Schlagwort-Archive: Sicherheitsfirma

Der privatisierte Krieg

Südafrikas Söldnertruppen zwischen afrikanischen Bürgerkriegen und internationalen Krisenherden

(Autor: Ghassan Abid)

Vor einigen Jahren traf ich in Johannesburg eine Frau, die mit einem etwa 40-jährigen Marokkaner verheiratet war. Im Gespräch stellte sich heraus, dass sie hin und wieder auf ihren Mann verzichten müsse. Er befinde sich regelmäßig im Ausland, sagte sie. Dafür verdiene er aber gutes Geld. Beim Nachhaken verriet sie, dass ihr Ehemann ein Söldner war und sich zum damaligen Zeitpunkt im Einsatz im Irak befand. Er war Mitarbeiter einer südafrikanischen Sicherheitsfirma. Ein aktueller Fall aus Nigeria bringt nun die Kriegsteilnahme von südafrikanischen Sicherheitsfirmen zurück ins öffentliche Bewusstsein. Tausende Bürger werden im Ausland vermutet.

Lotz

© Leon Lotz war ein Elite-Polizist des Apartheidsregimes, der in den 80er Jahren die Befreiungsbewegung SWAPO in Südwestafrika – dem heutigen Namibia – bekämpfte. Kürzlich starb der als Söldner engagierte Südafrikaner im Kampf gegen Boko Haram in Nigeria. Lotz ist einer von tausenden Ex-Sicherheitskräften Südafrikas, die im Ausland im Sicherheitssektor ihr Geld verdienen. (Quelle: Privat)

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Berlinale 2013 – Filmkritik „Layla Fourie“

Vertraue niemandem, außer dir selbst. Südafrika als Paranoia-Gesellschaft

(2010sdafrika-Redaktion)

© Sequenz aus dem Film "Layla Fourie". (Quelle: Berlinale/ Pandora Film)

© Sequenz aus dem Film „Layla Fourie“. (Quelle: Berlinale/ Pandora Film)

Offizielle Handlung:

Layla ist eine alleinerziehende Mutter, die in Johannesburg mit ihrem Sohn von Gelegenheitsjobs lebt. Sie lässt sich zur Polygraphistin ausbilden und erkämpft sich einen Job in einer Sicherheitsfirma, die auf Lügendetektoren spezialisiert ist. Auf dem Weg zum neuen Arbeitsplatz wird sie in einen Unfall verwickelt, der ihr Leben radikal verändert. Layla verstrickt sich in einem Netz aus Lügen und Täuschungen. Die Wahrheit könnte die Trennung von Mutter und Sohn bedeuten.

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Südafrika auf der Berlinale 2013

Zwischen Zwangsehe und Paranoia: Johannesburger Regisseure greifen soziale Missstände auf

(2010sdafrika-Redaktion)

Es ist wieder soweit, wenn Filme aus aller Welt bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin gezeigt werden. Auf der 63. Berlinale ist das Land Südafrika mit drei Produktionen vertreten: Elelwani (Sektion Forum), Fynbos (Sektion Forum) und Layla Fourie (Sektion Wettbewerb). Im letzten Jahr lief mit Man on Ground lediglich ein einziger Film vom Kap.

© Auf der Berlinale 2013 ist das Land Südafrika mit drei Produktionen vertreten: Elelwani vom Regisseur Ntshavheni Wa Luruli (Sektion Forum), Fynbos von Harry Patramanis (Sektion Forum) und Layla Fourie von Pia Marais (Sektion Wettbewerb).

© Auf der Berlinale 2013 ist das Land Südafrika mit drei Produktionen vertreten: „Elelwani“ vom Regisseur Ntshavheni Wa Luruli (Sektion Forum), „Fynbos“ von Harry Patramanis (Sektion Forum) und „Layla Fourie“ von Pia Marais (Sektion Wettbewerb).

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