Schlagwort-Archive: State Security Agency

Kap-Kolumne: Kapitaler Bock

Das kann sich kein Filmskript-Schreiber besser ausdenken

(Autor: Detlev Reichel, Kap-Kolumnist des Südafrika-Portals)

Der südafrikanische Autor Jacques Pauw hat vor einigen Wochen ein Buch unter dem Titel „The President’s Keepers – Those keeping Zuma in power and out of prison“ veröffentlicht. Pauw ist ein bekannter investigativer Journalist, der bereits in den 1980er Jahren zusammen mit Max du Preez in der Wochenzeitung „Vrye Weekblad“ die schlimmsten Verbrechen des Apartheidregimes aufdeckte.

© Der südafrikanische Autor Jacques Pauw hat mit seinem Buch „The President’s Keepers – Those keeping Zuma in power and out of prison“ die Entscheidungsträger im Geheimdienst SSA nervös gemacht. Dieser droht nun vor Gericht zu ziehen. Unterdessen hat Pauw selbst Morddrohungen erhalten. (Quelle: Buchcover)

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Amtszeit von Ombudsfrau Thuli Madonsela endet

Danke!

(2010sdafrika-Redaktion)

Die 7-jährige Amtszeit der Juristin Thuli Madonsela als „Public Protector“ endete am 14. Oktober 2016. Die Ombudsfrau deckte im Rahmen ihres unabhängigen Verfassungsamtes mehrere Skandale auf höchster Regierungsebene auf, die sie selbst stark in Bedrängnis brachten. Sie erhielt Morddrohungen und stand unter Polizeischutz. Erst kürzlich wurde Madonsela erneut als „Spionin der CIA“ diffamiert. Aus diesem Grund sind ihr viele Südafrikaner dankbar. Denn sie hielt dem politischen Druck dauerhaft stand, um stets die staatliche Korruption anzuprangern.

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© Mit dem Ende der Amtszeit von Ombudsfrau Thuli Madonsela verliert Südafrika eine engagierte und verantwortungsvolle Persönlichkeit. Sie legte sich als „Public Protector“ mit den mächtigsten Politikern des Landes an, wenn diese korrupt wurden. (Quelle: flickr/ The International Division at UW-Madison)

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Südafrikaner werden zu Dschihadisten

Dutzende Bürger kämpfen für IS-Terrormiliz im Irak und in Syrien. Sicherheitsbehörden bleiben passiv

(Autor: Ghassan Abid)

Der „Islamische Staat“, kurz IS, ist gegenwärtig die für Islamisten attraktivste Organisation auf dem Globus. Rund 15.000 Menschen aus dem Ausland, darunter 700 Deutsche, reisten nach UN-Angaben bislang in den Nahen Osten, um in den Kampf für eine angeblich „gute Sache“ zu ziehen. Dass dabei Menschenrechtsverletzungen, Straftaten und Unrecht geschehen, wird gerne übersehen bzw. verschwiegen. Nun ist bekannt geworden, dass sich auch dutzende Südafrikaner dem IS angeschlossen haben. Trotz der Brisanz bleiben die Sicherheitsbehörden auffällig gelassen. Die Gefahr wird unterschätzt.

ISIS

© Dutzende Südafrikaner haben sich bereits dem „Islamischen Staat“ angeschlossen. Sie kämpfen für die islamistische Terrormiliz im Irak und in Syrien. Jedoch wirken die Behörden am Kap dem nicht entgegen. Das renommierte „Institute for Security Studies“ warnt vor einer Zunahme der Rekrutierungsaktivitäten islamistischer Gruppierungen in Südafrika. (Quelle: Sequenz aus Propaganda-Video)

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„Spy Cables“: Greenpeace als Spionageziel

Südafrikas Geheimdienst sollte auf Bitte ausländischer Behörden NGOs und Oppositionelle observieren

(2010sdafrika-Redaktion)

Zivilgesellschaftliche Akteure wie Amnesty International, Human Rights Watch, Transparency International oder Greenpeace sind gemeinnützige Organisationen, die gesellschaftspolitische Ziele verfolgen. Entweder sie schaffen es, die Regierungen im Dialog von ihren Absichten zu überzeugen. Oder sie formieren Widerstand gegen Politik oder Wirtschaft. Nun belegen dem arabischen TV-Sender Al Jazeera zugespielte Geheimdienst-Dokumente, dass Greenpeace und Oppositionelle ins Visier der Nachrichtendienste gerieten.

