Schlagwort-Archive: Senegal

„Heilsbringer sind in Afrika nicht gewünscht“

Im Interview mit dem ehemaligen Bundestagsabgeordneten und CDU-Politiker Charles M. Huber

(Autor: Ghassan Abid)

© Der Münchener Afrika-Experte Charles M. Huber war von 2013 bis 2017 Mitglied des Deutschen Bundestages. Für die CDU trat der Sohn eines senegalesischen Diplomaten für eine gleichberechtigte Wirtschaftskooperation zwischen Deutschland und den Staaten Afrikas ein. Der Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ stand Huber für ein Interview zur Verfügung. (Quelle: Privat)

2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ Herrn Charles M. Huber, Mitglied des Deutschen Bundestages a.D. und Politiker der CDU. Zuallererst die Frage an Sie, wie Sie den Rückzug Ihrer Parteivorsitzenden Angela Merkel bewerten?

Antwort: Ich werte ihn als positiv und ehrenhaft. Die niedrigen Umfragewerte unserer Partei wurden weitgehend ihrer Entscheidung für eine ungeregelte Flüchtlingspolitik zugeschrieben; auch das Erstarken der ultranationalen AfD. Dieses Argument ist schwer zu entkräften. Sie ist Ihrer Verantwortung gegenüber der Partei gerecht geworden, auch dahingehend, dass diese in der Regierung wieder den vielschichtigen Aufgaben einer Regierungspartei gerecht werden kann und sich nicht permanent und medienwirksam mit der Schuldfrage der abnehmenden Akzeptanz von Volksparteien in Deutschland auseinandersetzen muss. Wir haben als stärkste Industrienation in der EU nicht nur eine deutsche, sondern auch eine europäische Verantwortung. Auch da benutzen einige das Thema Migration, um von eigenen fiskal-strukturellen Fehlleistungen auf nationaler Ebene abzuleisten, wie Herr Salvini in Italien.

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Initiative „Compact with Africa“

Südafrikas Präsident Ramaphosa wirbt in Berlin für mehr private Investitionen aus Deutschland

(Autor: Ghassan Abid)

Am 30. Oktober 2018 trafen sich 12 afrikanische Staats- und Regierungschefs mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin, um im Rahmen der Initiative „Compact with Africa“ die Investitionsbedingungen in ausgewählten Staaten Afrikas zu verbessern. Längerfristiges Ziel ist es, das Wirtschaftswachstum anzukurbeln, Arbeitsplätze zu schaffen und somit die illegale Migration von Afrika nach Europa einzudämmen. Auch Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa reiste bereits einen Tag zuvor an, um sein Land zu promoten.

© Südafrikas Staatspräsident Cyril Ramaphosa warb Ende Oktober 2018 anlässlich der G20-Initiative „Compact with Africa“ in der deutschen Bundeshauptstadt für mehr Investitionen. Der ANC-Parteivorsitzende kam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zusammen. (Quelle: flickr/ GovermentZA)

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Publikumsmagnet „Afrika! Afrika!“

Farbenfrohe Kostüme, feurige Tänze und kräftige Gesangsstimmen. Afrika-Show erobert Zuschauer

(Autor: Ghassan Abid)

Am 13. Januar 2018 war das Team von „Afrika! Afrika!“ in der TV-Sendung „Schlagerchampions – Das große Fest der Besten“ in der ARD zu sehen. Pure Leidenschaft packte den Fernsehmoderator Florian Silbereisen, der es sich nicht nehmen ließ, mit den Akrobaten zu tanzen. Nun befindet sich das Künstlerteam unter der Regie von Georges Momboye auf Tournee in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Bei der Deutschlandpremiere im Berliner Stage Theater am Potsdamer Platz konnte sich die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ ein eigenes Bild von der Show machen.

© Die Show „Afrika! Afrika!“ ist zurzeit auf Tournee in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Rund 70 Künstler aus 14 Ländern Afrikas und den USA begeistern das Publikum mit farbenfrohen Kostümen, feurigen Tänzen und kräftigen Gesangsstimmen. (Quelle: Nilz Boehme)

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Auffällig unauffällig

Südafrikas Präsident Jacob Zuma beim G20-Gipfel in Hamburg: Händeschütteln und Lächeln

(Autor: Ghassan Abid)

Am 7./8. Juli 2017 trafen sich die Staat- und Regierungschefs der G20 in Hamburg. Während auf den Straßen der Hansestadt die immense Gewalt gegen Menschen, Geschäfte und Fahrzeuge für öffentliche Aufmerksamkeit im In- und Ausland sorgte, dominierten am Tagungsort selbst die politischen Debatten die Berichterstattung zum diesjährigen Forum der mächtigsten Staatsoberhäupter der Welt. Auch Südafrikas Staatspräsident Jacob Zuma reiste samt hochrangiger Delegation nach Deutschland an, blieb jedoch während seines Aufenthalts in Hamburg auffällig unauffällig.

