Schlagwort-Archive: Sozialwissenschaft

„Derzeit nicht im Lager“

WM 2010, aktuelle Südafrika-Debatte und Untersuchungsgegenstand des Werkes katapultieren Buchverkauf

Wie der 2010sdafrika-Redaktion mitgeteilt worden ist, sind sämtliche Exemplare des Werkes Deutschlands Engagement in Südafrika: Staatliche und privatwirtschaftliche Interessen in Analyse zu den Theorien der IB vollständig ausverkauft. Eine neue Lieferung durch die Druckerei BOD wird sich wohl bis Mitte oder Ende März hinauszögern, da die Nachfrage an diesem Werk höher ist als vom Verlag kalkuliert. Sämtliche Bestände bei Amazon und anderen Händlern sind dementsprechend ausgeschöpft. Neben den Verkauf des Buches an zahlreiche natürliche Personen, haben bisweilen folgende Bibliotheken dieses Werk in ihr Sortiment aufgenommen: Nationalbibliothek an den Standorten Leipzig und Frankfurt am Main,  Universität Greifwald, Universität Hamburg, Universität Trier, Universität Augsburg, Universität Erlangen-Nürnberg, Universität Oldenburg, Universität Paderborn, Universität Siegen, Universität Würzburg, Universität Bochum, Universität Regensburg, Humboldt-Universität Berlin, Universität Konstanz, Universität Duisburg-Essen, Universität Leipzig, Universität Erfurt/Gotha, Universität Saarland, Universität Potsdam, Universität Mannheim,  Universität Osnabrück, Ludwig-Maximilians-Universität München, Universität Bayreuth, Universität Bonn, Universität Pforzheim, Universität Kassel, Universität Kiel, Universität Bamberg, Universität Giessen, Goethe-Universität Frankfurt am Main, Universität Mainz, Freie Universität Berlin, Universität Bremen,  Universität Heidelberg, Westfälische Wilhelms-Universität Münster, Universität Marburg, Universität der Bundeswehr Hamburg, Institut für Auslandsbeziehungen Stuttgart, Brandenburgische Technische Universität Cottbus, Technische Universität Chemnitz, Technische Universität Darmstadt, Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen, Niedersächsische Landesbibliothek Hannover, Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek Jena, Badische Landesbibliothek  Karlsruhe, Staatsbibliothek Berlin, Rheinische Landesbibliothek in Koblenz, Landesbibliothek Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin, Norddeutscher Zentralkatalog Hamburg, Hessische Landesbibliothek Wiesbaden, Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB), die  Schweizer Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern, Bibliothèque cantonale et universitaire Lausanne-Dorigny, Universität Zürich sowie Zentralbibliothek Zürich und die Österreichische Forschungsstiftung für Internationale Entwicklung (ÖFSE), Vorarlberger Landesbibliothek, AK Bibliothek Wien für Sozialwissenschaften, Universität Graz und Universität Salzburg. Besonders erfreulich ist die Entscheidung des Deutschen Bundestages, das Werk in seinen Literaturbestand aufzunehmen. Neuerdings hat sich auch die Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik e.V. (DGAP) und das GIGA German Institute of Global and Area zur einer solchen Anschaffung entschlossen.

Auch das Portal „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ erweist sich einer großen Beliebtheit; Tendenz steigend. Nach lediglich ca. 5 Wochen im Dienst, suchen täglich bereits etwa 100 Besucher dieses Internetangebot zu Südafrika auf. Zusätzlich hat sich das Interesse an der Arbeit der 2010sdafrika-Redaktion nun auch um Japan und dem US-Bundesstaat Kalifornien erweitert, sodass eine englischsprachige Version dieses Portals zur Diskussion steht.