Kumi Naidoo

© Kumi Naidoo, der aus Durban stammende Direktor der internationalen Umweltschutzorganisation Greenpeace, sollte nach dem Willen Südkoreas durch den südafrikanischen Geheimdienst State Security Agency (SSA) observiert werden. Auch andere Regierungen fragten Südafrika an, am Kap lebende Oppositionelle auszuspionieren – belegen dem TV-Sender Al Jazeera zugespielte SSA-Dokumente. (Quelle: flickr/ World Economic Forum)

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„Spy Cables“: Israelische Agenten in Südafrika

Mossad und Shin Bet treten am Kap „arrogant, respektlos und arglistig“ auf. Tel Aviv übe Druck aus

(2010sdafrika-Redaktion)

Der israelische Auslandsgeheimdienst Mossad ist stärker als bisher angenommen in Südafrika operativ tätig. Allerdings pflegt der südafrikanische Nachrichtendienst State Security Agency (SSA) ein angespanntes Verhältnis zu den israelischen Spionen im Land. Diese treten „arrogant, respektlos und arglistig“ auf, belegen dem arabischen TV-Sender Al Jazeera zugespielte SSA-Dokumente. Die Agenten beider Staaten misstrauen sich gegenseitig.

Israel Defense Forces

© Die beiden israelischen Geheimdienste Mossad und Shin Bet sind stärker als bisher angenommen in Südafrika operativ tätig. Geleakte Dokumente des südafrikanischen Nachrichtendienstes SSA belegen, dass das Verhältnis zwischen den Sicherheitsbehörden beider Staaten angespannt ist. Insbesondere Mossad-Agenten treten am Kap „arrogant, respektlos und arglistig“ auf. Im Symbolbild ist eine Spionageeinheit der israelischen Streitkräfte zu sehen. (Quelle: flickr/ Israel Defense Forces)

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Südafrika erlebt eigenen Snowden-Skandal

Hunderte Dokumente zu Südafrikas Geheimdienst SSA und Partnern wie CIA, Mossad, MI6 und FSB geleaked

(2010sdafrika-Redaktion)

Um 18 Uhr MEZ veröffentlichte der arabische TV-Sender Al Jazeera in Zusammenarbeit mit dem britischen Guardian unter dem Schlagwort „Spy Cables“ mehrere Artikel, die die Korrepondenz zwischen dem südafrikanischen In- und Auslandsgeheimdienst State Security Agency (SSA) und seinen Partnerdiensten CIA, MI6, Mossad, ASIO, FSB sowie anderen offenlegen. Unter den Dokumenten befinden sich auch Unterlagen mit der Geheimhaltungsstufe „Streng Geheim“, sodass eine Veröffentlichung dieser schutzbedürftigen Informationen mit erheblichen sicherheits- und außenpolitischen Schäden verbunden ist. Die Regierung in Pretoria erlebt den größten Spionage-Skandal in der Post-Apartheidsära. Die Folgen sind noch nicht absehbar.

Al Jazeera English

© Südafrikas Regierung gerät unter Druck, nachdem der arabische TV-Sender Al Jazeera in Zusammenarbeit mit dem britischen Guardian hunderte Geheimdokumente zugespielt bekommen hat, die die Korrespondenz der südafrikanischen Spionage mit den Partnerdiensten wie CIA und Mossad offenlegen. Die Zuma-Regierung hat nun einen eigenen Edward Snowden – einen Whistleblower. (Quelle: Screenshot/ Al Jazeera English)

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Fragwürdige Kabinettsbildung in Südafrika

Geheimdienstministerium wird künftig von Unerfahrenen geleitet. Opposition zeigt sich beunruhigt

(Autor: Ghassan Abid)

Das Geheimdienstministerium Südafrikas zählt mit Abstand zu den Behörden, die jegliche Kommunikation mit Journalisten vermeiden wollen, auch wenn Skandale den Inlands- und Auslandsnachrichtendienst „State Security Agency (SSA)“ in Verruf bringen. Auch die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ kann sich jenen Pressekollegen anschließen, die die Qualifikation der Presseverantwortlichen für die SSA in Frage stellen. Nun leiten ausgerechnet zwei Unerfahrene das bedeutende Sicherheitsressort.

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© David Mahlobo wird künftig das Geheimdienstministerium Südafrikas leiten. Er gilt in der Bundespolitik als unerfahren, pflegt ein angespanntes Verhältnis zu Journalisten und stand im Verdacht der Steuerverschwendung. Im Vorfeld war Mahlobo Minister für Regierungsführung der Mpumalanga-Provinz. Ferner ist er Mitglied des ANC-Bundespräsidiums.

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