Schlagwort-Archive: Staatsanwaltschaft

Bestechung bei WM 2010 in Südafrika?

Kap-Funktionäre zahlten für Vergabe über 10 Millionen US-Dollar an Bestechungsgeldern an FIFA-Spitze

(Autor: Ghassan Abid)

Dass die FIFA einer umfassenden Reform und einem Generationswechsel bedarf, dürfte keiner mehr bestreiten. Doch die jüngsten Vorwürfe gegen den in der Schweiz ansässigen Weltfußballverband sprengen jegliche Vorstellungskraft über das zwielichtige Agieren der FIFA-Führungsriege. Ins Visier der Ermittlungen von US-Justizministerium, New Yorker Staatsanwaltschaft und FBI rückt auch die WM-Vergabe an Südafrika – ein ranghoher Funktionär am Kap steht im Fokus der US-Behörden.

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© Hat Südafrika die WM 2010 nur deshalb ausrichten dürfen, weil Funktionäre des Landes hohe Bestechungsgelder an die FIFA gezahlt hatten? Diesen Verdacht haben zumindest die US-Behörden, die umfangreiche Ermittlungen gegen den Weltfußballverband einleiteten. (Quelle: flickr/ Steve Evans)

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Hells Angels-Rapper „Manuellsen“ vor Gericht

Mehrere Nomads Turkey-Anhänger vor dem Amtsgericht Oberhausen. Urteil am 28. April 2015 erwartet

(2010sdafrika-Redaktion)

Als die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ am 21. April 2015 exklusiv über die Anklage gegen Erhan B. – eine Führungsperson der Nomads Turkey – berichtete, ist nun ein weiteres Strafverfahren erneut in NRW bekannt geworden. Ein Insider informierte, dass seit dem 22. April vor dem Schöffengericht des Amtsgerichts Oberhausen gegen fünf Hells Angels verhandelt wird. Unter den Angeklagten soll sich auch der afrodeutsche Rapper Emanuel „Manuellsen“ Twellmann befinden.

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© Der Hells Angels-Rapper Emanuel „Manuellsen“ Twellmann und vier weitere Rocker, den Nomads Turkey nahestehend, sollen nach Insider-Informationen wegen diverser Straftaten angeklagt worden sein. Am 28. April 2015 wird das Urteil erwartet, heißt es aus Ermittlerkreisen gegenüber der Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“. (Quelle: Facebook/ Manuellsen)

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In eigener Sache: Q&A – Südafrika und Rocker!?

Fragen der Leserschaft zur Hells Angels-Berichterstattung von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“

(2010sdafrika-Redaktion)

In den vergangenen Monaten gingen dutzende Fragen ein, die die Rocker-Berichterstattung der Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ zum Thema machten. Mehrfach hat dieses Online-Medium über die Entwicklungen im Rockermilieu in Deutschland, in der Türkei und in Südafrika berichtet. Das öffentliche Interesse an den Recherchen war wiederholt groß. Die inhaltliche Verantwortung für diese journalistische Arbeit übernimmt ausschließlich die Chefredaktion. Diese hat auch die nachfolgenden Fragen der Leserschaft beantwortet.

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© Warum berichtet die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ wiederholt über die Entwicklungen im Rockermilieu? Die Chefredaktion nimmt Stellung und geht auf die wichtigsten Fragen der Leserschaft ein.

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Pfarrer Kerkhoff zu sechs Jahren Haft verurteilt

Landgericht Krefeld verurteilt Kinderschänder aus Willich. Taten in Südafrika bleiben ungesühnt

(2010sdafrika-Redaktion)

Am 6. Februar hat die 2. Große Strafkammer des Landgerichts Krefeld einen Pfarrer des Bistums Aachen zu einer Haftstrafe von sechs Jahren verurteilt. Die Kammer sah es als erwiesen an, dass Georg Kerkhoff in insgesamt 25 Fällen des Kindesmissbrauchs schuldig ist, darunter in vier Fällen von schwerem sexuellen Missbrauch. Seine Opfer, zwei Brüder, waren damals elf und acht Jahre alt. Rund fünf Jahre lang nutzte er das Vertrauen der Eltern aus, um sich an den Schutzbefohlenen aus Nordrhein-Westfalen zu vergehen.