© Buch "Deutschlands Engagement in Südafrika"

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„Ankerlandkonzept“ der Sozialwissenschaften

Südafrika als unentbehrlicher Partner der deutschen Entwicklungspolitik

(Autor: Ghassan Abid)

Welche Instrumente sind in welchem Verhältnis wie lange und mit welchen Partnern auszuwählen, um eine nachhaltige Entwicklungspolitik für die gesamte Region gestalten zu können? Mit dieser Fragestellung befassen sich im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) seit Jahrzehnten Sozialwissenschaftler und Ökonomen. Diese Herausforderung konnte mittlerweile das „Deutsche Institut für Entwicklungspolitik (DIE)“ in Bonn mit dem sog. „Ankerlandkonzept“ umsetzen.

© Logo der Deutsch-südafrikanischen Entwicklungszusammenarbeit

Dementsprechend zählt auch Südafrika zu der Gruppe der Ankerländer, da diese junge demokratische Nation einerseits mittels ihrer Wirtschaftskraft die Volkswirtschaften der Nachbarstaaten positiv beeinflusst (Lokomotivfunktion), andererseits bei einer Rezession deren Ökonomien belastet (länderübergreifender Stagnationsgeber). Kurz gesagt: Geht es Südafrika gut, dann geht es auch seinen Nachbarn gut.

Ferner wird das Heimatland des Nelson Mandelas für die Erreichung internationaler Zielvorgaben benötigt, die man als Millenium Development Goals (MDGs) erfasst. Die acht MDGs sollen bis zum Jahre 2015 umgesetzt werden, so der damalige Beschluss der UN-Generalversammlung in ihrer Millenium-Erklärung. Konkret werden folgende Herausforderungen in den Fokus genommen: Anteil extremer Armut und Hunger halbieren (MDG1), Grundschulausbildung für alle ermöglichen (MDG2), Geschlechtergleichstellung und Frauenrechte fördern (MDG3), Kindersterblichkeit senken (MDG4), Gesundheit der Mütter verbessern (MDG5), HIV/ AIDS, Malaria und andere Krankheiten bekämpfen (MDG6), Umweltschutz gewährleisten (MDG7) und eine weltweite Entwicklungspartnerschaft aufbauen (MDG8).

Die deutsche Entwicklungspolitik greift nun dieses Ankerlandkonzept auf und bezweckt die Lokomotivfunktion Südafrikas zum Nutzen für die gesamte Region des südlichen Afrikas zu stimulieren. Weitere 14 Ankerländer – etwa China, Brasilien oder Indonesien – erfahren ebenfalls eine solche Partnerschaft im Kontext ihrer zugehörigen Region.

Kritisch anzumerken ist jedoch der Umstand, dass das Auswärtige Amt dieses vielversprechende Konzept bisweilen nicht als Doktrin des eigenen Hauses anerkannt hat, welches dem historisch-strukturellen Konflikt zwischen BMZ und AA entspringen dürfte. Als 1961 das BMZ mit Walter Scheel an seiner Spitze gegründet wurde, sind 1972 sämtliche Zuständigkeiten der Entwicklungspolitik zum Nachteil von Auswärtiges Amt und Bundeswirtschaftsministerium ans BMZ übertragen worden. 1998 wurde dieser Übertragungsprozess gegenüber dem Bundesentwicklungsministerium umfassend und abschließend fortgeführt.

Im Rahmen des Ankerlandkonzeptes bedient sich das BMZ hinsichtlich seiner Aufgabenwahrnehmung dem Instrumentarium der „Technischen Zusammenarbeit“ –Förderung der Leistungsfähigkeit von Menschen und Organisationen– und der „Finanziellen Zusammenarbeit“ -Aufbau leistungsfähiger Strukturen-, wobei letztere einer Effizienzreform unterliegt. Die Zeit wird zeigen, ob sich diese Konzeption bewähren wird.


Analyse des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik (DIE) zur Partnerschaft Deutschlands mit Ankerland Südafrika:

http://www.die-gdi.de/CMS-Homepage/openwebcms3.nsf/%28ynDK_contentByKey%29/ADMR-7BRL9M/$FILE/14-2006.pdf

Studie der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) zur regionalen Führungsmacht von Ankerländern:

http://www.swp-berlin.org/common/get_document.php?asset_id=5610