Schlagwort-Archive: Stellenbosch-Universität

Wählen nach Hautfarbe

Südafrikas größte Oppositionspartei DA versucht die Dominanz des ANC zu brechen – ohne Erfolg

(2010sdafrika-Redaktion)

Der „Democratic Alliance“ (DA) wurde immer wieder angelastet, sie sei neoliberal, eine Partei für die Weißen und unzureichend an den Problemen der schwarzen Mehrheitsgesellschaft interessiert. Zwar konnte die wichtigste Oppositionspartei bei den vorangegangenen Wahlen an Stimmen zulegen und die Regierungsverantwortung in der Provinz Western Cape halten. Ebenso gelang es ihr, dem ANC traditionelle Hochburgen wie Johannesburg, Pretoria und Port Elizabeth bei den Kommunalwahlen 2016 streitig machen. Jedoch blieb der große politische Erfolg auf der nationalen Ebene bislang aus.

© Südafrikas wichtigste Oppositionspartei – die „Democratic Alliance“ (DA) – versucht seit Jahren, die schwarze Mehrheitsgesellschaft zu erreichen. Mit Mmusi Maimane erhielt die DA einen Schwarzen an ihrer Spitze. Dennoch blieb der große Erfolg bisweilen aus. (Quelle: Facebook/ DA)

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Weißem Hai droht das Artensterben

Stellenbosch-Universität beziffert Population vor Südafrikas Küsten mit 350 bis 520 Raubfischen

(2010sdafrika-Redaktion)

Der Weiße Hai wird weltweit gefürchtet. Inbesondere vor den Küsten der bei Touristen äußerst beliebten Metropole Kapstadt schrecken die Leute auf, wenn sie von einem neuen Angriff des Haies auf Menschen hören. Deshalb sah sich die Stadtverwaltung von Kapstadt sogar zur Errichtung eines Hai-Warnsystems gezwungen, um das Gefühl von Sicherheit zu vermitteln. Man fürchtete finanzielle Einbußen. Nun jedoch warnt die Stellenbosch-Universität davor, dass es zu wenige Weiße Haie vor Südafrika gebe.

Brook Ward

© Weltweit wird der bis zu 5 Meter lange Weiße Hai gefürchtet. Denn immer wieder ist von Attacken des Raubfisches auf Menschen zu hören. Nun schlagen Wissenschaftler der Stellenbosch-Universität Alarm. Der Bestand des Weißen Haies vor den Küsten Südafrikas sei zu gering. Ihm drohe das Artensterben. (Quelle: flickr/ Brook Ward)

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„Südafrika braucht mehr Religion in der Verfassung“

Verfassungsgerichtspräsident fordert mehr Gott im Staat. Zentralrat der Juden signalisiert Zustimmung

(Autor: Ghassan Abid)

Mogoeng Mogoeng ist der einflussreichste Jurist in Südafrika. Der Präsident des Verfassungsgerichts in Südafrika hat sich bei einer kürzlichen Rede an der Stellenbosch Universität dafür ausgesprochen, dass die Religion mehr Einzug in die Verfassung bekommen sollte. Laizistische Organisationen zeigen sich geschockt. Doch Mogoengs Worte stoßen auf eine breite Zustimmung.

GovernmentZA

© Mogoeng Mogoeng, der Präsident des Verfassungsgerichtshofs in Südafrika, fordert eine stärkere Religiosität in Recht und Gesetz, um den Werteverfall am Kap zu stoppen. (Quelle: flickr/ GovernmentZA)

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Land Brandenburg als Partner Südafrikas

Im Interview mit Ralf Christoffers, Wirtschaftsminister des Landes Brandenburg

(Autor: Ghassan Abid)

© Ralf Christoffers, Minister für Wirtschaft und Europaangelegenheiten des Landes Brandenburg, hielt sich im Mai 2013 auf einer Arbeitsreise in Südafrika auf. Er führte Gespräche mit Politikern, Unternehmern und Vertretern der Wissenschaft. (Quelle: MWE Brandenburg)

© Ralf Christoffers, Minister für Wirtschaft und Europaangelegenheiten des Landes Brandenburg, hielt sich im Mai 2013 auf einer Arbeitsreise in Südafrika auf. Er führte Gespräche mit Politikern, Unternehmern und Vertretern der Wissenschaft. (Quelle: MWE Brandenburg)

2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ ganz herzlich Herrn Ralf Christoffers, Minister für Wirtschaft und Europaangelegenheiten das Landes Brandenburg. Vor kurzem hielten Sie sich anlässlich einer Arbeitsreise erstmalig in Südafrika auf. Welche persönlichen Eindrücke bringen Sie von Land und Leute mit?

Antwort: Auch wenn wir auf unserer Reise kaum Zeit hatten uns umzusehen, haben wir doch festgestellt, dass Südafrika ein landschaftlich sehr reizvolles Land ist. Bei unseren Gesprächen mit Politikern, Unternehmen und Vertretern der Wissenschaft ist deutlich geworden, Südafrika ist auch ein Land, das vor großen Herausforderungen steht. Die Folgen der Apartheid sind bis heute spürbar. Die wichtigsten Aufgaben, die zu bewältigen sind, liegen sicherlich in der Vermittlung von Bildung und in der Verbesserung der Infrastruktur. Ein weiteres zentrales Thema ist, das Land in die wirtschaftliche Stabilität zu führen. Ich habe einen hohen Respekt vor denjenigen, die sich diesen Aufgaben stellen.

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