Kelte 001

© Pfarrer Georg Kerkhoff ist für schuldig befunden worden, in 25 Fällen Kindesmissbrauch begangen zu haben. Die 2. Große Strafkammer des Landgerichts Krefeld veurteilte den Kinderschänder zu sechs Jahren Haft. Allerdings bleiben seine mutmaßlichen Straftaten in Südafrika ungesühnt. Noch kann der 56-Jährige die Revision beim Bundesgerichtshof einlegen. (Symbolbild, Quelle: flickr/ Kelte 001)

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Pfarrer Kerkhoff und das Versagen der Kirche

Landgericht Krefeld verhandelt ab 9. Januar Kindesmissbrauchsfall gegen 56-jährigen Geistlichen

(2010sdafrika-Redaktion)

Georg Kerkhoff ist ein schlanker Mann, 56 Jahre alt, trägt eine Brille und ist stets am lächeln. Der Pfarrer des Bistums Aachen muss sich ab dem 9. Januar 2015 vor der 2. Großen Strafkammer am Landgericht Krefeld dafür verantworten, in 26 Fällen Kinder missbraucht zu haben. Vom einstigen Lächeln dürfte nicht mehr viel übrig geblieben sein. Diese Angelegenheit belegt das grundsätzliche Versagen der katholischen Kirche, Missbrauchsvorwürfen in den eigenen Reihen entschlossen nachzugehen. Denn Konsequenzen blieben aus.

trier51

© Über Jahre hinweg ignorierte das Bistum Aachen das auffällige Verhalten eines ihrer Pfarrer. Georg Kerkhoffs merkwürdiger Umgang mit Kindern blieb ohne Konsequenzen. Stattdessen ist er nach Südafrika versetzt worden. Auch dort fiel der Pfarrer auf. Im Januar 2015 wird gegen den Geistlichen in 26 Missbrauchsfällen am Landgericht Krefeld verhandelt. (Quelle: flickr/ trier51)

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„Flitterwochen-Mörder“ erhält Freispruch

Shrien Dewani verlässt Südafrika als freier Mann. Prozessbeobachter sind überrascht. Opfer-Familie ist empört

(2010sdafrika-Redaktion)

Der Mordprozess gegen Shrien Dewani hat ein plötzliches Ende gefunden. Richterin Jeanette Traverso kam am vergangenen Montag zu der Erkenntnis, dass aufgrund der widersprüchlichen Angaben der Anklage und mangels Beweisen das Strafverfahren gegen den „Flitterwochen-Mörder“ eingestellt werden müsse. Prozessbeobachter zeigen sich überrascht. Die Familie des Opfers ist geschockt. Sie fühlen sich von der Justiz am Kap betrogen.

Shrien Dewani

© Shrien Dewani, der als „Flitterwochen-Mörder“ bekannt wurde, ist vom Vorwurf des Auftragsmordes an seine Ehefrau Anni Dewani freigesprochen worden. Prozessbeobachter zeigen sich über das plötzliche Ende des Strafverfahrens überrascht. Die Familie des Opfers fühlt sich von der Justiz am Kap hintergangen.

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„Südafrikas Hells Angels sind eine Gefahr“

Im Interview mit André Schulz, Vorsitzender des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK)

(Autor: Ghassan Abid)

Andre Schulz

© André Schulz ist seit 2011 Vorsitzender des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK), dem gewerkschaftlichen Berufsverband der Kriminalpolizei in Deutschland. Im Interview mit der Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ warnt der beim LKA Hamburg tätige BDK-Vorsitzende vor den wachsenden Rockerstrukturen in Südafrika. Dafür bedarf es aber politischen Willen, um auch am Kap gegen Hells Angels und Red Devils vorzugehen. Denn Südafrikas Hells Angels sind ähnlich wie der deutsche Ableger eine Bedrohung für die Gesellschaft, so Schulz.

2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ Herrn André Schulz, Vorsitzender des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK) und Mitarbeiter beim LKA Hamburg im Bereich der wissenschaftlichen Analyse und Forschung. Die Bekämpfung der Rockerkriminalität hat sich zu einem Schwerpunktthema deutscher Behörden entwickelt. Wie wirksam sind Kuttenverbote, Klubschließungen und eine demonstrative Polizeipräsenz tatsächlich?

Antwort: All das sind erforderliche Bausteine bei der Bekämpfung der Rockerkriminalität. Kriminelle Rockergruppierungen spielen für die Polizei mehr und mehr eine Rolle. Im Jahr 2013 stand in Deutschland beinahe jedes achte Verfahren im Bereich der Organisierten Kriminalität (OK) im Zusammenhang mit Rockergruppierungen. Der BDK weist bereits seit Jahren auf die steigende Bedrohung für die Gesellschaft durch polizeirelevante Rockerclubs (sog. OMCG’s = outlaw motorcycle gangs), wie die Hells Angels, Bandidos oder Gremium MC, hin.

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