schwierigkeiten mit dem Mädchen, doch mit jedem gemeinsamen Tag wächst seine Zuneigung für Heidi & ihre Fröhlichkeit. (Quelle: thecartoonpictures.com)

© Heidi, ein Waisenkind, wird von ihrer Tante zum Großvater, dem Alm-Öhi, in die Schweizer Alpen geschickt. Alm-Öhi hat anfänglich sichtlich Schwierigkeiten mit dem Mädchen, doch mit jedem gemeinsamen Tag wächst seine Zuneigung für Heidi & ihre Fröhlichkeit. (Quelle: thecartoonpictures.com)

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Entdeckung der Substanz MMV390048

Universität Kapstadt gelingt mit Schweizer Wissenschaftlern Durchbruch in Malaria-Forschung

(Autor: Ghassan Abid)

Das südafrikanische Wissenschaftsministerium versandt in der 34. Kalenderwoche an mehrere Journalisten eine kurze Einladung, in welcher die Universität Kapstadt (UCT) als Ort benannt wurde. Auf der Pressekonferenz teilte Wissenschaftsministerin Naledi Pandor mit, dass UCT-Forscher eine Substanz entdecken konnten, die „Heilungseffekte“ gegenüber der Tropenkrankheit Malaria aufzeige.

© Das "Drug Discovery and Development Center (H3-D)" der University of Cape Town hat in Kooperation mit Schweizer Wissenschaftlern das Molekül MMV390048 entdeckt, welches als Impfstoff zur Bekämpfung von Malaria herangezogen werden kann. Klinische Studien in 2013 sollen Klarheit zur Entdeckung verschaffen. Bisweilen existiert kein Impfstoff gegen Malaria. An mehreren Universitäten und Forschungseinrichtungen weltweit wird hierzu geforscht. (Quelle: flickr/ ZackWilson)

© Das „Drug Discovery and Development Center (H3-D)“ der University of Cape Town hat in Kooperation mit Schweizer Wissenschaftlern das Molekül MMV390048 entdeckt, welches als Impfstoff und/ oder Arzneimittel zur Bekämpfung von Malaria herangezogen werden kann. Klinische Studien in 2013 sollen Klarheit zur Entdeckung verschaffen. Bisweilen existiert kein Impfstoff gegen Malaria. An mehreren Universitäten und Forschungseinrichtungen weltweit wird hierzu geforscht. (Quelle: flickr/ ZackWilson)

Das seit 2010 laufende Projekt am UCT Drug Discovery and Development Center (H3-D) wird von Professor Kelly Chibale geleitet und steht in direkter Kooperation mit der in Genf ansässigen Stiftung Medicines for Malaria Venture (MMV). Das bilaterale Forschungsteam verspricht sich mit der Entdeckung der Substanz MMV390048 große medizinische Chancen für die Bekämpfung von Malaria. 2013 sollen erste klinische Studien folgen. Diese bedeuten im Klartext die Erprobung des Wirkstoffs an Patienten oder gesunden Probanden, um eine Heilbehandlung entwickeln zu können. Professor Chibale fügte auf der Pressekonferenz hinzu, dass zum ersten Mal afrikanische Wissenschaftler ein Molekül entdeckt haben. 

Plasmodien, so der Name der Erreger der Malaria, gehören zu einer Gattung innerhalb der Protozoengruppe der Sporozoa. Sie befallen wie ein Parasit die Erythrozyten (rote Blutkörperchen) des Menschen. In den verschiedenen Gebieten der Welt sind bislang vier Spezies der Plasmodien bekannt: Plasmodium falciparum (Malaria tropica), P. ovale sowie P. vivax (Malaria tertiana) und P. malariae (Malaria quartana).

© Im südlichen Afrika wird die Tropenkrankheit Malaria tropica vor allem durch den Stich der Anopheles übertragen. Es liegen Schätzungen vor, dass jedes Jahr weltweit rund 1 Million Menschen durch die mit dem Mückenstich übertragene Krankheit sterben. (Quelle: flickr/ alexwmueller)

© Im südlichen Afrika wird die Tropenkrankheit Malaria tropica vor allem durch den Stich der Anopheles übertragen. Es liegen Schätzungen vor, dass jedes Jahr weltweit rund 1 Million Menschen durch die mit dem Mückenstich übertragene Krankheit sterben. (Quelle: flickr/ alexwmueller)

Im südlichen Afrika kommt hauptsächlich die Malaria tropica vor, die durch weibliche Stechmücken der Gattung Anopheles, besser bekannt als Moskitos, übertragen werden. Sie zählt als die gefährlichste Malariaform überhaupt, die bei ausbleibender Therapie zum Tod führt.  Kopf- und Gliederschmerzen, Fieber, Schüttelfrost und Schweißausbruch treten als Symptome auf.

Vor allem nachts stechen die Mücken zu. „Je nach Risiko und Resistenzlage in A-, B- und C-Gebiete“, können zur Prophylaxe die Medikamente Atovaquon/Proguanil, Mefloquin und Doxycyclin eingenommen werden, heißt es in der vom Robert Koch Institut (RKI) herausgegeben Publikation „Steckbriefe seltener und importierter Infektionskrankheiten. Diese senken das Risiko einer Erkankung, bieten allerdings keinen hundertprozentigen Schutz an. Das RKI ist das zentrale Bundesinstitut im Bereich der Krankheitsüberwachung/ -prävention und biomedizinischen Forschung. Allerdings wird die Wirksamkeit dieser Chemoprophylaxe von nicht wenigen Infektionsforschern in Frage gestellt.

Animation zu den Auswirkungen des Malaria-Erregers Plasmodien für den menschlichen Organismus

Zu den endemischen Malaria-Gebieten mit hohem Risiko in Südafrika zählen die Provinzen Mpumalanga, Limpopo und KwaZulu-Natal. Der bei deutschen Touristen beliebte Krüger-Nationalpark wird vor allem im Zeitraum Oktober bis Mai von Moskitos befallen. Es wird geschätzt, dass fast ein Viertel aller Todesfälle bei Kindern im südlichen Afrika durch Malaria verursacht wird. Weltweit sterben jedes Jahr rund eine Million Menschen an der Malaria. Sollte mit der Substanz MMV390048 tatsächlich ein Impfstoff und/ oder Arzneimittel gegen Malaria entwickelt werden können, dann dürfte diese Entdeckung ein wichtiger Meilenstein für die internationale  Wettbewerbsfähigkeit der südafrikanischen Wissenschaftslandschaft darstellen.