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Kap-Kolumne: Gnädiger Rechtsstaat

Eugene de Kock alias „Prime Evil“, Chef der Apartheid-Folterzentrale Vlakplaas, wird aus Haft entlassen

(Autor: Detlev Reichel ist der Kap-Kolumnist des Südafrika-Portals. Als Missionskind, Sozialist und einstiger Westberliner Anti-Apartheids-Aktivist berichtet er aus und zu Südafrika.)

In diesen Tagen kommen verwirrende Nachrichten aus dem Bereich der „Dritten Gewalt“ in Südafrika. Da wird einerseits der ehemalige Chef der Apartheid-Folterzentrale Vlakplaas, Eugene de Kock alias „Prime Evil“, auf Bewährung aus der Haft entlassen. Gleichzeitig wird der Antrag auf Haftverschonung aus Gesundheitsgründen des verurteilten Mörders von Chris Hani, Clive Derby-Lewis, abgelehnt. Und derweil führt der Chef-Giftmischer des Apartheidregimes, der Arzt Wouter Basson („Dr. Death“), seit Jahren mit Hilfe seiner Anwälte die Ärztekammer an der Nase herum und darf nach wie vor seinen Beruf ausüben. Mal abgesehen davon, dass die Schreibtischtäter der Apartheid allesamt davongekommen sind.

scrolleditorial

© Eugene de Kock alias „Prime Evil“, der Chef der Apartheid-Folterzentrale Vlakplaas, darf nach 20 Jahren die Haftanstalt auf Bewährung verlassen. Seine Entlassung wird kontrovers diskutiert. Denn De Kock ist für die Folterung und Ermordung vieler Anti-Apartheid-Aktivisten verantwortlich. Begründet wurde dieser Schritt nach Angaben des Justizministeriums mit dem Versöhnungsgedanken. (Quelle: flickr/ scrolleditorial)

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Kap-Kolumne: Mediales Sperrfeuer vor Mangaung

Jacob Zuma und seine Geldgeber: Wenn ein deutscher U-Boot-Hersteller die Polygamie kofinanziert

(Autor: Detlev Reichel ist der Kap-Kolumnist des Südafrika-Portals. Als Missionskind, Sozialist und einstiger Westberliner Anti-Apartheids-Aktivist berichtet er aus und zu Südafrika.)

Noch drei Tage bis zur ANC-Konferenz in Mangaung (Bloemfontein) und es wird aus allen medialen Rohren geschossen. Ziel ist der ANC und insbesondere Präsident Jacob Zuma, der sich in Mangaung das Placet für eine zweite Amtsperiode als ANC-Präsident und damit die Wiederwahl zum Staatschef im Jahr 2014 holen will. Das jüngste mediale Geschoss auf Zuma: Die Johannesburger Wochenzeitung Mail&Guardian (M&G) veröffentlichte einen Bericht über die Finanzen von Jacob Zuma aus dem Jahr 2006, also lange bevor er Staats- und Parteichef wurde.

© Ein als „streng vertraulich“ eingestuftes Dossier des Wirtschaftsprüfungsunternehmen KPMG offenbart, wie abhängig Präsident Jacob Zuma von natürlichen und unternehmerischen Geldgebern ist. Die Polygamie ist teuer und muss finanziert werden. Die Zeitung Mail&Guardian veröffentlichte das Dokument auf ihrer Homepage - kurz vor Beginn des 53. ANC-Bundesparteitags in Mangaung. Im Bild ist Zuma bei seinem 70. Geburtstag mit seinen Ehefrauen zu sehen. (Quelle: flickr/ The Presidency of the Republic of South Africa)

© Ein als „streng vertraulich“ eingestuftes Dossier des Wirtschaftsprüfungsunternehmen KPMG offenbart, wie abhängig Präsident Jacob Zuma von natürlichen und unternehmerischen Geldgebern ist. Die Polygamie ist teuer und muss finanziert werden. Die Zeitung Mail&Guardian veröffentlichte das Dokument auf ihrer Homepage – kurz vor Beginn des 53. ANC-Bundesparteitags in Mangaung. Im Bild ist Zuma bei seinem 70. Geburtstag mit seinen Ehefrauen zu sehen. (Quelle: flickr/ The Presidency of the Republic of South Africa)

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