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Jacob Zuma, der respektierte Taktiker

Wahlkampfstrategie zum 53. ANC-Parteitag: lachen, barmherzig sein und traditionsbewusst auftreten

(Autoren: Ghassan Abid, 2010sdafrika-Redaktion)

– ANC-Parteitag-Spezial –

Der Parteivorsitzende des Afrikanischen Nationalkongresses und Präsident der Republik Südafrika, Jacob Gedleyihlekisa Zuma, ist ein klassischer Machtpolitiker. Er weiß genau, wann und wie aufzutreten ist, mit wem an welchem Tag über welches Thema zu sprechen ist und wann es angebracht ist, einfach mal nichts zu sagen. In Anbetracht der Wiederwahlambitionen Zumas im Dezember 2012 zum Parteivorsitzenden und darauf aufbauend zum Staatspräsidenten verfolgt er gegenwärtig folgende Strategie: viel lachen, barmherzig sein und traditionsbewusst auftreten.

    © Jacob Zuma (hier Archivbild) ist ein klassischer Machtpolitiker, der äußerst taktisch vorgeht und mit seinem Charme vor allem bei den Zulus viel Vertrauen genießt. Seine aktuelle Strategie basiert auf Lachen, Barmherzigkeit und Traditionsbewusstsein. Er ist klarer Favorit im Hinblick auf die Verlängerung seiner Posten als ANC-Parteivorsitzender und Staatspräsident der Republik Südafrika. Der 53. Bundesparteitag in Mangaung im Dezember 2012 steht unter dem Zeichen von Zuma. (Quelle: flickr/ South African Tourism)

© Jacob Zuma (hier Archivbild) ist ein klassischer Machtpolitiker, der äußerst taktisch vorgeht und mit seinem Charme vor allem bei den Zulus viel Vertrauen genießt. Seine aktuelle Strategie basiert auf Lachen, Barmherzigkeit und Traditionsbewusstsein. Er ist klarer Favorit im Hinblick auf die Verlängerung seiner Posten als ANC-Parteivorsitzender und Staatspräsident der Republik Südafrika. Der 53. Bundesparteitag in Mangaung im Dezember 2012 steht unter dem Zeichen von Zuma. (Quelle: flickr/ South African Tourism)

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Doku-Tipp: Hillbrow – Between Heaven and Hell

Eine Al Jazeera-Dokumentation von Clifford Bestall. Menschen gefangen zwischen Lebensfreude und Ängste.

(2010sdafrika-Redaktion)

Der in Kapstadt lebende südafrikanische Filmemacher Clifford Bestall hat für eine Al Jazeera TV-Produktion im Frühjahr dieses Jahres das Johannesburger Problemstadtteil Hillbrow unter die Lupe genommen. Er begleitet die Ärmsten mit seiner Kamera und fängt ganz gezielt ihre Hoffnungen & Probleme, ihre Träume & Realitäten und ihre Lebensfreude & Sorgen ein. Bestall blickt in die Vergangenheit, als  noch Apartheidsbefürworter keine Schwarzen in Hillbrow sehen wollten.  Und er wirft eine kritische Bilanz zu den gegenwärtigen Verhältnissen an diesem Ort der „Hölle“ auf, wo Flüchtlinge vor Polizei und Fremdenfeindlichkeit in Angst leben müssen. Die Gewalt stellt auf diesem Fleck Erde eine besondere Herausforderung dar. Professor Michael Hammon, Hochschuldozent der Hochschule für Film und Fernsehen (HFF) Konrad Wolf in Potsdam-Babelsberg, erinnert sich in einem Interview mit „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ noch gut über die Gefahren beim Filmdreh. Hillbrow ist und bleibt bisweilen das Abbild eines gescheiterten Südafrikas, an welchem die Armen vom Staat zurückgelassen wurden. Die nachfolgende Dokumentation ist lediglich in englischer Sprache verfügbar; die Bilder dürften allerdings für sich sprechen.