Schlagwort-Archive: Spiegel Online

Auffällig unauffällig

Südafrikas Präsident Jacob Zuma beim G20-Gipfel in Hamburg: Händeschütteln und Lächeln

(Autor: Ghassan Abid)

Am 7./8. Juli 2017 trafen sich die Staat- und Regierungschefs der G20 in Hamburg. Während auf den Straßen der Hansestadt die immense Gewalt gegen Menschen, Geschäfte und Fahrzeuge für öffentliche Aufmerksamkeit im In- und Ausland sorgte, dominierten am Tagungsort selbst die politischen Debatten die Berichterstattung zum diesjährigen Forum der mächtigsten Staatsoberhäupter der Welt. Auch Südafrikas Staatspräsident Jacob Zuma reiste samt hochrangiger Delegation nach Deutschland an, blieb jedoch während seines Aufenthalts in Hamburg auffällig unauffällig.

© Anlässlich des G20-Gipfels in Hamburg traf sich Südafrikas Staatspräsident Jacob Zuma mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. Die Bundesregierung platzierte Afrika ins Programm der diesjährigen Präsidentschaft. Allerdings bleiben die Ergebnisse hinter den Erwartungen zurück. (Quelle: flickr/ The Presidency of South Africa)

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#‎RhodesMustFall‬

Studenten der Universität Kapstadt wollen Rhodes-Statue abreißen lassen. Sie stünde für Rassismus

(2010sdafrika-Redaktion)

Zurzeit bestimmt ein Thema das Leben auf dem Campus der Universität Kapstadt (UCT), das längst die internationale Öffentlichkeit erreicht hat. Washington Post, Al Jazeera oder Spiegel Online berichteten über die Forderung der Studierendenschaft, die auf dem Gelände der UCT befindliche Statue zu Ehren des britischen Kolonialisten Cecil John Rhodes zu entfernen. Er stünde für den „institutionellen Rassismus“ und die „weiße Arroganz“ am Kap. Die Hochschule signalisiert, so ein Studentenvertreter zur Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“, ihre grundsätzliche Zustimmung.

Rhodes (2)

© Unter dem Hashtag #‎RhodesMustFall‬ mobilisieren Südafrikas Studenten für den Abriss der Rhodes-Statue auf dem Campus der Universität Kapstadt. Der britische Unternehmer Cecil John Rhodes stünde für Imperialismus, Rassismus und die weiße Arroganz am Kap, heißt es. Die Hochschule signalisiert, wie die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ erfahren hat, ihre grundsätzliche Zustimmung für die Forderung. (Quelle: Facebook/ UCT: Rhodes Must Fall)

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Steinmeiers Arbeitsbesuch in Südafrika

Achte Deutsch-Südafrikanische Binationale Kommission rutscht in die Bedeutungslosigkeit ab

(2010sdafrika-Redaktion)

Freundschaft ist eine Tür zwischen zwei Menschen. Sie kann manchmal knarren, sie kann klemmen, aber sie ist nie verschlossen.“, hielt der spanische Schriftsteller Baltasar Gracián fest. Mit diesem Zitat kann der kürzliche Arbeitsbesuch des deutschen Außenministers Frank-Walter Steinmeier in Südafrika beschrieben werden. Denn längst ist klar, dass die Regierung in Pretoria neue Freundschaften pflegt und diese der Zusammenarbeit mit Deutschland vorzieht.

Photothek/Grabowsky

© Der kürzliche Südafrika-Arbeitsbesuch des Bundesaußenministers Frank-Walter Steinmeier verlief ernüchternd ab. Denn bedeutende Beschlüsse in den deutsch-südafrikanischen Beziehungen gab es keine. Längst hat sich Pretoria auf Moskau und Peking ausgerichtet. (Quelle: Photothek/Grabowsky)

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Xavier Naidoo unter medialem Beschuss

VOX-Sender hält an Musiker mit Südafrika-Wurzeln fest, trotz negativer Berichterstattung

(2010sdafrika-Redaktion)

Xavier Naidoo hat seine familiären Wurzeln in Südafrika. In Kapstadt leben bisweilen einige Familienangehörige des Mannheimers. Für die VOX-Sendung „Sing meinen Song – Das Tauschkonzert“ ging er in die Heimat seiner Eltern. Die einstige Apartheid hat das heutige Denken des Sängers geprägt, der nach eigenen Aussagen mit offenen Augen durch die Welt geht. Umso weniger überraschend ist, dass Naidoo kürzlich vor dem Kanzleramt und Bundestag einen politischen Wandel befürwortet. Die Medien nehmen den Systemkritiker unter Beschuss.