© Anlässlich des G20-Gipfels in Hamburg traf sich Südafrikas Staatspräsident Jacob Zuma mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. Die Bundesregierung platzierte Afrika ins Programm der diesjährigen Präsidentschaft. Allerdings bleiben die Ergebnisse hinter den Erwartungen zurück. (Quelle: flickr/ The Presidency of South Africa)

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Africa Fashion Day Berlin

Großer Beifall für Kollektionen von Designern aus Mosambik, Senegal, Uganda, Südafrika und Co.

(2010sdafrika-Redaktion)

Im Rahmen der diesjährigen Premium International Fashion Trade Show fand zum nun zweiten Mal der Africa Fashion Day Berlin statt. Designer aus Mosambik, Senegal, Uganda, Südafrika und weiteren Ländern (u.a. aus Surinam in Südamerika) stellten ihre Frühjahr/Sommer-Kollektion 2016 vor. Mit nationalen und internationalen Modemachern und Fashion-Fans kamen die kreativen Köpfe ins Gespräch. Die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ schaute sich bei den afrikanischen Modeschöpfern um.

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© Mehrere afrikanische Designer reisten zum Africa Fashion Day Berlin an. Das Outfit der Designerin Bisrat Negassi aus Eritrea [im Bild] belegt, dass die Kombination von europäischen und afrikanischen Mode-Elementen längst salonfähig geworden ist.

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Trotz Rückschlag – gute Perspektiven

Nach dem Afrika-Cup ist vor dem Afrika-Cup. Südafrika scheidet nach 1:2-Niederlage gegen Ghana aus

(Autor: Johannes Woywodt)

Die Enttäuschung war den Spielern anzumerken. Nach erneuten 90 Minuten standen die Südafrikaner erschöpft und mit hängenden Köpfen auf dem Rasen im Estado Nuevo von Mongomo. In der tropisch-heißen Dschungelnacht fehlte ihnen neben dem notwendigen Glück letztendlich auch die Kraft und Konzentration, um den Sprung ins Viertelfinale zu schaffen. Ghanas Fußballer hingegen feierten ihren 2:1-Sieg und das damit verbundene Weiterkommen. Für die Westafrikaner war es der dritte Erfolg im zehnten Aufeinandertreffen und der erste bei einem Afrika-Cup gegen Südafrika überhaupt.

mReport

© Bafana Bafana scheidet aus dem diesjährigen Afrika-Cup in Äquatorialguinea aus. Die Vorrundenspiele gegen Algerien, den Senegal und Ghana hat Südafrikas Fußballnationalmannschaft verloren, trotz der jeweiligen 1:0-Führung. Dennoch sollte Trainer „Shakes“ Mashaba den bisher eingeschlagenen Kurs fortsetzen. (Archivbild, Quelle: flickr/ mReport)

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Mit dem Rücken zur Wand

Bafana Bafana glaubt noch an Einzug ins Viertelfinale – trotz Niederlage und Unentschieden

(Autor: Johannes Woywodt)

Nach einem 1:1- Unentschieden gegen den Senegal steht die südafrikanische Fußballnationalmannschaft direkt vor einem Vorrunden-Aus beim diesjährigen Afrika-Cup. Mit nur einem Punkt nach zwei Spielen benötigt Bafana Bafana ein kleines Fußballwunder, um sich in dieser schwierigen Gruppe noch für das Viertelfinale qualifizieren zu können. Die Südafrikaner müssen im letzten Vorrundenspiel am Dienstag – den 27.1.2015 um 19:00 MEZ – Ghana deutlich besiegen und sind gleichzeitig auf senegalesische Schützenhilfe angewiesen. Nur wenn die Westafrikaner gegen Algerien gewännen, zöge die Elf von Trainer Mashaba in die nächste Runde ein.

Shine 2010 - 2010 World Cup good news

© Bafana Bafana zeigt sich trotz der Niederlage gegen Algerien und dem Untentschieden gegen den Senegal kämpferisch, den Einzug ins Viertelfinale zu schaffen. Coach Ephraim Mashaba und Kapitän Dean Furman bekräftigten auf einer Pressekonferenz, gegen Ghana am kommenden Dienstag siegen zu wollen. (Archivbild, Quelle: flickr/ Shine 2010 – 2010 World Cup good news)

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