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„taff“ berichtet über Schattenseite Kapstadts

Südafrikas Vorzeigemetropole unter dem Einfluss der Gang-Kriminalität. Erster Teil von drei Folgen

(2010sdafrika-Redaktion)

Kapstadt ist mit Abstand eines der beliebtesten Urlaubsziele weltweit. Südafrikas kosmopolitische Vorzeigemetropole ist als Drehort für die internationale Film- und Modeindustrie stark gefragt. Insbesondere deutsche Bundesbürger – rund 60.000 Auswanderer – leben mittlerweile am Tafelberg. Der deutsche TV-Sender ProSieben lobte erst im Juli 2015 den hohen Lebensstandard am südlichsten Zipfel Afrikas. Nun hingegen, etwa vier Monate später, wird Kapstadt als Problemort kategorisiert.

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© Die ProSieben-Sendung „taff“ widmet sich im Rahmen von drei Folgen der dunklen Seite Kapstadts. Die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ wird alle drei Teile nacheinander zeigen. (Quelle: flickr/ jbdodane)

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Vom Hells Angels-Fall zum Pistorius-Urteil

Im Interview mit Dr. Erik Kraatz, Privatdozent und Anwalt von der Kanzlei Dr. Schulte und Partner

(Autor: Ghassan Abid)

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© Dr. Erik Kraatz, Privatdozent und Anwalt von der Berliner Kanzlei Dr. Schulte und Partner, bewertete für die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ zum Einen das Pistorius-Verfahren und zum Anderen das sogenannte Hells Angels-Urteil. Bei beiden Strafverfahren lassen sich Gemeinsamkeiten erkennen. (Quelle: Privat)

2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ Herrn Dr. Erik Kraatz, Privatdozent und Anwalt von der Kanzlei Dr. Schulte und Partner. Als Strafrechtler haben Sie das Verfahren gegen Oscar Pistorius aufmerksam beobachtet. Der Paralympics-Star wurde am 12. September wegen fahrlässiger Tötung schuldig gesprochen. Ab morgen geht es um das Strafmaß. Teilen Sie die Ansicht von Richterin Thokozile Masipa, wonach kein Tötungsvorsatz vorlag?

Antwort: Diese Ansicht teile ich nicht. Dies liegt insbesondere daran, dass die Richterin in ihrer Urteilsbegründung davon sprach, eine „Tötungsabsicht“ hinsichtlich der Tötung von Reeva Steenkamp habe nicht vorgelegen. Für eine Tötung reicht meines Erachtens auch in Südafrika ein einfacher Tötungsvorsatz, der bei Schüssen durch eine geschlossene Badezimmertür ohne Frage, wer dort sei, in Kenntnis der Anwesenheit von Reeva im Apartment – auch wenn Pistorius sie angeblich im Bett wähnte – durchaus bejaht werden kann. Denn angesichts der gesamten Umstände, auch angesichts der Existenz eines Sicherheitsdienstes, an dem man erst einmal vorbei musste und dem Fehlen früherer Einbrüche, kann es kaum zweifelhaft sein, dass er zumindest in Kauf genommen hat, Reeva tödlich zu treffen.

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