arno & die morgencrew

© Xavier Naidoo hat seine Wurzeln in Südafrika. Die Ungerechtigkeiten der Apartheid haben sein heutiges politisches Denken geprägt. Aktuell steht der Musiker unter Beschuss, nachdem er die Nähe zu den Reichsbürgern gesucht hat und die Souveränität Deutschlands anzweifelt. Ungeachtet dessen wird der VOX-Sender auf Anfrage der Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ die Zusammenarbeit mit dem Künstler fortsetzen. (Quelle: flickr/ arno & die morgencrew)

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Einreise nicht erwünscht

Verweigerte Visum-Ausstellung des Dalai Lamas entwickelt sich zum internationalen Fiasko für Südafrika

(2010sdafrika-Redaktion)

Das Außenministerium in Pretoria hat das Ausmaß der Visum-Ablehnung des tibetischen Oberhaupts unterschätzt. Sämtliche internationale Medien – darunter auch die deutsche Presse wie BILD, Spiegel Online oder Deutschlandfunk – griffen die Verweigerung Südafrikas auf, wonach der Dalai Lama nicht am 14. Weltgipfel der Friedensnobelpreisträger in Kapstadt teilnehmen darf. Die Empörung über die Beeinflussung der Südafrikaner ist groß. Das Land gerät erneut als Negativschlagzeile in die Berichterstattung.

Sirensongs

© Der Dalai Lama darf zum nun dritten Mal nicht nach Südafrika einreisen. Das Außenministerium in Pretoria verweigerte dem tibetischen Oberhaupt, einem engen Freund von Desmond Tutu, die Teilnahme am 14. Weltgipfel der Friedensnobelpreisträger in Kapstadt. Mehrere Nobelpreisträger drohten mit einer Absage ihrer Visite, sollte der Dalai Lama tatsächlich nicht kommen dürfen. (Quelle: flickr/ Sirensongs)

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„Kassra Z. lieferte wertvolle Ermittlungsinhalte“

Exklusiv: Im Interview mit Jörg Raupach, Oberstaatsanwalt und Leiter der Taskforce gegen Rocker

(Autor: Ghassan Abid)

– Hells Angels-Spezial –

Jörg Raupach

© Jörg Raupach ist Oberstaatsanwalt am Kriminalgericht Berlin und darüber hinaus Leiter der Taskforce gegen Rocker, einer Facharbeitsgruppe zur Bekämpfung der Rockerkriminalität in der Bundeshauptstadt. Für die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ stand Raupach für ein Hintergrundgespräch zur aktuellen Hells Angels-Lage in Berlin zur Verfügung. (Quelle: Staatsanwaltschaft Berlin)

2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ Herrn Jörg Raupach, Oberstaatsanwalt am Kriminalgericht Berlin. Wie lange sind sie schon als Staatsanwalt tätig und weshalb entschieden Sie sich Jurist zu werden?

Antwort: Im März 1990 habe ich als Staatsanwalt angefangen. Und um Jurist zu werden habe ich mich fünf Jahre vorher entschieden, nach dem Abitur. Jura studieren fand ich ganz gut und spannend. Im Referendariat befasste ich mich dann mit dem Strafrecht und ging schließlich zur Staatsanwaltschaft.

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Homophobes Netzvideo aus Russland

Neo-Nazis demütigen Studenten aus Südafrika vor laufender Kamera. Uni und Botschaft in Moskau schweigen

(Autor: Ghassan Abid)

Die selbst ernannten Gesetzeshüter auf Russlands Straßen, die immer wieder auf Jagd nach Schwule gehen und dabei filmen, wie sie die Homosexuellen vor laufender Kamera demütigen, haben im November 2013 ein südafrikanisches Opfer gefunden. Der Johannesburger David S. wollte im Rahmen eines Austauschjahres an der Shukhov State Technological University in Belgorod neue Erfahrungen sammeln. Doch er erlebte einen Albtraum, den er wohl sein Leben lang nicht vergessen wird.

© Im November 2013 tauchte im Netz erstmalig ein Video auf, das zeigt, wie russische Neo-Nazis einen südafrikanischen Studenten in Belgorod vor laufender Kamera demütigen. Weder die südafrikanische Botschaft in Moskau noch das Außenministerium in Pretoria sahen sich für eine offizielle Stellungnahme verantwortlich. (Quelle: Video-Screenshot)

© Im November 2013 tauchte im Netz erstmalig ein Video auf, das zeigt, wie russische Neo-Nazis einen südafrikanischen Studenten in Belgorod vor laufender Kamera demütigen. Weder die südafrikanische Botschaft in Moskau noch das Außenministerium in Pretoria sahen sich für eine offizielle Stellungnahme verantwortlich. (Quelle: Video-Screenshot)

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